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Die Wochendebatte Sollen wir weniger Fleisch essen?

Das Thema

Schweizerinnen und Schweizer essen gut 53 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr. Essen ist Privatsache, sagen die einen. Keineswegs, sagen die anderen – weil alles, was wir auf dem Teller haben, irgendwie und irgendwo produziert werden müsse. Wie halten Sie es mit den «fleischlichen Gelüsten»? Diskutieren Sie mit!

Die Positionen

Portrait Barbara Marty Kälin

Ja

Barbara Marty Kälin, Vorstand Schweizer Tierschutz (STS) und KAGfreiland, alt Nationalrätin (SP, ZH)

Portrait Rolf Büttiker

Nein

Rolf Büttiker, Präsident Schweizer Fleisch-Fachverband, alt Ständerat (FDP, SO)

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Reaktionen

  1. Barracuda

    am 3.08.2012, 09:24

    Ich frage mich, weshalb es Frau Barbara Marty Kälin nötig hat, uns Schauermärchen aus dem Ausland aufzutischen. Als Präsidentin des KAGfreiland sollte sie eigentlich wissen, wie die Schweizer Realität aussieht.

    Ich esse - mit gutem Gewissen - viel (Schweizer) Fleisch. Es ist ein Hochgenuss - pure Lebensqualität! Was "wir" gemäss irgendjemandem sollten, interessiert mich nicht.

  2. Uwe Ostertag

    am 3.08.2012, 14:09

    Liberal ist es, wenn jeder Mensch frei entscheiden kann, was er isst, faschistoid aber, wenn Menschen die Essgewohnheiten anderer entweder mit politischen oder finanziellen Druck bestimmen wollen.

  3. karl stöcklin

    am 3.08.2012, 19:04

    ich esse gerne fleisch ...ich weiss das weniger oft besser ist . solange das angebot da ist werde ich nicht verzichten . nebenbei ...mein freundin ist vegetarierin . aber es stimmt schon in den sechziger jahren gabs fleisch nur am sonntag . jetzt wird jeden tag fleisch gegessen auch in altersheimen ( wenn man denkt dort wird biographisch gearbeitet ) .

  4. Redaktionsmitglied

    Brendan Bühler

    am 3.08.2012, 20:28

    Zuallerst möchte ich mich für allfällige Rechtschreibefehler entschuldigen...

    zum Kommentar von Barracuda möchte ich anmerken, der Schreiber oder die Schreiberin bemängelt am Kommentarvon Frau Marty Kälin, sie würde nur Zahlen von Ausland nennen. Das mag stimmen, doch ist es wahrlich naiv, zu behaupten, es sehe in der Schweiz gross anders aus. Lassen wir die Bio Produktion mal weg, bleiben IP (Integrierte Produktion - wenn ich mich nicht täusche) und die konventionelle Landwirtschaft übrig.... ... mehrZuallerst möchte ich mich für allfällige Rechtschreibefehler entschuldigen...

    zum Kommentar von Barracuda möchte ich anmerken, der Schreiber oder die Schreiberin bemängelt am Kommentarvon Frau Marty Kälin, sie würde nur Zahlen von Ausland nennen. Das mag stimmen, doch ist es wahrlich naiv, zu behaupten, es sehe in der Schweiz gross anders aus. Lassen wir die Bio Produktion mal weg, bleiben IP (Integrierte Produktion - wenn ich mich nicht täusche) und die konventionelle Landwirtschaft übrig. IP mag noch halbwegs in ordnung sein, doch die konventionelle Landwirtschaft unterscheidet sich nicht gross von der Produkiton in Europe - sie ist unter aller Sau!

    Ich empfehle hiermit allen einmal die Lektüre von issuu.com/erklaerungvbern/docs/flyer , einer Brochüre von EVB. Hie steht wie Barracude denn genuss behalten kann....

    Und zum Kommentar von Herrn Büttiker - als Vegetarier muss man sich vieles gefallen lassen punkto dummen Kommentaren.

    Ich denken, in solchen Zeiten wie diesen sollte jeder an den Anderen denken, auch an Tiere, und seine Bedürfnisse zurück nehmen, denn Ökologisch wie auch Ethisch ist die Fleischproduktion nicht in Ordnung. Weniger, dafür bewusster, wenn überhaupt.

  5. Redaktionsmitglied

    Brendan Bühler

    am 3.08.2012, 20:29
  6. Kangaroo

    am 4.08.2012, 13:26

    Ich esse in letzter Zeit weniger Fleisch, dafür bewusst. Anstelle vom Billig-Fleisch aus dem deutschen Raum oder von der Coop/Bell konventionellen Linie, kaufe ich nur noch hochwertiges Schweizer-Fleisch mit BIO-Label. Mit der Reduzierung vom Fleischkonsum wirkt sich das somit auch nicht aufs Budget aus.

  7. Maya Eldorado

    am 8.08.2012, 12:05

    Im Grunde genommen hängen das Land und die Tiere, die davon leben, voneinander ab. Und das ist definitiv aus dem Ruder geraten.
    Reine Mastbetriebe sind eine Belastung für die Umwelt und eigentlich ein Unsinn.
    Dass die Nahrung der Tiere zu einem rechten Teil um die halbe Welt gekarrt wird, ist ökologisch auch ein Unsinn. Es beeinrächtigt in gewissen Ländern aus diesem Grunde ihre eigene Nahrungserzeugung.
    Bei der Tiermast geht es im Grunde genommen gar nicht mehr um Tiere, sondern um... ... mehrIm Grunde genommen hängen das Land und die Tiere, die davon leben, voneinander ab. Und das ist definitiv aus dem Ruder geraten.
    Reine Mastbetriebe sind eine Belastung für die Umwelt und eigentlich ein Unsinn.
    Dass die Nahrung der Tiere zu einem rechten Teil um die halbe Welt gekarrt wird, ist ökologisch auch ein Unsinn. Es beeinrächtigt in gewissen Ländern aus diesem Grunde ihre eigene Nahrungserzeugung.
    Bei der Tiermast geht es im Grunde genommen gar nicht mehr um Tiere, sondern um Fleischerzeugung. Dazu braucht man dann eben Tiere.

    Bei den beiden Debattanten lese ich auch, dass es nicht um Fleischesser und Vetetarier geht, sondern um den vernünftigen Fleischkonsum herauszufinden.
    Ich finde aber doch, dass da auch Vetetarier und Veganer mit einbezogen werden müssen, weil das zur ganzen Vielfalt um den Fleischkonsum oder eben Nichtkonsum gehört.

    Ich bin in einem Dorf im aargauer Mittelland aufgewachsen. Da schlachteten die Metzger ihre Tiere noch selbst. Als ich da mal mit ca. 9 Jahren von der Schule nach hause kam, war der Schlachtraum offen. Es wurde da gleich eine Sau getötet. Da war mir völlig klar, wo genau das Fleisch herkommt. Ich konnte mir nicht mehr vorstellen, Fleisch zu essen. Am Mittagstisch verweigerte ich es. Ich musste aber, weil es hiess, dass ich sonst nicht gross und erwachsen werde. Noch lange hörte ich innerlich, wenn ich auf ein Stück Fleisch biss, die Sau schreien. Und es wurde mir halb übel dabei.
    Dass das nicht stimmt, dass man nicht gross und stark wird, wenn man kein Fleisch ist, lernte ich bei meiner jüngeren Tochter kennen.Ausser der Muttermilch hat sie von Beginn weg alles verweigert was Fleisch, Milch und Milchprodukte war, auch die Eier. Sie war als Kind sehr kräftig. Gegen die Pubertät hin verlangte sie dann ab und zu Fleisch. Milch, Miilchprodukte und Eier ist sie heute noch nicht.
    Fazit: Es ist wichtig, dass man ausgewogen ist. Das ist mit und ohne oder mit gemässigtem Fleischkonsum möglich. Einzig Einstellung und Bedürfnis macht's aus, wo man sich findet.

  8. Inaktiver Nutzer

    am 8.08.2012, 20:42

    Büttiker beteiligt sich nicht an einer Debatte, sondern wiederholt mantrahaft PR-Phrasen. In welcher heilen Welt lebt Büttiker? Am liebsten möchte man ihn mit einem Taschentuch trösten ob seinen traumatischen Erlebnissen mit missionierenden Vegetariern. Ich bin total angewidert von unserer Fleisch-Kultur im Überfluss. Wenn ich die Fleischberge in den Kühlregalen der Grossverteiler sehe, wird mir speiübel - wie beim Anblick von regionalen Grundnahrungsmitteln aus exotischen Destinationen.... ... mehrBüttiker beteiligt sich nicht an einer Debatte, sondern wiederholt mantrahaft PR-Phrasen. In welcher heilen Welt lebt Büttiker? Am liebsten möchte man ihn mit einem Taschentuch trösten ob seinen traumatischen Erlebnissen mit missionierenden Vegetariern. Ich bin total angewidert von unserer Fleisch-Kultur im Überfluss. Wenn ich die Fleischberge in den Kühlregalen der Grossverteiler sehe, wird mir speiübel - wie beim Anblick von regionalen Grundnahrungsmitteln aus exotischen Destinationen. Sind wir eigentlich in der Steinzeit stehen geblieben? Das denke ich insbesondere bei Männern, die am Grill den Helden spielen und ansonsten in der Küche keinen Finger krümmen. Zuallererst braucht es ein Umdenken in der Gastronomie, wo mangels Alternativen häufig kein Weg am Fleisch vorbeiführt.

  9. Inaktiver Nutzer

    am 9.08.2012, 14:47

    Will ein Übergewichtiger abnehmen, etwas für den Umweltschutz, Tierschutz und den Weltfrieden leisten und ganz nebenbei noch präventiv vorgehen gegen die typischen Zivilisationskrankheiten und gesundheitlichen Folgeschäden (= Altersvorsorge), gibt es eine ganz einfache Lösung: "Werde Vegetarier!"
    In meinem privaten Umfeld kenne ich Fleisch-Süchtige. Fehlt die nötige Dosis, laufen sie auf dem Aff. Depressionen, Schweissausbrüche, Nervosität, Gereiztheit - das volle Programm!

  10. dave muscheidt

    am 24.08.2012, 01:20

    meine grossmutter sagte:
    abwechslung macht das leben süss - meine version:
    keinen müll essen - nicht jeden tag drei mahlzeiten - für sowas sind wir nicht gebaut
    nicht vergessen:
    die paar jährchen sesshaftigkeit (c.a. 30000) =getreide pflanzen=bevölkerungswachstum=ausgelaugte böden u.s.w.
    im verhältnis zu c.a. 1.5 millionen jahren jagd(im leichten trab c.a.25km pro tag durch die savanne daddeln) mit duchschnittlich alle 4 tage erfolg normal war beeren wurzeln nüsse früchte und achtung (!)... ... mehrmeine grossmutter sagte:
    abwechslung macht das leben süss - meine version:
    keinen müll essen - nicht jeden tag drei mahlzeiten - für sowas sind wir nicht gebaut
    nicht vergessen:
    die paar jährchen sesshaftigkeit (c.a. 30000) =getreide pflanzen=bevölkerungswachstum=ausgelaugte böden u.s.w.
    im verhältnis zu c.a. 1.5 millionen jahren jagd(im leichten trab c.a.25km pro tag durch die savanne daddeln) mit duchschnittlich alle 4 tage erfolg normal war beeren wurzeln nüsse früchte und achtung (!) KEINE MILCHPRODUKTE.
    unser körper ist ein ausdauertierchen mit einem auf wassermangel spezialisierten nierensystem. kurzum:

    aufstehen einen klumpen getreide (brot) mit 30 gramm fast reinem fett (angge) und einer zuckerkeule (gomfi) das haut das stärkste hirn ins koma, der geneigte naturbeobachter sieht und weiss 90 prozent der säugetiere machen "siesta " nach dem essen.also leber emol do aafoo!!

    wenn mir übel wir dann wenn ich die künstlich schwangergehaltenen kühe
    sehe mit ihren aufgeblähten eutern (väter erinnert ih euch an die junge mutter mit ihren schmerzenden brüsten?) das essen (ja milch ist essen nicht trinken mit dem stoff "bauen" alle tiere inkl. des mensch knochen)
    ich denke meistens daran wenn ich vegetarier sehe ihre latte trinken......

    wenn fleisch dann gutes, generell etwas unregelmässiger essen dann bleibt der körper wach,
    ab und zu richtig "reinhauen (wir haben kein belohnungssystem im hirn welches uns sagt:"jetzt hesch gnue kha" das einzige was wir haben ist "ranzepfyffe" wenn der wahre chef (der magen) sagt :"jetze länggts aber"
    etwas weniger protestantisch (schlechtes gewissen) wäre auch nicht schlecht,
    etwas mehr lachen ,das bewegt die bronchien lockert alles (i mach kei yoga dr inder macht jo au kei fasnacht) und last but not least wieder mal körperlich arbeiten um endlich wieder mal "richtig uf dr schnuure" zuhause in die falle zu krachen und schlafen....
    gruss und kuss
    ps:humor ist der wirkliche deckel

  1. Barracuda

    am 3.08.2012, 09:24

    Ich frage mich, weshalb es Frau Barbara Marty Kälin nötig hat, uns Schauermärchen aus dem Ausland aufzutischen. Als Präsidentin des KAGfreiland sollte sie eigentlich wissen, wie die Schweizer Realität aussieht.

    Ich esse - mit gutem Gewissen - viel (Schweizer) Fleisch. Es ist ein Hochgenuss - pure Lebensqualität! Was "wir" gemäss irgendjemandem sollten, interessiert mich nicht.

  2. Uwe Ostertag

    am 3.08.2012, 14:09

    Liberal ist es, wenn jeder Mensch frei entscheiden kann, was er isst, faschistoid aber, wenn Menschen die Essgewohnheiten anderer entweder mit politischen oder finanziellen Druck bestimmen wollen.

  3. karl stöcklin

    am 3.08.2012, 19:04

    ich esse gerne fleisch ...ich weiss das weniger oft besser ist . solange das angebot da ist werde ich nicht verzichten . nebenbei ...mein freundin ist vegetarierin . aber es stimmt schon in den sechziger jahren gabs fleisch nur am sonntag . jetzt wird jeden tag fleisch gegessen auch in altersheimen ( wenn man denkt dort wird biographisch gearbeitet ) .

  4. Redaktionsmitglied

    Brendan Bühler

    am 3.08.2012, 20:28

    Zuallerst möchte ich mich für allfällige Rechtschreibefehler entschuldigen...

    zum Kommentar von Barracuda möchte ich anmerken, der Schreiber oder die Schreiberin bemängelt am Kommentarvon Frau Marty Kälin, sie würde nur Zahlen von Ausland nennen. Das mag stimmen, doch ist es wahrlich naiv, zu behaupten, es sehe in der Schweiz gross anders aus. Lassen wir die Bio Produktion mal weg, bleiben IP (Integrierte Produktion - wenn ich mich nicht täusche) und die konventionelle Landwirtschaft übrig.... ... mehrZuallerst möchte ich mich für allfällige Rechtschreibefehler entschuldigen...

    zum Kommentar von Barracuda möchte ich anmerken, der Schreiber oder die Schreiberin bemängelt am Kommentarvon Frau Marty Kälin, sie würde nur Zahlen von Ausland nennen. Das mag stimmen, doch ist es wahrlich naiv, zu behaupten, es sehe in der Schweiz gross anders aus. Lassen wir die Bio Produktion mal weg, bleiben IP (Integrierte Produktion - wenn ich mich nicht täusche) und die konventionelle Landwirtschaft übrig. IP mag noch halbwegs in ordnung sein, doch die konventionelle Landwirtschaft unterscheidet sich nicht gross von der Produkiton in Europe - sie ist unter aller Sau!

    Ich empfehle hiermit allen einmal die Lektüre von issuu.com/erklaerungvbern/docs/flyer , einer Brochüre von EVB. Hie steht wie Barracude denn genuss behalten kann....

    Und zum Kommentar von Herrn Büttiker - als Vegetarier muss man sich vieles gefallen lassen punkto dummen Kommentaren.

    Ich denken, in solchen Zeiten wie diesen sollte jeder an den Anderen denken, auch an Tiere, und seine Bedürfnisse zurück nehmen, denn Ökologisch wie auch Ethisch ist die Fleischproduktion nicht in Ordnung. Weniger, dafür bewusster, wenn überhaupt.

  5. Redaktionsmitglied

    Brendan Bühler

    am 3.08.2012, 20:29
  6. A S

    am 4.08.2012, 11:04

    Es liegt in diesem Fall auf der Hand, dass die Freiheit der einen Knechtschaft der anderen bedeutet. Und dass nicht nur Tiere, sondern auch Menschen zu diesen anderen gehören. Um es bildhaft zu berschreiben: Einem Überernährten westlichen (Industrie-)Fleischvertilger stehen unzählige unterernährte Menschen in Regionen gegenüber, in denen nebst "Biotreibstoff" (für Industrieländer) auch Soja für die Tiermast (in Industrieländern) angebaut wird. Dafür werden Wälder gerodet und Böden bis zur... ... mehrEs liegt in diesem Fall auf der Hand, dass die Freiheit der einen Knechtschaft der anderen bedeutet. Und dass nicht nur Tiere, sondern auch Menschen zu diesen anderen gehören. Um es bildhaft zu berschreiben: Einem Überernährten westlichen (Industrie-)Fleischvertilger stehen unzählige unterernährte Menschen in Regionen gegenüber, in denen nebst "Biotreibstoff" (für Industrieländer) auch Soja für die Tiermast (in Industrieländern) angebaut wird. Dafür werden Wälder gerodet und Böden bis zur Unfruchtbarkeit "ausgesaugt". Frage an die Liberalen: Heisst Freiheit und Eigenverantwortung Freiheit von Verantwortung?

  7. R Abed

    am 4.08.2012, 11:32

    Herr Steiner trifft den Nagel auf den Kopf. In Eigenregie eine vernünftige, sorgfältige Entscheidung zu treffen ist liberal. Der nicht zu leugnende Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelkrisen und exzessivem Konsum militanter Carnivoren in Ländern wie der Schweiz muss definitiv ein Kriterium dieser Entscheidung bilden. Ansonsten entstehen unreflektierte Aussagen wie von Barracuda. Diese nehmen offenbar an, dass die Schweiz nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der übrigen Welt steht; dass... ... mehrHerr Steiner trifft den Nagel auf den Kopf. In Eigenregie eine vernünftige, sorgfältige Entscheidung zu treffen ist liberal. Der nicht zu leugnende Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelkrisen und exzessivem Konsum militanter Carnivoren in Ländern wie der Schweiz muss definitiv ein Kriterium dieser Entscheidung bilden. Ansonsten entstehen unreflektierte Aussagen wie von Barracuda. Diese nehmen offenbar an, dass die Schweiz nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der übrigen Welt steht; dass dieses kleine von Exporten abhängige Land autark sei. Ein Trugschluss!

    Auch ich esse gerne Fleisch. Meinen Konsum habe ich vor einigen Jahren deutlich gesenkt, sodass ich heute durchschnittlich einmal pro Woche Fleisch esse. Dadurch fühle ich mich einerseits körperlich gesünder. Andererseits habe ich ein gutes Gewissen, welches nicht nur durch neoliberalen Egoismus konstruiert ist, sondern sich mit gesunkenem ökologischem Fussabdruck (siehe WWF) u. ä. belegen lässt.

  8. Kangaroo

    am 4.08.2012, 13:26

    Ich esse in letzter Zeit weniger Fleisch, dafür bewusst. Anstelle vom Billig-Fleisch aus dem deutschen Raum oder von der Coop/Bell konventionellen Linie, kaufe ich nur noch hochwertiges Schweizer-Fleisch mit BIO-Label. Mit der Reduzierung vom Fleischkonsum wirkt sich das somit auch nicht aufs Budget aus.

  9. Alois Karl Hürlimann

    am 4.08.2012, 15:10

    Vorbemerkung: Ich bin nicht Vegetarier, habe aber als ehemaliger Partner eines Vegetariers jahrelang kein Fleisch gegessen.
    Zweite Vorbemerkung: Ich bin dafür, Auseinandersetzungen argumentativ zu führen.

    Nun zum Text von Herrn Büttiker:
    1.
    "So ist es leider keine Seltenheit mehr, dass der Fleischkonsum als Sündenbock für Probleme aller Art herhalten muss."

    Welche "Probleme aller Art" meint Herr Büttiker ? Etwa jene, welche Frau Marty Kälin in ihrem Text nennt: Übergewicht, zu hohe... ... mehrVorbemerkung: Ich bin nicht Vegetarier, habe aber als ehemaliger Partner eines Vegetariers jahrelang kein Fleisch gegessen.
    Zweite Vorbemerkung: Ich bin dafür, Auseinandersetzungen argumentativ zu führen.

    Nun zum Text von Herrn Büttiker:
    1.
    "So ist es leider keine Seltenheit mehr, dass der Fleischkonsum als Sündenbock für Probleme aller Art herhalten muss."

    Welche "Probleme aller Art" meint Herr Büttiker ? Etwa jene, welche Frau Marty Kälin in ihrem Text nennt: Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte ? Oder meint er die in - berechtigter - Diskussion stehende Produktion von Rindfleisch weltweit, welche sehr wohl mit der Klimaentwicklung in Zusammenhang gebracht werden muss (CO2...)? Oder meint er die Hormonproblematik beim Hühnerfleisch ? Oder was sonst ?

    2.
    "Gerade jetzt in der Sommerzeit setzten grosse Firmen ganz auf die Freude der Bevölkerung am Grillieren und scheinen damit ein grosses Zielpublikum zu treffen. Man kann also davon ausgehen, dass die Schweizer mächtig Appetit auf Fleisch haben, und das gilt es zu respektieren."

    Was meint Herr Büttiker mit "das gilt es zu respektieren" ?
    Will er Kritik am Fleischkonsum verbieten und unter Strafe stellen ? Seine Aussage kommt apodiktisch daher. Diskussion mindestens unerwünscht, wenn nicht eben verboten! Denn "grosse Firmen" sind da am Werk. Und die hat man wohl im sprachlich vorgeführten Verständnis Büttikers angesichts ihrer Umsatz-und Renditeerwartungen, die erfüllt werden müssen, in Ruhe zu lassen mit kritischem Nachfragen und dergleichen mehr.

    3.
    "Ein vernünftiger Fleischkonsum ist weder ein Gesundheitsrisiko, noch ist er für den Welthunger verantwortlich. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall."

    Ein sehr interessant verfasster Textteil. Wann ist Fleischkonsum "vernünftig", wann ist er, was mit dem Gebrauch des Wortes "vernünftig" impliziert ist, das Gegenteil, nämlich "unvernünftig" ? Immerhin kommt es oft genug zu so genannten Lebensmittelvergiftungen. Grund dafür liefern immer wieder Fleischprodukte. Der Begriff "Gegenteil" im Text bedeutet bezogen auf Fleischkonsum rein syntaktisch: Kein "vernünftiger" Fleischkonsum, also auch kein Fleischkonsum, ist ein Gesundheitsrisiko. Da lohnt sich aber ein rascher Blick etwa nach Japan, wo Fleischkonsum eher selten alltäglich ist: Die statistische Lebenserwartung beträgt dort 83 Jahre (Quelle: World Develop Indicators, Weltbank). Im Vergleich: jene in den USA, dem Fleischesserland par excellence, beträgt 78 Jahre, jene in Kuba, wo Fleisch nicht alltäglich ist, auch 78 Jahre.

    4.
    "Die Fleischbranche schafft wichtige Arbeitsplätze, und die regionalen und nationalen Spezialitäten sind über die Landesgrenze hinaus als Delikatessen bekannt."

    Ich habe mich mal in drei Berliner Konsumtempeln umgesehen, was an schweizerischen Fleischdelikatessen angeboten wird. In zwei dieser Tempel (KDW und Kartstadt Kurfürstendamm) habe ich als einzige deklarierte schweizerische Fleisch"spezialität" Bündnerfleisch vorgefunden. im dritten (Galeria Kaufhof am Alex) gar nichts.

    5.
    "Während Fleischesser ihre vegetarischen Mitmenschen höchstens mal ein wenig foppen, können gewisse Vegetarier und Teilzeit-Vegetarier das Missionieren nicht sein lassen. Und genau an diesem Punkt kann der Fleischliebhaber Kritik üben. "

    Das Foppen der Fleischesser drückt sich für Vegetarier oft genug darin aus, dass sie in zahlreichen Restaurants nach wie vor als quantité négligable behandelt werden. Das berüchtigte Vegi-Menü besteht in sehr sehr vielen Fällen in der Schweiz aus immer demselben Salatteller oder dem Champignonzusatz anstelle von Fleischsauce, oder dann kommen im Angebot phantasielose Eierspeisen vor. Von einer abwechslungsreichen vegetarischen Alltagsküche kann nach wie vor nicht die Rede sein. Interessieren würde mich, wo Herr Büttiker denn die Vegi-Missionare getroffen hat, die ihn missionieren wollten. Von einigen latstarken Veganern abgesehen ist mir solcherlei noch nie begegnet. Wenn er meint, dass jemand, der erklärt, er esse ausschliesslich vegetarisch - etwa, wenn man gefragt wird, was man denn essen möge oder was man eher nicht essen will -, dadurch "missioniere", dann sollte er die Verwendung des Begriffs überprüfen - zum Beispiel im Duden: missionieren (eine Glaubneslehre verbreiten).
    Hier wird - für mich als Leser - allerdings ein Schuh draus: Herr Büttiker ist als Missionar für den Schweizer Fleisch-Fachverband unterwegs. Seine Glaubenslehre lautet:

    6.
    "Die Entscheidung für oder gegen Fleisch darf in einem aufgeklärten Land wie der Schweiz einzig und alleine im Ermessen des Konsumenten selber liegen. Jegliche Bevormundung in dieser Angelegenheit ist absolut inakzeptabel und zweifelt die Mündigkeit des Einzelnen mehr als an."

    Die arme "Aufklärung" ! Sie kann nichts dafür, dass Herrn Büttiker keine inhaltlich adäquaten Argumente für seine Fleischesserthesen eingefallen sind, die man ernsthaft diskutieren könnte.


  10. Maya Eldorado

    am 5.08.2012, 12:55

    Tiere sind, wie Menschen, mit Gefühlen ausgestattet.
    Fleischfressende Tiere töten andere Tiere für Ihre Ernhährung.
    Menschen machen das auch.
    Die Tiere handeln aus dem Bauch heraus. Das nennt man Instinkt.
    Der Mensch hat darüber hinaus die Gabe bekommen, aus dem Bewusstsein heraus handeln zu können. Somit ist es jedem einzelnen Menschen überlassen nach seinem Gewissen zu handeln.
    Da jeder Mensch einzigartig ist, wird das auch sehr unterschiedlich ausfallen.