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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Kunst-Projekt 

30.7.2012, 17:03 Uhr

Als Nächstes werden Fähren eingestrickt

30.7.2012, 17:03 Uhr

Das «Strick-Graffiti» der Strickgruppe «farbARTig verstriggt», das seit der letzten Art Basel das Geländer der Wettsteinbrücke ziert, wurde abmontiert. Auf künftige Aktionen kann man sich aber freuen. Von Annina Striebel

Dieses Münster-Panorama gehört nun der Vergangenheit an.

Dieses Münster-Panorama gehört nun der Vergangenheit an. (Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

Auch 3D-Strickarbeiten fanden Platz auf dem Brückengeländer.

Auch 3D-Strickarbeiten fanden Platz auf dem Brückengeländer. (Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

Sowohl auf Touristen als auch auf Einheimische schien die Brücke eine «bestrickende» Wirkung zu haben.

Sowohl auf Touristen als auch auf Einheimische schien die Brücke eine «bestrickende» Wirkung zu haben. (Bild: Annina Striebel)

Leider gab es auch Leute, die das Kunstwerk beschädigten.

Leider gab es auch Leute, die das Kunstwerk beschädigten. (Bild: Annina Striebel)

«I like to stay here» – bis zum Nachmittag des 30. Juli konnte der Elefant bleiben.

«I like to stay here» – bis zum Nachmittag des 30. Juli konnte der Elefant bleiben. (Bild: Annina Striebel)

Auch die persönliche Haltung wurde inszeniert.

Auch die persönliche Haltung wurde inszeniert. (Bild: Annina Striebel)

(Bild: Annina Striebel)

Basel «farbARTig verstriggt» meldet sich zum Start der Art Basel 2013 mit einer neuen Aktion.

Basel «farbARTig verstriggt» meldet sich zum Start der Art Basel 2013 mit einer neuen Aktion. (Bild: Annina Striebel)

Am Montagnachmittag wurden die überdimensionalen «Strick-Amedysli» von den Brückenhandläufen genommen. «Die Hälfte der Decken wird nun an eine Organisation verschenkt, die für Rumänien strickt», sagt Kathrin Stalder, Initiantin von «farbARTig verstriggt». Die andere Hälfte werde im Zusammenhang mit Basel noch einmal gebraucht – mehr wird noch nicht verraten.

Sie habe viele positive Rückmeldungen erhalten, erzählt Stalder: Ein Blinder beispielsweise habe sich sehr darüber gefreut, dass er diese Kunst fühlen konnte. Bewegend war es für sie, als ein Passant bei den Arbeiten am Brückengeländer vorbeikam und sagte, er könne leider nicht stricken, wolle aber die Kosten des Projektes übernehmen. Für Ferien könne er das Geld nicht verwenden, weil er seine Mutter hier pflegen müsse. Einziger Wermutstropfen waren die mutwilligen Beschädigungen an einem Teil des Strickkunstwerkes auf der einen Brückenseite.

100 Helferinnen und Helfer

Dass das «Strick-Graffiti» nun von der Wettsteinbrücke entfernt wurde, bildet für «farbARTig verstriggt» aber nicht den Schlusspunkt für Aktionen. Zur kommenden Art Basel soll eine neue Aktion folgen: Als nächstes Projekt werden vier Fähren eingestrickt. Dafür habe es nur die Bewilligung des Fährvereins und der Fährmänner gebraucht. Kathrin Stalder zeigt sich zuversichtlich, dass die Fähren rechtzeitig eingestrickt werden können. «Mit bis jetzt 100 Leuten, die sich angemeldet haben, macht das 20 Leute pro Fähre.» Vier Künstlerinnen würden je ein Konzept für das Kleid einer Fähre entwerfen. Eine könnte zum Beispiel schwarz-weiss mit Baslerstab werden, eine andere blau, grün und türkis.

«100 Leute stellen 'farbARTig verstriggt' vor ein kleines Standort-Problem», sagt Stalder. Bei schönem Wetter werde auf der Pfalz gestrickt. Falls es am ersten Strick-Treffen regnen sollte, kann die Gruppe in den Keller des Café Isaak. Für später hat Kathrin Stalder beim Münsterpfarrer um Strickasyl ersucht, da der bisherige Strick-Treff in der Mitte räumlich zu klein ist. «Offenbar stellt das gemeinsame Gestalten ein Bedürfnis dar, weil neben Fäden auch Menschen verbunden werden», stellt Stalder fest.

«Manche stricken auch im Ausland oder in anderen Kantonen», so Stalder: «Da gibt es zum Beispiel jenen 88-jährigen Mann, der zuhause strickt.» Sie freut sich ausserdem über die Beteiligung der Strick-Graffiti-Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck aus Deutschland. Diese forsche auf dem Gebiet der Strick-Graffiti-Kunst und entwerfe eines der vier Konzepte für das Projekt der eingestrickten Fähren zur kommenden Art Basel. Es sei schon faszinierend, zu sehen, wie aus einem Plätzli ein Gesamtkunstwerk werde, sagt Stalder. «Ein altes Handwerk wird wieder aufgewertet.»

  1. Striggede in 3DVideo gefilmt

    von Michael Przewrocki am 31.07.2012 um 06:51Uhr

    Habe die Striggede in 3DVideo gefilmt. Betrachten durch Schielen oder andere Hilfmittel. Wird noch dieses Jahr online sein. Wann wird hier bekanntgegeben.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Striggede in 3DVideo gefilmt

    von Michael Przewrocki um 31.07.2012 um 06:51Uhr

    Habe die Striggede in 3DVideo gefilmt. Betrachten durch Schielen oder andere Hilfmittel. Wird noch dieses Jahr online sein. Wann wird hier bekanntgegeben.
    Direktlink zum Kommentar

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30.7.2012, 17:03 Uhr

Als Nächstes werden Fähren eingestrickt

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  • 21.09.2012 um 00:01
    Wochenendlich im Lötschental

    Das Walliser Lötschental lockt von Frühling bis Herbst mit vielen Wanderrouten. Es bietet für jede Kondition etwas.

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  • 15.04.2013 um 07:00
    Super!
    Zum Artikel: Gewonnen!

    Ich gratuliere euch von Herzen. Der Preis ist hochverdient. Eure Experimentierfreude und Kreativität sowie die Nähe zur Leserschaft sind beispielhaft in der Schweizer Medienwelt.

  • 21.12.2012 um 14:34
    @ David Klein
    Zum Artikel: Wenn der Eisenfuss stürmt

    Da Urs Buess einmal für die BaZ gearbeitet hat, sehe ich ihn schon als von Bollmanns Aussagen Betroffenen.

  • 10.12.2012 um 10:57
    Matt Andersen
    Zum Artikel: Freitagsfeierabendständchen

    Das nenne ich Leidenschaft! Wundervoll.

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