LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sport

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Fussball, Fifa 

17.7.2012, 16:57 Uhr

Die günstige Gelegenheit zum Rücktritt

17.7.2012, 16:57 Uhr

Das Exekutiv-Komitee der Fifa hat sich durchgerungen, den Kampf gegen die Korruption aufzunehmen - mit einer Ethikkommission. Die Reform ist der perfekte Steilpass für den Rücktritt des Fifa-Präsidenten Sepp Blatter. Ein Kommentar. Ein Kommentar von

imago sportfotodienst: Zeit zum Reinemachen: Fifa-Präsident Sepp Blatter, hier im Juli 2010 in Kapstadt im Nelson-Mandela-Zentrum.

Zeit zum Reinemachen: Fifa-Präsident Sepp Blatter, hier im Juli 2010 in Kapstadt im Nelson-Mandela-Zentrum. (Bild: imago sportfotodienst)

Christoph Kieslich Christoph Kieslich

Die Dame und die Herren, das muss jetzt auch mal gesagt sein, haben sie gut hinbekommen, diese Reform im Saustall der Fifa. Ja, tatsächlich, zum ersten Mal sass am Dienstag in Zürich eine Frau im Exekutivkomitee, Lydia Nsekera aus Burundi. 108 Jahre nach der Gründung des Weltfussballverbandes in Paris hat es gedauert, bis in den Kreis der greisen Männer eine Frau vordringen durfte.

Frau Nsekera hat mit den Umwälzungen in der Fifa natürlich nicht wirklich etwas zu tun. Josef Blatter und seine Gremien sind Getriebene gewesen, sie haben sich, weil der Druck immer grösser wurde, mit dem Basler Rechtsprofessor Mark Pieth einen Zuchtmeister ins Haus geholt. Was am Dienstag hinter der Kulisse der Fifa-Festung auf dem Zürichberg beschlossen wurde, folgt den dringenden Ratschlägen des Experten für Korruptionsbekämpfung.

Zwei Kammern mit unabhängigen Vorsitzenden, die aufdecken und sanktionieren können – das ist viel im Geiste einer Fussballinstitution, die sich bisher um fundamentale Kritik an ihren Strukturen nach Gutsherrenart futiert hat. Am wichtigsten dürfte sein, dass es für die Verfolgung eines Korruptionsverdachtes keine Verjährungsfrist gibt. Damit hat Pieth mehr erreicht, als ihm zu Beginn seiner Arbeit zugetraut worden war.

Noch muss erst einmal belegt werden, dass die neuen Instrumente der Fifa keine zahnlosen Papiertiger sind. Aber der Präsident sollte seine Chance erkennen: Nie wieder wird der Zeitpunkt für einen Rückzug günstiger sein. Es sei gar nicht so einfach, wie man sich das vorstelle, so ein Rücktritt, hat der Blatter Sepp in seinem arg bestellt daherkommenden Interview mit dem «Sonntagsblick» weismachen wollen.

Nachdem ihm aus Deutschland angesichts der Unterstellung, die WM-Vergabe 2006 sei manipuliert gewesen, ein Entrüstungssturm entgegenschlug samt Rücktrittsforderung, versteckt sich Blatter nun dahinter, dass er nur vor dem alle zwei Jahre stattfindenden Kongress aller 209 Mitgliedsstaaten zum Rücktritt aufgefordert werden könne.

Es geht jedoch auch ganz anders: Morgens früh um sechs aufstehen, in den Spiegel schauen, feststellen, dass man nach vier Jahrzehnten an der Spitze dieses zum Milliardenunternehmen mutierten Fussballvereins Teil der Lösung des Imageproblems ist, ein kurzes Schreiben aufsetzen, abschicken und fertig. Schwer natürlich für einen, der glaubt, ohne ihn geht es nicht. Aber das geht. Und einen grösseren Gefallen könnte er, der so gerne und so schwer erträglich salbadert, seiner grossen Fussballfamilie gar nicht tun. Jetzt, wo ein zartes Pflänzchen der Erneuerung gesetzt wurde.

Denn ein kleiner Nebensatz in besagtem Interview hat den schlauen Fuchs aus den Walliser Bergen nämlich einmal mehr entlarvt. Hat er nicht 2011 bei seiner dritten Wiederwahl gegen heftigste Anwürfe von Innen und Aussen gesagt, es sei seine letzte Amtsperiode? Und jetzt erzählt er, dass sein Arzt ihm beste Gesundheit attestiert hat und er sich vielleicht, womöglich, unter Umständen doch vorstellen könne noch einmal anzutreten. Dann geht Blatter auf die 80 zu. Keine schöne Vorstellung.

Und eines sei auch noch dahingestellt: Den Friedensnobelpreis, den der Schweizer so gerne daheim in Visp aufstellen würde, den wird er sich in diesem von Skandalen gesäumten Funktionärsleben nicht mehr unter den Nagel reissen können. Es sei denn, das Komitee in Oslo ist von allen guten Geistern verlassen.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Fussball, Kommentar

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Ethikkommission kommt, Blatter bleibt Weiterlesen

Blatter und der Bestechungs-Skandal Weiterlesen

«Es herrscht der Stil Oberster Sowjet» Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

17.7.2012, 16:57 Uhr

Die günstige Gelegenheit zum Rücktritt

Text

Text:

  • 29.10.2014 um 18:45
    Der FCB lässt nichts anbrennen und kommt in Wohlen mit 3:1 weiter

    Konzentriert, zweckmässig und phasenweise ansehnlich – so erledigt der FCB die Aufgabe im Cup, steht nach dem 3:1 (2:1)-Sieg in Wohlen in den Viertelfinals und hellt die Stimmung in Basel etwas auf. Yoichiro Kakitani, Giovanni Sio und Breel Embolo erzielen die Basler Tore beim Challenge-League-Tabellenführer, der nur eine erste Halbzeit lang mithalten kann.

  • 28.10.2014 um 21:35
    SC Freiburg: Wandel und Beständigkeit in einem Zug

    Der Bundesligist aus dem Breisgau verpasst sich professionellere Strukturen und gibt Einblick in sein wirtschaftliches Gebahren: Bei 70 Millionen Euro Rekordumsatz wurden 2013/14 fast 13 Millionen Euro Gewinn erzielt. Der nächste Markstein soll der Neubau eines Stadions werden.

  • 25.10.2014 um 19:00
    Magerkost im Joggeli beim 1:1 des FCB gegen Sion

    Der eingewechselte Giovanni Sio sichert mit seinem Ausgleichstor zum 1:1 dem FC Basel wenigstens einen Punkt gegen den FC Sion. Im St.-Jakob-Park wurde drei Tage nach der Basler Niederlage in der Champions League herzlich wenig fussballerische Klasse geboten.

Aktuell

:

Mittendrin 

TagesWoche an der Botschauti Battle

Die erste Teilnahme der TagesWoche an der Botschauti Battle auf dem Münsterplatz endete mit einem Achtungserfolg. In der Kategorie Medien schieden Sportredaktor Florian Raz (Fahrer) und Schöngeist Valentin Kimstedt (Stecher) als Viertletzte aus – Ledermedaille.Von Dani Winter Weiterlesen

:

Interview 

«Ebola lässt sich nicht ausgrenzen»

Seit 100 Jahren wird in Basel Ethnologie gelehrt. Ein Gespräch mit Professor Till Förster über das Ende des «Fremden», wie die Globalisierung das Fach verändert und welche Rolle Themen wie Ebola dabei spielen.Von Mara Wirthlin. Weiterlesen

Staatsarchiv Basel-Stadt: Der Doyen des Basler Zollis ist gestorben. Ernst M. Lang mit seinem weltberühmten Ziehkind Goma.

Nachruf 

Zolli-Doyen Ernst M. Lang gestorben

Als langjähriger Direktor hatte er die Entwicklung des Basler Zollis zur renommierten Vorzeigeinstitution massgeblich mitgeprägt, als Ziehvater des Gorilla-Mädchens Goma wurde er weltberühmt: Wie der Basler Zolli heute Donnerstag mitteilte, ist Ernst M. Lang am 21. Oktober im Alter von 101 Jahren gestorben.Von Dominique Spirgi. Weiterlesen