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Gleichstellung 

25.7.2012, 15:22 Uhr

Frauen haben mehr im Rucksack

25.7.2012, 15:22 Uhr

Die Leiterin des Basler Gleichstellungsbüros, Leila Straumann, hat im «Tages-Anzeiger» als einzige Gleichstellungsbeauftragte der Schweiz den Rücktritt von Markus Theunert als Zürcher Männerbeauftragter kommentiert. Mit einer bemerkenswerten Aussage. Von

zVg: Leila Straumann leitet die «Abteilung für Gleichstellung von Frauen und Männern» in Basel.

Leila Straumann leitet die «Abteilung für Gleichstellung von Frauen und Männern» in Basel. (Bild: zVg)

Frau Straumann, Sie sind die einzige Gleichstellungsbeauftragte der Schweiz, die
bereit war, dem Tages-Anzeiger einen Kommentar zum schnellen Rücktritt des Zürcher Männerbeauftragten Markus Theunert abzugeben. Sind Ihre Kolleginnen mutlos?

Ich kann mich über die Motive meiner Kollegen und Kolleginnen nicht äussern. Ich war gestern erreichbar und konnte Auskunft geben. Es ist zum Beispiel Ferienzeit oder man ist in Sitzungen beschäftigt. Meine Kolleginnen betrachte ich jedenfalls nicht als mutlos, sie haben in anderen Fällen bewiesen, dass sie sich kritischen Fragen stellen.

Bemerkenswert ist Ihre Aussage, Frauen seien in Gleichstellungsfragen qualifizierter als Männer. Erklären Sie mir das?

Ich spreche von qualifiziert im Sinne ihrer Ausbildung. Frauen, die sich bei uns bewerben, haben in der Regel mehr im Rucksack als die Männer. Sie haben sich beispielsweise schon im Studium mit Genderfragen auseinandergesetzt. Sie haben Soziologie, Ökonomie, Geisteswissenschaften oder Jus studiert und jeweils einen Schwerpunkt auf Fragen der Chancengleichheit oder Diskriminierung gelegt. Viele Frauen haben im Nebenfach Gender Studies besucht, sich ehrenamtlich engagiert, bei Männern ist das selten. Ich freue mich, wenn sich das in Zukunft ändert.

In Ihrer Abteilung ist derzeit eine Stelle frei, die Ausschreibung, sagen Sie, richte sich explizit auch an Männer. Welche Eigenschaften muss denn ein Mann haben, wenn Sie ihn vom Geschlecht her per se für weniger qualifiziert halten als eine Frau?

Sie unterstellen mir damit ein Vorurteil; das habe ich jedoch keineswegs. Ich habe soeben ausgeführt, worauf meine Aussage beruht. Wenn ein Mann die gewünschte Ausbildung und Erfahrung mitbringt, hat er die gleiche Chance wie eine Frau. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir einen Mann für diese anspruchsvolle Aufgabe gewinnen können.

Markus Theunert ist einer, der die jetzige von Frauen diktierte Gleichstellungsarbeit immer wieder als zu einseitig kritisierte, weil sie die Benachteiligungen der Männer ausser Acht lasse. Haben Frauen das Monopol in Sachen Diskriminierung?

Nein, das haben sie nicht. Diese Aussage stimmt denn auch nicht, wenn man die Arbeit unseres Büros anschaut. Wir arbeiten in vielen Bereichen mit Männer- und Jugendorganisationen und vor allem auch mit der Wirtschaft zusammen, häufig und intensiv. Theunerts Anliegen, mit den Männern in den Dialog zu treten und sie nicht nur als Zielgruppe für Forderungen anzugehen, wird bei uns seit einigen Jahren umgesetzt und gelebt.

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Reaktionen

  1. Verifiziert

    Pat Mächler

    am 25.07.2012, 17:07

    In Ländern in denen die Gleichstellung weit fortgeschritten ist, wenig aufgrund von Geschlecht diskriminiert wird und die Leute einsehen, dass das unterschiedliche Verhalten im Bereich Geschlecht in erster Linie angelernt und nicht angeboren ist, sieht man sehr positive Auswirkungen auf den allgemeinen Wohlstand[1]. Aber um das voranzutreiben muss man sich halt auch wissenschaftlich akribisch mit solchen Thematiken befassen und sozial-persönliche Vorgemachte Ideen mit Erkenntnis ersetzen;... ... mehrIn Ländern in denen die Gleichstellung weit fortgeschritten ist, wenig aufgrund von Geschlecht diskriminiert wird und die Leute einsehen, dass das unterschiedliche Verhalten im Bereich Geschlecht in erster Linie angelernt und nicht angeboren ist, sieht man sehr positive Auswirkungen auf den allgemeinen Wohlstand[1]. Aber um das voranzutreiben muss man sich halt auch wissenschaftlich akribisch mit solchen Thematiken befassen und sozial-persönliche Vorgemachte Ideen mit Erkenntnis ersetzen; ansonsten bleibt die gesellschaftliche Debatte eher dort wo keine Fortschritt möglich ist: auf Stammtisch-Niveau. Ich kann daher über die Aussage im einen Kommentar, dass Gender Studies gehöre zu den "Blabla-Fächer" daher nur den Kopf schütteln.

    Ich würde vermuten, dass die Errungenschaften der Gleichstellung in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten wesentlich mehr zum allgemeinen Wohlstandszuwachs beigetragen haben, als es neue Errungenschaften im Produktionssektor jemals getan hätten. Nein, ich kann das schwerlich hier schnell in einem Kommentar nachweisen.

    Ich würde mich auch über ein ausgeglichenes Geschlechts-Verhältnis in allen Berufsbereichen (nicht nur MINT-Fächern) freuen: gemischte Teams mit Menschen ganz unterschiedlicher Lebenserfahrungen unterliegen etwa viel seltener dem Gruppendenken, welches viele Probleme erst entstehen lässt.

    Pat Mächler
    Ausbildung: BSc Informatik (Aspirant MSc Informatik), Supplema in Gender Studies

    [1] www.economist.com/node/6800723
    (ja, es gibt weitaus mehr Belege, dass meine Aussage zutrifft aber ich mag jetzt keine - ohnehin immer unvollständige - Liste zusammensuchen; die meisten Leser hier sollten fähig sein scholar.google.com , etc. selbst zu nutzen)

  2. louis pinagot

    am 25.07.2012, 23:38

    Frau Straumanns Aussagen sind nachvollziehbar und gewiss richtig. Aber. Ich frage mich, ob es nicht zur Förderung der Gleichberechtigung eine Förderung der in Gleichberechtigungsfragen engagierten Männer bräuchte. Wie wäre es mit einer 30% Quote? Ich nerve mich einfach darüber, dass Gleichberechtigungsanliegen von vielen Leuten weitgehend als Frauenanliegen gesehen werden, weil es keine männlichen Gesichter gibt, die dahinter stehen. Frau Straumanns und ihrer Mitstreiterinnen Qualifikation... ... mehrFrau Straumanns Aussagen sind nachvollziehbar und gewiss richtig. Aber. Ich frage mich, ob es nicht zur Förderung der Gleichberechtigung eine Förderung der in Gleichberechtigungsfragen engagierten Männer bräuchte. Wie wäre es mit einer 30% Quote? Ich nerve mich einfach darüber, dass Gleichberechtigungsanliegen von vielen Leuten weitgehend als Frauenanliegen gesehen werden, weil es keine männlichen Gesichter gibt, die dahinter stehen. Frau Straumanns und ihrer Mitstreiterinnen Qualifikation in Ehren, aber wenn es um die gesellschaftliche Glaubwürdigkeit und Strahlkraft ihrer Anliegen geht, wäre ein bewusst Männlich-Weiblich-Auftretendes Gleichstellungsbüro ausgesprochen wünschenswert. Was ich eigentlich sagen will: Gleichberechtigung ist keine akademische Frage, sondern eine gesellschaftliche. Und genau hier wäre gemeinsam mehr zu erreichen.

  1. Sibylle M

    am 25.07.2012, 16:02

    toll, wenn so klare fundierte aussagen gemacht werden! es tut gut, solch differenzierte meinungen zu lesen. Die frauen haben, wohl aus einer langen leidensgeschichte der unterdrückung, viel mehr erfahrung in gleichstellungsfragen und eine jahrzehntelange frauenbewegung hinter sich.

  2. Phil Boesiger

    am 25.07.2012, 16:03

    Na zum Glück gibt's weniger Männer, die solche Blabla-Fächer wie Gender Studies belegen. Irgend jemand muss ja noch etwas zum allgemeinen Wohlstand beitragen und produktiv sein. Insofern haben die Frauen in den technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen enormes Aufholpotential. JuristInnen, SoziologInnen und ähnlichen Gesellschaftsballast gibt's schon mehr als genug.

  3. Verifiziert

    Pat Mächler

    am 25.07.2012, 17:07

    In Ländern in denen die Gleichstellung weit fortgeschritten ist, wenig aufgrund von Geschlecht diskriminiert wird und die Leute einsehen, dass das unterschiedliche Verhalten im Bereich Geschlecht in erster Linie angelernt und nicht angeboren ist, sieht man sehr positive Auswirkungen auf den allgemeinen Wohlstand[1]. Aber um das voranzutreiben muss man sich halt auch wissenschaftlich akribisch mit solchen Thematiken befassen und sozial-persönliche Vorgemachte Ideen mit Erkenntnis ersetzen;... mehrIn Ländern in denen die Gleichstellung weit fortgeschritten ist, wenig aufgrund von Geschlecht diskriminiert wird und die Leute einsehen, dass das unterschiedliche Verhalten im Bereich Geschlecht in erster Linie angelernt und nicht angeboren ist, sieht man sehr positive Auswirkungen auf den allgemeinen Wohlstand[1]. Aber um das voranzutreiben muss man sich halt auch wissenschaftlich akribisch mit solchen Thematiken befassen und sozial-persönliche Vorgemachte Ideen mit Erkenntnis ersetzen; ansonsten bleibt die gesellschaftliche Debatte eher dort wo keine Fortschritt möglich ist: auf Stammtisch-Niveau. Ich kann daher über die Aussage im einen Kommentar, dass Gender Studies gehöre zu den "Blabla-Fächer" daher nur den Kopf schütteln.

    Ich würde vermuten, dass die Errungenschaften der Gleichstellung in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten wesentlich mehr zum allgemeinen Wohlstandszuwachs beigetragen haben, als es neue Errungenschaften im Produktionssektor jemals getan hätten. Nein, ich kann das schwerlich hier schnell in einem Kommentar nachweisen.

    Ich würde mich auch über ein ausgeglichenes Geschlechts-Verhältnis in allen Berufsbereichen (nicht nur MINT-Fächern) freuen: gemischte Teams mit Menschen ganz unterschiedlicher Lebenserfahrungen unterliegen etwa viel seltener dem Gruppendenken, welches viele Probleme erst entstehen lässt.

    Pat Mächler
    Ausbildung: BSc Informatik (Aspirant MSc Informatik), Supplema in Gender Studies

    [1] www.economist.com/node/6800723
    (ja, es gibt weitaus mehr Belege, dass meine Aussage zutrifft aber ich mag jetzt keine - ohnehin immer unvollständige - Liste zusammensuchen; die meisten Leser hier sollten fähig sein scholar.google.com , etc. selbst zu nutzen)

  4. louis pinagot

    am 25.07.2012, 23:38

    Frau Straumanns Aussagen sind nachvollziehbar und gewiss richtig. Aber. Ich frage mich, ob es nicht zur Förderung der Gleichberechtigung eine Förderung der in Gleichberechtigungsfragen engagierten Männer bräuchte. Wie wäre es mit einer 30% Quote? Ich nerve mich einfach darüber, dass Gleichberechtigungsanliegen von vielen Leuten weitgehend als Frauenanliegen gesehen werden, weil es keine männlichen Gesichter gibt, die dahinter stehen. Frau Straumanns und ihrer Mitstreiterinnen Qualifikation... mehrFrau Straumanns Aussagen sind nachvollziehbar und gewiss richtig. Aber. Ich frage mich, ob es nicht zur Förderung der Gleichberechtigung eine Förderung der in Gleichberechtigungsfragen engagierten Männer bräuchte. Wie wäre es mit einer 30% Quote? Ich nerve mich einfach darüber, dass Gleichberechtigungsanliegen von vielen Leuten weitgehend als Frauenanliegen gesehen werden, weil es keine männlichen Gesichter gibt, die dahinter stehen. Frau Straumanns und ihrer Mitstreiterinnen Qualifikation in Ehren, aber wenn es um die gesellschaftliche Glaubwürdigkeit und Strahlkraft ihrer Anliegen geht, wäre ein bewusst Männlich-Weiblich-Auftretendes Gleichstellungsbüro ausgesprochen wünschenswert. Was ich eigentlich sagen will: Gleichberechtigung ist keine akademische Frage, sondern eine gesellschaftliche. Und genau hier wäre gemeinsam mehr zu erreichen.

  5. Maya Eldorado

    am 26.07.2012, 01:09

    Ich finde schon das Wort "Gleichstellung" ist unglücklich gewählt, besser finde ich "Gleichberechtigung".
    Eine Gleichstellung ist gar nicht möglich, schon darum weil die Frauen unter anderem z.B. biologisch nicht gleichgestellt sind.
    Aus dem Kontext der Vergangenheit ist verständlich, dass die Frauen die Gleichberechtigung und auch Gleichstellung im Beruf fordern - die gleichen Chancen und damit auch die gleiche Bezahlung im gleichen Beruf. Das war und ist noch sehr nötig. Die Impulse der... mehrIch finde schon das Wort "Gleichstellung" ist unglücklich gewählt, besser finde ich "Gleichberechtigung".
    Eine Gleichstellung ist gar nicht möglich, schon darum weil die Frauen unter anderem z.B. biologisch nicht gleichgestellt sind.
    Aus dem Kontext der Vergangenheit ist verständlich, dass die Frauen die Gleichberechtigung und auch Gleichstellung im Beruf fordern - die gleichen Chancen und damit auch die gleiche Bezahlung im gleichen Beruf. Das war und ist noch sehr nötig. Die Impulse der ersten Zeit waren, dass sich immer mehr Frauen auch aus der materiellen Abhängigkeit der Männer befreien wollten.
    Die Männer sahen damals noch keine Notwendigkeit, sich als Oberhaupt der Familie zu verabschieden. In den letzten Jahren kommt aber immer stärker und von immer mehr Männern, das Bedürfnis, sich auch im Familienleben mehr einzubringen. Das ist die Aufgabe der Männer.

    Vor allem seit der Industrialisierung wurde der Wert der Arbeit immer mehr, nach dem bemessen, wieviel man dabei verdient. Und der Verdienst daran gemessen, wieviel die Arbeit zum Wirtschaftswachstsum beiträgt und wie lange die Schul- und Berufsausbildung ist und wie hoch die Stellung im Betrieb ist.
    Die Arbeit auf sozialem Gebiet wurde lange Zeit mehr oder weniger ausschliesslich den Frauen überlassen und miserabel bezahlt. Bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung, waren und sind die Frauen, wenn sie nicht selbst gut verdienen können, vom Verdienst des Mannes abhängig. Also die wichtigste Arbeit, dass überhaupt die Menschheit weiterbestehen kann, generiert auf diesem System vorerst mal Kosten.
    Diese Entwicklung, die hier stattfand ist fatal.
    Ich möchte ein Beispiel erzählen, das gut zeigt, wie es auch sein könnte.
    In der Zeit, als man daran war den Appenzeller Frauen das Frauenstimmrecht aufzuzwingen, wohnte ich dort. Ich fragte meine Nachbarin, wie sie dazu stehe. Sie war wütend, dass man ihr das aufzwingen wollte! Und warum? Sie sagte: "Wir Frauen stehen dem Innenministerum vor. Da lassen wir uns von den Männern nicht dreinreden. Unsere Männer stehen dem Aussenministerium vor. Da wollen wir ihnen auch nicht dreinreden." Mit dem "Innenministerium" meinte sie Haus- und Kinderarbeit. Dieser Ausspruch zeigt, wie stolz sie auf ihre Arbeit war und sie als gleichwertig erachtete. Weil der Respekt bei ihr und ihrem Manne war, halfen sie sich gegenseitig bei der Arbeit.
    Warum ich dies hier schreibe. Diese einfache Frau hat erfasst, dass das, was sie beiträgt genau so wichtig war, wie der Beitrag ihres Mannes.

    Die Industrialiesierung haben wir schon weitgehend hinter uns gelassen. Die Arbeiter werden immer mehr durch Roboter ersetzt. Wir sind in der Postindustrialisierung angekommen. Die Arbeitslosenzahlen nehmen weiltweit immer mehr zu. Es gibt welche, die zuviel Arbeit haben. Es gibt welche die zuwenig Arbeit haben. Es gibt welche die gar keine Erwerbsarbeit haben. Immer mehr Menschen zerbrechen an diesem System, das alles andere als menschengerecht ist.
    Als Folge nehmen soziale Probleme zu, ebenfalls körperliche Krankheiten und psychische Probleme. So wie wir es jetzt haben, ist es erst der Anfang.

    Warum ich das hier alles geschrieben habe:
    Für die Zukunft wird es sehr wichtig sein, dass nicht nur Frauen und Männer gleichgestellt werden, sondern auch ihre angestammten Tätigkeiten. Damit meine ich einerseits die Befriedigung unserer weltlichen Bedürfnisse sowie andererseits, die soziale Tätigkeit. Damit meine ich alles was Dienst am Mitmenschen ist bis zur Arbeit für die Familie. Da liegt immer mehr vieles im Argen und das wird immer mehr zunehmen.
    Wir werden immer weniger darum herum kommen, Geld bereit zu stellen, dass auch diese Arbeiten ohne finanzielle Nöte geleistet werden kann.

    Deshalb mein Vorschlag an das Gleichstellungsbüro:
    Neben der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist ebenso wichtig oder noch wichtiger, die Gleichstellung der angestammten Arbeiten von Mann und Frau voranzutreiben. Damit meine ich, dass jeder Mensch, der sich sozial betätigt, auch das Geld erhält, dass er diese Arbeit ordentlich machen kann.

  6. Verifiziert

    Karl Linder

    am 27.07.2012, 00:36

    ....Der oder die Verantwortliche der Personalabteilung einer grossen Firma würde verlauten lassen: "Die Männer haben halt den besseren Rucksack, deshalb stellen wir hauptsächlich Männer ein". Dem-/derjenigen würde man verbal eins um die Ohren schlagen...selbst dann, wenn es sich um Bereiche wie IT, Maschinenbau o.ä. handelt, wo immer noch Männer in der Ueberzahl sind, und wo es inhaltlich stimmen könnte. Wahrscheinlich würde die Protestnote dann sogar von der Leiterin des... mehr....Der oder die Verantwortliche der Personalabteilung einer grossen Firma würde verlauten lassen: "Die Männer haben halt den besseren Rucksack, deshalb stellen wir hauptsächlich Männer ein". Dem-/derjenigen würde man verbal eins um die Ohren schlagen...selbst dann, wenn es sich um Bereiche wie IT, Maschinenbau o.ä. handelt, wo immer noch Männer in der Ueberzahl sind, und wo es inhaltlich stimmen könnte. Wahrscheinlich würde die Protestnote dann sogar von der Leiterin des Gleichstellungsbüros verfasst. Dennoch sei die Frage erlaubt, ob eine solche politische Unkorrektheit erlaubt ist, nur weil sie von der anderen Seite kommt.

Informationen zum Artikel

25.7.2012, 15:22 Uhr

Frauen haben mehr im Rucksack

Text

Text:

  • 05.09.2013 um 19:34
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  • 05.09.2013 um 15:28
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  • 09.08.2013 um 09:21
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    Zum Artikel: Nur nackt sind die Drämmli grün

    @dome2808: Leider ist der betreffende Tagi-Artikel, in dem berichtet wird, dass der Zürcher Stadtrat die dreijährige Versuchsphase mit den Werbetrams bewilligt hat, nicht online. Sonst hätte ich ihn selbstverständlich verlinkt. Als Zürcherin kann ich I...

  • 13.07.2013 um 10:22
    Happyend
    Zum Artikel: «Ich möchte die ganze Schweiz umarmen»

    @eldorado: Sie haben Recht, diese Information fehlt. Man möge mir verzeihen, ich liefere sie hiermit gerne nach: Gemäss Hakim Lahbati reichte seine Frau die Scheidung ein, als er so krank war. Die Situation, die Ungewissheit über die Zukunft, sei für s...

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