Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Tyree Guyton 

16.8.2012, 11:38 Uhr

Das Kind aus Detroit

16.8.2012, 11:38 Uhr

Seit elf Monaten ist der Detroiter Künstler Tyree Guyton als Gast der Stiftung Laurenz Haus in Basel. Was er hier geschaffen hat, kann man nun in seinem Atelier sehen. Da dreht sich vieles um Gott und ein bisschen um Platon und Joseph Beuys. Von Kevin Rossiter

 Im Projektraum Bollag zeigt Tyree Guyton die Arbeiten....

Im Projektraum Bollag zeigt Tyree Guyton die Arbeiten.... (Bild: Kevin Rossiter)

 ...die er während seinem Aufenthalt in Basel geschaffen hat.

...die er während seinem Aufenthalt in Basel geschaffen hat. (Bild: Kevin Rossiter)

 Seine Gemälde sind stark von der Street Art inspiriert.

Seine Gemälde sind stark von der Street Art inspiriert. (Bild: Kevin Rossiter)

 Ein weiteres Beispiel.

Ein weiteres Beispiel. (Bild: Kevin Rossiter)

 Die Punkte auf dem Atelierboden sind typischer Bestandteil seines Werks.

Die Punkte auf dem Atelierboden sind typischer Bestandteil seines Werks. (Bild: Kevin Rossiter)

 Farbe gehört für Tyree Guyton einfach dazu.

Farbe gehört für Tyree Guyton einfach dazu. (Bild: Kevin Rossiter)

Über Tyree Guyton und seinen Grossvater Sam Mackey und deren Heidelberg-Projekt gibts gar ein Kinderbuch.

Über Tyree Guyton und seinen Grossvater Sam Mackey und deren Heidelberg-Projekt gibts gar ein Kinderbuch. (Bild: Kevin Rossiter)

 ...mit glücklichen Kindern.

...mit glücklichen Kindern. (Bild: Kevin Rossiter)

«Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.» Mit diesen Worten trifft Pablo Picasso den Gründungsgedanken der Stiftung Laurenz Haus. Im Februar des Jahres 1996 gründeten Maja Oeri und Hans U. Bodenmann die Stiftung in Erinnerung an ihren ersten früh verstorbenen Sohn Laurenz. Sinn der Stiftung ist es, künstlerisch oder wissenschaftlich tätigen Menschen die Freiheit und materielle Unbekümmertheit des Kindes, in dem der ganze Reichtum aller entfalterischen Möglichkeiten noch vorhanden war, für den Zeitrahmen eines Jahres zu eröffnen. Eines dieser beiden Kinder – es gastieren jeweils immer zwei Künstler im Laurenz-Haus – ist im Moment der 57-jährige Tyree Guyton aus Detroit. 

Mit dem Heidelberg-Project gelang Guyton vor 26 Jahren ein Ausruf, der noch bis heute nachklingt und sich immer wieder erneuert. Zusammen mit seinem Grossvater Sam Mackey erschuf er in und um zwei Strassen in Detroit eine farbige und kontrastierende Kunstwelt. Angefangen hat Guyton, indem er Häuser mit unzählbaren Punkten bestückte. Die Punkte durchziehen als Zusammenspiel von Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit der Menschen bis heute sein gesamtes Werk – und auch seinen Unterarm. Selbst auf dem Boden seines momentanen Ateliers im Bollag hat er seine Punkt-Spuren hinterlassen.

Das Heidelberg-Projekt jedenfalls entwickelte sich immer weiter, wurde und wird von anderen Künstlern erweitert, und verändert oder nach der Demolierung durch die Stadtverwaltung neu aufgebaut. Zusammen mit der Kunst veränderte sich auch das Quartier. Glaubt man der englischsprachigen Wikipedia, so hat sich die Gegend um das Heidelberg-Project von einem Ort, wo sich Menschen sogar tagsüber gefürchtet haben, zu einem Zentrum des Aufeinandertreffens gewandelt.

Die grossen Zusammenhänge

Tyree Guyton sprüht vor Positivität. Er ist einer der wenigen sehr religiösen Gegenwartskünstler. Die Arbeiten, die er im vergangen Jahr in Basel gemacht hat, haben alle einen sehr starken Gottbezug. Angefangen bei Menschen als Gottes Spielzeug bis hin zum Himmel, den Gott jeden Tag neu bemale. Allerdings öffnet er seinen Horizont und sucht Bezüge und Inspiration in diversen Feldern. «Ich habe von Rudolf Steiner über Platon und Seneca hin zu Joseph Beuys gefunden. Alles hängt miteinander zusammen», kommentiert Guyton seine in Basel entstandenen Arbeiten. 

Nach elf Monaten im Laurenz-Haus an der Eulerstrasse ist Guyton voll des Lobes und möchte gar nicht wieder fortgehen. «Dieses Jahr hat mein Leben verändert. Für immer.» Die Stadt und die Zusammenarbeit mit der Stiftung hätten ihm viele neue Möglichkeiten aufgezeigt und ihn in jeder Hinsicht weitergebracht. «Diese Stadt steckt voller Information», schwärmt der US-Amerikaner.

Die Produkte seiner Basel-Zeit können heute Donnerstag bei einem öffentlichen Aperitif zwischen 17 und 20 Uhr an der Gärtnerstrasse 50 in seinem Atelier in Kleinhüningen oder während der nächsten Wochen auf persönliche Anfrage (Jwhitfield@heidelberg.org) überprüft werden. Dann muss Guyton schon bald Platz machen für Irene Kopelmann, eine argentinische Künstlerin, der die Stiftung Laurenz-Haus während eines Jahres Zugang zu kindlicher Freiheit und unberührtem Schaffen ermöglichen will.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

16.8.2012, 11:38 Uhr

Das Kind aus Detroit

Text

Text: Kevin Rossiter

  • 09.03.2013 um 08:52
    Die neue Show der Starwings

    Die Starwings werden ein bisschen amerikanischer und stehen nach einem Sieg über Massagno mit eineinhalb Beinen in den Playoffs.

  • 12.10.2012 um 15:31
    Der einsame Kampf

    Ab Samstag wird in der Schweiz wieder Basketball gespielt. Die Starwings verstärken sich - und sind trotzdem immer noch kein Spitzenteam. Eine Analyse zur Lage der Basketball-Nation.

  • 24.08.2012 um 00:01
    Die Blockflöte – ein Leidensweg

    Allmählich ver­schwindet sie sogar aus den Schulzimmern. Gibt es denn nichts Positives zu sagen zur Blockflöte? Oh, doch.

Aktuell

sda: Barbara Frey, Intendantin des Schauspielhauses Zürich

Theater 

Viel Klassik am Schauspielhaus Zürich

Klassische Stoffe, darunter ein fünfteiliger Schwerpunkt Schweiz, dominieren den Spielplan 2013/2014 am Schauspielhaus Zürich. Daneben gibt es aber auch aktualitätsbezogene zeitgenössische Projekte - für Erwachsene wie für Jugendliche.Von sda. Weiterlesen

Valentin Kimstedt: Gevorg Gharabekyan hat die Hände voll zu tun: Er ist Konzertmeister beim Collegium Musicum Basel und dirigiert am 22. Mai das erste Konzert mit «I Tempi».

Kammerorchester 

«Dirigieren ist mein Traum»

Die Basler Orchesterlandschaft bekommt Zuwachs. Ist da noch Platz? Der junge Dirigent Gevorg Gharabekyan erzählt, warum er «I Tempi» gegründet hat.Von Valentin Kimstedt. Weiterlesen

: Er hat der Orgel mit seinem Spiel die Türen zum Psychedelikrock geöffnet: Ray Manzarek.
7

Listomania 

Örgeli-Rock für die Ewigkeit

Mit Ray Manzarek (The Doors) ist ein weiterer grosser Rock-Orgler gestorben – was uns dazu veranlasst, an sieben unverwüstliche Klassiker zu erinnern, in denen die Orgel eine dominante Rolle spielte: Von «Light My Fire» bis «A Whiter Shade Of Pale».Von Marc Krebs. Weiterlesen7 Kommentare