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TagesWoche

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Do, 23.05.2013

Olympia, Tennis 

3.8.2012, 19:13 Uhr

Roger Federer spielt gegen Murray um Gold

3.8.2012, 19:13 Uhr

Roger Federer hat seine erste olympische Einzelmedaille auf sicher. Er gewann den Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro in 4:26 Stunden. Im Final trifft Federer auf Andy Murray.

Vier Stunden und 26 Minuten dauerte es, bis Roger Federer so erleichtert jubeln konnte. Er hat mindestens Olympisches Silber auf sicher – und die Schweiz ihre erste Mediallender Spiele von London 2012.

Vier Stunden und 26 Minuten dauerte es, bis Roger Federer so erleichtert jubeln konnte. Er hat mindestens Olympisches Silber auf sicher – und die Schweiz ihre erste Mediallender Spiele von London 2012. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Kurz nach dem Matchball war aus der Körpersprache der beiden Dauerspieler nach ihrem Marathon-Match kaum herauszulesen, wer denn nun gewonnen hatte.

Kurz nach dem Matchball war aus der Körpersprache der beiden Dauerspieler nach ihrem Marathon-Match kaum herauszulesen, wer denn nun gewonnen hatte. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Nach diesem für ihn so bitteren Ende brauchte Juan Martin Del Potro den Beistand seines Kontrahenten.

Nach diesem für ihn so bitteren Ende brauchte Juan Martin Del Potro den Beistand seines Kontrahenten. (Bild: Reuters/ADREES LATIF)

Ein berührender Moment der Zweisamkeit zwischen Roger Federer und Juan Martin Del Potro nachdem sich die beiden zuvor nichts geschenkt hatten.

Ein berührender Moment der Zweisamkeit zwischen Roger Federer und Juan Martin Del Potro nachdem sich die beiden zuvor nichts geschenkt hatten. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Zuvor hatten die zwei um jeden Ball gekämpft, waren jedem Schlag des Gegners nachgerannt. Hier ist es Roger Federer.

Zuvor hatten die zwei um jeden Ball gekämpft, waren jedem Schlag des Gegners nachgerannt. Hier ist es Roger Federer. (Bild: Reuters/ANDY RAIN)

Hochstehend war die Partie. Hier befinden sich Federer und Del Potro beide im Vorwärtsgang.

Hochstehend war die Partie. Hier befinden sich Federer und Del Potro beide im Vorwärtsgang. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Manchmal war es an Roger Federer, ungläubig über den Gang der Dinge zu schmunzeln ...

Manchmal war es an Roger Federer, ungläubig über den Gang der Dinge zu schmunzeln ... (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Dann sank Juan Martin Del Potro kurzfristig in die Knie, weil ihn die Ereignisse für einen Moment überforderten.

Dann sank Juan Martin Del Potro kurzfristig in die Knie, weil ihn die Ereignisse für einen Moment überforderten. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Er ist ja schnell auf den Beinen, aber an diesen Ball kommt Federer nicht mehr.

Er ist ja schnell auf den Beinen, aber an diesen Ball kommt Federer nicht mehr. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Klar, dass bei so einem Spiel gerne einmal das verschwitzte Shirt gewechselt wird. Gut sichtbar: Roger Federer widersteht dem Trend des enthaarten Mannes.

Klar, dass bei so einem Spiel gerne einmal das verschwitzte Shirt gewechselt wird. Gut sichtbar: Roger Federer widersteht dem Trend des enthaarten Mannes. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Wieder einmal ein Spiel mit Roger Federer, das viel Staub aufgewirbelt hat.

Wieder einmal ein Spiel mit Roger Federer, das viel Staub aufgewirbelt hat. (Bild: Reuters/STEFAN WERMUTH)

Für den Argentinier Juan Martin Del Potro bleibt am Ende nur der geplatzte Traum von Olympiagold. Wobei – er hat ja noch die Chance auf Bronze im Spiel um Rang drei.

Für den Argentinier Juan Martin Del Potro bleibt am Ende nur der geplatzte Traum von Olympiagold. Wobei – er hat ja noch die Chance auf Bronze im Spiel um Rang drei. (Bild: Reuters/ANDY RAIN)

Gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro setzte sich Roger Federer mit 3:6, 7:6 (7:5), 19:17 durch. Am Sonntag winkt Federer die Chance, nach dem Triumph in der Doppel-Konkurrenz vor vier Jahren in Peking an der Seite von Stanislas Wawrinka auch Einzel-Gold zu gewinnen und damit die zweitletzte Lücke im Palmarès zu schliessen. Als allerletztes Ziel würde dann bloss noch der Sieg im Davis Cup verbleiben.

Der Basler Federer musste sich den Gewinn von olympischem Edelmetall im Einzel erdauern. Das gilt einerseits für die Anzahl Olympia-Starts. Bei seiner Premiere 2000 in Sydney scheiterte er im Duell um Bronze am Franzosen Arnaud Di Pasquale. Danach scheiterte er 2004 und 2008 als Weltnummer 1 jeweils an Aussenseitern (Berdych und Blake). In London, oder genauer in Wimbledon, musste sich Federer die Medaille im Halbfinal ungewöhnlich hart erarbeiten. Fast viereinhalb Stunden Spielzeit sind für eine Partie über zwei Gewinnsätze absolut nicht üblich. Und während der ersten beiden Stunden befand sich Federer fast permanent in Rücklage.

Roger Federer verlor den ersten Satz mit 3:6 und musste im zweiten Satz bei 2:2 und 4:4 je einen Breakball abwehren. Auch zu Beginn des dritten Satzes boten sich dem Gegner aus Argentinien beim Stand von 1:0 die ersten Breakmöglichkeiten. Je länger die Partie dauerte, desto klarer erspielte sich Federer aber Vorteile. Im dritten Satz hätte er die Partie früher entscheiden müssen. Aber nach einem ersten Aufschlagdurchbruch zum 10:9, liess sich Federer zu Null den Aufschlag abnehmen. Ausserdem nützte Federer Breakbälle bei 3:3 (1), 4:4 (1), 7:7 (1) und 14:14 (3 hintereinander) nicht.

Murray schlägt Djokovic

Im zweiten Halbfinal setzte sich Lokalmatador Andy Murray mit 7:5, 7:5 gegen den Serben Novak Djokovic durch. Damit kommt es am Sonntag zur Neuauflage des diesjährigen Wimbledon-Finals. Vor drei Wochen hatte sich Federer gegen Murray durchgesetzt und zum siebten Mal das Grand-Slam-Turnier in London gewonnen. Djokovic scheiterte wie schon 2008 im olympischen Halbfinal. In Peking hatte er nach der Niederlage gegen den späteren Goldmedaillengewinner Rafael Nadal Bronze geholt. Am Sonntag trifft Djokovic im Spiel um Platz drei auf Del Potro.

Bei den Frauen qualifizierten sich Maria Scharapowa und Serena Williams für den Final. Die Russin bezwang ihre Landsfrau Maria Kirilenko 6:2,6:3. Williams setzte sich gegen die Weissrussin Viktoria Asarenka klar mit 6:1, 6:2 durch.

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