LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

International

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Ägypten 

24.7.2012, 16:29 Uhr

Ein Wasserexperte wird neuer Premier in Kairo

24.7.2012, 16:29 Uhr

Hisham Kandil, ein 50-jähriger, unabhängiger Technokrat, hat vom ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi den Auftrag erhalten, eine neue Regierung zu bilden. Von Astrid Frefel

Keystone: Das Transparent zeigt ein Bild des ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi, im Hintergrund: seine Unterstützer.

Das Transparent zeigt ein Bild des ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi, im Hintergrund: seine Unterstützer. (Bild: Keystone)

Den Namen vom Hisham Kandil hatte niemand auf der Liste möglicher Anwärter für den Posten des neuen ägyptischen Regierungschefs. Sie war vor allem bestückt mit Wirtschafts- und Finanzfachleuten. Morsi überrascht mit andern Überlegungen. Er setzt auf einen nur in Insider-Kreisen bekannten Experten für Wasser, der sich insbesondere in der Nil-Bassin-Initiative engagiert hat.

Mit seinen erst 50 Jahren steht Kandil für einen Generationenwechsel, wie er vor allem von der Revolutionsjugend gefordert wurde. Der designierte Regierungschef hat 1984 in Kairo sein Ingenieursstudium abgeschlossen und 1993 in den USA an der Universität von North Carolina promoviert. In den vergangenen Jahren bekleidete er mehrere Funktion in der ägyptischen Bürokratie und in der Afrikanischen Entwicklungsbank, bevor er im Juni 2011 in der ersten nach-revolutionären Regierung zum Minister für Bewässerung ernannt wurde. Er fiel damals als erstes ägyptisches Kabinettsmitglied mit Bart auf. Kandil behielt diesen Posten auch in der Regierung von Kamal el-Ganzouri, der nach der Vereidigung Morsis vor drei Wochen seinen Rücktritt einreichte.

Morsi hat mit der Nominierung Kandils sein Wahlversprechen eingelöst, einen Regierungschef von ausserhalb der Muslimbrüder zu suchen. Kandil bezeichnet sich selbst als religiös, hat aber nie einer islamitischen Gruppierung angehört. Die Muslimbrüder hatten als Eigenschaften für alle Regierungsmitglieder Integrität, Effizienz und Kompetenz gefordert. Morsis Sprecher beschrieb Kandil, als unabhängige und patriotische Persönlichkeit. Politische Erfahrungen bringt er keine mit.

Muslimbrüder wollen Service-Ministerien

Der Präsident führt weitere Konsultationen mit den verschiedensten gesellschaftlichen Kräften, um die übrigen Kabinettsposten zu besetzen. Die Muslimbrüder erheben Anspruch auf etwa zehn Ressorts, also weniger als die Hälfte. Sie wollen sich hauptsächlich auf die sogenannten Service-Ministerien wie Gesundheit, Erziehung und Soziales konzentrieren. Der Präsident will sein Renaissance-Programm umsetzen, das eine Verbesserung der Dienstleistungen für die Bürger vorsieht. So hofft er Wähler und Wählerinnen bei der Stange zu behalten. In diese Richtung geht auch Kandils Verpflichtung. Wasser- und Strommangel gehören in diesen heissen Sommertagen zu den grössten Sorgen der Menschen.

Dagegen zeigen die Muslimbrüder weniger Interesse an den politisch heiklen Ressorts wie Inneres, Äusseres und Verteidigung. Das sind die Ministerien, bei deren Besetzung die Generäle des obersten Militärrates, auch wenn sie das immer verneinen, ein Wort mitreden werden. Vieles deutet etwa daraufhin, dass Feldmarschall Tantawi Verteidigungsminister bleiben wird. Dem Prinzip aus der Mubarak-Zeit, dass der Präsident die Strategien vorgibt und die Regierung nur ausführt, scheint Morsi mit der Ernennung Kandils treu zu bleiben.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Ägypten

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Chemiewaffen nicht gegen eigenes Volk Weiterlesen

Libyen hat einen Sieger ohne Mehrheit Weiterlesen

Oder spended Sie
einen eimaligen
Betrag

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

24.7.2012, 16:29 Uhr

Ein Wasserexperte wird neuer Premier in Kairo

Text

Text: Astrid Frefel

  • 22.01.2015 um 14:46
    Halbzeit beim Bau des neuen Suez-Kanals

    20'000 Arbeiter bauen im Eiltempo die 72 Kilometer lange Wasserstrasse zwischen dem Roten und dem Mittelmeer aus. Der neue Kanal soll das Herzstück einer gigantischen Wirtschaftszone werden. Ein Augenschein vor Ort.

  • 09.01.2015 um 14:57
    Auch die arabische Welt greift zum Stift

    Schnell und heftig hat diesmal die arabische und muslimische Welt das Massaker von Paris verurteilt. «Charlie Hebdo» blieb am Freitag das zentrale Thema in den Medien, in denen auch der Stift als Symbol gegen den blutigen Anschlag Einzug gehalten hat.

  • 07.01.2015 um 13:19
    Aug um Aug, Zahn um Zahn in Libyen

    Die anerkannte Regierung Libyens hat am Montag von der internationalen Gemeinschaft Waffen gefordert, um ihren Kampf gegen islamistische Milizen zu unterstützen. Sie setzt wie ihre Gegenspieler auf eine militärische Lösung. Die UN musste deshalb ihren Dialogversuch auf unbestimmte Zeit verschieben.

Aktuell

Keystone/PATRICK SEEGER: Kam, traf und siegte: Nils Petersen, im Winter aus Bremen ausgeliehen, trägt den Slogan des Wochenendes auf der Trikotbrust und erzielt einen Hattrick für den SC Freiburg.

Fussball 

Freiburg stimmt neuem Stadion zu

Mit klarer Mehrheit stimmen die Bürger dem Neubau eines Stadions für den SC Freiburg zu, für den am Tag vor dem Urnengang das 4:1 gegen Frankfurt ein Steilpass im Abstiegskampf der Bundesliga war.Von Christoph Ruf. Weiterlesen

GIAN EHRENZELLER: 


Die Tessiner Ausnahmekönnerin Lara Gut ist immer zur Stelle, wenn Medaillen zu vergeben sind.

Ski alpin 

Die Schweiz legt die Latte an der Ski-WM tief

Eine Medaille für die Männer, zwei für die Frauen – das entspräche den Erwartungen der Verantwortlichen vor der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in den USA. Ein Blick auf Form- und Gemütszustand von Swiss Ski.Von Christoph Geiler. Weiterlesen