LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Schweiz

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Schweizer Mythos 

31.7.2012, 16:18 Uhr

Tell macht weltweit Karriere

31.7.2012, 16:18 Uhr

Die legendäre Geschichte des Wilhelm Tell wurde schon so häufig nachgespielt, dass wohl mehr als eine ganze Apfelernte dafür draufging. Auch in der Literatur haben sich nach Schiller noch einige mit dem Stoff befasst. Ein Überblick zum 1. August. Von

Tell – Das Musical (Pressebild) : Wilhelm Tell, der berühmteste Armbrustschütze der Welt

Wilhelm Tell, der berühmteste Armbrustschütze der Welt (Bild: Tell – Das Musical (Pressebild) )

«Durch diese hohle Gasse muss er kommen, es führt kein andrer Weg nach Küssnacht.» Bei diesem Zitat werden Erinnerungen wach: an mühsame Deutschstunden, an gelungene Theateraufführungen oder vielleicht sogar an einen Tagesausflug an den Vierwaldstättersee.

Es stammt aus Friedrich Schillers Schauspiel «Wilhelm Tell», das 1804 uraufgeführt wurde. Es ist die wohl bekannteste Bearbeitung des Tell-Stoffes. Als Schiller das Schauspiel schrieb, hatte er die Schweiz noch nie besucht – und dennoch war es der Deutsche, der den Schweizer Gründungsmythos bekannt machte.

Bevor Schiller den Tell-Mythos auf die grosse Bühne brachte, war die Figur aus verschiedenen Chroniken bekannt, etwa aus dem Weissen Buch von Sarnen oder aus der Chronik von Ägidius Tschudi. Doch Schiller war nur der Anfang einer vielseitigen Auseinandersetzung mit der Legende.

Eine Ouvertüre für die Ewigkeit

Auf der Vorlage von Schillers Schauspiel komponierte Gioachino Rossini rund 25 Jahre später seine Oper «Guillaume Tell».  Vor allem die Ouvertüre erlangte Weltruhm und wurde vielfach in unterschiedlichen Filmen wieder verwendet, beispielsweise in Symphonie Hour und Uhrwerk Orange. Speziell zur Untermalung von Reiterszenen wurde die Musik oft verwendet.

Das Bier vermischt sich mit dem Blut

Auch in Nottiswil, einem allerdings fiktiven Ort, konnte man sich für den Tell-Stoff erwärmen und plante eine Theateraufführung. Mani Matters Lied «Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert» schildert dieses Spektakel auf äusserst humoristische Art und Weise. Hier verliert die Geschichte etwas vom Mythisch-Erhabenen: Die Aufführung, bei der die Dorfbevölkerung zur Hälfte bei der Aufführung mitwirkt und die andere Hälfte im Publikum sitzt, endet im totalen Chaos, in der Schlägerei. Eine Aufführung in durchaus «naturalistischem Stil». Matters Fazit: «Si würde d Freiheit gwinne, wenn si däwäg z gwinne wär!»

Mitleid mit «Gessler»

Bei Schiller und auch bei seinen Nachfolgern stand klar Wilhelm Tell als Held im Mittelpunkt. Max Frisch entschied sich, einmal nicht Tell als den Guten und Landvogt Gessler als den Bösen darzustellen, sondern erzählt die Tell-Geschichte aus Sicht des in die Waldstätten abkommandierten Gessler, der hier aber «Ritter Konrad oder Grisler» ist, und dem es dort gar nicht gefällt. Diese Perspektive lässt den Leser eher Mitleid mit dem Ritter empfinden, ihn nicht mehr als gemeinen Tyrannen dastehen. Und plötzlich sieht man die ganze Geschichte mit anderen Augen.

Globi und Wilhelm Tell

Auch für das jüngere Publikum wurde Wilhelm Tells Geschichte bearbeitet. Allerdings ist dort weniger Tell der Held, sondern der blaue Vogel mit den karierten Hosen: Globi. Dieser träumt sich in die Zeit von «Willi» und «Walti» und unterstützt sie im Kampf gegen die Unterdrücker.

Auch in diversen Comics und Cartoons kommt vor allem die Apfelschuss-Szene immer wieder vor. Und Red Bull verwendete diesen kritischen Moment für Vater und Sohn, um die Wunderwirkung des Getränks anzupreisen.

«Wilhelm Tell – Realität und Mythos»

Sehr ausführlich hat sich vor etwa 25 Jahren Jean-François Bergier mit dem Tell-Stoff beschäftigt. Das fast 500-seitige Sachbuch wird derzeit neu aufgelegt. Bergier folgt der Figur Tell auf allen möglichen Pfaden und stellt sich die Frage nach Realität und Mythos der Figur Tell.

Tell goes Hollywood

Schon mehrfach haben sich auch der Schweizer und der deutsche Film mit dem Mythos um die Grüdung der Schweiz befasst. Nun soll Wilhelm Tell auch zum Hollywood-Star werden: Seit 2011 laufen die Dreharbeiten zu einer entsprechenden Produktion. Die Rolle von Tell soll Brendan Fraser übernehmen, sein Gegenspieler Gessler wird der deutsche Schauspieler Til Schweiger spielen. Darauf, wie Hollywood mit dem Legendenstoff umgeht, darf man gespannt sein. 

Tell im Sommer 2012

Dass die Figur und der Mythos Wilhelm Tell auch heute noch eine grosse Faszination ausstrahlen, beweisen die vielen unterschiedlichen Inszenierungen und Bearbeitungen. Alljährlich werden in Interlaken und Altdorf Tellspiele durchgeführt. Diesen Sommer finden die Spiele in Interlaken bereits zum 100. Mal statt und erfreuen sich noch immer grosser Beliebtheit. Gar auf eine 500-jährige Geschichte können die Altdorfer Tellspiele zurückblicken.

Doch damit nicht genug: Die Seebühne in Walenstadt widmet sich im Sommer 2012 dem Schweizer Nationalhelden und bringt «Tell – Das Musical» zur Weltpremiere. Im Park im Grünen in Münchenstein schliesslich wird das Theaterstück «tell Tell» von Albert Frank aufgeführt.

Bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen Aufführungen nicht enden wie bei Mani Matter.

Veranstaltungshinweise:

- Tellspiele Interlaken: noch bis 7. September 2012

- Altdorfer Tellspiele, Altdorf: 18. August bis 20. Oktober 2012

- «tell Tell» von Albert Frank, Park im Grünen/Münchenstein: 9. August bis 15. September 2012

- «Tell – Das Musical», Walenstadt: noch bis 25. August 2012

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Kultur

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Mythensturm aus der Kaisergruft Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

31.7.2012, 16:18 Uhr

Tell macht weltweit Karriere

Text

Text:

  • 31.12.2012 um 15:56
    «Ein bisschen klöpfen muss es schon»

    «The same procedure as every year» fordert nicht nur die alte Miss Sopie von ihrem Butler James im Sketch «Dinner for one». Auch wir haben alle unsere jahrelangen Silvesterbräuche und -rituale. Das zeigt ein Besuch im Zauberlädeli.

  • 24.12.2012 um 15:00
    Machs doch selber!

    Die Kreativ-Abteilung der TagesWoche ist auch am Heiligabend aktiv. Hans-Jörg «Fonzi» Walter hat Geschenkpapier designt. Verwenden kann es jeder, der einen Drucker zur Verfügung hat.

  • 21.12.2012 um 20:19
    O du fröhliche Heilsarmee

    Die Heilsarmee ist wieder unterwegs. Anders als ihre Berner ESC-Kollegen haben die Basler weniger Hürden zu überwinden, damit sie singen dürfen.

  • 16.08.2012 um 09:26
    Korrektur
    Zum Artikel: Andere Uni, andere Sitten

    Liebe Frau Bockemühl, ihr Kommentar hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht: Es handelt sich um eine Zunahme der Möbilität um durchschnttlich 1,4 Prozent pro Jahr seit 2005. Viel ist das freilich auch dann nicht... Selbstverständli...

  • 03.08.2012 um 09:49
    Kein Velofahrerbashing
    Zum Artikel: Ein Schild für die Katz

    Guten Tag Herr Boesiger, um Velofahrerbashing geht es der TagesWoche keineswegs. (Ich bin selber Velofahrerin und finde solche Verkehrssituationen lästig.) Es ging uns vor allem darum, einen Augenschein von der Siuation am Blumenrain zu nehmen und die...

Aktuell

Basile Bornand: 


Erfolgreicher Start: Tedesco (vorn) und Laissue.
4

Gastronomie 

Die Strasse, wo die Beizen blühen

Die Klybeckstrasse im unteren Kleinbasel hat sich zur attraktiven Off-Gastromeile entwickelt, die von jungen Betreibern lebt, die mit Leidenschaft, Charme und attraktiven Konzepten immer mehr Gäste anlocken. Mittendrin das «Gatto Nero», mit dem sich zwei langjährige Freunde einen langgehegten Traum erfüllten.Von Dominique Spirgi. Weiterlesen4 Kommentare