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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, FC Basel 

11.8.2012, 18:00 Uhr

Heiko Vogel freut sich auf Momo

11.8.2012, 18:00 Uhr

Noch ungeschlagen ist der FC Basel bislang in der Super League – und gleichzeitig seit drei Spielen ohne Sieg. Gegen den FC Thun soll der Ägypter Mohamed Salah von Beginn weg für mehr Wirbel im Basler Angriffsspiel sorgen. Von

War das jetzt Liebe auf den ersten Blick? Könnte gut sein. Auch wenn es manchmal ja so eine Sache ist mit den Schmetterlingen im Bauch. Aber die Chemie scheint schon einmal zu stimmen zwischen dem Publikum des FC Basel und dessen Neuzugang aus Ägypten, Mohamed Salah. Das hat seine Einwechslung im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Molde gezeigt. Wobei, vielleicht war es auch bloss ein erstes kleines einseitiges Verliebtsein von Seiten der Basler Fans?

Super League, 5. Runde
FC Basel–FC Thun (So, 16.00, SF1)
St.-Jakob-Park. – SR Klossner.

Mögliche Aufstellungen
FCB: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; Cabral; Salah, F. Frei, Diaz, Zoua; Streller.
Thun: Faivre; Lüthi, Matic, Ghezal, Reinmann; Bättig, Demiri; Ngamukol, Hediger, Ferreira; M. Schneuwly.

Bemerkungen: Basel ohne A. Frei, P. Degen und Ajeti (alle verletzt). – Erste Liveübertragung des SF aus dem St.-Jakob-Park im Rahmen der neuen Super-League-Berichterstattung.

Es war ja vorab schon einiges getuschelt worden über den Neuen. Youtube-Videos seiner Dribblings wurden herumgereicht. Seine Heldentaten mit der ägyptischen Olympia-Auswahl machten die Runde: Ein Tor in jedem Gruppenspiel erzielt, unglaublich schnell, ein starker Dribbler mit Drang zum Abschluss – und dazu noch erst 20 Jahre alt!

Das klang gut, verdammt aufregend und alles in allem verdammt vielversprechend.

Dann also betrat Mohamed Salah in der 74. Minute erstmals das Spielfeld des Joggeli. Und er war unglaublich schnell, sein Spiel aufregend und das alles zusammen verdammt vielversprechend.  In seinen (inklusive Nachspielzeit) 20 Minuten hatte er ungefähr soviele Torchancen wie seine restlichen Kollegen in 94.

Das reichte für erste öffentliche Liebhaber-Bekenntnisse:

Die Chancen stehen gut, dass die Beziehung zwischen Fans und Salah am Sonntag auf eine breitere Basis gestellt wird. Heiko Vogel jedenfalls macht kein Geheimnis daraus, dass er Salah von Beginn weg spielen lassen wird. Ja, der Trainer des FCB kündigt sogar an: «Da freue ich mich drauf.»

Auch Vogel ist natürlich nicht entgangen, was da abgegangen ist am letzten Mittwoch im St.-Jakob-Park: «Der kommt eine Viertelstunde rein. Und ich denke: unglaublich!»

Wenn Vogel über den Ägypter spricht, dann klingt das beinahe zärtlich. Was auch am Kosenamen liegt, den der Deutsche gebraucht, wenn er Salah meint: «Momo.» Mit Momo also unterhält sich Vogel meist auf Englisch: «Er ist sehr beflissen, die Sprache zu lernen.» Und wenn das nicht reicht, hilft ein Anruf bei Salahs Berater, der via Telefon den Dolmetscher gibt.

Momo auf dem Platz ist das Gegenteil von Momo im Buch

Die literarische Momo, das ist jenes Mädchen, das unter anderem unangenehmen Zeit-Räubern enteilt, indem sie besonders langsam geht. Der Momo des FCB ist da praktisch das exakte Gegenteil: Er bringt seine Gegenspieler durch seinen Schmetter-Antritt in unglaubliche Zeitnot.

Er wird das am Sonntag gegen Thun in einer Mannschaft tun, die weiterhin ohne Alex Frei auskommen muss. Der Stürmer wird noch immer durch seine Beckenprellung behindert. Wann er wieder ins Training einsteigen kann, ist offen.

Das wiederum bedeutet, dass Marco Streller die einzige Basler Spitze geben wird. Die einzige Basler Spitze? Nein! Denn für Heiko Vogel ist das derzeitige System ein 4-3-3: «Nur, dass ich das leider noch nirgends gelesen habe.» (Und darum nur für ihn der Hinweis auf unseren Spielbericht aus Sion, Abschnitt acht. Alle anderen: weiterlesen!)

Thun soll sich auf den FCB einstellen – nicht umgekehrt

Vor dem FC Thun und vor allem vor dessen Trainer hat Vogel höchsten Respekt: «Was Bernard Challandes dort aufgebaut hat ist aller Ehren wert.» Das heisst aber nicht, dass sich die Basler zu sehr auf die Berner Oberländer einstellen wollen: «Wir legen den Fokus auf unser eigenes Spiel. Also sollen sich die Thuner Gedanken machen, wie sie sich auf uns einstellen wollen.»

Challandes wird da so seine Ideen haben. Immerhin hat er die Basler beim 2:2 gegen Luzern und beim 1:1 in Sion live im Stadion beobachtet. Natürlich hat der Thuner Trainer mitbekommen, dass beim FCB bei weitem nicht alles rund läuft. Er warnt seine Spieler aber auch: «Selbst wenn es so ist, bleibt Basel Basel.»

Thun reiste nach Sizilien

Die Thuner haben die vergangene Woche für einen Trip nach Sizilien genutzt. Catania lud das Team für ein Testspiel ein, nachdem die Berner letztes Jahr mit einem 2:2 in Palermo in der Europa League offensichtlich die Sympathien des zweiten Serie-A-Clubs der Insel gewonnen hatten.

Thun gewann die Partie vom Dienstag in Catania 1:0, wobei Challandes in den zwei Halbzeiten praktisch zwei verschiedene Teams antreten liess. Für den Thuner Trainer war es jedenfalls eine gelungene Reise. Und er erinnert daran, dass Thun im letzten Sommer der Europacup-Rhythmus ganz gut bekommen sei.

Damals, erinnert Challandes mit einem Schmunzeln, seien die Thuner als Leader nach Basel gereist: «Aber nach dem Spiel waren wir nicht mehr Leader.»

Der FCB siegte durch Tore von Alex und Fabian Frei mit 2:1. Auf rechts wirbelte bei den Baslern noch ein gewisser Xherdan Shaqiri. Der Publikumsliebling ist zu den Bayern weitergezogen. Aber es flirrt ja bereits eine neue Liebschaft durch den St.-Jakob-Park.

 
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Informationen zum Artikel

11.8.2012, 18:00 Uhr

Heiko Vogel freut sich auf Momo

Text

Text:

  • 17.04.2014 um 00:37
    Ein ägyptischer Maikäfer und der Kaugummi-Mann - die Einzelkritik

    Mohamed Elneny kann also tatsächlich Tore schiessen, Giovanni Sio hat Knipserqualitäten und ein Valentin Stocker erlebt beim 4:2 des FC Basel über den FC Zürich in drei Minuten mehr als sein Vorgänger in über einer Stunde.

  • 16.04.2014 um 18:11
    4:2 gegen den FCZ – drei dicke Punkte für den FCB im Titelrennen

    Während Meisterschaftsrivale GC in eine kapitale 0:5-Heimniederlage gegen Thun läuft, gewinnt der FC Basel einen Klassiker mit Pfeffer gegen den FC Zürich mit 4:2 (1:0). Im Titelrennen liegt Basel damit vier Punkte voraus. Die FCB-Tore erzielen Sio (2), Stocker und Elneny; Captain Streller scheidet früh verletzt aus.

  • 16.04.2014 um 12:42
    «Jedes Imperium bricht einmal zusammen»

    Vor dem Klassiker FCB-FCZ, der nach 41 Jahren wieder im Cupfinal aufgelegt wird, sprechen die beiden Sportchefs über die Stellung ihrer Clubs, über die Möglichkeiten und Grenzen im Schweizer Fussball. Marco Bernet vom FC Zürich setzt am Ostermontag auf eine Cup-Tradition, Georg Heitz vom FC Basel sagt, vor die Wahl gestellt, zöge er die Meisterschaft dem Cupsieg vor.

  • 16.04.2014 um 16:28
    Gekaufte Facebook-Likes?
    Zum Artikel: Zürich, Kairo, Bagdad: Wo auf der Welt eine Million FCB-Fans leben

    @nowhere: Ja, man kann sich Facebook-Likes kaufen. Bloss frage ich mich in diesem Fall: Was kann sich der FC Basel von seinen Likes in Ägypten kaufen? Nichts. Im Gegenteil, der FCB hat sich sogar überlegt, wie er die arabischen Posts auf seiner Seite...

  • 02.04.2014 um 08:20
    Neues Foto?
    Zum Artikel: Heute schon den Körper ertüchtigt?

    Seit wann hat denn der werte Herr Kieslich ein neues Autorenfoto? Seit er im Morgentau diese Übungen nachturnt?

  • 26.03.2014 um 18:26
    @Herr Gass
    Zum Artikel: Die Uefa ist knallhart: Ein Geisterspiel für den FC Basel – kein Rekurs

    Den Glauben an das Gute verlieren, Herr Gass? Das würden wir nie machen. Finden wir Zuschauer, die Dinge aufs Feld werfen gut? Nein, finden wir nicht? Kann das Hooligan-Konkordat solche Dinge verhindern? Nein, finden wir auch nicht. Worum es uns in d...

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