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TagesWoche

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Do, 23.05.2013

Medikamentenpreise 

14.8.2012, 07:00 Uhr

Bittere Pille für die Pharma

14.8.2012, 07:00 Uhr

Die Bevölkerung ist nicht bereit, höhere Medikamentenpreise in Kauf zu nehmen, um den Pharmastandort Schweiz zu fördern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichdienstes Comparis. Von Matieu Klee

GAETAN BALLY: Höhere Einkaufspreise und höhere Margen verteuern die Medikamente in der Schweiz.

Höhere Einkaufspreise und höhere Margen verteuern die Medikamente in der Schweiz. (Bild: GAETAN BALLY)

Diese Befragung des Internetvergleichsdienstes Comparis wird der Pharmaindustrie nicht schmecken. Denn die repräsentative Umfrage zeigt, dass ihr zentrales Argument für höhere Medikamentenpreise als im Ausland nicht verfängt. Nur gerade neun Prozent von 1200 vom Marktforschungsinstitut GfK Befragten gaben an, der Pharmastandort rechtfertige höhere Medikamentenpreise in der Schweiz. Hingegen glauben 89 Prozent, die Preise seien hier deswegen deutlich höher, weil die Schweiz generell ein Hochpreis- und Hochlohnland sei.

Danach gefragt, welcher Preisunterschied denn akzeptabel sei, berechneten die Marktforscher eine Durchschnittszahl von 14 Prozent bei den Originalpräparaten und zehn Prozent bei den Nachahmerpräparaten, den Generika. Tatsächlich sind die Unterschiede wesentlich grösser: Schon der Einkaufspreis für den Handel, der sogenannte Fabrikabgabepreis, liegt in der Schweiz bei den Originalpräparaten um 19 Prozent, bei den Generika gar um 45 Prozent höher, rechnet der Internetvergleichsdienst vor. So viel teurer seien Medikamente im Vergleich zu den sechs Referenzländern (Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Niederlande und Österreich), die das Bundesamt für Gesundheit bei der Berechnung der Schweizer Medikamentenpreise berücksichtigt.

Höhere Einkaufspreise und höhere Margen

Auf diesen Fabrikabgabepreise schlagen Apotheken, Spitäler oder Ärzte ihre Handelsmargen. Und diese Handelsmargen sind wesentlich höher als im Ausland, wie ein im letzten Jahr vom Krankenkassenverband Santésuisse durchgeführter Vergleich der Handelsmargen zeigt. Schweizer Händler kaufen Medikamente also nicht nur teurer ein als im Ausland, sondern schlagen auch noch rund 25 Prozent höhere Margen auf die Medikamente.

Und das sorgt für steigende Krankenkassenprämien, wie Felix Schneuwly, Krankenkassenspezialist des Internetvergleichsdienstes vorrechnet: Knapp jeder vierte Prämienfranken werde inzwischen für kassenpflichtige Arzneimittel ausgegeben. Und es sind neben ambulanten Behandlungen primär die Medikamente, die gemäss einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums in den letzten Jahren die Gesundheitskosten stark ansteigen liessen.

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Informationen zum Artikel

14.8.2012, 07:00 Uhr

Bittere Pille für die Pharma

Text

Text:

  • 22.05.2013 um 16:57
    Jagd auf Abfallsünder

    Nach Pfingsten machte das Amt für Umwelt und Energie mit der Stadtreinigung Jagd auf Abfallsünder, die trotz Feiertag ihren Abfallsack für die Kehrichtabfuhr bereitgestellt hatten. Knapp ein Viertel der Sünder konnte überführt werden.

  • 16.05.2013 um 15:33
    «In der Schweiz gibt es viele Anti-Sozialpartner»

    Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, erklärt im Interview, weshalb es so dringend einen Mindestlohn braucht.

  • 16.05.2013 um 15:16
    «Ich kenne die Sorgen und Nöte meiner Mitarbeiter»

    Marc Jaquet, Präsident des Arbeitgeberverbands Basel und selbst CEO eine Industriefirma warnt vor einem Mindestlohn.

  • 22.04.2013 um 16:36
    @Automatismus
    Zum Artikel: Mitte-Links tritt mit ehemaligem EVP-Landrat Thomi Jourdan an

    Danke für den Hinweis. Wir hätten gerne von Anfang an ein hochaufgelöstes Bild des Kandidaten gezeigt. Bis jetzt ist aber keines verfügbar.

  • 18.04.2013 um 22:21
    @Nestbeschmutzung?
    Zum Artikel: An der Baselworld wimmelt es von Scheinselbständigen

    Lieber Herr Hochhuth Vielen Dank für Ihren bissig ironischen und treffenden Kommentar. Ich könnte jetzt ernsthaft antworten: Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, den Mächtigen zu gefallen. Ich möchte vielmehr möglichst aufdecken, was tatsächlich gespie...

  • 13.03.2013 um 09:39
    @Jacqueline Landmann
    Zum Artikel: Erstes Shoppingcenter in der Kantonshauptstadt

    Sie haben natürlich Recht. Stadtratspräsident Lukas Ott lobte ausdrücklich auch das Archtekturbüro. Es ist das Basler Büro Buchner Bründler.

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