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Hermann Hesse 

3.8.2012, 00:01 Uhr

Auf den Basler Spuren des Steppenwolfs

3.8.2012, 00:01 Uhr

Der Schriftsteller Hermann Hesse verbrachte einige Lebensjahre in Basel – als Lernender, Liebender und auch als Leidender. Von Helen Liebendörfer

Keystone: Hesse verbrachte den Grossteil seines Lebens in der Schweiz, hier in der Casa Rossa in Montagnola (Tessin).

Hesse verbrachte den Grossteil seines Lebens in der Schweiz, hier in der Casa Rossa in Montagnola (Tessin). (Bild: Keystone)

Hermann Hesse war vier Jahre jung, als er 1881 mit seinen Eltern und Geschwistern nach Basel kam. Vater Hesse war vom württembergischen Ort Calw ans Basler Missionshaus berufen worden mit einem Lehrauftrag für Missionsgeschichte und als Herausgeber einer Missionszeitschrift. Die Familie war schon lange eng mit der Basler Mission verbunden, aber auch die Stadt Basel war ihnen gut bekannt. Mutter Marie Hesse war bei Verwandten im Gundeldingerquartier aufgewachsen, während ihre Eltern im Dienst der Basler Mission in Indien weilten.

Die Familie Hesse wohnte am Müllerweg, ganz in der Nähe der Schützenmatte. Der kleine Hermann spielte mit Begeisterung auf der grossen Wiese, und sie blieb ihm zeit seines Lebens in besonders schöner Erinnerung: «Beim Drandenken ist mir zumut, als wäre alles Kostbare, was ich später mit Augen sah und mit Händen besass, und selber meine Kunst, gering gegen die Herrlichkeiten jener Wiese.» An den Sonntagen entdeckte die Familie die Stadt: den Rhein, die Fähren, das Rathaus, das Museum, den Zoologischen Garten und das Münster. Bald sprach der kleine Hermann Baseldeutsch, und sein Vater erwarb auch das Basler Bürgerrecht.

Ab ins Internat der Mission

Hesses Kinderjahre waren nicht ganz unbeschwert. Sein lebhafter Charakter verbunden mit einem eisernen Willen stand in Kontrast zur strengen pietistischen Erziehung, die im Sinne des Missionshausgeistes angewandt wurde. Dazu gehörte die Ansicht, dass man den Kindern den Willen brechen müsse, damit danach der gute Same gelegt werden könne. Aber die Eltern Hesse mühten sich beim eigenwilligen Hermann vergeblich. Schliesslich gaben sie den Sechsjährigen für einige Monate ins Internat der Basler Mission. Dort lebten die Kinder, deren Eltern als Missionare in Übersee weilten. Mutter Hesse berichtet: «Mit Hermännle, dessen Erziehung uns so viel Not und Mühe macht, geht es nun entschieden besser. Vom 21. Januar bis 5. Juni war er ganz im Knabenhaus und brachte bloss die Sonntage bei uns zu. Er hielt sich dort brav, aber bleich und mager und gedrückt kam er heim. Die Nachwirkung war entschieden eine gute und heilsame, er ist jetzt viel leichter zu behandeln.»

Der neunte Geburtstag war der letzte, den Hesse in Basel feiern konnte. Kurz danach kehrte die Familie nach Calw zurück, denn Vater Hesse wurde im Verlag seines betagten Schwiegervaters gebraucht. Hermann musste alle seine Spielkameraden und seine geliebte Schützenmatte verlassen, und auch das Baseldeutsch hatte er wieder gegen das Schwäbische einzutauschen. Schweren Herzens zog die Familie von Basel weg. Die Mutter schrieb in christlicher Demut: «Wir lassen uns führen und sind still.»

Buchhändler in der Innenstadt

Hesses starker Wille machte ihm auch während der folgenden Jahre viele Probleme. Die Erziehungsmethoden, «denen ich einst beinahe erlegen wäre: der Schule, der Theologie, der Tradition und Autorität», führten zu grossen Krisen in der Pubertätszeit – bis zu einem missglückten Selbstmordversuch. Schliesslich schaffte es Hesse, in Tübingen eine Buchhändlerlehre abzuschliessen. Von nun an konnte er seinen Lebensweg selbst bestimmen, und er hatte keinen andern Wunsch, als nach Basel zu kommen, das ihn nun hauptsächlich lockte wegen der von ihm hochverehrten Jacob Burckhardt (1818–1897), Friedrich Nietzsche (1844–1900) und Arnold Böcklin (1827–1901).

Der 22-jährige Hesse fand 1899 eine Stelle in der Reich’schen Buchhandlung an der Freien Strasse (heute findet sich dort das Uhren- und Schmuckgeschäft Bucherer). Später wechselte er ins Buchantiquariat von Wattenwyl am Pfluggässlein (welches abgerissen wurde). Zum mageren Lohn von 110 Franken im Monat verschaffte sich Hesse kleinere Zusatzverdienste mit Artikeln und Rezensionen für verschiedene Zeitungen, auch für die «Basler Nachrichten». Trotzdem musste er Ende Monat oft sein Essen im einfachen Gasthaus der Schmiedenzunft einnehmen, denn, so schreibt er in seinem Gedicht «Schmiedenzunft»: «zu Schmieden isst man gut und billig».

Billardspiele im «Storchen»

Die fünf Basler Jahre darf man als Hesses Reifejahre ansehen. Die Zeit der Pubertät lag hinter ihm und sein Wunsch, Dichter zu werden, als leuch-tendes Ziel vor ihm. Die Stadt mit ihren kulturellen Möglichkeiten, aber auch die Bekanntschaft mit vielen Persönlichkeiten boten Hesse mannigfache Gelegenheit sich zu entfalten. Dank der Beziehungen seines Vaters fand Hesse rasch Anschluss an Kreise der Basler Gesellschaft. Dazu gehörten vor allem die Pfarrfamilie La Roche – in deren Tochter Elisabeth er sich sofort verliebte – und das Haus des Staatsarchivars Rudolf Wackernagel.

Mit Heinrich Jennen teilte er einige Zeit eine Wohnung und unternahm viele Ausflüge: «Wir haben in den elsässischen und badischen Wein- und Spargeldörfern manche Schlemmerei veranstaltet, im ‹Storchen› Billard gespielt und in der ‹Wolfsschlucht›, welche damals noch ein kleines, stilles Weinstübchen war, sowie im ‹Helm› am Fischmarkt …»

Abgesehen von den Basler Erlebnissen, die in seine Werke einflossen, widmete Hesse dem Basler Rathaus sogar eine eigene Erzählung. Den Marktplatz erlebte er damals als grosse Baustelle. Der ganze Platz wurde vergrössert und das Rathaus mit einem hohen Turm und einem Anbau erweitert. Der Turm verteuerte das Projekt, was zu einer Volksabstimmung führte. Diese Geschehnisse inspirierten Hesse zu einer Erzählung: «Das Rathaus». Darin findet man aktuelle Worte: «Alle Interessen waren flüssig: Das des Geldes, des Geizes, der Parteien, des Brotneides, nur nicht das der Kunst und der Liebe.»

Schwimmen im Rhein

In seinen Briefen berichtet er, dass er gerne ein erfrischendes Bad im Rhein genoss oder an den Sonntagen Ausflüge zur Chrischona und in den Wenkenhof unternahm. Er besuchte Konzerte sowie die Kunstsammlung mit den Böcklin-Bildern, aber auch den beliebten Treffpunkt junger Künstler, ein Foto-Atelier der Basler Berufsfotografin Mia Bernoulli an der Bäumleingasse. Mit ihr zusammen unternahm er 1903 seine zweite Italienreise. Danach verlobten sich die beiden, obwohl Mia neun Jahre älter war als Hesse und die Familie Bernoulli keineswegs einverstanden war mit dieser Verbindung. Ein Jahr später konnte Hesse mit dem Roman «Peter Camenzind» einen ersten grossen Erfolg verbuchen. Von nun an war es ihm möglich, unabhängig als Schriftsteller zu leben. Noch im gleichen Jahr heiratete er Mia Bernoulli, und sie zogen zusammen nach Gaienhofen am Bodensee.

Trennung und Tessin

Bald zeigte sich sein Konflikt zwischen freiem Dichterdasein und Familienleben. Zwischen 1905 und 1911 kamen drei Söhne zur Welt. Danach unternahm Hesse eine mehrmonatige Reise nach Indien und zog 1912 zusammen mit Mia und den Kindern nach Bern. Es folgte die Zeit des Ersten Weltkriegs. Hesses öffentliches politisches Engagement gegen den Krieg stürzte die Familie in eine Krise, aber auch eine Gemütskrankheit von Mia. Mit der Diagnose Schizophrenie musste man sie in einer Heilanstalt unterbringen. Auch Hesse begab sich in psychiatrische Behandlung. Schliesslich löste er 1919 den Berner Haushalt auf. Die Kinder wurden bei befreundeten Pflegeeltern und im Internat untergebracht, während Hesse ins Tessin zog, um mit 42 Jahren einen Neuanfang zu wagen.

Bald lernte er in Carona (etwa zwei Fussstunden von Hesses Wohnort Montagnola entfernt) die 20 Jahre jüngere Basler Sängerin Ruth Wenger kennen. Ruth verliebte sich auf der Stelle in ihn, und auch Hesse war sehr angetan von der unbeschwerten, jungen Frau. Sie stammte aus einer wohl-habenden Familie: Ihr Vater Theo Wenger war Stahlfabrikant und stellte unter anderem das Schweizer Offiziersmesser her, ihre Mutter war die bekannte Malerin und Märchenerzählerin Lisa Wenger («Joggeli söll ga Birli schüttle!»).

Hesse betrachtete die Verbindung mit Ruth als eine freie Liebesbeziehung unter Künstlern. Aber in jener Zeit war es gesellschaftlich und moralisch nicht vertretbar, dass eine Frau mit einem Mann näher verkehrte, ohne verheiratet zu sein. Ruth, vor allem aber ihre Eltern drängten auf eine Heirat. Widerwillig fügte sich Hesse schliesslich, liess sich von Mia scheiden und heiratete 1924 Ruth Wenger. Während der Wintermonate 1923/24 wohnte er in Basel, in einem Anbau des Hotels Krafft, in welchem Ruth ein Logis gemietet hatte. Auch nach der Heirat lebten die beiden in separaten Wohnungen. Im Frühling zog Hesse wieder ins Tessin, während Ruth in Basel blieb, um weiterhin Gesangsstunden nehmen zu können. Sie besuchte ihn hin und wieder, doch endeten diese Wiedersehen oft unglücklich.

Ein Steppenwolf im St. Johann

Im folgenden Winter 1924/25 mietete Hesse ein Mansardenlogis an der Lothringerstrasse 7 und begann am «Steppenwolf» zu schreiben. Abends nahm er zusammen mit Ruth im Hotel Krafft das Essen ein, danach wanderte er wieder zurück in sein Logis. Im Frühling zog Hesse erneut nach Montagnola, obwohl Ruth an Tuberkulose erkrankt war. Sie verlegte ihre Liegekur nach Carona und Hesse besuchte sie dort hin und wieder, aber er war von seiner Arbeit am «Steppenwolf» vollkommen in Beschlag genommen. Nach ihrer Genesung wünschte Ruth die Scheidung. Damit enden auch Hesses Beziehungen zu Basel. Später schrieb er aber «… und habe, wenn auch meine Besuche mit den Jahren seltener wurden, nicht nur mit Basel stets in vielerlei Beziehungen gestanden, sondern ihm auch im Herzen Treue und Dankbarkeit bewahrt».

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Reaktionen

  1. Rosemarie Heilmann

    am 8.08.2012, 13:23

    Zwei Zeilen musste ich nur lesen, dann wusste ich schon, wer den Artikel zu Hermann Hesse geschrieben hat. Schon vor unseren Sommerferien hatte ich das Vergnügen, einen Artikel von Frau Liebendörfer zu Hermann Hesse geniessen zu können in 50+. Naja.
    Nur soviel, ich habe die TagesWoche zusammen mit meinem Ehemann u.a. deshalb abonniert,. dass wir der Gehirnwäsche und Weichspülerei der BaZ entgehen. Auf die albernen Ergüsse von Frau Liebendörfer zur causa Hesse mag ich gerne verzichten.
    Zum... ... mehrZwei Zeilen musste ich nur lesen, dann wusste ich schon, wer den Artikel zu Hermann Hesse geschrieben hat. Schon vor unseren Sommerferien hatte ich das Vergnügen, einen Artikel von Frau Liebendörfer zu Hermann Hesse geniessen zu können in 50+. Naja.
    Nur soviel, ich habe die TagesWoche zusammen mit meinem Ehemann u.a. deshalb abonniert,. dass wir der Gehirnwäsche und Weichspülerei der BaZ entgehen. Auf die albernen Ergüsse von Frau Liebendörfer zur causa Hesse mag ich gerne verzichten.
    Zum Materiellen: Hermann Hesses Kinderjahre als "nicht ganz unbeschwert" zu beschreiben, ist reiner Euphemismus. Die "strenge pietistische Erziehung" in seinem Elternhaus bezeichnet man heute nicht zu Unrecht als schwarze Pädagogik. Das ist der Anfang der Vita von Hesse. Und die Schwierigkeiten Hesses bei der Wahl seiner Partnerinnen, zeigt nur die Borniertheit der Rezensentin auf, die nicht in der Lage ist, zu dokumentieren, dass Hesses Schwierigkeiten, sich zu integrieren und daneben grossartige Romane zu verfassen, im Trauma seiner Kindheit zu suchen sind und mitnichten in der Tristesse seiner Partnerschaften.
    Darüber hinaus kein Wort über Hesses Engagement für die Emigranten, die er grosszügig unterstützte und einen kommunistischen Schriftsteller, Eduard Claudius, vor der Ausweisung bewahrte und direkt beim Bundesrat intervenierte. Interessant für einen Schriftsteller, der sich zeit seines Lebens vor einer politischen Vereinnahmung verwahrte.
    Der Artikel in sich ist, ohne Frau Lieberdörfer nahezutreten, etwas power. Er erinnert mich fatal an ihren VHS-Kurs im Riehener Spielzeugmuseum als sie z.B. über Christa Wolf referierte, ohne zu bedenken, dass während der Kriegszeiten im damaligen deutschen Reich niemals Hunger hatte, die Tagebücher Heinrich Bölls geben darüber Auskunft.



  1. Rosemarie Heilmann

    am 8.08.2012, 13:23

    Zwei Zeilen musste ich nur lesen, dann wusste ich schon, wer den Artikel zu Hermann Hesse geschrieben hat. Schon vor unseren Sommerferien hatte ich das Vergnügen, einen Artikel von Frau Liebendörfer zu Hermann Hesse geniessen zu können in 50+. Naja.
    Nur soviel, ich habe die TagesWoche zusammen mit meinem Ehemann u.a. deshalb abonniert,. dass wir der Gehirnwäsche und Weichspülerei der BaZ entgehen. Auf die albernen Ergüsse von Frau Liebendörfer zur causa Hesse mag ich gerne verzichten.
    Zum... mehrZwei Zeilen musste ich nur lesen, dann wusste ich schon, wer den Artikel zu Hermann Hesse geschrieben hat. Schon vor unseren Sommerferien hatte ich das Vergnügen, einen Artikel von Frau Liebendörfer zu Hermann Hesse geniessen zu können in 50+. Naja.
    Nur soviel, ich habe die TagesWoche zusammen mit meinem Ehemann u.a. deshalb abonniert,. dass wir der Gehirnwäsche und Weichspülerei der BaZ entgehen. Auf die albernen Ergüsse von Frau Liebendörfer zur causa Hesse mag ich gerne verzichten.
    Zum Materiellen: Hermann Hesses Kinderjahre als "nicht ganz unbeschwert" zu beschreiben, ist reiner Euphemismus. Die "strenge pietistische Erziehung" in seinem Elternhaus bezeichnet man heute nicht zu Unrecht als schwarze Pädagogik. Das ist der Anfang der Vita von Hesse. Und die Schwierigkeiten Hesses bei der Wahl seiner Partnerinnen, zeigt nur die Borniertheit der Rezensentin auf, die nicht in der Lage ist, zu dokumentieren, dass Hesses Schwierigkeiten, sich zu integrieren und daneben grossartige Romane zu verfassen, im Trauma seiner Kindheit zu suchen sind und mitnichten in der Tristesse seiner Partnerschaften.
    Darüber hinaus kein Wort über Hesses Engagement für die Emigranten, die er grosszügig unterstützte und einen kommunistischen Schriftsteller, Eduard Claudius, vor der Ausweisung bewahrte und direkt beim Bundesrat intervenierte. Interessant für einen Schriftsteller, der sich zeit seines Lebens vor einer politischen Vereinnahmung verwahrte.
    Der Artikel in sich ist, ohne Frau Lieberdörfer nahezutreten, etwas power. Er erinnert mich fatal an ihren VHS-Kurs im Riehener Spielzeugmuseum als sie z.B. über Christa Wolf referierte, ohne zu bedenken, dass während der Kriegszeiten im damaligen deutschen Reich niemals Hunger hatte, die Tagebücher Heinrich Bölls geben darüber Auskunft.



Informationen zum Artikel

3.8.2012, 00:01 Uhr

Auf den Basler Spuren des Steppenwolfs

Text

Text: Helen Liebendörfer

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