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Strengere Auflagen 

8.8.2012, 16:23 Uhr

Jungle Street Groove droht das Aus

8.8.2012, 16:23 Uhr

Der Kanton drückt den Organisatoren der Parade für elektronische Musik neu die Kosten für Polizei und Verkehrssperrungen auf. Unter diesen Bedingungen kann der Jungle Street Groove 2014 nicht mehr stattfinden. Von

Keystone/ Georgios Kefalas : Die 13. Ausgabe der Jungle Street Groove im 2010 lockte 8000 Besucher an.

Die 13. Ausgabe der Jungle Street Groove im 2010 lockte 8000 Besucher an. (Bild: Keystone/ Georgios Kefalas )

Seit Jahren ist der Jungle Street Groove (JSG) der traditionelle Treffpunkt der elektronischen Szene schlechthin. Die letzte Parade im 2010 vom Münsterplatz zum Klingentalgraben lockte rund 8000 Tanzlustige an. Am 1. September 2012 geht der JSG zum 14. Mal über die Bühne – vielleicht aber zum letzten Mal. Denn die Auflagen für den seit 1995 existierenden Marsch werden von Jahr zu Jahr strenger. Neu muss der JSG auch die Kosten für Polizei und Signalisation selber berappen.

Der Kanton verlangt für die dreistündige Parade 7000 Franken. Zu viel für einen sechsköpfigen Verein, der sich durch Einnahmen aus dem Getränkeverkauf und der Afterparty finanziert. «Wir haben deswegen massive Probleme. Wenn wir bis in zwei Jahren keine andere Lösung finden, können wir die Durchführung der JSG vergessen», sagt OK-Mitglied Alain Szerdahelyi gegenüber der TagesWoche.

Bisher konnte die Parade knapp finanziert werden – ehrenamtlich, ohne Sponsoring und ohne Stiftungsgelder. Der Betrag für die Polizei und Signalisierung fehle dem Verein in der Kasse, sagt das OK-Mitglied. «Obwohl die Verwaltung uns in gewissen Fragen entgegengekommen ist – etwa mit 20 Prozent Gebührenreduktion – wird unserer Meinung nach zu wenig Rücksicht darauf genommen, dass wir eine unkommerzielle Veranstaltung sind und solche Beträge eine existenzielle Bedrohung für den Jungle Street Groove sind.»

Verkürzte Route

Derzeit versucht der Verein, die Mehrkosten für die diesjährige Parade durch Spenden auf der Crowdfunding-Plattform «wemakeit» aufzutreiben. Rund 2300 Franken konnten bis jetzt zusammengekratzt werden – die Organisatoren sind zuversichtlich, auf die nötigen 7000 Franken zu kommen.

Dennoch sind für Szerdahelyi die neuen Auflagen «entmutigend». Nicht einleuchten will ihm, weshalb der Kanton für einen dreistündigen Anlass so viel Geld verlangt. Hinzu kommt dass die diesjährige Route kürzer ist. So wird der JSG nur vom Schaffhauserrheinweg bis zum Klingentalgraben stattfinden. Die Durchführung der Parade über die Wettsteinbrücke wurde nicht bewilligt – wegen Bauarbeiten. «Wir bezweifeln, dass die Bauarbeiten ausschlaggebend waren. Als Kompromiss wurde deshalb ein Start ab Schaffhauserrheinweg abgemacht.»

Schuld ist eine Gesetzesänderung

Laut Marc Keller, Mediensprecher des Bau- und Verkehrsdepartements, haben die neuen Kosten mit einer Änderung im Polizeigesetz zu tun. Seit 2012 wird der Polizeiaufwand für Veranstaltungen verrechnet. «Konsequenterweise ziehen wir mit und berechnen deshalb auch den Aufwand, den wir mit der Signalisation haben.» Diese Regelung würde für alle Veranstalter gelten, sagt er.

Claudio Miozzari, Geschäftsführer von Kulturstadt Jetzt bedauert, dass die Parade nun mit Turbulenzen zu kämpfen hat. «Solche Anlässe müssen gefördert werden, nicht umgekehrt», sagt er. Er habe das Gefühl, dass es in Basel-Stadt immer mehr Auflagen gebe. Es bestehe die Tendenz, Sachen verunmöglichen zu wollen. Und: «Beim Jungle Street Groove handelt es sich um einen bescheidenen Anlass. Es wäre bedenklich, wenn nicht mal mehr solche Veranstaltungen über die Bühne könnten. Das wäre ein grosser Verlust für Basel.»

 

Rund 8000 Personen feierten am Jungle Street Groove vor zwei Jahren. Nun ist der Anlass bedroht.

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Gesellschaft, Kanton Basel-Stadt, Kultur, Musik, Tanz

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  1. Eine unkommerzielle Veranstaltung

    von Michelle LachenmeierVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 8.08.2012 um 17:27Uhr

    Der Jungle Street Groove ist im Gegensatz zu vielen anderen Anlässen für alle frei und gratis zugänglich. Es besteht kein Konsumzwang und alles ist frei von jeglicher Sponsorenwerbung. Ich hoffe sehr, dass das Geld für dieses Jahr und auch gleich für 2014 zusammen kommt, die Fangemeinde sollte dafür gross genug sein. Also hopp! Spenden!
    Direktlink zum Kommentar

  2. alles gratis

    von Hanne am 8.08.2012 um 18:41Uhr

    ca. 8000 konsumenten...
    ...jeder konsument sponsort 1 Fr. und schon sind die aufwände bezahlt....

    ich sehe nicht wo das problem ist.
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  3. Basel tickt...

    von Oliver WolfVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 9.08.2012 um 10:12Uhr

    „Basel tickt anders“, leider manchmal auch in die falsche Richtung. Ein Event wie die „Jungle Street Groove“ müsste doch vom Kanton unterstützt werden und nicht mit Auflagen den Rhein hinunter geschickt werden. Auflagen, die von Jahr zu Jahr strenger werden, erwecken tatsächlich den Eindruck, ein Event für Jugendliche und junge Erwachsene bewusst verunmöglichen zu wollen. Dass ein Polizeiaufwand für Veranstaltungen bezahlt werden muss sehe ich vollkommen ein nur frage ich mich tatsächlich, ob diese Kosten konsequenterweise auch wirklich jedem Veranstalter und jeder Veranstalterin in der Stadt Basel in gleichen Verhältnissen in Rechnung gestellt werden? Kompromissbereit scheint mir der Kanton jedenfalls nicht zu sein, hingegen der Veranstalter bezüglicher der Route schon.

    Auch wenn elektronische Musik vielleicht nicht für alle Musik in den Ohren ist, hier steht die Toleranz wieder einmal im Vordergrund. Gemeinsam in Basel leben heisst auch gemeinsam nebeneinander atmen. Um Basel wirklich anders ticken zu lassen müssen solche Veranstaltungen durchgeführt werden können. Lasst unsere Stadt lebendig sein, diese Leute durch die Strassen tanzen und anstelle der „Jungle Street Groove“ den Bürokratismus den Fluss hinab senden.

    Direktlink zum Kommentar

  4. Nicht der erste Knüppel zwischen die Beine der Veranstalter_innen...

    von Chaim Howald am 9.08.2012 um 22:57Uhr

    Es ist ein leidiger Schwanengesang, der Jahr für Jahr gesungen werden muss. Erst verhindern Anwohner_innen am Klingentalgraben dass der JSG weiterhin auf dem Kasernenareal enden darf - mit den selben fadenscheinigen Begründungen, die gereicht haben, dass die Scope auf der Kaserne nun endlich (?) engültig Geschichte ist, die aber nicht reichen um das Tattoo auch nur einzuschränken (und letzteres muss den Polizeieinsatz wohl nicht bezahlen, das macht ja eh die MP). Danach (spätestens) wurde der Antiatomgedanke der ursprünglichen Parade über Bord geworfen. Der Begriff "Jungle" verlor jegliche Bedeutung, ein JeKaMi mix der Musikstile hielt Einzug. Uneinigkeiten in der Basler Szene führten dann zur Spaltung von Beat on the Street und JSG, was das soeben beschriebene noch berstärkte. Nun wird noch die Strecke gekürzt und das Budget überlastet, vielleicht sollten wir wirklich die eigentlich absurde Forderung der JUSO, künftig die Osttangent für Parties zu öffnen ernster nehmen und der Stadt zeigen, wie es ist, wenn die Jugend (und ich langsam alter Sack) sich aus dem Zentrum zurück zieht...
    Direktlink zum Kommentar

  5. Die Schizophrenie in der Bürokratie

    von Fabian Müller am 10.08.2012 um 13:11Uhr

    Der Kanton wünsche keine Kommerzialisierung der Allmend, wird Veranstaltern immer wieder vorgeworfen. In den letzten Jahren etablieren sich Gruppierungen, die auf Eigeninitiative und Mitwirkung der Gäste und somit auf ein hohes Mass an Eigenverantwortung und Partizipation setzen. Leider werden diese Gruppierungen, die den öffentlichen Raum auch wirklich öffentlich nutzen, völlig falsch angegangen. Ihre Veranstaltungen werden nicht zum Vorbild gegen Zäune, Sichtschutz, Werbung und Gleichschaltung (alle müssen die gleiche Biermarke trinken!), sondern bewusst mit Auflagen konvrontiert. Unkommerzielle Veranstalter werden gezwungen ihre Veranstaltung zu kommerzialisieren, denn die neuen Auflagen sind nur dann zu erbringen, wenn mit einer bis dahin ohne Einnahmen stattfindenden Veranstaltung Geld gemacht wird und die Besucherzahlen erhöht werden. Muss an diesen Veranstaltungen nun künftig auch alle paar Meter ein Heineken Bierstand aufgebaut werden, mit Sponsorenlogos bedruckten Sonnenschirmen einem die Sicht versperrt werden und vertrocknete Bratwürste angeboten werden? Ist das die einzige Lösung ein Fest zu feiern? An einem Jungle Street Groove, Beat on the Street oder Catwalk in Public Space liebe ich die Spontanität und Ungezwungenheit. Der Öffentliche Raum wird genutzt und nicht besetzt. Sollte dies in Zukunft nicht mehr möglich sein, können wir die Allmend gleich privatisieren…
    Oder nehmen wir das Verursacherprinzip so ernst, dass künftig jeder Basler Bürger für die Nutzung der Allend zwei Tage Putzdienst erbringen muss? Ich bin eher der Meinung, dass sich eine selbsternannte Kulturstadt solche Angebote leisten muss. Oder sollen Veranstalter künftig auf einen Bewilligungsantrag verzichten? Dann aber bitte nicht heulen, wenn Gruppierungen mit dem Slogan "wir nehmen uns was wir brauchen" übernehmen und in der Anonymität Scheiben zu Bruch gehen!

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  1. Eine unkommerzielle Veranstaltung

    von Michelle LachenmeierVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 8.08.2012 um 17:27Uhr

    Der Jungle Street Groove ist im Gegensatz zu vielen anderen Anlässen für alle frei und gratis zugänglich. Es besteht kein Konsumzwang und alles ist frei von jeglicher Sponsorenwerbung. Ich hoffe sehr, dass das Geld für dieses Jahr und auch gleich für 2014 zusammen kommt, die Fangemeinde sollte dafür gross genug sein. Also hopp! Spenden!
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  2. alles gratis

    von Hanne am 8.08.2012 um 18:41Uhr

    ca. 8000 konsumenten...
    ...jeder konsument sponsort 1 Fr. und schon sind die aufwände bezahlt....

    ich sehe nicht wo das problem ist.
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  3. Basel tickt...

    von Oliver WolfVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 9.08.2012 um 10:12Uhr

    „Basel tickt anders“, leider manchmal auch in die falsche Richtung. Ein Event wie die „Jungle Street Groove“ müsste doch vom Kanton unterstützt werden und nicht mit Auflagen den Rhein hinunter geschickt werden. Auflagen, die von Jahr zu Jahr strenger werden, erwecken tatsächlich den Eindruck, ein Event für Jugendliche und junge Erwachsene bewusst verunmöglichen zu wollen. Dass ein Polizeiaufwand für Veranstaltungen bezahlt werden muss sehe ich vollkommen ein nur frage ich mich tatsächlich, ob diese Kosten konsequenterweise auch wirklich jedem Veranstalter und jeder Veranstalterin in der Stadt Basel in gleichen Verhältnissen in Rechnung gestellt werden? Kompromissbereit scheint mir der Kanton jedenfalls nicht zu sein, hingegen der Veranstalter bezüglicher der Route schon.

    Auch wenn elektronische Musik vielleicht nicht für alle Musik in den Ohren ist, hier steht die Toleranz wieder einmal im Vordergrund. Gemeinsam in Basel leben heisst auch gemeinsam nebeneinander atmen. Um Basel wirklich anders ticken zu lassen müssen solche Veranstaltungen durchgeführt werden können. Lasst unsere Stadt lebendig sein, diese Leute durch die Strassen tanzen und anstelle der „Jungle Street Groove“ den Bürokratismus den Fluss hinab senden.

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  4. Wollt ihr ewig rückständig bleiben?

    von Nein danke am 9.08.2012 um 21:45Uhr

    Scheiss auf Alternativkultur. Der JSG muss endlich "erwachsen" und kommerziell werden. Veranstalter: Tut nicht so zickig und sucht euch Sponsoren. Andernorts bleibt Drum & Bass auch so gute, tanzbare Musik. Siehe Street Parade mit dem JUR Records-Float oder die riesigen Openairs/Festivals in England/Belgien. Schaut auch, dass ihr den Mob besser in den Griff kriegt, durch den vielen Alkohol (LOL, kein Konsumzwang? Trinken tun die Leute dort von sich aus gerne und viel!) ist das Verhalten mancher Besucher echt gefährlich.

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  5. Nicht der erste Knüppel zwischen die Beine der Veranstalter_innen...

    von Chaim Howald am 9.08.2012 um 22:57Uhr

    Es ist ein leidiger Schwanengesang, der Jahr für Jahr gesungen werden muss. Erst verhindern Anwohner_innen am Klingentalgraben dass der JSG weiterhin auf dem Kasernenareal enden darf - mit den selben fadenscheinigen Begründungen, die gereicht haben, dass die Scope auf der Kaserne nun endlich (?) engültig Geschichte ist, die aber nicht reichen um das Tattoo auch nur einzuschränken (und letzteres muss den Polizeieinsatz wohl nicht bezahlen, das macht ja eh die MP). Danach (spätestens) wurde der Antiatomgedanke der ursprünglichen Parade über Bord geworfen. Der Begriff "Jungle" verlor jegliche Bedeutung, ein JeKaMi mix der Musikstile hielt Einzug. Uneinigkeiten in der Basler Szene führten dann zur Spaltung von Beat on the Street und JSG, was das soeben beschriebene noch berstärkte. Nun wird noch die Strecke gekürzt und das Budget überlastet, vielleicht sollten wir wirklich die eigentlich absurde Forderung der JUSO, künftig die Osttangent für Parties zu öffnen ernster nehmen und der Stadt zeigen, wie es ist, wenn die Jugend (und ich langsam alter Sack) sich aus dem Zentrum zurück zieht...
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  6. Spar-Jungle

    von René Reinhard am 10.08.2012 um 10:39Uhr

    Dass der JSG neu auch die Kosten für Polizei und Signalisation auferlegt werden, daran, so Marc Keller, Mediensprecher des Bau- und Verkehrsdepartements, sei eine Gesetzes-"änderung" schuld. Jesses! Doch Gesetze ändern sich nicht einfach so. Etwa wie das Wetter. Erlasse und Gebote werden gemacht und bei Bedarf ebenso umfunktioniert. Früher etwa durch Herr Mose, heute durch eine recht-"setzende" Behörde, also der Legislative. In Basel demnach durch den Grossen Rat.

    Oder, wie im Falle der Parade „Jungle Street Groove“, durch den Regierungsrat, der, laut einer Kurzmitteilung vom 17.05.2011, „die Polizeiverordnung einer Teilrevision unterzogen hat“. Was u.a. zur Folge hat, dass der Kanton auch den Organisatoren der Parade für elektronische Musik die Kosten für Polizei und Verkehrssperrungen aufdrücken kann, will und „darf“.

    Wenn also schon jemand als „schuldig“ bezeichnet werden sollte, dann dieser. Zumindest jener Teil der „rot-grünen Exekutive“, welche die Teilrevision der Polizeiverordnung bewusst „abgesegnet“ hat. Somit weder der grosse hebräische Führer, noch das „Schicksal“, noch sonst wie ein Voodoo-Zauberer. Des Mediensprechers „Erläuterungen“ sind deshalb nicht mehr als verbale „Nebelpetarden“.

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  7. Die Schizophrenie in der Bürokratie

    von Fabian Müller am 10.08.2012 um 13:11Uhr

    Der Kanton wünsche keine Kommerzialisierung der Allmend, wird Veranstaltern immer wieder vorgeworfen. In den letzten Jahren etablieren sich Gruppierungen, die auf Eigeninitiative und Mitwirkung der Gäste und somit auf ein hohes Mass an Eigenverantwortung und Partizipation setzen. Leider werden diese Gruppierungen, die den öffentlichen Raum auch wirklich öffentlich nutzen, völlig falsch angegangen. Ihre Veranstaltungen werden nicht zum Vorbild gegen Zäune, Sichtschutz, Werbung und Gleichschaltung (alle müssen die gleiche Biermarke trinken!), sondern bewusst mit Auflagen konvrontiert. Unkommerzielle Veranstalter werden gezwungen ihre Veranstaltung zu kommerzialisieren, denn die neuen Auflagen sind nur dann zu erbringen, wenn mit einer bis dahin ohne Einnahmen stattfindenden Veranstaltung Geld gemacht wird und die Besucherzahlen erhöht werden. Muss an diesen Veranstaltungen nun künftig auch alle paar Meter ein Heineken Bierstand aufgebaut werden, mit Sponsorenlogos bedruckten Sonnenschirmen einem die Sicht versperrt werden und vertrocknete Bratwürste angeboten werden? Ist das die einzige Lösung ein Fest zu feiern? An einem Jungle Street Groove, Beat on the Street oder Catwalk in Public Space liebe ich die Spontanität und Ungezwungenheit. Der Öffentliche Raum wird genutzt und nicht besetzt. Sollte dies in Zukunft nicht mehr möglich sein, können wir die Allmend gleich privatisieren…
    Oder nehmen wir das Verursacherprinzip so ernst, dass künftig jeder Basler Bürger für die Nutzung der Allend zwei Tage Putzdienst erbringen muss? Ich bin eher der Meinung, dass sich eine selbsternannte Kulturstadt solche Angebote leisten muss. Oder sollen Veranstalter künftig auf einen Bewilligungsantrag verzichten? Dann aber bitte nicht heulen, wenn Gruppierungen mit dem Slogan "wir nehmen uns was wir brauchen" übernehmen und in der Anonymität Scheiben zu Bruch gehen!

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Informationen zum Artikel

8.8.2012, 16:23 Uhr

Jungle Street Groove droht das Aus

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 14:59
    «Sag das nicht, Edi!»

    Lukas Engelberger (CVP) weiss, was wann zu sagen ist. Martina Bernasconi (Grünliberale) gibt sich gerne dialektisch. Umso lieber haut Eduard Rutschmann (SVP) verbal auch mal drauf. Gute Voraussetzungen für das Streitgespräch unter den drei Basler Regierungskandidaten.

  • 14.04.2014 um 14:05
    Der «bürgerlichste Kandidat» von allen

    Eduard Rutschmann eröffnet im Beisein der SVP-Spitze seinen Regierungsratswahlkampf. Als verlässlich, volksnah und bodenständig wird er beschrieben. Aber auch als «nicht einfach».

  • 11.04.2014 um 15:28
    Eine «absurde» neue Tramstrecke

    68 Millionen Franken kostet eine 1,2 Kilometer lange Tramlinie ins Erlenmatt-Quartier. Ein bürgerliches Komitee will das Projekt bodigen.

  • 09.04.2014 um 09:55
    @ Rudi Buchmann
    Zum Artikel: «Ich bin für weniger Steuern, mehr Beizen und mehr Polizisten»

    Wir wollten von den Kandidaten hauptsächlich wissen, für was sie sich im siebenköpfigen Gremium einsetzen würden. Deshalb haben wir uns auf allgemeinere Fragen fokussiert.

  • 11.12.2013 um 17:30
    80'000 Franken
    Zum Artikel: Tüchtig, ehrgeizig und schroff

    Als Verwaltungsratspräsident der BVB verdient man gemäss Angaben von Hans-Peter Wessels jährlich 80'0000 Franken. Wie gross der Zeitaufwand ist, weiss ich nicht.

  • 09.12.2013 um 18:00
    Danke
    Zum Artikel: Gudenrath kommt einem Rauswurf zuvor

    Ja, einmal habe ich in der Tat Finanzkommission geschrieben. Ist korrigiert. Danke.

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