LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

International

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

US-Wahlkampf 

12.8.2012, 11:21 Uhr

Ryan wird für einen Ruck sorgen

12.8.2012, 11:21 Uhr

Mit der Ernennung von Paul Ryan als seinem Vizekandidaten schwenkt US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney erneut ganz nach rechts. Die Demokraten dürfte das mobilisieren. Von

Keystone: Paul Ryan (l.) und Mitt Romney vor Kriegsschiffkulisse.

Paul Ryan (l.) und Mitt Romney vor Kriegsschiffkulisse. (Bild: Keystone)

Als Kulisse für die Vorstellung des Mannes, der den zweiten politischen Posten an der Spitze der USA bekommen soll, hat Mitt Romney die größte Navy-Basis gewählt. Sein Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan kam am Samstag auf einer Rampe von einem Kriegsschiff hinunter in den republikanischen Wahlkampf.

Die martialische Inszenierung bei der wichtigsten Personalentscheidung vor den Präsidentschaftswahlen im November ist ein Programm. Ryan bringt alle möglichen Dinge mit, die Romney nicht hat: Er ist jung, er ist katholisch, er hat sein komplettes Berufsleben in der Politik verbracht und er verfügt über Seilschaften in Washington. Doch vor allen Dingen ist Ryan ein marktradikaler Kämpfer, der sein Programm nie geändert hat. Mit ihm macht Romney, der ehemalige Zentrist aus Massachusetts, der bei der eigenen Basis im Ruf eines Wendehalses steht, der aus taktischem Kalkül zu erzkonservativen Werten umorientiert hat, den Schritt zu einer ideologisch klareren Positionierung.

Konservativer Brückenbauer

Vizepräsidentschaftskandidat Ryan soll die Brücke zwischen dem traditionellen republikanischen Establishment und den Steuer- und Sozialleistungsstürmern von rechts bauen. Er hat dazu einerseits die Erfahrung im Apparat der Partei. Und hat andererseits – unter anderem als Vorsitzender des Haushaltsausschusses – einen Ruf als Hardliner, der der Tea-Party-Basis aus der wütenden Seele spricht: Ryan will die Steuern noch weiter senken (auch für Spitzenverdiener), er will Sozialleistungen noch weiter kürzen (inklusive Lebensmittelmarken für Bedürftige und die staatliche Krankenversicherung für Rentner), er will die Befugnisse der Umweltweltbehörde (noch) weiter einschränken, er bestreitet, dass es einen Klimawandel gibt, er ist  gegen Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe und andere gottesfeindliche Dinge und er will die Militärausgaben auf gar keinen Fall kürzen und am besten aufstocken.

Das Ticket Romney & Ryan zeigt, wie stark die vielfach totgesagte Tea-Party-Bewegung in der republikanischen Partei geworden ist. Es zeigt zugleich, dass der Kurs des republikanischen Präsidentschaftskandidaten immer noch schlingernd ist. Romney hat seinen Vorwahlkampf um den rechten Rand geführt. Seit dem Ausscheiden seiner innerparteilichen Konkurrenten hat er versucht, die Wähler in der Mitte zu gewinnen. Doch weniger als drei Monate vor dem Urnengang orientiert er jetzt erneut auf ganz rechts um.

Programmatische Unterschiede

Der Wahlkampf in den USA wird mit dem Ticket Romney & Ryan spannender. Plötzlich gibt es im November eine echte politische Alternative: Programmatische Unterschiede, die von der Familienplanung, über die Steuer- und Militärpolitik bis hin zu Sozial-, Gesundheits- und Umweltfragen reichen. All das wird eine mobilisierende Wirkung auf die republikanische Basis haben.

Doch zugleich wird das Ticket Romney & Ryan für einen Ruck in der demokratischen Basis sorgen. Die radikalen Positionen des Vize werden viele bislang unentschiedene Wähler in der Mitte abschrecken. Das gilt insbesondere für jene Gruppen, die im Jahr 2008 den Ausschlag für den Wahlsieg von Barack Obama gegeben haben: Frauen, Afroamerikaner, Latinos und Rentner. Insofern birgt Romneys Personalentscheidung für den Mann, der aus dem Kriegsschiff kommt, ein enormes politisches Risiko für die Republikaner.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

USA

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Romney stellt Ryan offiziell als Vize-Kandidaten vor Weiterlesen

Eine Begegnung mit Harry Belafonte Weiterlesen

Obama in Mansfield/Ohio Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

12.8.2012, 11:21 Uhr

Ryan wird für einen Ruck sorgen

Text

Text:

  • 08.06.2013 um 16:26
    «Manning ist ein Humanist»

    Beim Prozess der USA gegen «Whistleblower» Bradley Manning kam ein wichtiger Zeuge zu Wort: Der Hacker Adrian Lamo. Er nannte Manning einen «Humanisten und Idealisten».

  • 23.05.2013 um 15:25
    Dunkle Wolken über Obama

    Abhör- und Steuerskandale bringen den US-Präsidenten unter Druck.

  • 12.05.2013 um 06:46
    «Kann ich töten?»

    Zuerst eine entscheidende Frage, dann eine Stimmung wie bei einer Tupperware-Party und schliesslich viel Lob von der Ausbildnerin: Das erlebte unsere Reporterin bei ihrer Undercover-Teilnahme an einem Schiesskurs für Frauen in den USA.

  • 01.09.2012 um 22:08
    It was a pleasure
    Zum Artikel: Ich bin eine Nummer

    Liebe Rahel, es war ein Vergnügen, mit Dir zu bloggen. Für Deine nächste Station: held og lykke! Grüsse von der Ostküste, Dorothea

  • 04.08.2012 um 01:59
    bye-bye Anna
    Zum Artikel: Der Hähnchen-Kampf

    danke für den Hinweis,

  • 02.07.2012 um 15:19
    Hitzefolgen
    Zum Artikel: Stay cool

    Danke für den Hinweis. Tippfehler im Text ist korrigiert. Zum Glück hatten wir in DC nicht 140 Grad Fahrenheit (=60 Grad Celsius). In dem Fall wären wir quasi gekocht.

Aktuell

sda: Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters auf dem Gotthardpass.
1

Schweizer Armee 

Armeehelikopter am Gotthard abgestürzt

Kaum einen Monat nach dem Absturz eines F/A-18-Jets ist ein Super Puma der Armee abgestürzt. Beide Piloten kamen ums Leben. Laut dem Armeechef hat der Helikopter ein Stromkabel berührt. Verteidigungsminister Parmelin sprach vor Ort von einem «neuen Drama für das VBS».Von sda. Weiterlesen1 Kommentar

sda: Weil die UBS ihr Verkaufspersonal zu wenig geschult habe, hätten dieses die Kunden beim Kauf von komplexen Finanzprodukten schlecht beraten, sagt die die US-Börsenaufsicht SEC.

Banken 

UBS zahlt in den USA 15 Millionen Dollar

Die Grossbank UBS legt eine Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC mit einer Zahlung von über 15 Millionen Dollar bei. Die Behörde wirft der Schweizer Bank Versäumnisse beim Verkauf von komplexen Finanzprodukten an Privatkunden vor. Von sda. Weiterlesen

sda: Rentnerinnen und Rentner sollen 10 Prozent mehr AHV erhalten. Das verlangt die Initiative «AHVplus».
3

Altersvorsorge 

Nationalrat für Rentenalter 67

Der Nationalrat will das Rentenalter auf 67 Jahre erhöhen, sobald die AHV in finanzielle Schieflage gerät. Einen Zuschlag auf den AHV-Renten lehnte er am Mittwoch ab. Bei der Reform der Altersvorsorge ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.Von sda. Weiterlesen3 Kommentare