Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Sa, 25.05.2013

Fusionsinitiative 

3.8.2012, 00:01 Uhr

Die Bürde der Vergangenheit

3.8.2012, 00:01 Uhr

Heute wird die Fusionsinitiative lanciert. Die Frage lautet: Sollen sich die beiden Basel wieder zu einem Kanton zusammenschliessen? Ein Kommentar von Philipp Loser

: Sollen wir wieder zusammen?

Sollen wir wieder zusammen?

Philipp Loser Philipp Loser

Wie nah uns das alles geht, das lässt sich bei meinem Chef auf dieser Seite nachlesen. Urs Buess, ein Itinger, hat mir, einem Buckter, vor dem Verfassen dieses Kommentars folgende Worte gesagt: «Gerade du!»

Ja, gerade ich. Jahrelang habe ich mit Buess gemeinsam den Spott der Basler über uns Oberbaselbieter ertragen, jahrelang haben wir das Fähnlein des wackeren Baselbieters aufrecht in die Höhe gehalten und uns an unserer so glorreichen Herkunft ergötzt.

Aber wir lagen falsch.

Wir lebten eine Sehnsucht. Wir stellten uns das Baselbiet und die Baselbieter von damals vor: liberal, aufgeklärt, mutig; und wir meinten, immer noch in diesem Kanton zu leben. Wir wären gerne dabei gewesen, damals, beim revolutionären Kampf gegen jene verknorzten Herren in der Stadt, die uns die Mitsprache verweigerten und die später auch bei der Entstehung des Bundesstaats, der grössten Schweizer Leistung überhaupt, abseits standen. Wir waren die Zukunft, wir waren die Speerspitze der Moderne, die endgül-tige Abkehr vom Feudalismus, die Wiege der Volkssouveränität.
Wenn wir heute nun über die Fusionsinitiative der Grünen reden, tun wir das immer noch im Bewusstsein des Damals – und lassen das Heute aussen vor. Natürlich! Denn wir wissen, dass wir alle nicht mehr die Baselbieter von damals sind.

Inwiefern unterscheidet sich ein Hans Rudolf Gysin, der während seiner Jahrzehnte als Chef der Wirtschaftskammer nichts als undurchsichtige Klientel-Politik betrieben hat, von einem Seidenband-Herren? Wo ist unser Liberalismus geblieben, wenn wir ein paar trinkende Jugendliche mit dem Heli-kopter überwachen müssen? Wo unsere Eigenständigkeit, wenn unsere einzige Erklärung für die eigene Misere alle anderen sind?

Nein, wir sind wahrlich nicht mehr die Baselbieter, die wir alle gerne gewesen wären. Vielleicht hat uns die Abspaltung nicht gut getan, hat uns Heutigen eine heroische Vergangenheit aufgepfropft, an der wir scheitern müssen. Weil sie zu gross ist. Und weil sie nicht mehr in unsere Welt passt.

Niemand nimmt uns unsere Geschichte, wenn wir in einem selbstbestimmten Akt Ja zu einer Fusion mit den Baslern sagen. Ein Ja würde uns von der Bürde der Vergangenheit erlösen und würde den Weg frei machen, gemeinsam mit den Baslern einen modernen und offenen und mutigen Kanton zu schaffen. Einen Kanton, an dem die Baselbieter von damals ihre Freude hätten.

 

Der Contra-Kommentar von Urs Buess

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

3.8.2012, 00:01 Uhr

Die Bürde der Vergangenheit

Text

Text:

  • 23.05.2013 um 16:49
    «Dass es keine Gewalt mehr gibt vor dem Stadion ist ein Ziel – wie der Weltfrieden auch»

    Der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) steht dem verschärften Hooligan-Konkordat weiterhin skeptisch gegenüber. Man müsse Realist bleiben: Ständige Verschärfungen des Gesetzes würden das Problem nicht lösen.

  • 23.05.2013 um 12:00
    Grüne und Linke im falschen Film

    Immer wieder landen linke Exekutivpolitiker in atypischen Departementen. Dort müssen sie Überzeugungen vertreten, die ihnen oft zuwider sind.

  • 22.05.2013 um 15:57
    Die Stunde der Populisten

    Wie zynisch Politik manchmal sein kann, lässt sich an den Reaktionen nach den Ausschreitungen am Cupfinal schön aufzeigen. Gross ist die heimliche Freude der Konkordats-Befürworter, dass es endlich wieder einmal geknallt hat.

  • 13.05.2013 um 08:39
    Grenzgänger
    Zum Artikel: Milliarden aus der Fremde

    Sehr geehrter Herr Wilhelm, Sie weisen auf einen richtigen Punkt hin: In den Daten der Weltbank sind die Geldsendungen der Grenzgänger nicht erfasst. Im Fall der Schweiz machen die Summen der Grenzgänger, die ins Ausland fliessen, einen beträchtlichen ...

  • 29.04.2013 um 18:52
    Treffer...
    Zum Artikel: Fängt das wieder an!

    ... versenkt. Und natürlich korrigiert. Es grüsst aus dem Glashaus: Philipp Loser

  • 24.04.2013 um 11:59
    Speicherplatz
    Zum Artikel: Der Kalte Krieg ist nie vorbei

    Lieber Herr Meyer, Sie haben schon Recht: man soll nicht über jeden Hetzkommentar berichten. Das spezielle in diesem Fall ist der Umgang mit dem Kommentar durch die Gruppe Giardino. Das kann man durchaus aufzeigen, finden wir und opfern dafür gerne etw...

Aktuell

: Iyampillai Chandrakumarer und seine Frau Kalpana eröffneten den Kiosk im Tramhäuschen Kannenfeldplatz 2004.
3

Kannenfeldplatz 

BVB kündigen Kioskbetreiber

Seit bald zehn Jahren betreiben Iyampillai Chandrakumar und seine Frau mit viel Herzblut und Erfolg einen Kiosk am Kannenfeldplatz. Ende März 2014 ist aber Schluss damit. Die BVB haben ihnen gekündigt. Was mit dem alten Tramhäuschen geschehen soll, ist unklar.Von Yen Duong. Weiterlesen3 Kommentare

1