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Fussball, FC Basel 

2.8.2012, 18:49 Uhr

Alex Frei muss wohl auch für Sion passen

2.8.2012, 18:49 Uhr

Alex Frei sieht nicht wirklich eine Chance, bis Samstag und den Spitzenkampf der Super League beim Leader FC Sion wieder fit zu sein. Mit einer Rückenprellung hatte der Topscorer des FC Basel schon den Match in Molde verpasst. Von

Ein Hämatom am Rücken, ein Souvenir aus dem Spiel am Samstag in Zürich und eine Erinnerung an das Knie von Toko, sorgt dafür, dass Alex Frei sich eingeschränkt fühlt in den Bewegungen. Das Abschlusstraining in Molde am Dienstag absolvierte er mit angezogener Handbremse, ohne dass dies von Aussen betrachtet aufgefallen wäre. «Wir haben gedacht, dass man das mit intensiver Behandlung in Griff bekommt, aber das war nicht der Fall», schildert der 33-Jährige.

Schon aus der Partie gegen Luzern hatte Frei nach einem Tritt von Puljic an einer Fleischwunde am Fuss laboriert. «Und dafür haben wir noch zu viele Spiele, als dass wir in Molde etwas hätten erzwingen müssen, für das man hinterher wieder zwei Wochen lang cash bezahlt. Das bringt nichts, mir nicht und der Mannschaft auch nicht.»

«Es kann nichts kaputt gehen, aber es ist sehr schmerzhaft», sagt Frei über die blutunterlaufene Prellung im Beckenbereich. «Wir werden alles probieren, aber die Chance für Samstag ist gering», sagte er am Donnerstag nach der Rückkunft aus Norwegen und verabschiedete sich vom EuroAirport direkt ins Stadion zur Therapie.

Durch die Molde-Brille

In Molde hatte Frei am Mittwoch von der Tribüne aus zwar einen Gegner gesehen, den er viel stärker erwartet hatte. «Aber ich glaube nicht, dass uns der Platzverweis in die Karten gespielt hat.» Auch Valentin Stocker, der mit seinem Schuss das Siegtor durch Jacques Zoua in der 78. Minute erzwungen hatte, sah Molde zu zehnt so tief stehend, dass es die Aufgabe für den FCB nicht einfacher machte.

Molde-Trainer Ole Gunnar Solskjaer hatte nach dem Spiel behauptet: «Zu elft hätten wir das Spiel gewonnen.» Eine Einschätzung, die Alex Frei als «sehr durch die Molde-Brille gesehen» bezeichnet.

Dass hier und da am FC Basel gekrittelt wird, versteht Frei nicht. «Wenn uns vorher ein 1:0 angeboten worden wäre, hätten wir es genommen. Also ist das Wichtigste gemacht. In der Qualifikation gilt es, resultatorientiert zu spielen, das Ziel lautet, in die Champions League zu kommen und dann ist es eine andere Geschichte, wie man in der Gruppenphase auftritt. Wir sind noch in einer Findungsphase, in der die Feinabstimmung noch kommen muss, aber man darf nicht vergessen, dass wir in dieser Saison noch keines von unseren sechs Spielen verloren haben.»

«Wir müssen gradliniger werden»

Zwei Unentschieden und ein Sieg in der Liga rechnet Frei vor: «Das ist im Grossen und Ganzen nicht schlecht für einen Neuanfang. Wir sind auf einem guten Weg, und man muss immer ein bisschen vorsichtig sein mit den Ansprüchen. Es kann ja nicht sein, dass man mit einem 1:0 in Molde nicht zufrieden ist.» Der Torschützenkönig der vergangenen beiden Spielzeiten räumt aber auch ein: «Unser Spiel muss besser werden, muss effizienter und gradliniger werden.»

Die Partie in Sion, das dritte Auswärtsspiel in acht Tagen, wird der Mannschaft bereits viel abverlangen. «Es wird der erste Prüfstein werden in der Anfangsphase der Meisterschaft», sagt Frei, «Sion ist defensiv gut, aber das war es schon vergangene Saison. Und mit Gennaro Gattuso haben sie Erfahrung, an Zweikampfhärte und -stärke und an Siegeswillen sehr viel dazu bekommen.»

Gut möglich, dass FCB-Trainer Heiko Vogel eine sehr ähnlichen Aufstellung ins Tourbillon schicken wird und damit erneut eine Mannschaft mit nur einer klaren Spitze. Alternativ könnte Zoua auf dem rechten Flügel beginnen, und ein Einsatz von Fabian Frei, der desillusioniert von den Olympischen Spielen zurückkommt, wird sicher auch in Erwägung gezogen werden.

«Jetzt hat Molde ein Problem»

Die Tapferkeit des Molde FK in Unterzahl und die Effizienz des FC Basel wurden in den norwegischen Zeitungen thematisiert. «Angan wird vom Platz gestellt und Molde stolpert», stellt die national erscheinende «Aftenposten» kurz und bündig fest.

Dass die Heimniederlage die Chancen des norwegischen Meisters in der Champions-League-Qualifikation kompromittiert, zieht sich durch die Berichterstattung. «Vogel bekommt das Ergebnis, dass er sich gewünscht hat», merkt das in der Region Molde verbreitete Lokalblatt «Romsdals Budstikke» an. Und: «Molde kämpfte tapfer, zeigte trotz des Platzverweises heldenhaften Einsatz, konnte das Null-zu-Null aber nicht über die Zeit retten. Eine Chance in der zweiten Halbzeit war alles, was Basel brauchte, um das Siegtor zu erzielen.»

Vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch in Basel (20.00 Uhr, St.-Jakob-Park, live in SF info) kommt die Zeitung zum Schluss: «Molde hat nun ein Problem in der Qualifikation zur Champions League.» (cok)

 

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