LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Lektüre 

19.7.2012, 09:48 Uhr

Ein Western in ungewöhnlicher Manier

19.7.2012, 09:48 Uhr

Nach seinem Erfolg mit dem Roman «Léon und Louise» legt der Oltner Autor Alex Capus nun eine Sammlung von Kurzgeschichten vor. Dafür hat er sich in den Wilden Westen begeben. Und allerlei Kurioses mitgebracht. Von

zVg: Kamele in den USA? Jawoll! Ihren Spuren folgt heute die legendäre Route 66. Alex Capus erzählt die Geschichte.

Kamele in den USA? Jawoll! Ihren Spuren folgt heute die legendäre Route 66. Alex Capus erzählt die Geschichte. (Bild: zVg)

Schreibe man als Mann eine Liebesgeschichte, wie Alex Capus das kürzlich im wunderschönen Roman «Léon und Louise» getan hat, so müsse man nachher «zum Ausgleich etwas Ordentliches tun». Dies schreibt der Autor selbst im Klappentext seines neuen Buchs «Skidoo» (erhältlich ab 30. Juli). Und was legt Mann dann am besten vor, um sich die romantische Liebesgeschichte vom Leib zu schütteln? Einen Western natürlich!

Im Falle von Alex Capus ist der Western aber keine erfundene Geschichte in Romanform, sondern eine auf Tatsachen beruhende Kurzgeschichtensammlung. Soll «Skidoo» nun am besten auch gleich von einem Mann gelesen werden, wo doch Frauen eher auf Liebesgeschichten abonniert sind? Nein, denkt man dann, Kurzgeschichten und Alex Capus, das passt schon. Und «Léon und Louise» fanden ja auch Männer gut.

«Skidoo» kommt schon auf den ersten Blick sehr anders daher. Gelb-weiss gestreift, mit historischen Bildern von Napoleon bis zur Oltener Altstadt auf dem Cover, eine heitere Mischung. Der Untertitel «Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens» führt uns auf die richtige Spur, die Karte auf dem Buchspiegel setzt die Orientierungsmarke: Ein Gebiet zwischen Los Angeles bis zum Grand Canyon im Westen der USA. Olten ist von hier 5481 Meilen weit weg.

Nichts Alltägliches

Olten? Man muss schon Alex Capus sein, um eine Verbindung zwischen der Stadt im Solothurnischen und dem Wilden Westen zu finden. Capus gelingt das in der Geschichte über Panamint City. Die heutige Geisterstadt wurde von Bankräubern gegründet, die auf ihrer Flucht zufällig auf eine Silberader stiessen. Und wie das so war damals: Der Fund wurde bekannt, die Menschen strömten von überall her, weil sie ebenfalls graben wollten. Einer, der davon profitierte, war ein deutscher Bierbrauer namens Munzinger. Und: «Die Entdeckung seines Familiennamens versetzte mich vorübergehend in ziemliche Aufregung, denn das Geschlecht der Munzinger ist in meiner Heimatstadt Olten seit über fünfhundert Jahren stark vertreten, und zwar quantitativ wie qualitativ.» Ob der Bierbrauer Munzinger tatsächlich verwandt ist mit der Oltener Linie, sei hier nicht verraten.

Was wir aber presigeben können: Diese kleine Episode steht stellvertretend für die anderen Geschichten in «Skidoo». Capus erzählt von Erfolgen, von gescheiterten Existenzen, von Individualisten und grossen Heeren. Und wie es sich für einen Western gehört, kommen dabei Schiessereien vor und Saloons und Sheriffs und selbst die alten Conquistadores. Es sind aber nicht die üblichen Geschichten, die Capus ausgegraben hat. Sondern, wie sollte es anders sein, die kuriosen. Warum etwa ist Jonathan Newhouse im siedend heissen Death Valley erforen? Und was hat die Route 66 mit Kamelen zu tun?

Nach der Lektüre von «Skidoo» haben wir ein paar (vielleicht unnötige) Kleinigkeiten erfahren. Aber wir haben uns köstlich unterhalten dabei. Er ist halt schon ein Meister im Kurzgeschichtenschreiben, der Alex Capus. Wir freuen uns aber ebenso über einen langen Liebesroman.

 

(Bild: )

Alex Capus: «Skidoo – Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens». Erscheinungsdatum: 30.07.2012, 80 Seiten, Hanser Verlag 2012. ISBN 978-3-446-24084-1.

Eine pdf-Leseprobe finden Sie hier.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Literatur & Lyrik

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Die 7 Bücher des Jahres Weiterlesen

Oder spenden Sie
einen einmaligen
Betrag

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

19.7.2012, 09:48 Uhr

Ein Western in ungewöhnlicher Manier

Text

Text:

  • 20.04.2015 um 12:08
    Warum Frauen sich als Männer ausgeben mussten

    Tim Burtons Film «Big Eyes» thematisiert die Abhängigkeit einer Künstlerin vom eigenen Mann, der in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts meinte, Erfolg müsse männlich sein. Mit dieser Begründung kam er allerdings rund 100 Jahre zu spät.

  • 17.04.2015 um 10:53
    Was braucht ein 80er-Trash-Film? David Hasselhoff!

    Auf manches hat man nicht gewartet – und es kommt doch. Ein Comeback von David Hasselhoff beispielsweise.

  • 14.04.2015 um 14:47
    Ein Rastloser macht halt in der Kunsthalle Zürich

    Daniel Baumann ist seit einem halben Jahr Direktor der Kunsthalle Zürich. Diese will der in Basel wohnhafte Kunsthistoriker einem «Stresstest» unterziehen. Was er darunter versteht, erklärt er am heutigen Dienstagabend bei einem Vortrag im Museum für Gegenwartskunst.

  • 04.04.2015 um 11:10
    Zum Artikel: Vorsicht! Dieses Osterbild kann Ihnen den Appetit verderben

    @Hage: Der Isenheimer Altar, natürlich ein Must! Im Gegenteil zu Holbeins Christus-Darstellung ist da jedoch das gesamte notwendige Personal enthalten, das die Szenerie verortet. Aber ebenfalls ein Meisterwerk der Menschlichkeit, oh ja! Osterliche Grüs...

  • 01.04.2015 um 19:39
    Zum Artikel: Hoch über dem Klingentalweglein

    Lieber Herr de Pubol, das Projekt wird ausserhalb des regulären Finanzrahmens des Ausstellungsraumes finanziert – sprich: das Geld dafür wurde angefragt bei Stiftungen etc. und kam so zusammen. Der Eintritt in den Ausstellungsraum ist übrigens gratis ...

  • 29.03.2015 um 22:56
    Zum Artikel: Fünfzig Schafe für den Frieden

    Hab grad die Antwort gefunden: «Die Signalfarbe Blau stehe symbolisch für das Verbindende. Es sei die Farbe der UNO, der UNESCO und der europäischen Friedensbewegung, werden Reetz und Bonk zitiert.» Gut Nacht! Karen N. Gerig

Aktuell

sda: Die jüdischen Frauen kämpfen für mehr Gleichberechtigung (Archiv).

Gleichberechtigung 

Feministischer Protest an der Klagemauer

Im Kampf für mehr Gleichberechtigung haben jüdische Frauen an der Klagemauer in Jerusalems Altstadt aus einer Bibel-Rolle vorgelesen. Aus orthodoxer Sicht ist dieses Recht Männern vorbehalten. Von sda. Weiterlesen

sda: «Unerbetene Ratschläge»: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz

Flüchtlingskatastrophe 

«Wir können nicht weiter herumdoktern»

Nach den jüngsten Unglücken im Mittelmeer mit Hunderten Toten macht die EU Flüchtlingspolitik zur Chefsache. «Das kann nicht so weitergehen», sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Montag. Einen Zehnpunkte-Plan präsentierte die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini.Von sda. Weiterlesen