LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Klassiker 

10.8.2012, 00:01 Uhr

Kultwerk #40: Spiel mir das Lied vom Tod

10.8.2012, 00:01 Uhr

Spaghetti-Western ist eine viel zu abschätzige Bezeichnung für diesen grossartigen Film von Sergio Leone. Von

Ein kleiner Bahnhof in der Wüste. Draussen brennt die Sonne, drinnen zittert der Stationsvorstand. Drei schweigsame Cowboys mit Revolvern okkupieren das lottrige Gebäude. Geduldig warten sie – und wir mit ihnen. Minutenlang.

Ab und zu wird die Stille durch quälende Geräusche unterbrochen; hier ein Wassertropfen, dort eine Fliege. Schweissperlen rinnen im Close-up über die Stirn. Die Spannung ist kaum auszuhalten. Unheil kündigt sich an, lange vor der Dampflokomotive. Als sie wieder davonrattert, setzt eine Melodie ein, die heute fast berühmter ist als der Film selbst. Der Mundharmonikaspieler fragt nach einem Frank. «Er hatte keine Zeit», sagt ein Ganove. Auf einen lakonischen Wortwechsel folgt ein schneller Schusswechsel. Der Mann mit der Mundharmonika (Charles Bronson) hat seinen Rachefeldzug begonnen. Sein Ziel: Frank (Henry Fonda), ein sadistischer Kerl, der seinen Bruder auf dem Gewissen hat.

Angeblich hat das amerikanische Publikum 1968 bei der Premiere dieses Films gekreischt, als es Henry Fonda als skrupellosen Killer Frank erkannte. Bis dahin hatte dieser stets den Freund in der Not, den aufrechten Kämpfer für Freiheit und gegen Unterdrückung gespielt.

Ihn für die Rolle des kaltblütigen Mörders zu verpflichten, war nicht der einzige brillante Schachzug des italienischen Filmemachers Sergio Leone. Mit Charles Bronson als namenlosen Rächer und Claudia Cardinale als Edelhure besetzte er alle Hauptrollen erstklassig. Schon mit seiner vorangegangenen Trilogie «Für eine Handvoll Dollar» (mit der Clint Eastwood international bekannt wurde) hatte Leone Hollywood vorgeführt, dass die Zeiten der strahlenden Westernhelden vorbei waren.

Mit «Spiel mir das Lied vom Tod» perfektionierte der Italiener sein Handwerk und präsentierte ein Meisterwerk, ja, ein Kunstwerk: Grosse Zooms und spannungsgeladene Zeitlupen reicherte er inhaltlich mit sozialkritischen Seitenhieben an, räumte mit dem Mythos der ehrbaren Besiedelung des Wilden Westens auf. So löscht Frank eine ganze Familie aus, weil auf ihrem Grundstück ein Brunnen steht. Rohstoff, Profitgier und Gewalt – ein Kreislauf, der bis heute seine Gültigkeit hat.

In atemberaubenden zweieinhalb Stunden erzählt Leone eine Geschichte, die den Wilden Westen weitaus weniger ruhmreich darstellt, als es Hollywood damals lieb war. Ennio Morricone hat den Film kongenial vertont, vergleichbar mit einer Oper für jede Figur ein eigenes Thema geschaffen und dabei Melodien komponiert, die fast noch bekannter wurden als der Film selbst.

Henry Fonda: 1905 im US-Bundesstaat Nebraska geboren, arbeitete sich Henry Fonda als Charakterdarsteller in Hollywood ganz nach oben. Vor 30 Jahren, am 12. August 1982, starb der Oscar-Preisträger. Seine Nachkommen, die Kinder Jane und Peter sowie Enkelin Bridget Fonda, haben es als Schauspieler ebenfalls zu Ruhm gebracht.

 

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Western Film, Kultwerk

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Kultwerk #39: Dirty Dancing Weiterlesen

Kultwerk #38: Harry Potter Weiterlesen

Kultwerk #38: Danaë von Gustav Klimt Weiterlesen

Radiohead «Ok Computer» Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

10.8.2012, 00:01 Uhr

Kultwerk #40: Spiel mir das Lied vom Tod

Text

Text:

  • 14.09.2014 um 13:01
    Berner triumphieren erstmals an der Schweizermeisterschaft

    Unsere Prognosen sind eingetroffen: Drei der von uns favorisierten Slammer machten die Entscheidung unter sich aus. Am Ende gewann erstmals ein Berner den Einzeltitel an einer Schweizer Poetry-Slam-Meisterschaft: Christoph Simon überzeugte im Volkshaus Basel am meisten.

  • 13.09.2014 um 13:28
    Das sind die Schweizermeister im Teamwettbewerb

    Team Interrobang feiert erneut den Schweizermeistertitel im Poetry Slam. Das Einzel-Finale startet heute Samstagabend. Einige Favoriten sind bereits ausgeschieden.

  • 10.09.2014 um 00:00
    Die nächsten Tortenscheiben sind bedruckt

    Spätestens seit der «Pappdeckel-Affäre» während der Art Basel kennt man «diezelle». Das Künstlerkollektiv plant nun seine nächste Aktion: Die Abteilung Kultur soll aus dem Präsidialdepartement ausgegliedert werden.

  • 31.08.2014 um 10:22
    Zum Artikel: Viel Bass macht Spass

    Bester Ben Pinsel Wird gleich geändert. Man verzeihe mir die Verwechslung, die Trommeln haben mich annehmen lassen, es handle sich um Fasnächtliches...

  • 13.06.2014 um 14:31
    Zum Artikel: Schwule Bergsteiger ärgern Russland mit Fahne über Suworow-Denkmal

    Und, weil die Nachrichtenagentur kein aktuelles Bild zum Ereignis hat: Hier lang seht ihr, wie die Regenbogenfahne heute morgen das Suworow-Denkmal bedeckte: http://www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=790

  • 02.06.2014 um 12:14
    Zum Artikel: It’s more than Rock’n’Roll, and we like it!

    Das stimmt. Das Kern-Quartett wird immer schön isoliert in Szene gesetzt. Daher habe ich im drittletzten Abschnitt ja auch den langjährigen Gästen – Bobby Keys, Chuck Leavell, Darryl Jones und Lisa Fischer – den Credit gegeben, den sie verdient haben.

Aktuell