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Stadtentwicklung 

3.8.2012, 00:01 Uhr

Rheinhattan muss schneller her

3.8.2012, 00:01 Uhr

Das Wohnen auf der Klybeckinsel soll bereits ab 2013 möglich sein. Die Forderung der Grünliberalen löst bei den Zwischennutzern Unverständnis aus. Von

Alexander Preobrajenski : Das Migrol-Areal wird derzeit zurückgebaut. Die GLP will dort bereits ab 2013 Wohnungen sehen.

Das Migrol-Areal wird derzeit zurückgebaut. Die GLP will dort bereits ab 2013 Wohnungen sehen. (Bild: Alexander Preobrajenski )

Sie hat begonnen, die neue Ära am Hafen. Als erstes Zwischennutzungs-Projekt hat die Buvette Marina ihren Betrieb am Klybeckquai eröffnet. Rund 300 Personen strömten am Dienstagabend auf die frühere Esso-Parzelle, um Basels neuen Freiraum einzuweihen. Die beiden Container von Frame und Neubasel starten Ende August mit Kulturprojekten und Workshops, die Skateboard-Anlage wird Ende September eröffnet. Ein schönes Fleckchen Stadt haben sich die Zwischennutzer nach langem Hin und Her mit dem Kanton und der Hafenverwaltung errungen. Bis 2015 zumindest. Dann beginnt das Mammutprojekt, die sogenannte Aufwertung des Areals.

Noch ist es nur schwer vorstellbar, aber in den nächsten 20 bis 30 Jahren soll die Klybeckinsel zu einem neuen Stadtteil aufgemotzt werden. Rheinhattan nennt sich das jüngste Baby der Stadtplaner. Das 3Land-Projekt von Basel-Stadt, Weil am Rhein und Huningue soll Platz für 10 000 Einwohner und ebenso viele Arbeitsplätze schaffen. Bis die ersten Hochhäuser in den Himmel ragen, dauert es aber noch eine Weile.

Voraussichtlich 2014 wird der Grosse Rat über einen Bebauungsplan entscheiden. Die ersten Wohnungen auf dem Ex-Esso-Areal könnten frühestens in fünf Jahren bezogen werden. Die Baurechtsverträge am Westquai hingegen laufen erst im Jahr 2029 aus – für zwei weitere Parzellen am Klybeckquai gar erst 2049. Viel zu langsam geht das den Basler Grünliberalen. Gemäss Informationen der TagesWoche reichen sie nach den Sommerferien einen Vorstoss bei der Regierung ein, der das Wohnen am Hafen rasch ermöglichen soll – und zwar bereits ab 2013 (siehe Hintergrund zum Artikel).

Zuerst Kreative

Geht es nach der GLP, sollen die ersten Wohnungen auf dem früheren Migrol-Areal erstellt werden. Die Hafenverwaltung hat jedoch anderes damit vor: Sie will die Parzelle, die momentan rückgebaut und von Altlasten befreit wird, zwischennutzen lassen – voraussichtlich gewerblich. Das passt GLP-Präsident David Wüest-Rudin nicht. «Es ist eine Illusion zu glauben, man könnte in 20 Jahren auf einen Schlag am Hafen mehrere Klötze hinstellen und dann würden die Leute alle sofort dorthin ziehen. Alles muss Stück für Stück entwickelt werden. Man muss das Wohnen früher ermöglichen und sich überlegen, welche Bevölkerungsschicht man dort haben möchte.»

Der GLP-Chef hat denn auch schon Vorstellungen, welche Personen künftig am Hafen leben sollen: Den Anfang machen sollen junge Leute – etwa aus der Kreativwirtschaft. Diese würden sich nicht am Hafenlärm stören und die Zwischennutzungs-Projekte befruchten. Wüest-Rudin zweifelt nämlich daran, dass die Buvette und die anderen Projekte sich als Publikumsmagnet erweisen können. «Wer geht für ein Bier schon regelmässig an den Hafen? Die meisten bleiben doch in der Stadt. Deshalb sollen Pioniere zuerst auf der Klybeckinsel wohnen – sie können nicht nur die Zwischennutzungs-Projekte beleben, sondern auch die angrenzenden Quartiere Klybeck und Kleinhüningen.»

Nach dieser Phase sollen Wohnungen für Hochqualifizierte – beispielsweise für Mitarbeiter der Novartis – entstehen, am Schluss sollen Familienwohnungen für den Mittelstand gebaut werden. Denn ein Beispiel von misslungener Stadtenwicklung stellt für den GLP-Grossrat die Situation auf der Erlenmatt dar. Dort wurden mit der Siedlung Erlentor zuerst Familienwohnungen gebaut. Kinder sieht man dort allerdings fast keine, es dominieren eher Expats.

«Ein Schnellschuss»

Der Kantons- und Stadtentwickler Thomas Kessler kann die Idee hinter dem Vorstoss «gut verstehen», schlägt aber gerade deshalb vor, den Fahrplan der Behörden zu unterstützen. «Die Quartierbevölkerung ist darin einbezogen. Wenn alle mitziehen, könnte so schon ab 2017 der erste Mischbau entstehen. Neue Varianten würden das Risiko für Verzögerungen eher erhöhen.» Man wolle die Insel sorgfältig und etappenweise erneuern, in enger Abstimmung mit der Entwicklung der wichtigen Hafenlogistik und der angrenzenden Stadtteile, sagt Kessler.

Nicht viel vom Vorstoss der GLP hält Fabian Müller, Sprecher der IG Zwischennutzung Klybeckquai und des Vereins Neubasel. Er bezeichnet die Idee als wahltaktischen Schnellschuss. «Das ist nicht in unserem Sinne. Wenn jetzt bereits Wohnungen gebaut werden, bedeutet das unser Ende. Die Bewohner würden Zwischennutzungen nebenan nicht tolerieren – das hat man auf dem nt/Areal gesehen.»

Komisch sei auch, dass die GLP davon ausgehe, dass diese Massnahme die Zwischennutzungen beflügeln würde. «Ohne jemals den Kontakt mit uns gesucht zu haben, wird das behautptet. Es geht nur um Eigeninteressen», sagt Müller.

 

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  1. Symbiose von Wohnen + Arbeiten + Kultur ist möglich

    von Karl LinderVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 3.08.2012 um 10:12Uhr

    Fabian Müller, der im Beitrag der Tageswoche als einziger Anwohner genannt wird (wäre interessant zu erfahren, wie die übrigen Leute darüber denken im Klybeck/Kleinhüningen..) irrt, dass keine Kontaktnahme stattgefunden hat. Sein Vorstandskollege von Neubasel, André Erismann, war direkt involviert. Philippe Cabane, der Projektleiter der Zwischennutzung am Klybeckquai, konnte dem baldigen Wohnen im Hafen einiges an Positivem abgewinnen. Ebenso andere aus dem Umfeld anderer Parteien, die sich wie der Verein 'unterwegs' schon mit konkreten Ideen zum Wohnen am Klybeckquai artikuliert haben. Eine Symbiose für die Kreativwirtschaft im Sinne von Wohnen + Arbeiten ist anzustreben und belebt dieses neue Territorium absolut, und ergänzt sich mit der kulturellen Zwischennutzung auf ideale Weise.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Die schnellste Zwischennutzung der Welt

    von Fabian Müller am 7.08.2012 um 02:57Uhr

    Lang passierte nix und dann musste es plötzlich schnell gehen auf der Klybeckinsel. So schnell, dass sogar am Tag der ersten Projekteröffnung, der MARINA Hafenbar (noch an provisorischem Standort) über Immobiliendeals und künftige Mieter diskutiert wurde. Von Beginn weg weiss die GLP, dass die Zwischennutzer ja ohnehin zu wenig attraktiv wären, um das Areal nachhaltig zu beleben. Just an dem Tag, an dem zwei weitere Projekte (ebenfalls an provisorischem Standort) ein Lager errichtet haben und erst ein Projekt an definitivem Standort mit den Bauarbeiten beginnen konnte. Ach ja und fast hätte ich es vergessen: Drei weitere Gewinner des Projektaufrufes werden frühestens nächsten Frühling starten können. Ihr Standort ist zurzeit eine Baustelle. Schnell muss es gehen und jeder hat noch einen passenden Ratschlag. Hinter den Kulissen ist aber längst allen Beteiligten klar geworden, dass auf der Insel alles seine Zeit braucht. Die Ausgangslage ist kompliziert, weil beispielsweise viele Parteien involviert sind und vieles erst noch abgeklärt werden muss. Alle Beteiligten betreten immer wieder Neuland. So dauert eine schnelle Chaus­sie­rung der Geleise, wer hätte es gedacht, länger. Sehr lange. Die Promenade hätte Anfang Sommer fertiggestellt sein müssen. Heute ist noch nichts davon zu sehen. Wir Akteure haben uns damit abgefunden - nun sollen aber schon Investoren beigezogen werden und Wohnungen für Studenten gebaut werden, bevor die Akteure richtig loslegen konnten? Die sieben Akteurengruppen sind sich erst langsam am formieren. Bis Ende Monat soll eine Projektübergreifende Trägerschaft gegründet werden, damit ein Rahmenvertrag mit der SRH und dem Kanton ausgearbeitet werden kann. Sie können es sich vorstellen: Die Insel-Pioniere beschäftigen sich zurzeit mit banalsten Dingen wie Müll, Wasser, Strom. Grösstes Problem: Die gesamte Insel hat keine Kanalisation. Der einzige Abwasseranschluss befindet sich im Migrol-Gebäude in der Mitte der Insel. Das alte Abwartshaus soll in den nächsten Monaten abgerissen werden. Wie möchten Sie für neue Bewohner innert kürzester Zeit den Zonenplan ändern, Altlasten entfernen und eine komplette Kanalisation errichten, wenn bereits das Anschliessen eines Toilettenwagens zur Herausforderung wird? Wie sollen günstige Studentenwohnungen finanziert werden, wenn mit den künftigen Einnahmen aus dem Baurecht die Transformation der Hafenanlagen finanziert werden soll? Schliesslich war diese etwas grössere Milchbüechlirechnung die Ausgangslage um das Projekt Hafen erst in Angriff nehmen zu können. In dem Papier der GLP fehlen mir genau diese Antworten. Es ist schlichtweg naiv in der Politik von schnell zu reden, wenn gerade jedes Kind weiss, dass die Mühlen von Politik und Behörden träge sind. Was wir Akteure brauchen ist Zeit zur Entwicklung und Entfaltung der Projektideen und ein Minimum an sanitären Einrichtungen. In einem zweiten Schritt wären wir froh um eine Abwartswohnung vor Ort. Dies schafft soziale Kontrolle und somit Sicherheit. Orte gäbe es. Beispielsweise, indem man die bestehende Bausubstanz nicht abreist, sondern zwischennutzen lässt. Hier benötigen wir die Unterstützung der Politik! Später wäre es schön auf der Migrol-Parzelle einen Campingplatz betreiben zu dürfen. Gegebenenfalls ergänzt mit alternativen Wohnformen (Wagenplatz). Die Anliegen der GLP sind nicht grundsätzlich falsch, in ihrer jetzigen Formulierung aber unglaubwürdig und zu wenig präzise. Konkrete Beispiele und eine seriöse Timeline fehlen und führen zu Missverständnissen. Die Frage, ob es wirklich um günstigen Wohnraum geht, bleibt für mich sehr wage. Ich hoffe es und würde es begrüssen. Die eher langsame Praxis und die Arbeit vor Ort wird es in den nächsten Jahrzehnten zeigen…

    Was im Vorstoss deutlich wird ist, dass es schnell gehen soll. Schnell sind wir heute schon langsam unterwegs. Schnell werden Ansprüche geweckt, die dann lange nicht eingelöst werden können. Langsam hat doch auch was Schönes: Dann dauert's länger, auch die Insel-Zwischennutzung. Und viele Dinge werden sich, kommt Rat und Zeit, sowieso von alleine ergeben. Schliesslich ist eine Zwischennutzung und die Transformation die sie begleitet etwas Prozesshaftes und braucht ZEIT!
    Direktlink zum Kommentar

  1. Symbiose von Wohnen + Arbeiten + Kultur ist möglich

    von Karl LinderVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 3.08.2012 um 10:12Uhr

    Fabian Müller, der im Beitrag der Tageswoche als einziger Anwohner genannt wird (wäre interessant zu erfahren, wie die übrigen Leute darüber denken im Klybeck/Kleinhüningen..) irrt, dass keine Kontaktnahme stattgefunden hat. Sein Vorstandskollege von Neubasel, André Erismann, war direkt involviert. Philippe Cabane, der Projektleiter der Zwischennutzung am Klybeckquai, konnte dem baldigen Wohnen im Hafen einiges an Positivem abgewinnen. Ebenso andere aus dem Umfeld anderer Parteien, die sich wie der Verein 'unterwegs' schon mit konkreten Ideen zum Wohnen am Klybeckquai artikuliert haben. Eine Symbiose für die Kreativwirtschaft im Sinne von Wohnen + Arbeiten ist anzustreben und belebt dieses neue Territorium absolut, und ergänzt sich mit der kulturellen Zwischennutzung auf ideale Weise.
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  2. Wohnen im Rahmen von Zwischennutzung ist gut

    von André ErismannVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 3.08.2012 um 18:43Uhr

    Da es aufgrund laufender und noch sehr lange dauernder Gesamtplanung des Hafen-Areals unrealistisch ist, dass bereits bis in fünf Jahren endgültige Wohngebäude auf dem Klybeckareal stehen werden, macht es Sinn, die anstehende Wohnraumentwicklung früh sowie bereits im Rahmen der Zwischennutzung zu starten.

    So kann sich, genau wie sich das die Zwischennutzer auch wünschen, ein lebendiges und diversifiziertes Quartier entwickeln. Es geht dem vorliegenden Anzug daher auch nicht um die Vertreibung der Zwischennutzer, sondern lediglich um die Prüfung um deren baldmöglichste Erweiterung mit individuellen Wohnformen. Sozusagen also ein Upgrade der Zwischennutzung.

    Die gewählten Begriffe wie „potentielle Investoren“ oder „Baurechtszinsmodell“ vermitteln jedoch vielleicht einen etwas falschen Eindruck des Anliegens, dass durch „Errichtung von Wohngebäuden“ nicht eine endgültige Bebauung sondern eine temporäre, dem Charakter der Zwischen- und Impulsnutzung entsprechende Quartierentwicklung gemeint ist.

    Von Eigeninteressen in diesem Kontext auf die glp bezogen zu sprechen, ist daher nicht korrekt.

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  3. Der süsse Duft von Kleinhüningen

    von Martin von Arx am 5.08.2012 um 23:11Uhr

    Die meisten Bewohner von Kleinhüningen, kenne den süssen Duft welcher von der Firma TFL in Huningue mit viel Lärmimmissionen bei Tag und Nacht ausgestossen wird. Die TFL befindet sich genau vis-a-vis von dem geplanten Rheinhattan-Projekt. Das sind nicht gerade attraktive Aussichten für Wohnungen für Hochqualifizierte oder Familienwohnungen. Als Bewohner von Kleinhüningen, möchte ich keine Rheinhattan - Wand vorgesetzt bekommen. Die in der 3Land Infobroschüre skizzierten Hochhäuser wären alle mindestens doppelt so hoch, wie die bestehenden Wohnhäuser von Kleinhüningen !
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  4. Die schnellste Zwischennutzung der Welt

    von Fabian Müller am 7.08.2012 um 02:57Uhr

    Lang passierte nix und dann musste es plötzlich schnell gehen auf der Klybeckinsel. So schnell, dass sogar am Tag der ersten Projekteröffnung, der MARINA Hafenbar (noch an provisorischem Standort) über Immobiliendeals und künftige Mieter diskutiert wurde. Von Beginn weg weiss die GLP, dass die Zwischennutzer ja ohnehin zu wenig attraktiv wären, um das Areal nachhaltig zu beleben. Just an dem Tag, an dem zwei weitere Projekte (ebenfalls an provisorischem Standort) ein Lager errichtet haben und erst ein Projekt an definitivem Standort mit den Bauarbeiten beginnen konnte. Ach ja und fast hätte ich es vergessen: Drei weitere Gewinner des Projektaufrufes werden frühestens nächsten Frühling starten können. Ihr Standort ist zurzeit eine Baustelle. Schnell muss es gehen und jeder hat noch einen passenden Ratschlag. Hinter den Kulissen ist aber längst allen Beteiligten klar geworden, dass auf der Insel alles seine Zeit braucht. Die Ausgangslage ist kompliziert, weil beispielsweise viele Parteien involviert sind und vieles erst noch abgeklärt werden muss. Alle Beteiligten betreten immer wieder Neuland. So dauert eine schnelle Chaus­sie­rung der Geleise, wer hätte es gedacht, länger. Sehr lange. Die Promenade hätte Anfang Sommer fertiggestellt sein müssen. Heute ist noch nichts davon zu sehen. Wir Akteure haben uns damit abgefunden - nun sollen aber schon Investoren beigezogen werden und Wohnungen für Studenten gebaut werden, bevor die Akteure richtig loslegen konnten? Die sieben Akteurengruppen sind sich erst langsam am formieren. Bis Ende Monat soll eine Projektübergreifende Trägerschaft gegründet werden, damit ein Rahmenvertrag mit der SRH und dem Kanton ausgearbeitet werden kann. Sie können es sich vorstellen: Die Insel-Pioniere beschäftigen sich zurzeit mit banalsten Dingen wie Müll, Wasser, Strom. Grösstes Problem: Die gesamte Insel hat keine Kanalisation. Der einzige Abwasseranschluss befindet sich im Migrol-Gebäude in der Mitte der Insel. Das alte Abwartshaus soll in den nächsten Monaten abgerissen werden. Wie möchten Sie für neue Bewohner innert kürzester Zeit den Zonenplan ändern, Altlasten entfernen und eine komplette Kanalisation errichten, wenn bereits das Anschliessen eines Toilettenwagens zur Herausforderung wird? Wie sollen günstige Studentenwohnungen finanziert werden, wenn mit den künftigen Einnahmen aus dem Baurecht die Transformation der Hafenanlagen finanziert werden soll? Schliesslich war diese etwas grössere Milchbüechlirechnung die Ausgangslage um das Projekt Hafen erst in Angriff nehmen zu können. In dem Papier der GLP fehlen mir genau diese Antworten. Es ist schlichtweg naiv in der Politik von schnell zu reden, wenn gerade jedes Kind weiss, dass die Mühlen von Politik und Behörden träge sind. Was wir Akteure brauchen ist Zeit zur Entwicklung und Entfaltung der Projektideen und ein Minimum an sanitären Einrichtungen. In einem zweiten Schritt wären wir froh um eine Abwartswohnung vor Ort. Dies schafft soziale Kontrolle und somit Sicherheit. Orte gäbe es. Beispielsweise, indem man die bestehende Bausubstanz nicht abreist, sondern zwischennutzen lässt. Hier benötigen wir die Unterstützung der Politik! Später wäre es schön auf der Migrol-Parzelle einen Campingplatz betreiben zu dürfen. Gegebenenfalls ergänzt mit alternativen Wohnformen (Wagenplatz). Die Anliegen der GLP sind nicht grundsätzlich falsch, in ihrer jetzigen Formulierung aber unglaubwürdig und zu wenig präzise. Konkrete Beispiele und eine seriöse Timeline fehlen und führen zu Missverständnissen. Die Frage, ob es wirklich um günstigen Wohnraum geht, bleibt für mich sehr wage. Ich hoffe es und würde es begrüssen. Die eher langsame Praxis und die Arbeit vor Ort wird es in den nächsten Jahrzehnten zeigen…

    Was im Vorstoss deutlich wird ist, dass es schnell gehen soll. Schnell sind wir heute schon langsam unterwegs. Schnell werden Ansprüche geweckt, die dann lange nicht eingelöst werden können. Langsam hat doch auch was Schönes: Dann dauert's länger, auch die Insel-Zwischennutzung. Und viele Dinge werden sich, kommt Rat und Zeit, sowieso von alleine ergeben. Schliesslich ist eine Zwischennutzung und die Transformation die sie begleitet etwas Prozesshaftes und braucht ZEIT!
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  5. @Fabian Müller

    von Karl LinderVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 10.08.2012 um 10:55Uhr

    Man kann darüber abendfüllend diskutieren. Nur kurz zu einigen Punkten: Aufgabe der Politik ist es nicht, endgültige Konzepte vorzulegen sondern Anstöße in eine bestimmte Richtung zu machen. Die Gesamtlkonzepte werden von der Verwaltung erarbeitet. Auch beschäftigt man sich dort bestimmt über Fahrplan und Zusammensetzung der zukünftigen Bevölkerung. Was in der Diskussion unterging ist der Zeitrahmen: In extremis kann erst 2029 gesamtheitlich gebaut werden. Diese 17 Jahre sollten wir nutzen: Ob es in Container- oder sonst. Zwischen- oder gar Endbauten realisiert wird, wo Kreativwirtschaftliches Publikum angesiedelt werden kann, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass jetzt diskutiert wird, wie sich bestmögliche Zusammensetzung der dort wohnenden Menschen steuern lässt. Diese kann vielfältig sein, sollte sich aber nicht an Bedufnissen von Wagenburgen Bewohnern orientieren, wie von Fabian Müller angeregt. Die 'Billig' Denkweise haben die bestehenden Quartiere genau in die problematische Lage gebracht, wo sie. heute stehen.
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3.8.2012, 00:01 Uhr

Rheinhattan muss schneller her

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  • 16.04.2014 um 14:59
    «Sag das nicht, Edi!»

    Lukas Engelberger (CVP) weiss, was wann zu sagen ist. Martina Bernasconi (Grünliberale) gibt sich gerne dialektisch. Umso lieber haut Eduard Rutschmann (SVP) verbal auch mal drauf. Gute Voraussetzungen für das Streitgespräch unter den drei Basler Regierungskandidaten.

  • 14.04.2014 um 14:05
    Der «bürgerlichste Kandidat» von allen

    Eduard Rutschmann eröffnet im Beisein der SVP-Spitze seinen Regierungsratswahlkampf. Als verlässlich, volksnah und bodenständig wird er beschrieben. Aber auch als «nicht einfach».

  • 11.04.2014 um 15:28
    Eine «absurde» neue Tramstrecke

    68 Millionen Franken kostet eine 1,2 Kilometer lange Tramlinie ins Erlenmatt-Quartier. Ein bürgerliches Komitee will das Projekt bodigen.

  • 09.04.2014 um 09:55
    @ Rudi Buchmann
    Zum Artikel: «Ich bin für weniger Steuern, mehr Beizen und mehr Polizisten»

    Wir wollten von den Kandidaten hauptsächlich wissen, für was sie sich im siebenköpfigen Gremium einsetzen würden. Deshalb haben wir uns auf allgemeinere Fragen fokussiert.

  • 11.12.2013 um 17:30
    80'000 Franken
    Zum Artikel: Tüchtig, ehrgeizig und schroff

    Als Verwaltungsratspräsident der BVB verdient man gemäss Angaben von Hans-Peter Wessels jährlich 80'0000 Franken. Wie gross der Zeitaufwand ist, weiss ich nicht.

  • 09.12.2013 um 18:00
    Danke
    Zum Artikel: Gudenrath kommt einem Rauswurf zuvor

    Ja, einmal habe ich in der Tat Finanzkommission geschrieben. Ist korrigiert. Danke.

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