LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Wochendebatte

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Die Wochendebatte Feiern wir den richtigen Nationalfeiertag?

Das Thema

Es dröhnt noch in den Ohren, das Geknalle und Gerede vom 1. August. Nicht wenige Redner beschwören Jahr für Jahr einen Mythos, der nachweislich falsch ist: 1291 geschah im Gebiet der heutigen Innerschweiz nichts, was einen Einfluss auf die moderne Schweiz gehabt hätte. Linke Politiker versuchen seit Jahren, den historisch längst dekonstruierten Mythos auch in der öffentlichen Wahrnehmung auf ein vernünftiges Mass zu schrumpfen. Sie tun das, indem sie 1291 ein anderes Jahr gegenüberstellen: 1848, die Geburtsstunde der ersten Bundesverfassung, die Geburtsstunde der modernen Schweiz. Nun hat SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr einen ersten Erfolg in der Sache erzielen können: Das Büro des Nationalrats unterstützt die Idee von Fehr, jedes Jahr am 12. September der Gründung des Bundesstaats zu gedenken und zudem das Gründungsjahr auch im Bundeshaus fassbarer zu machen.

Ist das der Beginn eines grösseren Prozesses? Werden wir in zehn Jahren nicht mehr den 1. August, sondern den 12. September feiern? Müssen wir uns alle von liebgewonnenen Traditionen verabschieden? Und passt 1848 nicht viel besser zu unserem Bild der Schweiz? Diskutieren Sie mit!

Die Positionen

Portrait Ulrich Schlüer

Ja

Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit» und ehemaliger Nationalrat der SVP

Portrait Cédric Wermuth

Nein

Cédric Wermuth, Nationalrat der SP

Jetzt einmischen!

Reaktionen

  1. Esther Berner Berner

    am 10.08.2012, 14:04

    Immer wieder lesen und hören wir, dass zahlreiche Schweizer Probleme damit haben, zu ihrem Land und seinen Traditionen zu stehen. Verständlich - wer möchte sich wirklich mit einem Mythos identifizieren, den man doch ziemlich beliebig auslegen kann?
    Was am 12. September 1848 mit der Bundesverfassung geschaffen wurde, gilt noch heute und die damit verbundenen Werte sind für jedermann/jedefrau nachvollziehbar. Mich mit der Gründung des Bundesstaates zu identifizieren, gefällt mir deshalb... ... mehrImmer wieder lesen und hören wir, dass zahlreiche Schweizer Probleme damit haben, zu ihrem Land und seinen Traditionen zu stehen. Verständlich - wer möchte sich wirklich mit einem Mythos identifizieren, den man doch ziemlich beliebig auslegen kann?
    Was am 12. September 1848 mit der Bundesverfassung geschaffen wurde, gilt noch heute und die damit verbundenen Werte sind für jedermann/jedefrau nachvollziehbar. Mich mit der Gründung des Bundesstaates zu identifizieren, gefällt mir deshalb persönlich viel besser und ich kann Nicht-Schweizern im In- und Ausland auch viel leichter erklären, weshalb unser Land so ist, wie es eben ist.

  2. Inaktiver Nutzer

    am 10.08.2012, 14:32

    Dr. Jurist Schlür soll lieber bei der Juristerei bleiben. Zeit seiner Polit-Karriere konnte er Sozialdemokratie nicht von Kommunismus unterscheiden und nervte mit den Nordkorea-Seitenhieben an die Adresse der SP. Nun glänzt er mit Begriffsverwechslung in Deutscher Geschichte. Deutsches Reich = Bismarck und Kaiser Wilhelm 1871 - 1945. Westfälischer Friede = Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (vereinfacht: "Altes Reich"). Sowas lernt man bereits in der Sekundarschule!

  3. Glaubauf

    am 11.08.2012, 13:58

    Noch etwas spricht für den 12.9.1848: Da war die Schweiz geografisch im Wesentlichen schon das, was sie heute ist. 1291 (ohne die historische Korrektheit dieses Datums zu kommentieren...) wäre ein grosser Teil der BewohnerInnen der "Schweiz" diesem Ereignis (wenn sie davon Kenntnis erhalten hätten) indifferent gegenüber gestanden (namentlich alle Romands, italienisch- und romanischsprachigen) - und ein weiterer, grosser Teil als Untertanen der Habsburger offen feindlich (möglicherweise... ... mehrNoch etwas spricht für den 12.9.1848: Da war die Schweiz geografisch im Wesentlichen schon das, was sie heute ist. 1291 (ohne die historische Korrektheit dieses Datums zu kommentieren...) wäre ein grosser Teil der BewohnerInnen der "Schweiz" diesem Ereignis (wenn sie davon Kenntnis erhalten hätten) indifferent gegenüber gestanden (namentlich alle Romands, italienisch- und romanischsprachigen) - und ein weiterer, grosser Teil als Untertanen der Habsburger offen feindlich (möglicherweise entsetzt) diesem Widerstand gegen die gottgewollte weltliche Ordnung. Interessant, wie Herr Schlüer einer Rebellion gegen die herrschenden Mächte so hochhält - aber es ging eben schon damals um die Verteidigung der Vorrechte einer kleinen, privilegierten Schicht gegen eine (damals gemäss einigen Historikern fortschrittlichere) zentrale Obrigkeit.

  4. Andreas Wyss

    am 12.08.2012, 13:51

    Natürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich... ... mehrNatürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich eine Verklärung der tatsächlichen Gegebenheiten, denn so toll war es da auch wieder nicht - zudem würde mit der Zeit dieser Tag und die Epoche noch weiter verklärt werden. Für mich braucht es deshalb keinen anderen Nationalfeiertag, sondern einen besseren Geschichtsunterricht, der nicht wie jetzt zur Verklärung beiträgt. So wäre etwas gewonnen - und dann dürften wir auch getrost am 1. August feiern, denn alle wissen, dass dieser Tag nicht wirklich etwas mit unserem Leben zu tun hat, sondern einfach ein freier Arbeitstag bedeutet und im Gegensatz zum 12. September eher wärmer und wohl angenehmer ist.

  5. Anton

    am 12.08.2012, 20:17

    Was das Datum vom 1. August als Bundesfeiertag soll, ist mir seit je her unverständlich. Ausser natürlich, dass sich mitten im Sommer trefflich ein langer Abend feiern lässt. Als Basler habe ich am 1. August 1291 sicher nicht zur Schweiz gehört, einmal ganz abgesehen davon, dass das Datum reine Fiktion ist, eine Konstruktion des 19. Jahrhunderts. Das einzige Datum, das aus meiner Sicht Sinn macht ist der 18. April 1999. Seit diesem Tag ist die heute gültige Bundesverfassung in Kraft. Diese... ... mehrWas das Datum vom 1. August als Bundesfeiertag soll, ist mir seit je her unverständlich. Ausser natürlich, dass sich mitten im Sommer trefflich ein langer Abend feiern lässt. Als Basler habe ich am 1. August 1291 sicher nicht zur Schweiz gehört, einmal ganz abgesehen davon, dass das Datum reine Fiktion ist, eine Konstruktion des 19. Jahrhunderts. Das einzige Datum, das aus meiner Sicht Sinn macht ist der 18. April 1999. Seit diesem Tag ist die heute gültige Bundesverfassung in Kraft. Diese ist das Grundgesetz für den Umgang untereinander, nicht irgend eine Bulle aus ferner Vergangenheit. Und auch die Bundesverfassung von 1848 ist in der Zwischenzeit toter Buchstabe. Die aktuelle Verfassung eignet sich aber vortrefflich um einmal im Jahr darüber nachzudenken, wie wir miteinander umgehen wollen und wie wir unsere Zukunft gestalten. Wie wär's etwa mit der Präambel, wo zu lesen ist, "dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen". Wobei, ein gewichtiger Nachteil hätte der 18. April schon: Draussen grillieren ist dann wohl eher nicht angesagt.

  6. louis pinagot

    am 12.08.2012, 21:43

    "Für mich braucht es deshalb keinen anderen Nationalfeiertag, sondern einen besseren Geschichtsunterricht, der nicht wie jetzt zur Verklärung beiträgt."

    Veto. Die GeschichtslehrerInnen gehen mit der Geschichte zum Glück wesentlich differenzierter um, als Sie mit den GeschichtslehrerInnen.

  7. Michel Wenger

    am 14.08.2012, 12:52

    In anderen Ländern würde man wahrscheinlich kurzen Prozess und daraus einfach einen weiter Feiertag machen.

  8. Odysseus25

    am 14.08.2012, 13:40

    Meiner Meinung nach feiern wir nicht unbedingt am falschen Tag, aber wir feiern das falsche Jahr. Der 1. August ist eigentlich so gut wie jeder andere Tag und hat sich inzwischen "etabliert". Idiotisch aus Sicht eines Historikers ist es jedoch das Jahr 1291 immer und immer wieder in den Vordergrund zu rücken. Abgesehen davon, dass aus diesem Jahr zufällig ein Dokument über ein Bündnis erhalten ist (von denen es übrigens vergleichbare ältere gab), spricht nichts für eine besondere Bedeutung... ... mehrMeiner Meinung nach feiern wir nicht unbedingt am falschen Tag, aber wir feiern das falsche Jahr. Der 1. August ist eigentlich so gut wie jeder andere Tag und hat sich inzwischen "etabliert". Idiotisch aus Sicht eines Historikers ist es jedoch das Jahr 1291 immer und immer wieder in den Vordergrund zu rücken. Abgesehen davon, dass aus diesem Jahr zufällig ein Dokument über ein Bündnis erhalten ist (von denen es übrigens vergleichbare ältere gab), spricht nichts für eine besondere Bedeutung desselben für die Entstehung der Schweiz. (Gegründet wie viele glauben, wurde die Schweiz ohnehin nie.) Wenn denn schon gefeiert werden muss, wäre es m.E. wesentlich sinnvoller, die Unabhängigkeit der damaligen Eidgenossenschaft vom Deutschen Reich im Jahr 1648 als besonderes Ereignis zu würdigen. Dieses Ereignis betraf auch nicht bloss die Urkantone, sondern wenigstens einen grösseren Teil der heutigen Schweiz direkt. Und es ist auch mit deutlich weniger mythologischem Ballast belastet.

  1. R Abed

    am 10.08.2012, 11:23

    Die Debatte geht leider an der tatsächlichen Situation in Basel vorbei. Schliesslich feiert die Stadt am 31. Juli den Nationalfeiertag als PR-Coup mit einem grossen Feuerwerk. Sowieso wächst die zeitliche Phase in welcher Feuerwerk abgelassen wirs stetig an. Geht man danach müsste man eher von einer Nationalfeierwoche sprechen.

    Die historischen Gründe des gewählten Datums spielen heute bei einer verschwindenden Minderheit eine Rolle. "Zünseln" und Anstossen ist für das Gros der Bevölkerung... ... mehrDie Debatte geht leider an der tatsächlichen Situation in Basel vorbei. Schliesslich feiert die Stadt am 31. Juli den Nationalfeiertag als PR-Coup mit einem grossen Feuerwerk. Sowieso wächst die zeitliche Phase in welcher Feuerwerk abgelassen wirs stetig an. Geht man danach müsste man eher von einer Nationalfeierwoche sprechen.

    Die historischen Gründe des gewählten Datums spielen heute bei einer verschwindenden Minderheit eine Rolle. "Zünseln" und Anstossen ist für das Gros der Bevölkerung offenbar interessanter; der Verkauf von allerlei mit dem Schweizer Kreuz bedrucktem Ramsch für die Geschäfte wichtiger.

    Wie Ulrich Schlüer aber diese historische Debatte nutzt um aktuelle Seitenhiebe gegen Brüssel und EU-Befürworter zu plazieren ist grotesk. Und historisch genau sind seine Ausführungen auch nicht. Die Loslösung der Eidgenossenschaft 1648 geschah nicht durch eine "schlau genutzte" Situation der Eidgenossenschaft als einem kollektiven Akteur.
    Verantwortlich dafür war bekanntermassen Johann Rudolf Wettstein, der uneingeladen und zunächst ohne Mandat der Eidgenossenschaft an den Konferenzen in Münster und Osnabrück teilnahm und dort die Loslösung vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erwirkte.

  2. Esther Berner Berner

    am 10.08.2012, 14:04

    Immer wieder lesen und hören wir, dass zahlreiche Schweizer Probleme damit haben, zu ihrem Land und seinen Traditionen zu stehen. Verständlich - wer möchte sich wirklich mit einem Mythos identifizieren, den man doch ziemlich beliebig auslegen kann?
    Was am 12. September 1848 mit der Bundesverfassung geschaffen wurde, gilt noch heute und die damit verbundenen Werte sind für jedermann/jedefrau nachvollziehbar. Mich mit der Gründung des Bundesstaates zu identifizieren, gefällt mir deshalb... ... mehrImmer wieder lesen und hören wir, dass zahlreiche Schweizer Probleme damit haben, zu ihrem Land und seinen Traditionen zu stehen. Verständlich - wer möchte sich wirklich mit einem Mythos identifizieren, den man doch ziemlich beliebig auslegen kann?
    Was am 12. September 1848 mit der Bundesverfassung geschaffen wurde, gilt noch heute und die damit verbundenen Werte sind für jedermann/jedefrau nachvollziehbar. Mich mit der Gründung des Bundesstaates zu identifizieren, gefällt mir deshalb persönlich viel besser und ich kann Nicht-Schweizern im In- und Ausland auch viel leichter erklären, weshalb unser Land so ist, wie es eben ist.

  3. Inaktiver Nutzer

    am 10.08.2012, 14:32

    Dr. Jurist Schlür soll lieber bei der Juristerei bleiben. Zeit seiner Polit-Karriere konnte er Sozialdemokratie nicht von Kommunismus unterscheiden und nervte mit den Nordkorea-Seitenhieben an die Adresse der SP. Nun glänzt er mit Begriffsverwechslung in Deutscher Geschichte. Deutsches Reich = Bismarck und Kaiser Wilhelm 1871 - 1945. Westfälischer Friede = Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (vereinfacht: "Altes Reich"). Sowas lernt man bereits in der Sekundarschule!

  4. Wüst

    am 10.08.2012, 17:27

    Wer will denn schon abends frieren? Der 1. August (oder 31. Juli) ist doch wie geschaffen, um gemütlich lange draussen zu bleiben. Im September ist es doch oft schon zu kalt.
    Also wenn wir keine weiteren Probleme haben, als über das richtige Datum des Nationalfeiertags zu diskutieren, dann geht es uns gut....So
    Das ist doch eigentlich sowas von egal, ist ja eh vor allem ein symbolisches Datum. Sonst müssten wir Weihnachten auch gleich verschieben.
    Ich bin darum auf einer Linie mit Schlüer... ... mehrWer will denn schon abends frieren? Der 1. August (oder 31. Juli) ist doch wie geschaffen, um gemütlich lange draussen zu bleiben. Im September ist es doch oft schon zu kalt.
    Also wenn wir keine weiteren Probleme haben, als über das richtige Datum des Nationalfeiertags zu diskutieren, dann geht es uns gut....So
    Das ist doch eigentlich sowas von egal, ist ja eh vor allem ein symbolisches Datum. Sonst müssten wir Weihnachten auch gleich verschieben.
    Ich bin darum auf einer Linie mit Schlüer (schluck...), aber nur was das Datum angeht und nicht dessen Begründung.

  5. Mario Bernasconi

    am 10.08.2012, 19:58

    Na ja, beide Herren haben ein klein wenig Mühe mit der sog. CH-Geschichte. Wahrscheinlich oder besser fast sicher, war niemand am 1.08.1291 auf dem Rütli. Der Grund der möglichen Zusammenkunft war ja wohl der Tod von König Rudolf von Habsburg am 15.07.1291 in Speyer. Man befürchtete wieder ein Interregnum und eine 'rechtlose' Zeit, schlecht für das anlaufende Gotthardtransitgeschäft (schon damals der Gotthard.....) der führenden Geschlechter (z.B. die Freiherren von Attinghausen). Da es... ... mehrNa ja, beide Herren haben ein klein wenig Mühe mit der sog. CH-Geschichte. Wahrscheinlich oder besser fast sicher, war niemand am 1.08.1291 auf dem Rütli. Der Grund der möglichen Zusammenkunft war ja wohl der Tod von König Rudolf von Habsburg am 15.07.1291 in Speyer. Man befürchtete wieder ein Interregnum und eine 'rechtlose' Zeit, schlecht für das anlaufende Gotthardtransitgeschäft (schon damals der Gotthard.....) der führenden Geschlechter (z.B. die Freiherren von Attinghausen). Da es damals noch keine SmartPhones und ähnliches gab, war es wohl unmöglich in dieser kurzen Zeit eine Zusammenkunft auf dem Rütli zu organisieren. Isch io gliich. Feiern soll man, ob dies nun der 01.08. oder der 12.09. ist, spielt keine Rolle. Persönlich ist der 12.09. das geschichtlich für mich 'bessere' Datum.

  6. Standbye

    am 10.08.2012, 20:15

    Also da musste ich so fest den Kopf schütteln, das es mir jetzt sturm ist!
    Was ist daran schlecht, wenn jeder nach seinem Stand seinem Herren geziemend dienen soll, Herr Wermut??! Ordnung muss sein, hat Herr Kamerad Schlüer richtig erkannt. Früher hatte der Eidgenoss Hellebarden heute hat man Streubomben. Damit können Sie die ganze Leventina für den Feind unzugänglich machen. Aber die Gutmenschen haben sie verboten! Sie wollen Fremde Richter! Aber am 1. 8. wird nicht gerüttelt! Herr Wermut,... ... mehrAlso da musste ich so fest den Kopf schütteln, das es mir jetzt sturm ist!
    Was ist daran schlecht, wenn jeder nach seinem Stand seinem Herren geziemend dienen soll, Herr Wermut??! Ordnung muss sein, hat Herr Kamerad Schlüer richtig erkannt. Früher hatte der Eidgenoss Hellebarden heute hat man Streubomben. Damit können Sie die ganze Leventina für den Feind unzugänglich machen. Aber die Gutmenschen haben sie verboten! Sie wollen Fremde Richter! Aber am 1. 8. wird nicht gerüttelt! Herr Wermut, Euch sollte man Moskau einfach schicken!

  7. Glaubauf

    am 11.08.2012, 13:58

    Noch etwas spricht für den 12.9.1848: Da war die Schweiz geografisch im Wesentlichen schon das, was sie heute ist. 1291 (ohne die historische Korrektheit dieses Datums zu kommentieren...) wäre ein grosser Teil der BewohnerInnen der "Schweiz" diesem Ereignis (wenn sie davon Kenntnis erhalten hätten) indifferent gegenüber gestanden (namentlich alle Romands, italienisch- und romanischsprachigen) - und ein weiterer, grosser Teil als Untertanen der Habsburger offen feindlich (möglicherweise... ... mehrNoch etwas spricht für den 12.9.1848: Da war die Schweiz geografisch im Wesentlichen schon das, was sie heute ist. 1291 (ohne die historische Korrektheit dieses Datums zu kommentieren...) wäre ein grosser Teil der BewohnerInnen der "Schweiz" diesem Ereignis (wenn sie davon Kenntnis erhalten hätten) indifferent gegenüber gestanden (namentlich alle Romands, italienisch- und romanischsprachigen) - und ein weiterer, grosser Teil als Untertanen der Habsburger offen feindlich (möglicherweise entsetzt) diesem Widerstand gegen die gottgewollte weltliche Ordnung. Interessant, wie Herr Schlüer einer Rebellion gegen die herrschenden Mächte so hochhält - aber es ging eben schon damals um die Verteidigung der Vorrechte einer kleinen, privilegierten Schicht gegen eine (damals gemäss einigen Historikern fortschrittlichere) zentrale Obrigkeit.

  8. Nandu Ndoglu

    am 11.08.2012, 18:37

    Nein, man sollte aus Gründen der Vorsicht besser den 2. August wählen zur Feier. Laut der Überlieferung wurde der Bund zu Beginn des Augustes geschlossen. Es ist wohl etwas unwahrscheinlich, dass dies gleich am ersten August erfolgte, deshalb wäre es sicher weiser wenn man zumindest den 1. August ausser Betracht lassen würde und somit die Chance den tatsächlichen Gründungstag zu feiern wohl etwas erhöhen könnte wie auch Herr Zweeremuth scharfsinnig feststellte.

  9. Andreas Wyss

    am 12.08.2012, 13:51

    Natürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich... ... mehrNatürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich eine Verklärung der tatsächlichen Gegebenheiten, denn so toll war es da auch wieder nicht - zudem würde mit der Zeit dieser Tag und die Epoche noch weiter verklärt werden. Für mich braucht es deshalb keinen anderen Nationalfeiertag, sondern einen besseren Geschichtsunterricht, der nicht wie jetzt zur Verklärung beiträgt. So wäre etwas gewonnen - und dann dürften wir auch getrost am 1. August feiern, denn alle wissen, dass dieser Tag nicht wirklich etwas mit unserem Leben zu tun hat, sondern einfach ein freier Arbeitstag bedeutet und im Gegensatz zum 12. September eher wärmer und wohl angenehmer ist.

  10. Andreas Wyss

    am 12.08.2012, 13:51

    Natürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich... ... mehrNatürlich feiern wir nicht den richtigen Nationalfeiertag, doch das ist ja eigentlich egal. Staaten, resp. Nationen sind künstliche Gebilde und müssen sich irgendwie reproduzieren, Zugehörigkeit enstehen lassen und sich gegen Andere und Anderes abgrenzen. Eine linke Politik sollte dieser permantenen Verklärung entgegenwirken und aufzeigen, dass das Gebilde Staat nur vom Glaube an ihn lebt, also per Definition schon wenig mit Tatsachen zu tun hat. Auch der 12. September ist schlussendlich eine Verklärung der tatsächlichen Gegebenheiten, denn so toll war es da auch wieder nicht - zudem würde mit der Zeit dieser Tag und die Epoche noch weiter verklärt werden. Für mich braucht es deshalb keinen anderen Nationalfeiertag, sondern einen besseren Geschichtsunterricht, der nicht wie jetzt zur Verklärung beiträgt. So wäre etwas gewonnen - und dann dürften wir auch getrost am 1. August feiern, denn alle wissen, dass dieser Tag nicht wirklich etwas mit unserem Leben zu tun hat, sondern einfach ein freier Arbeitstag bedeutet und im Gegensatz zum 12. September eher wärmer und wohl angenehmer ist.