LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Ausstellung 

13.7.2012, 09:17 Uhr

Gespenstische Präsenzen

13.7.2012, 09:17 Uhr

Klänge und Bilder führen den Besucher in der Fondation Beyeler durch die Ausstellung von Philippe Parreno. Ein mystisches Erlebnis. Von

Geduld ist etwas, was man aufbringen muss angesichts einer Ausstellung mit Videoarbeiten. Nicht jedem liegt das, zu gern nur setzt sich manch einer während des Filmes hin, nur um zwei Minuten später, nach einem ersten Eindruck, weiterzugehen und sich ein Häppchen des nächsten Filmes zu genehmigen. Bei Philippe Parreno in der Fondation Beyeler ist selber schuld, wer sich so verhält. Ätsch, mag sich der Künstler gedacht haben, meine Filme seht ihr nur hintereinander.

So bleibt also die eine Leinwand weiss angestrahlt, während auf der anderen der Film läuft. Manch einen Zuschauer verwirrt das, und er geht wieder weg, ohne etwas gesehen zu haben. Immerhin hat er aber etwas gehört, denn leise ist es nie im Untergeschoss der Fondation Beyeler. Immer klingt dem Besucher etwas in den Ohren, sei es Wasserplätschern, ein Telefon, dass klingelt oder nur ein Rauschen. Selbst wenn kein Film läuft, bellt ein Hund.

Richtiggehend eingelullt vom Parrenoschen Universum ist man, wenn man die Stufen zum Erdgeschoss hin wieder erklimmt. Zwei Filme hat man dann gesehen, und beide haben etwas Mystisches. Da ist zuerst «Marilyn», das Porträt eines Geistes, wenn man so will. Eine Kamera fährt durch eine Suite des Waldorf Astoria Hotels in New York, in der die Monroe in den 50er Jahren gerne wohnte. Die Kamera imitiert dabei ihren Blick, der über das Mobiliar schweift, das ihre Stimme beschreibt. Ihre vermeintliche Stimme, denn in Wirklichkeit ist es ein Computer, der ihre Sprachmelodie rekonstruiert. Auch der Füller, der einen Brief schreibt, liegt nicht in Marilyns Hand, sondern wird von einem Roboter geführt. Die gespenstische Präsenz, die man beim Betrachten zu spüren glaubt, löst sich zum Schluss auf – so, als würde ein Zauberkünstler seinen Trick verraten.

Zu einem Trick greift Parreno auch in seinem zweiten Film, «Continuously Habitable Zones aka C.H.Z.». Er gaukelt uns eine Welt vor, die von zwei Sonnen beschienen wird. Schwarz ist diese Welt, und es ist nicht ganz klar, ob die Vegetation diesen Ort noch nicht eingenommen oder bereits wieder verlassen hat. Eine Geisterwelt, wie geschaffen für Feen und Kobolde, die der in Paris lebende Argentinier hier geschaffen hat. Eine, aus der man trotz all der Schwärze nur ungern wieder auftaucht. Geduld braucht man hier keine. Nur den Willen, sich darauf einzulassen.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

Kunst, Ausstellung, Museen

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Wo gehts hier zur Koons-t? Weiterlesen

Ein Plädoyer für die Banalität Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

13.7.2012, 09:17 Uhr

Gespenstische Präsenzen

Text

Text:

  • 10.07.2014 um 16:23
    «Kunst am Wegrand» nun als Karte

    Welche Werke wir in unserer Serie «Kunst am Wegrand» bereits besprochen haben? Darüber informiert diese Karte.

  • 09.07.2014 um 09:58
    Als der Luminator im Bahnhof leuchtete und ratterte

    Jean Tinguelys «Cyclope» kommt nach Basel. Allerdings kennt man hier andere Werke des Schweizer Künstlers besser. Zum Beispiel seine «Lampe»: den «Luminator».

  • 08.07.2014 um 11:44
    Umzäunte Wildnis

    Drinnen oder draussen? Zwei Zäune in der Elisabethenanlage stellen uns vor ein Wahrnehmungsproblem. Sie stammen vom Künstler Erik Steinbrecher.

  • 09.06.2014 um 09:14
    @Domingo
    Zum Artikel: Happy birthday, Donald!

    Guten Morgen, Das ist schade, dass sie enttäuscht sind von meinem Text. Tatsächlich gehört DD seit Jahrzehnten zu meinem Leben, Barks wie Rosa eingeschlossen. Was ich wiedergegeben habe, ist gewiss teilweise ein subjektiver Eindruck. Trotzdem ist Don...

  • 13.05.2014 um 16:58
    @Rookie
    Zum Artikel: Viermal Gerhard Richter für die Sammlung

    Es ist anzunehmen, dass der Ankauf kurzfristiger eingefädelt wurde als die Ausstellung in der Fondation Beyeler geplant. Natürlich entbehrt das Ganze nicht einer gewissen Ironie, da haben Sie Recht. Aber die Fondation und das Kunstmuseum sind beides gr...

  • 27.02.2014 um 09:11
    @K Willi
    Zum Artikel: Gegenvorschlag der Basler Regierung zur Initiative «Wohnen für alle»

    Ups, Herr Willi, da ist mir vor lauter Suchen im Internet der falsche Link reingerutscht - das kommt davon, wenn mehrere Initiativen unter demselben Titel rumschwirren... Jedenfalls ist nun der Basler Initiativtext verlinkt. Entschuldigen Sie, und dank...

Aktuell

sda: Die Hochwasser führende Aare im Berner Eichholz am Dienstag.

Hochwasser 

Verschnaufpause für Unwettergebiete

Die Sorgenfalten glätten sich allmählich, die Aufräumtrupps können endlich eine Pause einlegen: Das Ende des Dauerregens in der Schweiz hat die Lage in den Unwettergebieten stabilisiert.  Von sda. Weiterlesen

sda: Erneut im Visier der USA: die Schweizer Grossbank Credit Suisse.

Banken 

Dark Pools: USA ermitteln gegen CS

Die US-Behörden ermitteln auch gegen die Schweizer Grossbank Credit Suisse wegen sogenannter Dark Pools. Der Konzern muss sich Fragen zu seinen alternativen Handelsplattformen von verschiedenen Regierungs- sowie Aufsichtsbehörden Stellen lassen und kooperiere, wie aus dem Quartalsbericht der Bank hervorgeht. Von sda. Weiterlesen

sda: Bundespräsident Didier Burkhalter im Nationalrat.
1

Schweiz-EU 

Burkhalter hat noch keinen «Plan B»

Nachdem die EU es abgelehnt hat, über das Abkommen der Personenfreizügigkeit neu zu verhandeln, verfügt die Schweiz noch über keine neue Verhandlungsstrategie. Am Thema Migration will Bundespräsident Didier Burkhalter allerdings festhalten. Von sda. Weiterlesen1 Kommentar