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Kommentar 

17.8.2012, 12:11 Uhr

Velostadt Basel? Von wegen!

17.8.2012, 12:11 Uhr

Um als Velostadt zu gelten, müsste Basel nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Die Velofahrer nicht zu vergessen und auf schikanöse Kontrollen zu verzichten, würde schon reichen. Ein Kommentar von

michael rockenbach Michael Rockenbach

Diese Velofahrer! Kaum ein anderes Thema wird so kontrovers diskutiert. Diese Erfahrung machen wir bei unserer Serie «Ab in die Quartiere» immer wieder.

Velofahrer sind alles Verrückte, die sich auf der Strasse so verhalten, als hätte es noch nie irgendein Gesetz, irgendein Verbot gegeben.

Es gibt eben auch viel zu viele unnötige Einschränkungen, halten die Velofahrer dagegen. Und dann noch diese teilweise schikanösen Polizeikontrollen und Bussen!

Nun, ein kurzer Blick auf die Grossbaustelle Schifflände zeigt: beide Seiten haben recht. Die meisten Velofahrer halten sich tatsächlich nur sehr bedingt an die vorgegebene Verkehrsführung, die allerdings ziemlich blöd ist.

Schuld daran sind die Vertreter von Kanton und Verkehrsbetrieben, die bei der Vorbereitung auf die Bauarbeiten an alle und alles gedacht haben, Fussgänger, Touristen, Trams, Busse, Autos, Zulieferdienst zum «Trois Rois» – nur an eine Gruppe nicht: die Velofahrer. Nicht einmal ein anständiges Verbotsschild wurde ihnen organisiert.

Selbstgebasteltes Verbotsschild

Während es für alle anderen neben den aufgerissenen Gleisen irgendwie ein Durchkommen gab, versuchte man sie mit einem selbstgebastelten «Velo schieben»-Plakat zu stoppen. Es war ein Fetzen Papier, der rechtlich kaum verbindlich ist, wie ein TagesWoche-Leser wahrscheinlich zu Recht bemerkte. Ein Fetzen auch, dem verständlicherweise die wenigsten Velofahrer Gehorsam leisteten.

In der übrigen Schweiz wird man mit solch gesundem Widerstandsgeist gegen unsinnige Gebote zum Volkshelden – wie Wilhelm Tell. In Basel wird man dagegen gebüsst: Am Donnerstag hat die Polizei rund um die Baustelle erstmals Verkehrskontrollen durchgeführt und rund 30 Velofahrer auf frischer Tat ertappt.

Zugeschlagen haben die Gesetzeshüter damit kurz nach einer neuerlichen Umstellung der Verkehrsführung, die Velofahren immer noch in eine Richtung verbietet. Und weiterhin verwirrend ist. Das neue Einbahnschild beim Blumenrain (wenigstens ein anständiges jetzt) hängt direkt oberhalb des Hinweises auf das «offene Tramgeleise» und die Baustelle. Ersteres sollte nun aber nur für den Bereich links der Abschrankung gelten, zweiteres für jenen rechts und drittes wahrscheinlich für den gesamte Gebiet. Alles klar? Eben.

Kein Fingerspitzengefühl, dafür ein Kongress

Kurioserweise versteht sich das rotgrüne Basel trotz dieses Chaos auf eine seiner wichtigsten Veloachsen als «Velostadt». Und lässt sich das auch einiges kosten. So hat der Grosse Rat im Frühjahr einen Kredit von 500 000 Franken gesprochen, damit Basel 2015 den «Velo-City»-Kongress der European Cyclists' Federation (ECF)  austragen darf.

Sehr viel günstiger wäre es, bei Verkehrs- und Bauplanungen ganz einfach an die Velofahrer zu denken. Und auf schikanöse Kontrollen zu verzichten. Daneben könnte man sich gerne auch noch in anderen, wirklichen Velostädten umsehen, was Basel in diesem Bereich noch verbessern könnte, verbessern müsste. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, braucht es nicht einmal einen teuren Kongress mit vielen schlauen Vorträgen.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

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Lokales, Kommentar, Wahlen BS 2012

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  1. Ein Plädoyer für die Velofahrer

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 13:07Uhr

    Dieser Fetzen Papier war, wie schon geschrieben, keine Verbotsschild, sondern eine Bitte zum Schieben, also keine Möglichkeit der Polizei für Kontrolllen. Dieser Bitte kann ein Velofahrer nachgehen oder eben nicht.

    Velofahrer sind im Grunde genommen schnellere Fussgänger, und als das anzusehen. Folglich kann ein Velofahrer eigentlich auch fahren, wo ein Fussgänger durchkommt. Allerdings braucht es da und dort ein angepasstes Tempo.
    In der Stadt ist das Velo das schnellste und wenidigste Verkehrsmittel, das auch am wenigstens Platz beansprucht und die Luft in der Stadt rein hält. Folglich ist es das vernünftigste Verkehrsmittel in der Stadt.
    Für Velofahrer gibt es vernünftige Verbote und Verkehrsregeln, es gibt aber ebensoviele, die nicht einsehbar sind.
    Ich frage mich immer wieder, ob die, welche die Verkehrsregeln und Verbote bestimmen, seit der Kindheit jemals wieder mal Velo gefahren sind.
    Am vernünftigsten fährt Velo, wer alle Verkehrsmittel beherrscht - Velo, Auto, Töff und als Fussgänger. So kann er am besten abschätzen, was er mit seiner Fahrweise bewirkt und sich entsprechend verhalten.
    Dalsselbe gilt natürlich auch für Auto-, Töffahrer und die Fussgänger.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Noch ein Zusatz

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 13:09Uhr

    Es ist viel förderlicher, darauf zu achten, was man mit seinem Verhalten bewirkt, als pingelig darauf zu achten, ob die anderen sich wirklich an alle Vorschriften halten.
    Direktlink zum Kommentar

  3. Schikanöse Velokontrollen

    von gurnemanz am 17.08.2012 um 13:37Uhr

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Schikanöse Fahrrad-Kontrollen gibt es in dieser Stadt sicherlich genügend.
    Gestern wurde ich bei einer Polizeikontrolle in der St. Johanns-Vorstadt stadteinwärts gebüsst. Diese Kontrolle wurde in den vergangenen Wochen bereits einmal durchgeführt, anscheinend hat es sich gelohnt. Immerhin stehen vier Polizisten im Einsatz, um fehlbare Velofahrer anzuhalten.
    Tatsächlich ist es nicht erlaubt, durch diese Strasse mit dem Fahrrad stadteinwärts Richtung Totentanz zu fahren. Nur hält sich niemand daran. Anstatt dass die Durchfahrt für Velofahrer gestattet wird, zieht man es aber vor, die Leute mit Bussen zu verärgern. Daran, dass ich auch in Zukunft dort durchfahren werde, weil die Fahrt über die Kreuzung Spitalstrasse/Schanzenstrasse für Velos mit den vielen Autos durchaus gefährlich ist, ändert dies aber nichts.
    Direktlink zum Kommentar

  4. Vielen Dank!

    von Karl Buschweiler am 17.08.2012 um 13:55Uhr

    Vielen Dank Herr Rockenbach; ich stand kurz davor ein Jahresabo der TagesWoche zu bestellen. Ihr Artikel veranlasst mich nun aber dazu darauf zu verzichten. Selten habe ich solch einen Blödsin gelesen. Sie legitimieren mit diesem Artikel die Gesetzesverstösse der Velofahrer. Würden Sie diesen Artikel auch schreiben, wenn Sie die aktuelle Situation in der Rittergasse beonachten würden, so wie gestern Nachmittag zum Beispiel. Wegen der Baustelle ist die Rittergasse für den Auto- und Veloverkehr gesperrt. Auf beiden Seiten steht für die Fussgänger ein schmales Trottoir zur Verfügung. Dies hindert die Velofahrer aber nicht daran, trotz Verbot auf diesem Trottoir zu fahren und wie gestern in einen Kinderwagen zu fahren...
    Direktlink zum Kommentar

  5. schikanös?

    von Henri Lapin am 17.08.2012 um 13:56Uhr

    Die Polizei hat die Aufgabe, die Einhaltung der Verkehrsregeln zu kontrollieren. Da sollte man nie von "schikanös" reden. Wenn schon, dann sind möglicherweise einzelne Verbote schikanös, Diese aber einfach zu misachten kann ja auch nicht die Lösung sein. Denn wenn das Alle machen, haben wir Anarchie.
    Direktlink zum Kommentar

  6. TagesWoche Redaktion

    @Karl Buschweiler

    von michael rockenbachVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 17.08.2012 um 14:10Uhr

    Lieber Herr Buschweiler. Danke für Ihren kritischen Beitrag. Wir von der Redaktion sind eigentlich eher stolz darauf, dass es in unserer Zeitung und auf unserer Internetseite Platz für unterschiedliche Meinungen hat, selbst wenn diese weit auseinander liegen. Und wir hoffen, dass sich dies auch auf die Lektüre positiv auswirkt. Damit Sie sich auch persönlich davon überzeugen können, stelle ich Ihnen gerne ein Gratisexemplar unserer aktuellen Zeitung zu, wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen ( michael.rockenbach@tageswoche.ch )
    Direktlink zum Kommentar

  7. Velostadt? Fussgängerstadt? Autostadt?

    von Phil Boesiger am 17.08.2012 um 14:11Uhr

    Basel ist ein Flickwerk ohne klares Verkehrskonzept. Krassestes Beispiel ist wohl der vielfach zitierte Centralbahnplatz. Der Leserlichkeit willen benutze ich die männliche Form, es sind aber beide Geschlechter gleichermassen betroffen.

    Jeder, der diesen Platz passieren will, ob Fussgänger, Velofahrer oder Automobilist, muss um sein Ueberleben kämpfen. Die ausgeschlderten Fahrverbote aus Richtung Markthalle und Post Basel 2 wird von auswärtigen AutomobilistInnen konsequent missachtet oder zumindest missverstanden.

    Als Velofahrer darf ich eigentlich legal den Platz als Weiterführung der Centralbahnstrasse überqueren, aber bin ich denn lebensmüde? Die meisten Fussgänger scheinen nicht zu wissen, dass ich da fahren darf, und das Zirkeln um offene Türen lautstark diskutierender Taxifahrer ist schlicht lebensgefährlich! Zudem müssen die Fussgänger darauf achten, nicht selbst von Tram oder Bus überfahren zu werden...

    Obwohl ich den Centralbahnplatz fast täglich in der rush hour überqueren muss, ist mir dort noch keine Polizeipatrouille aufgefallen. Das wäre vielleicht mal eine Lebensaufgabe für einen ambitiösen Verkehrsschugger!

    Als Velo-, Motorrad-, Auto und Tramfahrer wird man in unserer Stadt immer wieder Opfer des städtischen Verkehrs-Flickwerks. Dabei brechen alle Verkehrsteilnehmer vom Fussgänger über die Velofahrer bis hin zu den Automobilisten gleichermassen und immer wieder die Vorschriften. Einseitiges Velofahrer-Bashing ist da genau so verkehrt wie die rein autofeindliche Optik.

    Aus praktischen Ueberlegungen sind im Bereich Innenstadt jedoch nur drei Verkehrsarten förderungswürdig: ÖV, Fussgänger und Velofahrer. Der Automobilverkehr ist auf die Innenstadtumfahrungen mit entsprechender Parkhauskapazität (gibts schon) umzuleiten, der Zulieferverkehr soll sich auf wenige Vormittagsstunden konzentrieren.

    Nur durch eine solche Entflechtung kann der Langsamverkehr zusammen mit dem ÖV in der Stadt weiterentwickelt werden. Wäre bei der Baustelle an der Schifflände ein Autofahrverbot, hätten alle anderen Verkehrsteilnehmer genügend Platz in beiden Richtungen. Hinterfragen wir also an diesem Beispiel mal die Priorisierung....
    Direktlink zum Kommentar

  8. Unsinnige Fahrverbote

    von Michael Matteo am 17.08.2012 um 14:24Uhr

    Gestern Abend war ich mit dem Velo unterwegs und wollte vom Bankverein Richtung Aeschenplatz. Bekanntlich ist die Tramstrecke aus unerfindlichen Gründen für Velos gesperrt. Da ich dort schon einmal eine Busse kassierte, versuchte ich über das Brunngässlein auszuweichen. Aufgrund einer Baustelle war dieses für jeglichen Verkehr zu. Also ab Richtung Kirschgarten: Denkste, dort entdeckte ich ein Linksabbiegenverbotsschild. Ich hätte somit über den Bahnhof oder beim Kunstmuseum kehren müssen...
    Leider ist Basel überhaupt keine Velostadt. Autofahrer, welche den Velostreifen blockieren (z.B. Münchensteinerstrasse) werden praktisch nie gebüsst, obwohl dies eine grosse Gefahr für Velofahrer darstellt und dementsprechend auch ein Bussgeld in der Höhe von CHF 150 fällig wäre.
    Auch unsere Velopolizei, welche sich meiner Ansicht nach, den Gefahren der Velofahrer annehmen sollte, sind nur dazu da, Velofahrer zu büssen und dies meist an Orten, wo keine Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer bestehen wie bei Einbahnstrassen. Dabei sollte diese Einheit für mehr Sicherheit für Velofahrer sorgen.
    Direktlink zum Kommentar

  9. Kein Platz für Velofahrer

    von Alfred Steiner am 17.08.2012 um 14:46Uhr

    Klar gibt es viele Velorowdys. Das kann oder soll man verurteilen - und jetzt? soll man deswegen den Veloverkehr nicht fördern oder gar einschränken. Letztlich stigmatisiert man die Velofahrer nur deshalb zu Rowdys um das Velofahren generell zu verurteilen und sie in eine böse Ecke zu stellen, solche die in Kinderwagen hineinfahren. Mir kommt das so vor als wolle man damit ganz bewusst verhindern, dass den Velofahrern im Verkehr der Raum eingeräumt wird, den sie als Verkehrsteilnehmer benötigen. Velofahren ist in der Stadt viel vernünftiger als Autofahren. Leise, sauber, schnell, braucht wenig Platz, ist gesund, ist billig u.s.w. Lauter Vorteile. Aber man macht nichts. In Kopenhagen werden für die Radfahrer extra Strassen gebaut. In der Schweiz gehören in der Stadt die Strassen immer noch den Autos. Wenn man Leute fragt weshalb sie in der Stadt nicht mit dem Velo fahren, so sagen 90% sie hätten schlicht Angst und das absolut zu Recht, denn es gibt auch ebenso viele Autorowdys die für Fussgänger und Velofahrer eine absolut tödliche Gefahr darstellen. Und was macht die Stadt Basel, sie schafft versetzte Autoparkflächen zur Beruhigung des Autoverkehrs und setzt damit die, noch mehr zum Hindernis gewordenen, Velofahrer bewusst und fahrlässig einer tödlichen Gefahr aus.
    Direktlink zum Kommentar

  10. Warum immer äergern?

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 15:43Uhr

    Velofahren ist so schön!
    Freut Euch darüber wo's gut geht! Und nehmt in Kauf und hofft, dass es besser wird, wo noch Verbesserungen möglich sind. In Basel sind nun halt viele Menschen unterwegs.
    Aerger vergiftet dfie Stimmung und macht alles noch schlimmer, als es ist.

    @Phil Bösiger
    Ich kenne den Centralbahnplatz auch, als Velofahrerin und Fussgängerin, allerdings nicht vom Morgen früh, aber während des Tages und abends. Ich komme da eigentlich mit dem nötigen Respekt und Rücksichtsnahme gut durch. Es geht einfach ein wenig langsamer als an anderen Orten, eigentlich lotisch, weil an solchen Orten halt viele Menschen unterwegs sind.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Ein Plädoyer für die Velofahrer

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 13:07Uhr

    Dieser Fetzen Papier war, wie schon geschrieben, keine Verbotsschild, sondern eine Bitte zum Schieben, also keine Möglichkeit der Polizei für Kontrolllen. Dieser Bitte kann ein Velofahrer nachgehen oder eben nicht.

    Velofahrer sind im Grunde genommen schnellere Fussgänger, und als das anzusehen. Folglich kann ein Velofahrer eigentlich auch fahren, wo ein Fussgänger durchkommt. Allerdings braucht es da und dort ein angepasstes Tempo.
    In der Stadt ist das Velo das schnellste und wenidigste Verkehrsmittel, das auch am wenigstens Platz beansprucht und die Luft in der Stadt rein hält. Folglich ist es das vernünftigste Verkehrsmittel in der Stadt.
    Für Velofahrer gibt es vernünftige Verbote und Verkehrsregeln, es gibt aber ebensoviele, die nicht einsehbar sind.
    Ich frage mich immer wieder, ob die, welche die Verkehrsregeln und Verbote bestimmen, seit der Kindheit jemals wieder mal Velo gefahren sind.
    Am vernünftigsten fährt Velo, wer alle Verkehrsmittel beherrscht - Velo, Auto, Töff und als Fussgänger. So kann er am besten abschätzen, was er mit seiner Fahrweise bewirkt und sich entsprechend verhalten.
    Dalsselbe gilt natürlich auch für Auto-, Töffahrer und die Fussgänger.
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  2. Noch ein Zusatz

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 13:09Uhr

    Es ist viel förderlicher, darauf zu achten, was man mit seinem Verhalten bewirkt, als pingelig darauf zu achten, ob die anderen sich wirklich an alle Vorschriften halten.
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  3. Schikanöse Velokontrollen

    von gurnemanz am 17.08.2012 um 13:37Uhr

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Schikanöse Fahrrad-Kontrollen gibt es in dieser Stadt sicherlich genügend.
    Gestern wurde ich bei einer Polizeikontrolle in der St. Johanns-Vorstadt stadteinwärts gebüsst. Diese Kontrolle wurde in den vergangenen Wochen bereits einmal durchgeführt, anscheinend hat es sich gelohnt. Immerhin stehen vier Polizisten im Einsatz, um fehlbare Velofahrer anzuhalten.
    Tatsächlich ist es nicht erlaubt, durch diese Strasse mit dem Fahrrad stadteinwärts Richtung Totentanz zu fahren. Nur hält sich niemand daran. Anstatt dass die Durchfahrt für Velofahrer gestattet wird, zieht man es aber vor, die Leute mit Bussen zu verärgern. Daran, dass ich auch in Zukunft dort durchfahren werde, weil die Fahrt über die Kreuzung Spitalstrasse/Schanzenstrasse für Velos mit den vielen Autos durchaus gefährlich ist, ändert dies aber nichts.
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  4. Vielen Dank!

    von Karl Buschweiler am 17.08.2012 um 13:55Uhr

    Vielen Dank Herr Rockenbach; ich stand kurz davor ein Jahresabo der TagesWoche zu bestellen. Ihr Artikel veranlasst mich nun aber dazu darauf zu verzichten. Selten habe ich solch einen Blödsin gelesen. Sie legitimieren mit diesem Artikel die Gesetzesverstösse der Velofahrer. Würden Sie diesen Artikel auch schreiben, wenn Sie die aktuelle Situation in der Rittergasse beonachten würden, so wie gestern Nachmittag zum Beispiel. Wegen der Baustelle ist die Rittergasse für den Auto- und Veloverkehr gesperrt. Auf beiden Seiten steht für die Fussgänger ein schmales Trottoir zur Verfügung. Dies hindert die Velofahrer aber nicht daran, trotz Verbot auf diesem Trottoir zu fahren und wie gestern in einen Kinderwagen zu fahren...
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  5. schikanös?

    von Henri Lapin am 17.08.2012 um 13:56Uhr

    Die Polizei hat die Aufgabe, die Einhaltung der Verkehrsregeln zu kontrollieren. Da sollte man nie von "schikanös" reden. Wenn schon, dann sind möglicherweise einzelne Verbote schikanös, Diese aber einfach zu misachten kann ja auch nicht die Lösung sein. Denn wenn das Alle machen, haben wir Anarchie.
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  6. TagesWoche Redaktion

    @Karl Buschweiler

    von michael rockenbachVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 17.08.2012 um 14:10Uhr

    Lieber Herr Buschweiler. Danke für Ihren kritischen Beitrag. Wir von der Redaktion sind eigentlich eher stolz darauf, dass es in unserer Zeitung und auf unserer Internetseite Platz für unterschiedliche Meinungen hat, selbst wenn diese weit auseinander liegen. Und wir hoffen, dass sich dies auch auf die Lektüre positiv auswirkt. Damit Sie sich auch persönlich davon überzeugen können, stelle ich Ihnen gerne ein Gratisexemplar unserer aktuellen Zeitung zu, wenn Sie mir Ihre Adresse mitteilen ( michael.rockenbach@tageswoche.ch )
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  7. Velostadt? Fussgängerstadt? Autostadt?

    von Phil Boesiger am 17.08.2012 um 14:11Uhr

    Basel ist ein Flickwerk ohne klares Verkehrskonzept. Krassestes Beispiel ist wohl der vielfach zitierte Centralbahnplatz. Der Leserlichkeit willen benutze ich die männliche Form, es sind aber beide Geschlechter gleichermassen betroffen.

    Jeder, der diesen Platz passieren will, ob Fussgänger, Velofahrer oder Automobilist, muss um sein Ueberleben kämpfen. Die ausgeschlderten Fahrverbote aus Richtung Markthalle und Post Basel 2 wird von auswärtigen AutomobilistInnen konsequent missachtet oder zumindest missverstanden.

    Als Velofahrer darf ich eigentlich legal den Platz als Weiterführung der Centralbahnstrasse überqueren, aber bin ich denn lebensmüde? Die meisten Fussgänger scheinen nicht zu wissen, dass ich da fahren darf, und das Zirkeln um offene Türen lautstark diskutierender Taxifahrer ist schlicht lebensgefährlich! Zudem müssen die Fussgänger darauf achten, nicht selbst von Tram oder Bus überfahren zu werden...

    Obwohl ich den Centralbahnplatz fast täglich in der rush hour überqueren muss, ist mir dort noch keine Polizeipatrouille aufgefallen. Das wäre vielleicht mal eine Lebensaufgabe für einen ambitiösen Verkehrsschugger!

    Als Velo-, Motorrad-, Auto und Tramfahrer wird man in unserer Stadt immer wieder Opfer des städtischen Verkehrs-Flickwerks. Dabei brechen alle Verkehrsteilnehmer vom Fussgänger über die Velofahrer bis hin zu den Automobilisten gleichermassen und immer wieder die Vorschriften. Einseitiges Velofahrer-Bashing ist da genau so verkehrt wie die rein autofeindliche Optik.

    Aus praktischen Ueberlegungen sind im Bereich Innenstadt jedoch nur drei Verkehrsarten förderungswürdig: ÖV, Fussgänger und Velofahrer. Der Automobilverkehr ist auf die Innenstadtumfahrungen mit entsprechender Parkhauskapazität (gibts schon) umzuleiten, der Zulieferverkehr soll sich auf wenige Vormittagsstunden konzentrieren.

    Nur durch eine solche Entflechtung kann der Langsamverkehr zusammen mit dem ÖV in der Stadt weiterentwickelt werden. Wäre bei der Baustelle an der Schifflände ein Autofahrverbot, hätten alle anderen Verkehrsteilnehmer genügend Platz in beiden Richtungen. Hinterfragen wir also an diesem Beispiel mal die Priorisierung....
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  8. Unsinnige Fahrverbote

    von Michael Matteo am 17.08.2012 um 14:24Uhr

    Gestern Abend war ich mit dem Velo unterwegs und wollte vom Bankverein Richtung Aeschenplatz. Bekanntlich ist die Tramstrecke aus unerfindlichen Gründen für Velos gesperrt. Da ich dort schon einmal eine Busse kassierte, versuchte ich über das Brunngässlein auszuweichen. Aufgrund einer Baustelle war dieses für jeglichen Verkehr zu. Also ab Richtung Kirschgarten: Denkste, dort entdeckte ich ein Linksabbiegenverbotsschild. Ich hätte somit über den Bahnhof oder beim Kunstmuseum kehren müssen...
    Leider ist Basel überhaupt keine Velostadt. Autofahrer, welche den Velostreifen blockieren (z.B. Münchensteinerstrasse) werden praktisch nie gebüsst, obwohl dies eine grosse Gefahr für Velofahrer darstellt und dementsprechend auch ein Bussgeld in der Höhe von CHF 150 fällig wäre.
    Auch unsere Velopolizei, welche sich meiner Ansicht nach, den Gefahren der Velofahrer annehmen sollte, sind nur dazu da, Velofahrer zu büssen und dies meist an Orten, wo keine Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer bestehen wie bei Einbahnstrassen. Dabei sollte diese Einheit für mehr Sicherheit für Velofahrer sorgen.
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  9. Kein Platz für Velofahrer

    von Alfred Steiner am 17.08.2012 um 14:46Uhr

    Klar gibt es viele Velorowdys. Das kann oder soll man verurteilen - und jetzt? soll man deswegen den Veloverkehr nicht fördern oder gar einschränken. Letztlich stigmatisiert man die Velofahrer nur deshalb zu Rowdys um das Velofahren generell zu verurteilen und sie in eine böse Ecke zu stellen, solche die in Kinderwagen hineinfahren. Mir kommt das so vor als wolle man damit ganz bewusst verhindern, dass den Velofahrern im Verkehr der Raum eingeräumt wird, den sie als Verkehrsteilnehmer benötigen. Velofahren ist in der Stadt viel vernünftiger als Autofahren. Leise, sauber, schnell, braucht wenig Platz, ist gesund, ist billig u.s.w. Lauter Vorteile. Aber man macht nichts. In Kopenhagen werden für die Radfahrer extra Strassen gebaut. In der Schweiz gehören in der Stadt die Strassen immer noch den Autos. Wenn man Leute fragt weshalb sie in der Stadt nicht mit dem Velo fahren, so sagen 90% sie hätten schlicht Angst und das absolut zu Recht, denn es gibt auch ebenso viele Autorowdys die für Fussgänger und Velofahrer eine absolut tödliche Gefahr darstellen. Und was macht die Stadt Basel, sie schafft versetzte Autoparkflächen zur Beruhigung des Autoverkehrs und setzt damit die, noch mehr zum Hindernis gewordenen, Velofahrer bewusst und fahrlässig einer tödlichen Gefahr aus.
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  10. Warum immer äergern?

    von Maya Eldorado am 17.08.2012 um 15:43Uhr

    Velofahren ist so schön!
    Freut Euch darüber wo's gut geht! Und nehmt in Kauf und hofft, dass es besser wird, wo noch Verbesserungen möglich sind. In Basel sind nun halt viele Menschen unterwegs.
    Aerger vergiftet dfie Stimmung und macht alles noch schlimmer, als es ist.

    @Phil Bösiger
    Ich kenne den Centralbahnplatz auch, als Velofahrerin und Fussgängerin, allerdings nicht vom Morgen früh, aber während des Tages und abends. Ich komme da eigentlich mit dem nötigen Respekt und Rücksichtsnahme gut durch. Es geht einfach ein wenig langsamer als an anderen Orten, eigentlich lotisch, weil an solchen Orten halt viele Menschen unterwegs sind.
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17.8.2012, 12:11 Uhr

Velostadt Basel? Von wegen!

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 16:49
    Giezendanners Spielchen mit den Gewerkschaften

    Im Hinblick auf die Abstimmung über den Mindestlohn schalten die Gewerkschaften auf Angriff um – und geraten selbst unter Druck: Der als «Lohndrücker» und «Scheinpatriot» verunglimpfte Fuhrhalter Ulrich Giezendanner (SVP) wirft ihnen unsaubere Methoden vor. Dabei verstrickt er sich allerdings in Widersprüche.

  • 16.04.2014 um 15:12
    Tieflöhne in der Schweiz

  • 16.04.2014 um 15:03
    Die Schweiz sagt Ja zum «Lohn-Skandal»

    Die Mehrheit ist für die Einführung eines Mindestlohns, fürchtet aber um den Wirtschaftsstandort. Darum hat die Initiative kaum eine Chance. Vielleicht ein Fehler.

  • 28.02.2014 um 18:18
    Zum Artikel: «Mittendrin:Integriert?!» – der Rückblick

    Na ja, manchmal ist ein Korrekturprogramm halt auch eher das Gegenteil von dem, was der Name verspricht. Danke darum für den Hinweis!

  • 27.01.2014 um 12:21
    @Luethi
    Zum Artikel: Frauenquote: Die falschen Angaben der Befürworter

    Lieber Herr Luethi. Ich persönlich finde die Verteilung, so wie sie heute ist, selbstverständlich auch nicht in Ordnung und schon gar nicht gerecht. Nur glaube ich nicht, dass sich dieses Problem bei mehrkantonalen und teilweise sogar binationalen Inst...

  • 27.01.2014 um 09:59
    @Thüring
    Zum Artikel: Frauenquote: Die falschen Angaben der Befürworter

    Danke für den Hinweis. Ist mir schleierhaft, wie das in den Lead kam.

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