Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Di, 21.05.2013

Ägypten 

24.7.2012, 16:29 Uhr

Ein Wasserexperte wird neuer Premier in Kairo

24.7.2012, 16:29 Uhr

Hisham Kandil, ein 50-jähriger, unabhängiger Technokrat, hat vom ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi den Auftrag erhalten, eine neue Regierung zu bilden. Von Astrid Frefel

Keystone: Das Transparent zeigt ein Bild des ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi, im Hintergrund: seine Unterstützer.

Das Transparent zeigt ein Bild des ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi, im Hintergrund: seine Unterstützer. (Bild: Keystone)

Den Namen vom Hisham Kandil hatte niemand auf der Liste möglicher Anwärter für den Posten des neuen ägyptischen Regierungschefs. Sie war vor allem bestückt mit Wirtschafts- und Finanzfachleuten. Morsi überrascht mit andern Überlegungen. Er setzt auf einen nur in Insider-Kreisen bekannten Experten für Wasser, der sich insbesondere in der Nil-Bassin-Initiative engagiert hat.

Mit seinen erst 50 Jahren steht Kandil für einen Generationenwechsel, wie er vor allem von der Revolutionsjugend gefordert wurde. Der designierte Regierungschef hat 1984 in Kairo sein Ingenieursstudium abgeschlossen und 1993 in den USA an der Universität von North Carolina promoviert. In den vergangenen Jahren bekleidete er mehrere Funktion in der ägyptischen Bürokratie und in der Afrikanischen Entwicklungsbank, bevor er im Juni 2011 in der ersten nach-revolutionären Regierung zum Minister für Bewässerung ernannt wurde. Er fiel damals als erstes ägyptisches Kabinettsmitglied mit Bart auf. Kandil behielt diesen Posten auch in der Regierung von Kamal el-Ganzouri, der nach der Vereidigung Morsis vor drei Wochen seinen Rücktritt einreichte.

Morsi hat mit der Nominierung Kandils sein Wahlversprechen eingelöst, einen Regierungschef von ausserhalb der Muslimbrüder zu suchen. Kandil bezeichnet sich selbst als religiös, hat aber nie einer islamitischen Gruppierung angehört. Die Muslimbrüder hatten als Eigenschaften für alle Regierungsmitglieder Integrität, Effizienz und Kompetenz gefordert. Morsis Sprecher beschrieb Kandil, als unabhängige und patriotische Persönlichkeit. Politische Erfahrungen bringt er keine mit.

Muslimbrüder wollen Service-Ministerien

Der Präsident führt weitere Konsultationen mit den verschiedensten gesellschaftlichen Kräften, um die übrigen Kabinettsposten zu besetzen. Die Muslimbrüder erheben Anspruch auf etwa zehn Ressorts, also weniger als die Hälfte. Sie wollen sich hauptsächlich auf die sogenannten Service-Ministerien wie Gesundheit, Erziehung und Soziales konzentrieren. Der Präsident will sein Renaissance-Programm umsetzen, das eine Verbesserung der Dienstleistungen für die Bürger vorsieht. So hofft er Wähler und Wählerinnen bei der Stange zu behalten. In diese Richtung geht auch Kandils Verpflichtung. Wasser- und Strommangel gehören in diesen heissen Sommertagen zu den grössten Sorgen der Menschen.

Dagegen zeigen die Muslimbrüder weniger Interesse an den politisch heiklen Ressorts wie Inneres, Äusseres und Verteidigung. Das sind die Ministerien, bei deren Besetzung die Generäle des obersten Militärrates, auch wenn sie das immer verneinen, ein Wort mitreden werden. Vieles deutet etwa daraufhin, dass Feldmarschall Tantawi Verteidigungsminister bleiben wird. Dem Prinzip aus der Mubarak-Zeit, dass der Präsident die Strategien vorgibt und die Regierung nur ausführt, scheint Morsi mit der Ernennung Kandils treu zu bleiben.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

24.7.2012, 16:29 Uhr

Ein Wasserexperte wird neuer Premier in Kairo

Text

Text: Astrid Frefel

  • 27.04.2013 um 13:05
    80 Peitschenschläge für ein Glas Bier

    Ein Staatsanwalt in Oberägypten wollte einen Biertrinker mit Peitschenhieben bestrafen. Sofort wurde er suspendiert. Aber seit in Kairo die Islamisten regieren, gibt es Bestrebungen, den Alkoholkonsum einzuschränken.

  • 12.04.2013 um 13:37
    Bassem Youssef lässt sich den Mund nicht verbieten

    Gespannt warten Millionen Ägypter jeden Freitag auf das neue Programm des Satirikers Bassem Youssef. Die Prozessflut gegen ihn hat seine Popularität im Inland noch gesteigert und seinen Namen auch im Ausland bekannt gemacht.

  • 19.03.2013 um 15:23
    Opposition einigt sich auf Regierungschef

    Nach langem Zögern hat die syrische Opposition den Chef einer Interimsregierung gewählt. Ghassan Hitto, IT-Experte mit kurdischen Wurzeln und amerikanischem Pass, will in den befreiten Gebieten wieder eine Verwaltung und einen Rechtsstaat aufbauen.

Aktuell

sda: Frau trägt Kind nahe der eingestürzten Schule

Unwetter 

Viele Tote nach Tornado in Oklahoma

Nach dem verheerenden Tornado in einem Vorort der US-Grossstadt Oklahoma ist die Opferzahl auf 91 gestiegen. 40 weitere Leichen wurden im Vorort Moore aus den Trümmern zerstörter Wohnhäuser und Schulen geborgen. Von sda. Weiterlesen

sda: Der Schauplatz eines Anschlags

Irak 

50 Tote bei Anschlägen im Irak

Eine Serie von Anschlägen und Angriffen mit fast 90 Toten hat den Irak zu Wochenbeginn erschüttert. Bei Bombenanschlägen und Angriffen in mehreren Städten wurden am Montag mehr als 200 weitere Menschen verletzt, wie Polizisten und Rettungskräfte mitteilten.Von sda. Weiterlesen

sda: Ein durch Lunftangriffe zerstörtes Haus  in Syrien (Symbolbild)

Krieg in Syrien 

Schwerer Angriff auf Kusseir

Bei schweren Angriffen auf die syrische Rebellenhochburg Kusseir sind am Sonntag mindestens 13 Menschen getötet worden. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte flog die syrische Armee seit dem frühen Morgen heftige Angriffe auf die Stadt Kusseir. Von sda. Weiterlesen