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Gastronomie 

31.7.2012, 07:04 Uhr

Wo kommt unser Pouletfleisch her?

31.7.2012, 07:04 Uhr

Die Herkunft von Fleisch ist im Restaurant oft nur knapp auf der Karte oder einem Plakat vermerkt - wenn überhaupt. Zeit einmal genau hinzusehen. Helfen Sie mit! Von

Joerg Beuge: Appetitlich, schmackhaft, aber wo kommt das Fleisch her?

Appetitlich, schmackhaft, aber wo kommt das Fleisch her? (Bild: Joerg Beuge)

Herr und Frau Schweizer legen Wert auf heimisches Fleisch. Am wichtigsten ist ihnen die Schweizer Herkunft beim Geflügelfleisch, wie die ETH in ihrem «Ernährungspanel Schweiz» festhält (nicht online, aber Auszüge sind hier einzusehen). 11,43 Kilogramm Geflügelfleisch isst der Schweizer pro Kopf und Jahr. Poulet, Ente, Truthahn & Co. haben im vergangenen Jahr das Rindfleisch von Platz 2 verdrängt (auf Platz 1: Schweinefleisch). Von den 90’000 Tonnen Geflügel, welche jährlich verspeist werden, stammt allerdings rund die Hälfte aus dem Ausland.

Der Detailhandel bietet vom Masthuhn aus Brasilien bis zum glücklichen Freilandhuhn vom Bauer aus der Region eine breite Palette an. Der Kunde hat zumindest an der Fleischtheke die Wahl, was ihm wichtiger ist: Preis oder Herkunft. Anders sieht es im Gastrobereich aus. Restaurants, Imbisse, Kantinen und ähnliche Betriebe müssen zwar seit 1996 deklarieren, woher das Fleisch stammt, an die Verordnung halten sich aber nicht alle. Zudem bleibt dem Kunden in der Regel keine Wahl. Er kann nur essen, was das Restaurant serviert.

Der Schweizer Fleischverband Proviande geht davon aus, dass 50 Prozent vom gesamten Fleisch (431’020 Tonnen; 53,74 kg pro Kopf)  in der Schweiz «ausser Haus» konsumiert wird. Ob das Fleisch in den Gastrobetrieben mehrheitlich aus ausländischer oder heimischer Zucht stammt, dazu gibt es allerdings keine Zahlen. Der Konsum bleibt eine grosse Unbekannte. Die TagesWoche würde dies nun gerne zumindest in der Region ändern und bittet Sie um Unterstützung.

Wir sammeln in den nächsten Tagen die Daten für die Beizen, Imbisse und Take-Aways in der Region. Wenn Sie also zum nächsten Mittag- oder Abendessen unterwegs sind, werfen Sie einen Blick auf die Fleischdeklaration und teilen Sie uns folgende Angaben mit:

Wie heisst der Betrieb, ist eine Fleischdeklaration vorhanden; wenn ja, als Plakat, auf der Karte oder wird die Herkunft nur auf Nachfrage mitgeteilt? Woher stammt das Pouletfleisch? Und wenn Sie sich gleich für ein Menü mit Poulet entscheiden, teilen Sie uns doch bitte auch den Preis mit. Sie können uns die Informationen entweder im Kommentar unten mitteilen oder per Mail schicken.

Uns interessiert vor allem das Geflügelfleisch, weil das konsumierte Schweine- und Rindfleisch in der Schweiz zu über 80 Prozent aus dem Inland stammt, weswegen auch im Gastrobereich der grösste Teil aus heimischer Zucht kommen dürfte.

Wir werden die Daten sammeln und auf einer Karte eintragen. Sie erhalten damit eine Übersicht, wo es Schweizer Pouletfleisch gibt und zu welchem Preis.

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Gastronomie, Detailhandel, Landwirtschaft

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Reaktionen

  1. Wüst

    am 31.07.2012, 13:01

    mampf, schmeckt, kommt aber leider nicht nur vom Coop-takeaway um die Ecke sondern aus Brasilien... werden dort nicht die Schnäbel der Küken geschnitten.. naja, schmeckt schon nicht mehr so gut. Aber für rund 6 Schtutz kann man nicht mehr erwarten. Immerhin ist's deklariert, auch wenn ich's erst nach dem Kauf gecheckt habe. Ok, würde auch 7 oder 8 Franken zahlen, wenn's CH-Fleisch wäre.
    Zum Dessert gibt's dafür fast einheimische Katzenpfötchen (nein, aus Lakritze und ja, nur fast, da aus... ... mehrmampf, schmeckt, kommt aber leider nicht nur vom Coop-takeaway um die Ecke sondern aus Brasilien... werden dort nicht die Schnäbel der Küken geschnitten.. naja, schmeckt schon nicht mehr so gut. Aber für rund 6 Schtutz kann man nicht mehr erwarten. Immerhin ist's deklariert, auch wenn ich's erst nach dem Kauf gecheckt habe. Ok, würde auch 7 oder 8 Franken zahlen, wenn's CH-Fleisch wäre.
    Zum Dessert gibt's dafür fast einheimische Katzenpfötchen (nein, aus Lakritze und ja, nur fast, da aus Deutschland).

  2. lilaba

    am 31.07.2012, 16:08

    wir gehen so wenig (immer weniger) als möglich auswärts essen, da es überhaupt keine auskunft (über fast nichts) bei den restaurants gibt. man muss also annehmen, dass es sich überwiegend um käfigfleisch handelt und die bohnen des bohnensalats sind aus der büchse, obwohl bohnensaison ist.
    sicher handelt es sich nie um bioprodukte, zuhause essen wir aber nur bio (kag) solange es noch möglich ist.
    also: es gruust einem uswärts und es isch erscht no tüüür !

  1. Wüst

    am 31.07.2012, 13:01

    mampf, schmeckt, kommt aber leider nicht nur vom Coop-takeaway um die Ecke sondern aus Brasilien... werden dort nicht die Schnäbel der Küken geschnitten.. naja, schmeckt schon nicht mehr so gut. Aber für rund 6 Schtutz kann man nicht mehr erwarten. Immerhin ist's deklariert, auch wenn ich's erst nach dem Kauf gecheckt habe. Ok, würde auch 7 oder 8 Franken zahlen, wenn's CH-Fleisch wäre.
    Zum Dessert gibt's dafür fast einheimische Katzenpfötchen (nein, aus Lakritze und ja, nur fast, da aus... mehrmampf, schmeckt, kommt aber leider nicht nur vom Coop-takeaway um die Ecke sondern aus Brasilien... werden dort nicht die Schnäbel der Küken geschnitten.. naja, schmeckt schon nicht mehr so gut. Aber für rund 6 Schtutz kann man nicht mehr erwarten. Immerhin ist's deklariert, auch wenn ich's erst nach dem Kauf gecheckt habe. Ok, würde auch 7 oder 8 Franken zahlen, wenn's CH-Fleisch wäre.
    Zum Dessert gibt's dafür fast einheimische Katzenpfötchen (nein, aus Lakritze und ja, nur fast, da aus Deutschland).

  2. lilaba

    am 31.07.2012, 16:08

    wir gehen so wenig (immer weniger) als möglich auswärts essen, da es überhaupt keine auskunft (über fast nichts) bei den restaurants gibt. man muss also annehmen, dass es sich überwiegend um käfigfleisch handelt und die bohnen des bohnensalats sind aus der büchse, obwohl bohnensaison ist.
    sicher handelt es sich nie um bioprodukte, zuhause essen wir aber nur bio (kag) solange es noch möglich ist.
    also: es gruust einem uswärts und es isch erscht no tüüür !

Informationen zum Artikel

31.7.2012, 07:04 Uhr

Wo kommt unser Pouletfleisch her?

Text

Text:

  • 20.11.2014 um 18:35
    Zum Artikel: OSZE: Bald kommt die Sperrzone

    @Georg: Ich habe den Artikel nochmals gelesen und frage mich dasselbe: Wo steht denn im Text «Ausgangssperre»? Und wo sind Fakten weggelassen worden? Oder anders: Nein, wir haben keine «kleineren Fakten weggelassen». Aber danke für den Input, wir haben...

  • 14.11.2014 um 17:59
    Zum Artikel: Auf Kaffee und Kultur in Sarajevo

    Eine Frage des zeitlichen Blickwinkels: Tatsächlich sind Spuren noch sichtbar, vor allem wenn man mit dem Blick darauf durch die Strassen zieht. Der Autor war aber bereits 1998 im Land, die Entwicklung seit damals ist schon bemerkbar. Angesichts vor al...

  • 11.11.2014 um 13:53
    Zum Artikel: Abstimmungs-Spickzettel: Alles, was Sie zur Ecopop-Initiative wissen müssen

    @Pubol. Ich weise Sie gerne ein letztes Mal daraufhin. Halten Sie sich an unseren Community-Leitfaden und Sie haben keine Problem. Sie müssen nun auch nicht unter jeden Artikel schreiben, dass ein Kommentar von Ihnen verborgen wurde. Danke.

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