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Benzinverbrauch 

11.8.2012, 08:00 Uhr

Die Mär vom sparsamen Auto

11.8.2012, 08:00 Uhr

Der Treibstoffverbrauch von neuen Autos sinkt vor allem auf dem Papier. Denn der Spritverbrauch auf der Strasse hält nicht, was die Messungen auf dem Prüfstand versprechen. Die Differenz zwischen Werkangabe und Praxisverbrauch wächst. Von Hanspeter Guggenbühl

SALVATORE DI NOLFI: Neuwagen brauchen mehr Benzin, als uns die Produzenten glauben machen wollen.

Neuwagen brauchen mehr Benzin, als uns die Produzenten glauben machen wollen. (Bild: SALVATORE DI NOLFI)

«Die sechste Auflage von BMWs Dreier ist mustergültig sparsam», schreibt der Touring Club der Schweiz (TCS) über sein zuletzt getestetes Auto. Denn laut Werkangabe, die dem offiziellen europäischen Testwert auf dem Prüfstand entspricht, verbraucht das Modell BMW 320d Automat pro hundert Kilometer Fahrt nur noch 4,5 Liter Dieseltreibstoff. Doch auf der Strasse, so mass der TCS nach einer rund 3000 Kilometer langen Testfahrt, schluckte der «sparsame» BMW durchschnittlich 5,9 Liter/100 km. Gegenüber der Werkangabe entspricht das einem Mehrverbrauch von 1,4 Liter oder 31 Prozent.

Differenz beim Verbrauch wächst

Der BMW 320d ist ein Extrem-, aber kein Einzelfall. Das zeigt die Statistik des TCS, die den durchschnittlichen Verbrauch ihrer Testfahrzeuge gemäss Werkangabe und gemäss Testverbrauch auf der Strasse erfasst und vergleicht. Resultat: Im jüngsten Erhebungsjahr 2011 verbrauchten die 20 vom TCS getesteten Personenwagen (mit Motoren bis 2000 cm3) durchschnittlich 6,37 Liter Benzin. Dieser mittlere Praxisverbrauch lag um 17 Prozent über der mittleren Werkangabe respektive dem Verbrauch auf dem Prüfstand.

Bemerkenswert ist nicht nur die deutliche Differenz im Jahr 2011, sondern auch die langfristige Entwicklung: Seit dem Jahr 2000 ist die Differenz zwischen Werkangabe und Praxisverbrauch der vom TCS getesteten Neuwagen stetig gestiegen, nämlich von fünf Prozent im Jahr 2000 auf die erwähnten 17 Prozent.

Rückgang ist in der Praxis kleiner

Die TCS-Erhebung eignet sich, um die Differenz zwischen Theorie und Praxis darzustellen. Sie klammert aber die grossen getesteten Autos mit mehr als 2000 Kubikzentimeter Hubraum aus. Das wahre Verbrauchsniveau der Schweizer Neuwagenflotten liegt deshalb um rund einen Liter höher.

Das zeigen die offiziellen Daten des Bundes über den Treibstoffverbrauch der in der Schweiz neu in Verkehr gesetzten Autos: Im Jahr 2011 verbrauchten diese Neuwagen auf dem Prüfstand durchschnittlich 6,4 Liter Treibstoff pro hundert Kilometer. Gegenüber dem Stand im Jahr 2000 ist der mittlere Verbrauchswert auf dem Prüfstand damit um rund einen Viertel gesunken. In der Praxis hingegen, so lässt sich aus der TCS-Statistik schliessen, betrug der Verbrauchsrückgang zwischen 2000 und 2011 lediglich einen Sechstel.

Optimierung für den Prüfstand

Die Unterschiede des Treibstoffverbrauchs zwischen Werkangaben und Praxis wurden schon früher thematisiert. Der wichtigste Grund dafür: Der europäische Fahrzyklus, der bei der Prüfstandmessung angewendet wird, entspricht immer weniger der Praxis. Selbst besonnene Fahrerinnen und Fahrer beschleunigen ihre stark motorisierten Autos in der Praxis schneller, als dies beim Fahrzyklus auf dem Prüfstand vorgeschrieben ist. Zudem verfügen immer mehr neue Autos über Klimaanlagen, beheizte Sitze, leistungsstarke Stereoanlagen, etc. All diese energiezehrenden Geräte dürfen bei der Messung auf dem Prüfstand ausgeschaltet werden.

Kommt dazu: Autohersteller optimieren ihre Fahrzeuge für die Prüfstandmessung oder helfen mit Leichtlaufölen und widerstandsarmen Pneus nach, um tiefere Werkangaben ausweisen zu können. Die Vorschriften in der Schweiz und der EU, die den CO2-Ausstoss und mithin den Treibstoffverbrauch von Neuwagen ab 2015 begrenzen, dürften solche Optimierungen fördern und damit Differenz zwischen Prüfstand- und Praxisverbrauch weiter ansteigen lassen. 

Mehr Autos, mehr Treibstoff

Die Daten im Hauptbericht betreffen lediglich den spezifischen Verbrauch der jährlich neu in Verkehr gesetzten Personenautos. Diese Neuwagen machen aber weniger als zehn Prozent des gesamten Fahrzeugbestandes in der Schweiz aus. Der Treibstoffverbrauch der ganzen Autoflotte auf den Schweizer Strassen, so lässt sich aus den vorliegenden Daten abschätzen, betrug im Durchschnitt des Jahres 2011 rund 8,5 Liter/100 km.

Der spezifische Treibstoffverbrauch des Fahrzeugbestandes ist damit weniger stark gesunken als derjenige der Neuwagen allein. Und weil in der Schweiz immer mehr Autos herumfahren, ist der Spritkonsum und verkehrsbedingte CO2-Ausstoss in der Schweiz gegenüber dem Jahr 2000 sogar noch etwas gestiegen.

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Reaktionen

  1. Maya Eldorado

    am 11.08.2012, 08:29

    Wo wird nicht beschissen und beschönigt, um gut dazustehen? Oft sind Menschen und Firmen so darin befangen, dass Sie es selbst nicht mal merken, wie sie die Wahrheit biegen.

    Bitte liebe Tageswoche, sucht mal nach Beispielen, wo Wahrheitsfindung noch ernst genommen wird.
    Das Gros der Artikel die hier erscheinen ist oft so erdrückend. Da könnt Ihr ja nichts dafür. Das widerspiegelt einfach unsere heutige Welt. Deshalb ist es umso wichtiger auch immer wieder Gegenpunkte zu setzen, um zu sehen,... ... mehrWo wird nicht beschissen und beschönigt, um gut dazustehen? Oft sind Menschen und Firmen so darin befangen, dass Sie es selbst nicht mal merken, wie sie die Wahrheit biegen.

    Bitte liebe Tageswoche, sucht mal nach Beispielen, wo Wahrheitsfindung noch ernst genommen wird.
    Das Gros der Artikel die hier erscheinen ist oft so erdrückend. Da könnt Ihr ja nichts dafür. Das widerspiegelt einfach unsere heutige Welt. Deshalb ist es umso wichtiger auch immer wieder Gegenpunkte zu setzen, um zu sehen, dass auch anderes möglich ist.

  2. Martin S

    am 15.08.2012, 21:11

    Zwar entsprechen die Werte auf dem Prüfstand nicht der Praxis, trotzdem bieten sie aber beim Neuwagenkauf eine gute Vergleichsbasis. Schliesslich müssen alle den selben Test machen und mogeln wohl auch in ähnlich grossem Stil. Ob es gut ist oder nicht – Hauptsache der Käufer kann vergleichen.

  1. Maya Eldorado

    am 11.08.2012, 08:29

    Wo wird nicht beschissen und beschönigt, um gut dazustehen? Oft sind Menschen und Firmen so darin befangen, dass Sie es selbst nicht mal merken, wie sie die Wahrheit biegen.

    Bitte liebe Tageswoche, sucht mal nach Beispielen, wo Wahrheitsfindung noch ernst genommen wird.
    Das Gros der Artikel die hier erscheinen ist oft so erdrückend. Da könnt Ihr ja nichts dafür. Das widerspiegelt einfach unsere heutige Welt. Deshalb ist es umso wichtiger auch immer wieder Gegenpunkte zu setzen, um zu sehen,... mehrWo wird nicht beschissen und beschönigt, um gut dazustehen? Oft sind Menschen und Firmen so darin befangen, dass Sie es selbst nicht mal merken, wie sie die Wahrheit biegen.

    Bitte liebe Tageswoche, sucht mal nach Beispielen, wo Wahrheitsfindung noch ernst genommen wird.
    Das Gros der Artikel die hier erscheinen ist oft so erdrückend. Da könnt Ihr ja nichts dafür. Das widerspiegelt einfach unsere heutige Welt. Deshalb ist es umso wichtiger auch immer wieder Gegenpunkte zu setzen, um zu sehen, dass auch anderes möglich ist.

  2. Rolf Wilhelm

    am 11.08.2012, 12:24

    Damit meine ich jetzt nicht nur, dass immer mehr Computertechnik in Autos drin ist, sondern dass das Schummeln um bessere Prüfergebnisse in der Computerbranche durchaus bekannt ist.

    Nicht nur ein Hersteller fällt regelmässig negativ auf, dass er seine Treiber (die Software, die dem Computer den Umgang mit dem Gerät beibringt) so optimiert, dass er explizit bei bekannten Testverfahren supergut abschneidet und ansonsten eher Mittelklasse ist.

  3. Martin S

    am 15.08.2012, 21:11

    Zwar entsprechen die Werte auf dem Prüfstand nicht der Praxis, trotzdem bieten sie aber beim Neuwagenkauf eine gute Vergleichsbasis. Schliesslich müssen alle den selben Test machen und mogeln wohl auch in ähnlich grossem Stil. Ob es gut ist oder nicht – Hauptsache der Käufer kann vergleichen.

Informationen zum Artikel

11.8.2012, 08:00 Uhr

Die Mär vom sparsamen Auto

Text

Text: Hanspeter Guggenbühl

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