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Do, 23.05.2013

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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Fussball, Champions League 

10.8.2012, 12:16 Uhr

FCB: Vor dem Wiedersehen mit Cluj redet Heiko Vogel Klartext

10.8.2012, 12:16 Uhr (aktualisiert: 14:35; 20:00)

In den Playoffs der Champions League bekommt es der FC Basel mit dem rumänischen Meister CFR 1907 Cluj zu tun. Der FCB tritt am Dienstag, 21. August zuhause an und am Mittwoch, 29. August in Cluj (jeweils 20.45 Uhr MESZ). Trainer Heiko Vogel sagt, er habe «keine Lust mehr zuzuschauen, wie wir uns selbst in die Bredouille bringen». Von Christoph Kieslich und Florian Raz

Siegtor in Basel: Federico Almerares erzielt das einzige Tor beim Heimsieg des FCB im November 2010 gegen Cluj.

Siegtor in Basel: Federico Almerares erzielt das einzige Tor beim Heimsieg des FCB im November 2010 gegen Cluj. (Bild: Hans-Jürgen Siegert)

Auswärtstor in Cluj: Valentin Stocker trifft im September 2010 zum Anschlusstor. Der FCB verlor seinerzeit in der Champions League mit 1:2 in Rumänien.

Auswärtstor in Cluj: Valentin Stocker trifft im September 2010 zum Anschlusstor. Der FCB verlor seinerzeit in der Champions League mit 1:2 in Rumänien. (Bild: Hans-Jürgen Siegert)

Wie schon 2010/11 trifft der FC Basel auf den rumänischen Meister Cluj. Vor zwei Jahren gab es in der Gruppenphase eine 1:2-Niederlage in Cluj und einen 1:0-Heimsieg – eine Ergebniskonstellation, die im K.o.-Modus der Playoffs mit der Auswärtstorregel zum Weiterkommen des Schweizer Meisters reichen würde.

Die Spiele finden innerhalb von neun Tagen statt. Der FCB tritt am Dienstag, 21. August zuhause an und am Mittwoch, 29. August in Cluj (jeweils 20.45 Uhr Schweizer Zeit).

Beim letzten Aufeinandertreffen gab es am 23. November einen 1:0-Sieg des FCB durch ein Tor von Almerares, das dem FC Basel den dritten Gruppenplatz hinter Bayern München und der Roma sicherte und damit eine Fortsetzung in der Europa League.

Fünf Trainerwechsel seit 2010

Mit dem Blick zurück auf diese beiden Spiele spricht FCB-Trainer Heiko Vogel von «einem alten Bekannten in Anführungszeichen». Denn seit dem letzten Aufeinandertreffen ist in Cluj fast kein Stein auf dem anderen geblieben. Aus dem Kader, mit dem Cluj 2010 gegen den FCB spielte, sind nur noch vier Spieler dabei. Nach fünf Trainerwechseln seit dem 12. September 2010 ist Ioan Andone wieder am Ruder, der Mann, unter dem der CFR 1907 Cluj 2008 erstmals rumänischer Meister geworden war.

«Da kann man schon nicht mehr von einem Facelifting sprechen», stellte Vogel knapp eine halbe Stunde nach der Auslosung und einem kurzen Blick auf die Spielerliste der Rumänen fest, in dem insgesamt neun portugiesische Profis figurieren, «das war schon ein grober Umbruch.»

Ganz offensichtlich war es auch ein erfolgreicher. Nach einer kleinen Durstrecke feierte der Club aus Siebenbürgen im Mai seinen dritten Meistertitel und spielt nun um seine dritte Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League. Zwar geht der FC Basel über den sogenannten Meisterweg den stärksten Teams in der letzten Qualifikationsphase aus dem Weg (Mönchengladbach mit Granit Xhaka etwa trifft auf Dynamo Kiew mit Admir Mehmedi), doch Cluj dürfte zu den unangenehmeren Herausforderungen gehören, zumal das Rückspiel in Transilvanien stattfindet.

Vogel verlangt eine Leistungssteigerung

Die erste Qualifikationshürde gegen den tschechischen Meister Slovan Liberec nahmen die Rumänen einigermassen souverän. Einem 1:0-Heimsieg liessen sie im Rückspiel mit dem Pausenpfiff die Führung folgen. Zu mehr als dem Ausgleich in der 58. Minute reichte es Slovan nicht mehr, und in der vierten Minute der Nachspielzeit gelang Cluj durch den neuen Stürmer Modou Sougou der 2:1-Siegtreffer. Massgeblich finanziert werden die Rumänen nach wie vor von dem millionenschweren Unternehmer Arpad Paszkany.

«Betrachtet man die letzten Jahre, dann haben wir im Vergleich mit rumänischen Clubs die Nase vorne», befindet Vogel. In der letzten Saison schlugen die Basler die Rumänen von Otelul Galati zweimal in der Gruppenphase der Champions League (2:1, 3:2). Eben bei diesem Otelul Galati bestreitet Cluj am Montag sein viertes Spiel in der Liga und bietet dem FCB die erste Gelegenheit zur Beobachtung vor Ort. In den jungen Saison hat Cluj nach zwei Remis vergangenes Wochenende mit einem 3:0 daheim gegen Vaslui den ersten Sieg eingefahren.

Vogel ist sich bewusst, «dass Cluj noch einmal stärker sein wird als Molde. Also müssen wir unser Leistungsvermögen der Stärke des Gegners anpassen.» Will heissen: Der FCB braucht eine markante Steigerung gegenüber dem Rückspiel gegen den norwegischen Meister.

Vogels öffentliche Gardinenpredigt

In dieser Partie gegen Molde war Vogel zur Pause die Hutschnur geplatzt. Und der 36-Jährige empfand die Leistung seiner Mannschaft ganz offensichtlich als derart haarsträubend, dass er nicht nur in der Pausenansprache ein paar Dezibel lauter wurde als üblich. Nein, der Trainer des FCB, der sonst immer auf die «Privatsphäre zwischen Spielern und Trainer» pocht, machte seine Gardinenpredigt auch öffentlich.

Und Vogel wurde am Freitag nach der Auslosung noch einmal konkreter. «Ich habe keine Lust zuzuschauen, wie wir uns selbst in die Bredouille bringen, weil die nötigen Prozente in Sachen Präzision, Laufbereitschaft und Einsatz fehlen», stellte er klar. Und: «Das waren lauter unforced errors.» Sprich: unnötige, individuelle Fehler aus Konzentrationsmangel.

In den Ligaspielen sei er noch nachsichtig gewesen, befand Vogel. Schliesslich befinde sich das Team in einem Umbruch: «Da weiss der einzelne Spieler noch nicht genau, wie sich der Nebenmann verhält.» Aber wenn es um die Qualifikation zur Champions League geht, versteht er keinen Spass: «Da will ich, dass der Fokus geschärft ist. Es reicht eben nicht, wenn man bloss sagt, dass man in die Gruppenphase will – und dann doch nicht den richtigen Einsatz zeigt.»

Champions League, Playoff

Meisterweg:
FC Basel–CFR 1907 Cluj
Helsingborgs IF–Celtic Glasgow
Bate Borissow–Hapoel Kirjat Schmona
AEL Limassol–RSC Anderlecht
Dinamo Zagreb–NK Maribor

Ligaweg:
SC Braga–Udinese Calcio
Spartak Moskau–Fenerbahce
Malaga–Panathinaikos
Borussia Mönchengladbach–Dynamo Kiew
OSC Lille–FC Kopenhagen

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Körpersprache

    von Gaston Ravasi um 10.08.2012 um 16:19Uhr

    Wenn Herr Vogel nach dem Spiel gegen Molde richtigerweise die Körpersprache seiner Spieler in der ersten Halbzeit kritisiert, dann muss er aber auch über seine eigene Körpersprache nachdenken. Ein Trainer, der wie ein pubertärer Teenager Kaugummi kauend in seinem Stuhl liegt und so den Eindruck erweckt, als ginge ihn das alles gar nchts an, sendet nicht wirklich die richtigen Signale an seine Spieler.
    Direktlink zum Kommentar

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Informationen zum Artikel

10.8.2012, 12:16 Uhr

FCB: Vor dem Wiedersehen mit Cluj redet Heiko Vogel Klartext

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Text:

  • 23.05.2013 um 15:00
    Schottische Verhältnisse in der Schweiz

    Zum vierten Mal in Folge kann der FC Basel Meister werden - und damit seine sportliche wie wirtschaftliche Dominanz zementieren. Ein Blick auf die Super League, die Finanzen und den Solidareffekt bei de Ausschüttung der Vermarktungseinnahmen.

  • 22.05.2013 um 14:03
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    Von einem «schwarzen Tag» ist die Rede nach Ausschreitungen in der Berner Innenstadt im Vorfeld des Cupfinals. Eine Aufarbeitung des Pfingstmontags und ein Augenzeugenbericht.

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    Der vergessene Cup-Sieg

    Cup, Cupfinal, Cupsieg – der Pfingstmontag naht, wenn der Rekord-Titelhalter GC und der elfmalige Cupgewinner FC Basel aufeinandertreffen. 100 Jahre nachdem der FCB seinen ersten Cup gewonnen hat, ein Erfolg den heute niemand mehr auf der Rechnung hat.

  • 17.04.2013 um 17:47
    Josef Zindel
    Zum Artikel: Sion gegen FCB – mehr Kompetenz im Cup geht fast nicht

    Wir werden unser Möglichstes tun. Versprochen.

  • 15.04.2013 um 12:20
    Die englischen Wochen, die auch an der TagesWoche nicht spurlos vorbeigehen
    Zum Artikel: Eine bemerkenswerte Assistquote – die FCB-Einzelkritik

    In der Tat, so ist, da muss man gar nicht lange drum herum reden. Danke der aufmerksamen Leserschaft. Der Einwechselkuddelmuddel ist korrigiert – das ist halt schon eine feine Sache an diesem Internet.

  • 11.04.2013 um 12:22
    Basel geht in M unten
    Zum Artikel: Wie ich mich in Middlesbrough mitschuldig gemacht habe

    Ich möchte meinen geschätzten Wegbegleiter und damaligen BaZ-Kollegen Raz daran erinnern, dass in dunkler Vorahnung schon nach dem 3:1 für M. der Titel angepasst wurde in «Basel geht in Middlesbrough unter». Sollte ich dabei tatsächlich etwas Unflätige...

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Text:

  • 18.05.2013 um 00:01
    Der Chef und sein Zuträger

    Der eine sorgt mit schnellem Antritt für Aufsehen und geht mit Torchancen bisweilen etwas gar verschwenderisch um. Der andere verrichtet seine Arbeit schon fast still und leise. Mohamed Salah und Mohamed Elneny bestimmen den Puls des FC Basel mit. Im Cupfinal gegen die Grasshoppers wird Salah allerdings gesperrt fehlen.

  • 17.05.2013 um 06:08
    «Jetzt soll mal der Schär hinten bleiben»

    Fabian Frei hat einen Lauf. Beim 2:0 gegen Lausanne schiesst er beide Tore – und am Pfingstmontag dürfte er erstmals in seiner Karriere einen Cupfinal bestreiten.

  • 17.05.2013 um 00:01
    Miezekatzen, Testläufer und ein auf die Probe gestellter Werbespruch

    Fabian Frei und Valentin Stocker erledigten Arbeit und Vorarbeit des Toreschiessens. Andere konnten die Kräfte für den Cupfinal schonen. Die Einzelkritiken zum 2:0 des FC Basel gegen Lausanne.

  • 16.05.2013 um 18:35
    Eishockey
    Zum Artikel: Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

    Lieber Herr Hochhuth, glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass nicht eine halbe lokale Geschichte weniger geschrieben wurde wegen dieses Eishockey-Artikels? Der Text kommt über Agentur, der Dienstchef (der sowieso Dienst schieben muss) hat ihn von d...

  • 13.05.2013 um 18:51
    Das mit der Tribüne
    Zum Artikel: Constantin kehrt mit dem Stahlbesen

    Meist sitzt das von ihnen angesprochene Problem ja nicht auf der Tribüne, sondern dirigiert (das Team) und desavouiert (den Trainer) von seinem Stammplatz neben der Ersatzbank aus.

  • 13.05.2013 um 17:13
    Seldwyla
    Zum Artikel: Das Ende eines Clublokals – Stadt stellt Italiener auf die Strasse

    Weil die Stadt Basel eine leere Immobilie wollte, wird der bisherige Mieter rausgeworfen. Und jetzt sucht die Stadt Basel einen Zwischennutzer, weil sie gerne einen Mieter für ihre leere Immobilie hätte. Warum dreht sich bei mir plötzlich alles im Kopf?

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