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Rotblaulive.ch: Alles zur Saison des FC Basel: Berichte, Tabellen, Tweets, Videos, Statistiken und Spielszenenanalyse.

Champions League, FC Basel 

1.8.2012, 17:58 Uhr

Zoua schiesst den FC Basel zum 1:0-Sieg

1.8.2012, 17:58 Uhr (aktualisiert: 23:50 Uhr)

Der FC Basel hat sich im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Champions League eine gute Ausgangslage erarbeitet. Die Basler gewinnen beim Molde FK dank eines Tores von Jacques Zoua 1:0. Die Gastgeber mussten ab der 27. Minute zu zehnt agieren. Von

Der FC Basel feiert beim Molde FK einen wichtigen Auswärtserfolg. Die Basler gewinnen das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League mit 1:0 – und das ohne den kurzfristig ausgefallenen Alex Frei. Jacques Zoua war der Schütze des einzigen Tores der Partie. «Ich bin glücklich über das Ergebnis nach einem sehr guten Spiel der Mannschaft, der viel abverlangt wurde», sagte FCB-Trainer Heiko Vogel, der betonte: «Ich habe ihr gleich übermittelt, das noch nichts entschieden ist.»

Das sieht zwar sein Kollege Ole Gunnar Solskjaer auch so, der Molde-Trainer sagte aber auch: «Jetzt wird es sehr schwer für uns.» In die Karten spielte dem FCB ein früher Platzverweis. In der 27. Minute waren Aleksandar Dragovic und Davy Claude Angan aneinander geraten, der Ivorer verlor die Beherrschung und patschte dem Basler Innenverteidiger mit der Hand ins Gesicht. Dem französischen Schiedsrichter, offenbar per Funk informiert vom Assistenten an der Linie und vom vierten Offiziellen, blieb keine andere Wahl, als Angan die Rote Karte zu zeigen.

Solskjaer lässt Dragovic nicht ungeschoren davonkommen

Am Verdikt des französischen Unparteiischen gab es auch in Solskjaers Augen nichts zu kritisieren: «Es ist eine rote Karte.» Allerdings empfand er das vorhergehende Rencontre zwischen Dragovic und Angan sogar als penaltywürdig. Eine eigenwillige Sichtweise, aber was folgte, kommentierte Solskjaer augenzwinkernd mit typisch britischem Sarkasmus, den er aus seiner Zeit bei Manchester mitgebracht hat: «Wenn mein Sohn 1,90 Meter gross wäre und würde sich so fallen lassen wie Dragovic und so lange liegen bleiben, bräuchte er mir gar nicht mehr nach Hause zu kommen.»

Erst funktioniert das Bild,
dann auch der Ton

Die Partie in Molde wurde live von Telebasel übertragen. Dabei kam es anfangs zu technischen Schwierigkeiten: Die Stimme von Vor-Ort-Kommentator Benjamin Schmid war erst nach einer halben Stunde zu hören. Kenner werden sagen: Besser als im September 2000. Damals kam bei einer Telebasel-Übertragung aus Bergen zwar der Ton in Basel an – in der ersten Halbzeit aber nicht das Bild. (fra)

Angan, mit zehn Toren bester Torschütze der norwegischen Tippeligaen und zweifacher Torschütze beim 3:0 in der Champions League gegen Ventspils, hatte bis dahin die gefährlichsten Situationen heraufbeschworen. Es wird kein Nachteil für den FCB sein, dass der Ivorer auch nächsten Mittwoch beim beim Rückspiel in Basel fehlen wird (20.00, St.-Jakob-Park, live bei SF info).

In Unterzahl agierten die Norweger mit dem vom Flügel in die Spitze beorderten Nigerianer Chukwu – bei allem Engagement konnten sie sich aber keine zwingenden Chancen herausspielen. Ein Kopfball des 36-jährigen Routiniers Daniel Berg Hestad in der 55. Minute über das Tor im Anschluss an einen Eckball war noch mit das Brenzligste, was de Molde Fotballklubb zustande brachte. «Der Platzverweis hat es uns mit Sicherheit nicht einfacher gemacht, den Molde hatte dadurch noch weniger zu verlieren», meinte Vogel und hob im gleichen Atemzug hervor, dass seine Mannschaft gut damit umgegangen sei.

Souveräner FCB nach der Pause

Vor allem nach der Pause kontrollierte der FCB die Partie weitgehend.  Dragovic und Sauro standen im Abwehrzentrum stabil, Cabral, Yapi und Diaz funktionierten im Mittelfeld gut und vorne verarbeitete Streller die Bälle besser als noch am Samstag in Zürich gegen die Grasshoppers. In dieser Phase wurde der FCB – auch ohne zu glänzen – mehr und mehr seinen Favoritenstellung gerecht und näherte sich dem Tor Mal um Mal.

Es wurde zu einem Geduldsspiel: Molde stellte mit zwei Viererketten die Räume zu und lauerte auf Kontergelegenheiten. «Wir waren gut beraten, Freistösse zu vermeiden und den Ballbesitz zu pflegen», so Vogel, der schliesslich einen konzentriert und sauber zu Ende gespielten Auftritt seines Teams erlebte.

Zouas klassischer Abstauber

Einem Energieanfall von Valentin Stocker entsprang der Treffer, der so viel wert sein kann für die Basler. Gegen drei Gegenspieler setzte sich Stocker durch und sah seinen satten, leicht abgefälschten Abschluss von Pettersen pariert. Die Nummer 2 im Tor der norwegischen Nationalmannschaft konnte den Ball aber nicht festhalten, und einen Meter vor der Torlinie erbte der für David Degen eingewechselte Jacques Zoua für ein klassisches Abstaubertor.

«Es war ein wichtiges Tor, ein Tor, das uns den Sieg gebracht hat», wollte Zoua kein grosses Aufhebens um seinen Treffer machen, als er in der immer noch hellen nordischen Nacht zu Fuss das Stadion verliess, um zurück in das in unmittelbarer Nähe gelegenen Teamhotel zu schlendernd. Einmal mehr unterstrich der Kameruner seinen Wert für den FCB.

Moldes Torhüter Espen Bugge Pettersen war geknickt: «Was soll ich sagen? Ein abgefälschter Ball ist immer schwierig.» Die Nummer 2 im Tor der norwegischen Nationalmannschaft klagte darüber, dass nicht viel gefehlt habe, um mit einem 0:0 zum Rückspiel nach Basel zu reisen: «Und zu zehnt war es natürlich nicht einfach, offensiver zu spielen.»

Cabral für Alex Frei in der Startelf

Vor dem Spiel hatte sich Heiko Vogel mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert gesehen: Alex Frei fiel verletzt aus. Am Dienstag, im Abschlusstraining im Aker Stadion, hatte sich der Goalgetter des FCB nichts anmerken lassen, am Spieltag allerdings musste er passen: eine Prellung im Beckenbereich aus dem GC-Spiel macht ihm doch mehr zu schaffen, als der 33-Jährige angenommen hatte.

Für Alex Frei rutschte Cabral in die Startelf, und Marcelo Diaz gab hinter Marco Streller so etwas wie eine hängende Spitze oder einen sehr offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler – je nach Perspektive konnte man die Basler Grundordnung als 4-5-1 oder als 4-1-4-1 interpretieren. Jedenfalls steckte die Mannschaft Freis Ausfall gut weg und agierte erstmals mit nur einen klaren Spitze, dafür mit einem Dreigestirn im Mittelfeld.

Der Fanmarsch und Salahs Tor

Unterstützung erhielt der FC Basel im Aker Stadion, das direkt am Moldefjord gelegen ist, von einer kleiner Gruppe Anhänger. Rund 40 Fans aus dem harten Kern der Muttenzerkurve zogen eineinhalb Stunden singend durch Moldes Hauptstrasse zum Stadion. Sie benutzten die Gehsteige, und die Basler hatten ein paar Molde-Fans in ihren blauweissen Schals im Schlepptau. Ein Fanmarsch, der im hohen Norden für keinerlei Aufregung sorgte.

Seit Mittwoch ist auch klar, dass der FC Basel noch einige weitere Tage auf Mohamed Salah wird verzichten müssen. Mit einem 3:1-Sieg gegen Weissrussland qualifizierte sich Ägypten im Olympischen Fussballturnier für die Viertelfinals. Der mit einer Schulterverletzung auf die Insel gereiste Salah traf erneut, diesmal zur 1:0-Führung, hat damit bei seinen drei Einsätzen drei Tore erzielt und gehört bereits zu den herausragenden Figuren des Turniers.

Nach dem Ausscheiden der Schweizer Olympiaauswahl kehren auch die beiden Basler Fabian Frei und Fabian Schär frühzeitig in die Heimat zurück, und Frei könnte vielleicht schon am Samstag in Sion eine Rolle zumindest als Ergänzungsspieler spielen. Ob das auch für Alex Frei gilt, darüber wollte Heiko Vogel in Molde keine Prognose abgeben.

Champions League, Qualifikation, 3. Runde, Hinspiel
Molde FK–FC Basel 0:1 (0:0)
Aker Stadion. – 6564 Zuschauer. – SR Fredy Fautrel (Fra)

Tor: 78. Zoua 0:1 (staubt aus einem Meter ab, nachdem Pettersen einen satten  Schuss Stockers unter dem Körper durch rutscht).
Platzverweis: 27. Angan (Tätlichkeit gegen Dragovic).
Verwarnungen: 14. Hovland (Foul), 30. Steinhöfer (Foul), 42. Cabral (Foul), 75. Stocker (Reklamieren).

Molde FK: Pettersen; Vatshaug, Hovland, Forren, Rindaröy; Eikrem, Hestad (79. Hoseth); Linnes (64. Simonsen), Moström, Chukwu; Angan.
FC Basel: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; Cabral; D. Degen (61. Zoua), Diaz, Yapi, Stocker; Streller.

Bemerkungen: Molde ohne Gatt, Berget, Ekpo (verletzt), FCB ohne A. Frei, P. Degen, Ajeti (alle verletzt), Salah, F. Frei, Schär (alle Olympia), Pak (ohne Aufgebot). – Molde nach Platzverweis in einem 4-4-1 mit Chukwu als Spitze.

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1.8.2012, 17:58 Uhr

Zoua schiesst den FC Basel zum 1:0-Sieg

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    Der doppelte Schär...
    Zum Artikel: Calla schiesst den FCB in Cupfinal gegen Zürich

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  • 02.03.2014 um 23:07
    Sommer | Lächerlich
    Zum Artikel: Der untröstliche Ajeti – die Einzelkritiken zum FCB

    Nö, eine 2 für Sommer finde ich ungemessen. Für ihn gilt wie für den grossen Teil seiner Mitspieler: Ein paar kleinere Unsauberkeiten, wie das richtig angemerkt wird, und die Gesamtleistung der Mannschaft war ohne Frage alles andere als spielerisch bef...

  • 26.02.2014 um 20:36
    Sechs lange Jahre waren es, werter Georg,
    Zum Artikel: Der EHC schafft den Durchbruch

    danke für den Hinweis. Man müsste eben nicht nur Eishockey spielen können, sondern auch Rechnen oder Schreiben – oder am besten beides. Also: 2006 ist ein schlichter (Tipp-)Fehler. Sechs Jahre dagegen stimmen schon: Letzter Sieg des EHC am 1.3.2008 ...

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