LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

International

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Syrien 

2.8.2012, 22:12 Uhr

Syriens Opposition zankt sich um politische Zukunft

2.8.2012, 22:12 Uhr

Während die Kämpfe auf dem Schlachtfeld immer heftiger toben, entbrennt ein bitterer Streit in der syrischen Opposition um die Bildung einer Exil-Regierung. Von Astrid Frefel

sda: Um seine Nachfolge wird bereits gestritten: der syrische Präsident al-Assad.

Um seine Nachfolge wird bereits gestritten: der syrische Präsident al-Assad. (Bild: sda)

«Dem hat noch vor kurzem der syrische Geheimdienst den Koffer getragen», meinte kürzlich in Kairo ein prominenter syrischer Oppositioneller von einem seiner Gegenspieler. Syriens Opposition ist zersplittert und tief zerstritten; die Zahl ihrer Gruppierungen nicht mehr zu überblicken. Mehrere Einigungsversuche sind in den vergangenen 16 Monaten gescheitert. Misstrauen, Missgunst und persönliche Fehden – während Jahrzehnten von Vater und Sohn Assad geschürt - vergiften das Klima. Je näher der Fall des Assad-Regimes rückt, je unüberbrückbarer werden die Gräben. Insbesondere die Kluft von Exil-Opposition und den neuen lokalen Revolutionskomitees im Land wird grösser, denn alle beginnen jetzt, Pläne für die Nach-Assad-Zeit zu schmieden.

Menschenrechtsdoyen prescht vor

Vorgeprescht ist Haytham al-Maleh, der 82-jährige Doyen der syrischen Menschenrechtsaktivisten. Er hat am Dienstag in Kairo die Bildung einer Exil-Regierung im Namen einer Koalition von etwa 45 syrischen Unabhängigen ohne politische Bindung angekündigt. Er sei beauftragt worden, eine Übergangsregierung zu leiten und Konsultationen im In- und im Ausland zu führen, erklärte er an einer Pressekonferenz. Nach seinen Vorstellungen sollen diesem Kabinett viele Revolutionsaktivisten angehören. Es solle das exekutive Organ vor Ort sein, während der Syrische Nationalrat (SNC) als eine Art Parlament fungieren würde, präzisierte Maleh seine Vorstellungen.

Maleh war seit den 60er-Jahren als Menschenrechtsanwalt tätig und ist dafür mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet worden. Er wurde mehrmals verhaftet und verbrachte einige Jahre im Gefängnis. Am 8. März 2011, nur Tage vor dem Ausbruch der ersten Demonstrationen, wurde er im Rahmen einer Amnestie freigelassen. Die ersten Monate des Aufstandes erlebte er im Land, dann verliess er Syrien, schloss sich dem SNC an und ging nach einiger Zeit seinen eigenen Weg. Dem SNC warf er vor, ineffizient zu sein zu wenig Konkretes für die Menschen im Land zu tun.

Rebellen stellen «Road Map» auf

Auch seine neuste Initiative war nicht mit dem SNC, der am breitesten gefächerten Gruppierung der Opposition, abgesprochen. Abdel Bassel Sayda, der neue Vorsitzende des SNC, reagierte verärgert und kritisierte die Bildung einer Exil- Regierung als einen verfrühten Schritt, der die Opposition nur schwäche. Sayda seinerseits hatte vor wenigen Tagen angekündigt, dass er mit lokalen Rebellengruppen über die Bildung einer Übergangsregierung diskutieren wolle, die von einer Persönlichkeit geführt würde, die sich seit Beginn des Aufstandes engagiert habe.

In Syrien entwickelt sich das Vereinigte Kommando der Freien Syrischen Armee (FSA) in Homs unter Kassem Saadeddine immer mehr zum zentralen Koordinationsorgan der bewaffneten Rebellen. Dieses hat einen eigenen Vorschlag zur «Nationalen Rettung» veröffentlicht, der für die Übergangszeit die Bildung eines «Präsidialrates» aus sechs Militärs und Politikern vorschlägt, der den politischen Transformationsprozess steuern soll. Ein «Nationalrat», dem die verschiedensten Oppositionsgruppen angehören, würde die Arbeit dieser Exekutive überwachen. Die FSA warnte zudem, dass jede Regierung die irgendwo gebildet würde, keine revolutionäre Legitimität habe.

Ambitionierte Deserteure

Und noch eine Gruppe versucht sich für die Nach-Assad-Zeit in Stellung zu bringen, die politischen und militärischen Deserteure; allen voran der kürzlich desertierte ex-Generalbrigadier Manaf Tlass. Der wird seit Tagen in den Hauptstädten der Region hofiert, was bei der Opposition den Verdacht geschürt hat, Länder wie die Türkei oder Saudi-Arabien könnten mit Tlass, einem Jugendfreund der Assad-Brüder, Zukunftspläne schmieden. Aber auch über ihn sind die Meinungen in der Opposition gespalten, während die einen sein Engagement begrüssen würden, halten ihn andere nur für einen Opportunisten, der noch rechtzeitig die Fronten gewechselt hat.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Syrien

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

USA unterstützen Rebellen Weiterlesen

Amnesty spricht von neuem Höhepunkt der Gewalt in Syrien Weiterlesen

Syrische Beobachtungsstelle meldet erneutes Massaker in Syrien Weiterlesen

Oder spenden Sie
einen eimaligen
Betrag

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

2.8.2012, 22:12 Uhr

Syriens Opposition zankt sich um politische Zukunft

Text

Text: Astrid Frefel

  • 20.11.2014 um 16:25
    Trotz Verbot: Genitalverstümmelungen in Ägypten gehen nur langsam zurück

    Ein Gericht in Ägypten hat einen Arzt und einen Vater freigesprochen, nachdem ein 13-jähriges Mädchen bei der Beschneidung gestorben war. Der Prozess wirft ein neues Schlaglicht auf die Praxis der Genitalverstümmelung in Ägypten, deren Verbreitung sich nur langsam zurückdrängen lässt.

  • 12.11.2014 um 09:00
    Malkurse statt politische Bildung: Wie ein Gesetz die NGOs bedroht

    Seit Montag stehen viele ägyptische Menschenrechtsaktivisten mit einem Bein im Gefängnis. Ihre Organisationen haben die Registrierung unter einem rigiden Gesetz aus der Mubarak-Zeit verweigert, das letzte Woche auch vom UN-Menschenrechtsrat in Genf kritisiert worden war.

  • 26.10.2014 um 15:56
    Basler Sprayer verschönert Kairo

    An der Mauer der Schweizer Botschaft in Kairo haben Graffiti-Künstler aus der Schweiz und aus Ägypten ihre «Fingerabrücke» hinterlassen. Mit dabei war der Basler Bustart, der mit einem fröhlichen Farbenspiel und prägnanten Porträts Akzente setzte.

Aktuell

Alexander Preobrajenski: Will für sein Z7 in Pratteln kämpfen: Norbert Mandel, seit 20 Jahren Betreiber der grossen Konzertfabrik.

Konzertfabrik 

Das Z7 prüft einen Wegzug aus Pratteln

Das Z7 fühlt sich in der Gemeinde Pratteln nicht mehr willkommen. Musikfans sind empört und ebenso sauer wie Konzertveranstalter Norbert Mandel. Dieser will kämpfen und bleiben – schaut sich aber bereits im Fricktal und auf der anderen Seite des Rheins nach Alternativen um.Von Marc Krebs. Weiterlesen

Alexander Preobrajenski: Florian Burckhardt bei der Vorpremiere von «Electroboy».

«Electroboy» 

Hollywood, Supermodel, Nervenanstalt

Florian Burckhardt war Supermodel, organisierte die Zürcher Partyreihe «Electroboy» und hatte grosse Aufträge als Webdesigner – Work hard, play hard. Irgendwann stürzte er ab. Marcel Gisler hat einen Dokfilm über ihn gedreht, und wir haben ihn zum Gespräch getroffen.Von Valentin Kimstedt. Weiterlesen

ateliers-florenz.ch: Zwischen den drei Ausstellungsräumen: eine kleine Kaffeeecke.

Kreativwirtschaft 

Ein neues Puzzleteil im Dreispitzbild

Der Campus der Künste wächst und gedeiht. Neben dem HeK und der Hochschule der Künste entsteht gerade die nächste Kunstlocation auf dem Dreispitz: Die «Ateliers Florenz».Von Daniela Gschweng. Weiterlesen