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Initiative 

13.8.2012, 12:57 Uhr

«Schutz vor Passivrauchen» will Gastropersonal schützen

13.8.2012, 12:57 Uhr

Schärfere Rauchverbote in der ganzen Schweiz: Dies fordert die Initiative "Schutz vor Passivrauchen", über die das Volk am 23. September abstimmt. Am Montag haben die Initianten ihre Argumente präsentiert. Im Vordergrund stehen die Service-Angestellten. Von sda

sda: Die Initiative

Die Initiative "Schutz vor Passivrauchen" will schweizweit schärfere Rauchverbote (Symbolbild) (Bild: sda)

Das Volksbegehren sei nötig, um das Gastropersonal endlich in der ganzen Schweiz umfassend vor dem Passivrauchen zu schützen, sagte Sonja Bietenhard, die Direktorin der Lungenliga, vor den Medien in Bern. Das geltende Bundesgesetz genüge nicht.

Die Initiative verlangt, dass alle Innenräume rauchfrei werden, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplatz dienen. Damit wären künftig in Restaurants nur noch unbediente Fumoirs erlaubt. In 8 Kantonen ist dies schon heute so. In 18 Kantonen sind bediente Fumoirs dagegen erlaubt, in 11 davon auch kleine Raucherlokale.

Aus Sicht der Initianten ist dies zu viel Kantönligeist: "Für jeden Kanton ein anderes Rauchverbot, macht schlicht keinen Sinn", befand der Tessiner CVP-Nationalrat Fabio Regazzi. Alle Arbeitnehmenden hätten das Recht auf den gleichen Schutz vor Passivrauchen, unabhängig davon, ob sie in Genf oder in Luzern arbeiteten.

Streit um Einzelbüros

Umstritten ist, ob bei einer Annahme der Initiative das Rauchen auch in Einzelbüros verboten wäre. Laut dem Abstimmungsbüchlein des Bundes ist dies der Fall. Die Initianten kritisieren die Auslegung des Bundesrates aber als "absolut unverständlich".

Wo keine Drittpersonen geschädigt würden, bliebe das Rauchen erlaubt, versicherte Bietenhard. Dies hätten die Initianten stets gesagt, und ein Rechtsgutachten stütze ihre Sichtweise. Das letzte Wort hat indes das Parlament: Wird die Initiative angenommen, entscheidet es, wie sie umzusetzen ist.

Extremismusvorwürfe zurückgewiesen

Die Initianten wehren sich auch gegen den Vorwurf der Gegner, sie forderten Rauchverbote, die einer Prohibition gleichkämen. Der Extremismus-Vorwurf entbehre jeglicher Grundlage, hiess es an der Medienkonferenz. Es gehe um den Schutz der Angestellten, nicht mehr und nicht weniger.

Der Onkologe Thomas Cerny rief die Schädlichkeit des Passivrauchens in Erinnerung. Dieses erhöhe das Risiko, an Atemwegs-, Lungen- sowie Herz-Kreislaufbeschwerden zu erkranken. Weltweit stürben jährlich über eine halbe Millionen Menschen an den Folgen des Passivrauchens.

Hinter der Initiative steht eine Allianz aus Gesundheits-, Konsumenten-, Jugend- und Arbeitnehmerorganisationen. Die Federführung hat die Lungenliga Schweiz. Der Bundesrat und das Parlament lehnen das Volksbegehren ab.

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Reaktionen

  1. Alois Karl Hürlimann

    am 13.08.2012, 17:56

    Rauchen kann tödlich sein.
    Immerhin: Nichtrauchen kann auch tödlich sein.
    Genauer: Nichtrauchende sterben genau so wie Raucherinnen und Raucher.

    Es ist meiner Ansicht nach durchaus in Ordnung, dass in öffentlichen Räumen, angefangen von Schulen über jede Art von Büro bis hin zu Bahnen und beispielsweise auch Restaurants, in denen gegessen wird, das Rauchen untersagt wird.
    Fraglich sind - ebenfalls natürlich nur meiner Absicht nach - verallgemeinerte "Rauchverbote", also etwa in Bars, an... ... mehrRauchen kann tödlich sein.
    Immerhin: Nichtrauchen kann auch tödlich sein.
    Genauer: Nichtrauchende sterben genau so wie Raucherinnen und Raucher.

    Es ist meiner Ansicht nach durchaus in Ordnung, dass in öffentlichen Räumen, angefangen von Schulen über jede Art von Büro bis hin zu Bahnen und beispielsweise auch Restaurants, in denen gegessen wird, das Rauchen untersagt wird.
    Fraglich sind - ebenfalls natürlich nur meiner Absicht nach - verallgemeinerte "Rauchverbote", also etwa in Bars, an Tramhaltestellen, in "Fümoirs" und so weiter. Fraglich deshalb, weil solcherlei Maßnahmen respektive Vorschriften in keinem Verhältnis zum vorhersehbaren "Erfolg", nämlich der Abschaffung des Tabakkonsum quasi tel quel, stehen dürfte. Prohibition führt im Gegenteil sehr oft und nachweisbar zur Ausbreitung von
    Suchtabhängigkeit gerade bei jenen, die man zu schützen vorgibt: Jugendliche, die einen natürliches Protestouting suchen, werden durch rigorose Verbotsmanieren geradezu eingeladen, ihren Freiheitsdrang, ihre Selbständigkeit, ihre Selbstverwirklichung mit der Umgehung von Verboten sowohl auszuprobieren als auch zu manifestieren. Man kann solcherlei im Geburtsland der Raucherverbote, den USA, an jeder Strassenecke beobachten,wenn man die Augen offenhält.

    Natürlich ist der Tabakgenuss risikobehaftet. Genau so wie jeglicher Drogenkonsum, also etwa jeglicher Alkoholkomsum, der versteckte Zuckergenuss ( o ja, genau den!) und so weiter.

    Den eben genannten Risiken stehen Erkrankungs- und Mortalistätsstatistiken zur Seite. Für die Schweiz liefert das Bundesamt für Statistik ausführliches Datenmaterial, das zu studieren sich lohnt, zum Beispiel:

    www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/05/key/01/02.html

    Es scheint mir von Bedeutung zu sein, auf die Vergleichszahlen hinzuweisen: Die Statistik setzt die Krebstodesfälle jeweils auf ihr Verhältnis zur Bevölkerungszahl 100'000 fest. Zudem wird, soweit es das statistisch erfasste Material zulässt (nicht alle Kantone verfügen beispielsweise über ein so genanntes Krebsregister) zwischen indiziertem Krebs (was u.a. Behandlungen folgen lässt) und Mortalität (also Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung) unterschieden. Die veröffentlichten Zahlen erscheinen mir doch sehr ernüchternd. Und zwar unter Berücksichtigung, dass der Mensch sterblich ist.

    An Krebs erkrankt sind in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik zwischen 2005 und 2009 pro 100'000 Einwohner 445,5 Männer und 324,6 Frauen. Gestorben an Krebs sind im gleichen Zeitraum pro 100'000 Einwohner 185,1 Männer und 114,6 Frauen.

    Die allgemeine Todesfallstatistik für 2009 sieht wie folgt aus: Pro 100'000 Einwohner starben in jenem Jahr in der Schweiz insgesamt 571,0 Männer und 385,0 Frauen. Mit anderen Worten: 385,9 Männer pro 100'000 Einwohner und 270,4 Frauen pro 100'000 Einwohner sind an anderen Ursachen als einer Krebserkrankung gestorben.

    www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/04/key/01.html

    Man vergleiche - bei der Rubrik "Männer" -
    die Mortalitätsrate bei "Lungenkrebs" und bei"Unfälle und Gewalteinwirkung"!
    Lungenkrebs, 2009, Mortalitätsrate bei Männern: 39, 6;
    Unfälle und Gewalteinwirkung: 49.6.

    Mit diesem Ausflug in Statistisches will ich Krebserkrankungen und deren Folgen keineswegs kleinreden. Ich bin selber davon betroffen. Ich möchte allerdings eine in Sachen Tabakgenuss längst in halb- oder ganzreligiös ausstaffierte Ideologiegläubigkeit abgeglittene Parolentätigkeit vieler radikaler Rauchverbotsforderer hinweisen. Wie in diesem Stream bereits angedeutet wurde: Was ist denn im Zusammenhang mit dem Lungenkrebs oder insgesamt der Atmungsorgankrebserkrankungen mit den Autoabgasen, mit Industriesmog (dem gerne versteckten, nicht diskutierten), mit Strahlungen aller Art usw. ?

    Rauchverbotsbefürworter treten gerne moralisierend auf. Ist solcher Auftritt wirklich berechtigt ? Weshalb wird dem Feinstaub, verursacht etwa durch die so genannte "Mobilität-Freiheit", nicht mindestens die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet ?

    Schliesslich eine letzte Bemerkung: Prohibition in den USA und von den dortigen Behörden global verlangt hat bereits beim Versuch, den Alkohol zu verbieten, Mafiastrukturen geschaffen, die man weder in den USA noch sonstwo (man denke an Mexiko, an Kolumbien, an Afghanistan und an all die Metropolen und ihre sozialen Probleme usw.) seither bändigen konnte. Die gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Risiken und Schäden, welche dem prohibitiven Gedankengut auf dem Fuss folgen, sind unermesslich.

  1. Maya Eldorado

    am 13.08.2012, 13:42

    Geht es Ihnen wirklich nur um's Passivrauchen? Es fällt schon auf, wie sie dauernd ausschliesslich das Passivrauchen nach vorne schieben. Wir werden sehen.

    Es fällt ja auch auf, dass die Lungenlige ganz offensichtlich die Atemwegserkrankumgen mit der Lunge am Passivrauchen aufhängen.

    Liebe Lungneliga
    Es gibt noch anderes, was die Atemwege und noch mehr beeinträchtigt. Das sind zum Beispiel die Autos mit ihren Abgasen. Das merke ich sehr gut als Velofahrerin. Wenn ich hinter einem Auto... mehrGeht es Ihnen wirklich nur um's Passivrauchen? Es fällt schon auf, wie sie dauernd ausschliesslich das Passivrauchen nach vorne schieben. Wir werden sehen.

    Es fällt ja auch auf, dass die Lungenlige ganz offensichtlich die Atemwegserkrankumgen mit der Lunge am Passivrauchen aufhängen.

    Liebe Lungneliga
    Es gibt noch anderes, was die Atemwege und noch mehr beeinträchtigt. Das sind zum Beispiel die Autos mit ihren Abgasen. Das merke ich sehr gut als Velofahrerin. Wenn ich hinter einem Auto anhlaten muss, bekomme ich eine rechte Wolke davon ins Gesicht und somit in die Atemwege, wenn das Auto startet - je rassiger, desto mehr.
    Menschen, die an stark befahrenen Strassen wohnen, werden das sicher auch in ihren Wohnungen zu spüren bekommen. Irgendwann müssen sie ja auch wieder lüften.

  2. Phil Boesiger

    am 13.08.2012, 14:33

    Meine Gründe, das Rauchen in öffentlich zugänglichen Räumen einzuschränken oder zu unterbinden zu wollen, haben wenig mit irgendwelchen Gesundheitsüberlegungen zu tun. Unser Leben ist zu 100% tödlich und Gesundheitsrisiken gibts zuhauf. Jeder hat das Recht, seine Gesundheit selbst zu ruinieren, ob mit Atemgiften, Alkohol, Ueberfressen oder anderswie.
    Ganz egoistisch unterstütze ich Rauchverbote, weil ich mich durch Zigarettenrauch belästigt, also in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt... mehrMeine Gründe, das Rauchen in öffentlich zugänglichen Räumen einzuschränken oder zu unterbinden zu wollen, haben wenig mit irgendwelchen Gesundheitsüberlegungen zu tun. Unser Leben ist zu 100% tödlich und Gesundheitsrisiken gibts zuhauf. Jeder hat das Recht, seine Gesundheit selbst zu ruinieren, ob mit Atemgiften, Alkohol, Ueberfressen oder anderswie.
    Ganz egoistisch unterstütze ich Rauchverbote, weil ich mich durch Zigarettenrauch belästigt, also in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt fühle. Das typische Raucherargument "dann geh halt woanders hin" schränkt meine Freiheit ebenfalls ein - weshalb sollte ich woanders hingehen, nur weil ein Nikotinsüchtiger seine Sucht öffentlich befriedigen muss?
    Ich unterstütze die Initiative der Lungenliga, weil sie gesamtschweizerisch Rechtssicherheit schafft und zugleich endgültig den basler Fümoar-Beschiss beendet.

  3. Alois Karl Hürlimann

    am 13.08.2012, 17:56

    Rauchen kann tödlich sein.
    Immerhin: Nichtrauchen kann auch tödlich sein.
    Genauer: Nichtrauchende sterben genau so wie Raucherinnen und Raucher.

    Es ist meiner Ansicht nach durchaus in Ordnung, dass in öffentlichen Räumen, angefangen von Schulen über jede Art von Büro bis hin zu Bahnen und beispielsweise auch Restaurants, in denen gegessen wird, das Rauchen untersagt wird.
    Fraglich sind - ebenfalls natürlich nur meiner Absicht nach - verallgemeinerte "Rauchverbote", also etwa in Bars, an... mehrRauchen kann tödlich sein.
    Immerhin: Nichtrauchen kann auch tödlich sein.
    Genauer: Nichtrauchende sterben genau so wie Raucherinnen und Raucher.

    Es ist meiner Ansicht nach durchaus in Ordnung, dass in öffentlichen Räumen, angefangen von Schulen über jede Art von Büro bis hin zu Bahnen und beispielsweise auch Restaurants, in denen gegessen wird, das Rauchen untersagt wird.
    Fraglich sind - ebenfalls natürlich nur meiner Absicht nach - verallgemeinerte "Rauchverbote", also etwa in Bars, an Tramhaltestellen, in "Fümoirs" und so weiter. Fraglich deshalb, weil solcherlei Maßnahmen respektive Vorschriften in keinem Verhältnis zum vorhersehbaren "Erfolg", nämlich der Abschaffung des Tabakkonsum quasi tel quel, stehen dürfte. Prohibition führt im Gegenteil sehr oft und nachweisbar zur Ausbreitung von
    Suchtabhängigkeit gerade bei jenen, die man zu schützen vorgibt: Jugendliche, die einen natürliches Protestouting suchen, werden durch rigorose Verbotsmanieren geradezu eingeladen, ihren Freiheitsdrang, ihre Selbständigkeit, ihre Selbstverwirklichung mit der Umgehung von Verboten sowohl auszuprobieren als auch zu manifestieren. Man kann solcherlei im Geburtsland der Raucherverbote, den USA, an jeder Strassenecke beobachten,wenn man die Augen offenhält.

    Natürlich ist der Tabakgenuss risikobehaftet. Genau so wie jeglicher Drogenkonsum, also etwa jeglicher Alkoholkomsum, der versteckte Zuckergenuss ( o ja, genau den!) und so weiter.

    Den eben genannten Risiken stehen Erkrankungs- und Mortalistätsstatistiken zur Seite. Für die Schweiz liefert das Bundesamt für Statistik ausführliches Datenmaterial, das zu studieren sich lohnt, zum Beispiel:

    www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/05/key/01/02.html

    Es scheint mir von Bedeutung zu sein, auf die Vergleichszahlen hinzuweisen: Die Statistik setzt die Krebstodesfälle jeweils auf ihr Verhältnis zur Bevölkerungszahl 100'000 fest. Zudem wird, soweit es das statistisch erfasste Material zulässt (nicht alle Kantone verfügen beispielsweise über ein so genanntes Krebsregister) zwischen indiziertem Krebs (was u.a. Behandlungen folgen lässt) und Mortalität (also Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung) unterschieden. Die veröffentlichten Zahlen erscheinen mir doch sehr ernüchternd. Und zwar unter Berücksichtigung, dass der Mensch sterblich ist.

    An Krebs erkrankt sind in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik zwischen 2005 und 2009 pro 100'000 Einwohner 445,5 Männer und 324,6 Frauen. Gestorben an Krebs sind im gleichen Zeitraum pro 100'000 Einwohner 185,1 Männer und 114,6 Frauen.

    Die allgemeine Todesfallstatistik für 2009 sieht wie folgt aus: Pro 100'000 Einwohner starben in jenem Jahr in der Schweiz insgesamt 571,0 Männer und 385,0 Frauen. Mit anderen Worten: 385,9 Männer pro 100'000 Einwohner und 270,4 Frauen pro 100'000 Einwohner sind an anderen Ursachen als einer Krebserkrankung gestorben.

    www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/02/04/key/01.html

    Man vergleiche - bei der Rubrik "Männer" -
    die Mortalitätsrate bei "Lungenkrebs" und bei"Unfälle und Gewalteinwirkung"!
    Lungenkrebs, 2009, Mortalitätsrate bei Männern: 39, 6;
    Unfälle und Gewalteinwirkung: 49.6.

    Mit diesem Ausflug in Statistisches will ich Krebserkrankungen und deren Folgen keineswegs kleinreden. Ich bin selber davon betroffen. Ich möchte allerdings eine in Sachen Tabakgenuss längst in halb- oder ganzreligiös ausstaffierte Ideologiegläubigkeit abgeglittene Parolentätigkeit vieler radikaler Rauchverbotsforderer hinweisen. Wie in diesem Stream bereits angedeutet wurde: Was ist denn im Zusammenhang mit dem Lungenkrebs oder insgesamt der Atmungsorgankrebserkrankungen mit den Autoabgasen, mit Industriesmog (dem gerne versteckten, nicht diskutierten), mit Strahlungen aller Art usw. ?

    Rauchverbotsbefürworter treten gerne moralisierend auf. Ist solcher Auftritt wirklich berechtigt ? Weshalb wird dem Feinstaub, verursacht etwa durch die so genannte "Mobilität-Freiheit", nicht mindestens die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet ?

    Schliesslich eine letzte Bemerkung: Prohibition in den USA und von den dortigen Behörden global verlangt hat bereits beim Versuch, den Alkohol zu verbieten, Mafiastrukturen geschaffen, die man weder in den USA noch sonstwo (man denke an Mexiko, an Kolumbien, an Afghanistan und an all die Metropolen und ihre sozialen Probleme usw.) seither bändigen konnte. Die gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Risiken und Schäden, welche dem prohibitiven Gedankengut auf dem Fuss folgen, sind unermesslich.

  4. Christoph M Suter

    am 13.08.2012, 20:55

    @Hürlimann: Sehr geehrter Herr Hürlimann. Ausgezeichneter Beitrag, obwohl ich mit Ihnen bezüglich des Rauchverbots in Speiserestaurants nicht einiggehe. Wenn ein Lokal über einen separaten und vom Nichtraucherbereich abgetrennten Raum (mit eigener Lüftung) verfügt, sollte das Rauchen dort erlaubt sein. Italien hat so ein Gesetz, obwohl die Prohibitionisten immer wieder die Unwahrheit über Italien verbreiten. Alleine in Mailand gibt es dutzende solcher Speiselokale. Mindestens drei davon... mehr@Hürlimann: Sehr geehrter Herr Hürlimann. Ausgezeichneter Beitrag, obwohl ich mit Ihnen bezüglich des Rauchverbots in Speiserestaurants nicht einiggehe. Wenn ein Lokal über einen separaten und vom Nichtraucherbereich abgetrennten Raum (mit eigener Lüftung) verfügt, sollte das Rauchen dort erlaubt sein. Italien hat so ein Gesetz, obwohl die Prohibitionisten immer wieder die Unwahrheit über Italien verbreiten. Alleine in Mailand gibt es dutzende solcher Speiselokale. Mindestens drei davon können dem «Chez Donati» in Basel das Wasser reichen. Dass Sie ein in Berlin lebender Auslandschweizer sind, habe ich bereits aus Ihrem ersten Satz herauslesen können. Sie schreiben «Rauchen kann tödlich sein». Das haben Sie von einer deutschen Zigarettenpackung abgeschrieben. In der Schweiz steht an dieser Stelle «Rauchen ist tödlich». Wenn ich mich nicht schwer täusche, dann hat nur die Bundesrepublik Deutschland und Spanien «fumar puede mataer» (Rauchen kann töten) übernommen. Beide Varianten sind von der WHO abgesegnet. Die Schweiz musste sich natürlich wieder für die «Lachnummer» entscheiden. Wenn man sich die Plakate der Lungenliga aus dem Jahr 2008 anschaut, dann erfährt man dass «Passivrauch tötet». 2012 - rechtzeitig zum Abstimmungskampf - weiss die Lungenliga auf ihren Plakaten zu berichten, dass «Passivrauch schadet». Eine Organisation, welche innert 4 Jahren so «zurückbuchstabiert», ist absolut unglaubwürdig.

  5. Inaktiver Nutzer

    am 14.08.2012, 11:47

    Irgendwie hat diese Initiative prohibitive Züge und wirkt unsympathisch. Ein dreckiger Raucherspunten mit vergilbten Vorhängen, prall gefüllten Aschenbechern und hüstelnden AHV-Sponsoren ist mir tausendmal lieber wie die widerlichen, ekelerregenden Stummel überall - besonders auf Kinderspielplätzen oder ÖV-Haltestellen. Besser Initiative lancieren mit Reinigungspauschale pro Päckli. Geld kommt zweckgebunden in die Kasse der Stadtreinigung, welche das Personal aufstockt. Wer von der Polizei... mehrIrgendwie hat diese Initiative prohibitive Züge und wirkt unsympathisch. Ein dreckiger Raucherspunten mit vergilbten Vorhängen, prall gefüllten Aschenbechern und hüstelnden AHV-Sponsoren ist mir tausendmal lieber wie die widerlichen, ekelerregenden Stummel überall - besonders auf Kinderspielplätzen oder ÖV-Haltestellen. Besser Initiative lancieren mit Reinigungspauschale pro Päckli. Geld kommt zweckgebunden in die Kasse der Stadtreinigung, welche das Personal aufstockt. Wer von der Polizei in flagranti erwischt wird beim Zigi-Littering, dem gehört sofort eine Leuchtweste der Stadtreinigung übergestülpt. Pro Zigi eine Stunde Sandkasten putzen in der prallen Sonne und unter den spöttischen Blicken der Bevölkerung. Nur so lernen es die Raucher.

Informationen zum Artikel

13.8.2012, 12:57 Uhr

«Schutz vor Passivrauchen» will Gastropersonal schützen

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Text: sda

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