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Sam Keller 

13.7.2012, 14:48 Uhr

«Ich halte nichts von Verboten»

13.7.2012, 14:48 Uhr

Jugendliche brauchen Freiräume ohne Konsumzwang, sagt Sam Keller. Der Direktor der Fondation Beyeler muss es wissen: In den 1980er-Jahren verbrachte er selber mehr Zeit in Basels Nachtleben als tagsüber an der Uni. Ein Auszug aus dem grossen Interview in der aktuellen Ausgabe der TagesWoche. Von und

Nils Fisch: «Ich registriere, dass es sehr viele Angebote für Erwachsene und Senioren gibt – nicht aber für die Jungen»: Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler

«Ich registriere, dass es sehr viele Angebote für Erwachsene und Senioren gibt – nicht aber für die Jungen»: Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler (Bild: Nils Fisch)

Basel macht immer wieder mit Lärm- und Litteringstreitigkeiten von sich reden. Als Vertreter der 1980er-Generation, die sich Freiräume zum Teil auch handfest ­eroberte, muss Ihnen das ziemlich kleinkariert vorkommen.
Sam Keller: Ich staune oft darüber, was hier als ­Problem angesehen wird. Für mich sind das oft eher «Problemli». Im Gros­sen und Ganzen entwickelt sich Basel doch wunderbar! Das war nicht immer so: Noch vor 20 Jahren hatte ich das Gefühl, dass die Stadt stehenbleibe. Aber natürlich bringen mehr Freizeitangebote auch mehr Konflikte. Diese müssen aber in der Gesellschaft ausgetragen werden. Ich halte nichts von Verboten.

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an die heutige Freiraum-Bewegung denken?
Ich registriere, dass es im Moment sehr viele Angebote für Erwachsene und Senioren gibt – nicht aber für die Jungen. Ich finde, man sollte den jungen Leuten besser zuhören und ihnen die Möglichkeit geben, die Stadt mitzugestalten. Ich staune manchmal auch darüber, wie brav junge Leute heute darauf warten, dass ihnen Freiräume zugestanden werden. In den 1980er- und 1990er-Jahren hatte die Jugend die Initiative ergriffen – wenn ich zum Beispiel an die Besetzung der Alten Stadtgärtnerei denke. Junge Leute brauchen ­heute Orte, wo sie nicht nur Konsumenten sind, sondern auch kreativ sein ­können. Dieses Anliegen sollten wir ernst nehmen.

Die 1980er-Generation bereitete den ­Boden für die heutige «Mediterranisierung» der Stadt: Es gab noch nie so viele Clubs und Open-Air-Anlässe wie heute. Manchmal hat man den Eindruck, die ganze Stadt sei zur Festhütte geworden. Was halten Sie von dieser Entwicklung?
Also Mediterranisierung finde ich gut – das mediterrane Lebensgefühl ist ja eine positive Sache. Eine Helvetisierung, Amerikanisierung oder Nord­koreanisierung fänden wir ja weniger gut (lacht). Ich glaube, wir gehen in die richtige Richtung. Andere Kulturen und Lebensweisen zu integrieren, hat unserem Land immer gut getan. In ­einer Stadt wie Basel muss man öffentlich darüber verhandeln, welche Akti­vitäten zu welchen Standorten passen und wichtig sind. Das Prinzip «Alles ein wenig überall» führt kaum zum Ziel, sondern bloss zu Streitigkeiten.

Leute aus Ihrer Generation haben Sie noch lebhaft als Enfant terrible in Erinnerung, das in den 1980er-Jahren vor allem auf der Gasse anzutreffen war.
L’université de la rue! Ich war sehr neugierig zwischen 20 und 30, jobbte, ging aus und reiste viel herum. Auch an der Uni habe ich verschiedene Fächer ausprobiert. Das war alles sehr spontan und spielerisch in dieser Zeit.

Was haben Sie denn alles studiert?
Neben Kunstgeschichte auch Philosophie und Geschichte – und ich habe mich sogar in den Wirtschaftswissenschaften versucht. Zu Beginn war ich ein sehr engagierter Student. Später war ich mehr in der Rio Bar anzutreffen als in den Hörsälen (lacht).

Warum das?
Ich merkte, dass man an anderen Orten mehr über das Leben und die Kunst erfährt als an der Uni – und dass man dort auch die interessanteren Leute trifft.

Lesen Sie das ganze Interview mit Sam Keller in der aktuellen TagesWoche – im Abo oder am Kiosk.

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Clubszene, Bewegungen, Stadtentwicklung, Kinder & Jugend, Sam Keller

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Anders Denk

    am 13.07.2012, 18:10

    Nichts gegen nettes Reden unter Freunden. Aber muss das Glas Wein nach Büroschluss in den Medien wiedergegeben werden? Wo ist das "Inter"view? Das Dazwischensehen? Dies gäbe es doch zuhauf bei diesem Mann, der sich um die kulturelle, wirtschaftliche und politische Positionierung der Region in der Schweiz und auch international Gedanken, ja Sorgen machen muss? Was kommt nach Koons? Der bald 50-Jährige ist ja trotz internationaler Vernetzung noch nie von der Scholle gesprungen. Warum? Aber... mehrNichts gegen nettes Reden unter Freunden. Aber muss das Glas Wein nach Büroschluss in den Medien wiedergegeben werden? Wo ist das "Inter"view? Das Dazwischensehen? Dies gäbe es doch zuhauf bei diesem Mann, der sich um die kulturelle, wirtschaftliche und politische Positionierung der Region in der Schweiz und auch international Gedanken, ja Sorgen machen muss? Was kommt nach Koons? Der bald 50-Jährige ist ja trotz internationaler Vernetzung noch nie von der Scholle gesprungen. Warum? Aber hier wird Keller zum Post-Alternativen degradiert, der sich zum Grossrat der Quartier-Party-Bewegung machen soll. Chance verpasst.

Informationen zum Artikel

13.7.2012, 14:48 Uhr

«Ich halte nichts von Verboten»

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  • 22.07.2014 um 17:11
    Zum Artikel: 15'000 Tonnen Chemiemüll direkt am Rhein

    Lieber Andres. Unser Autor hat Recht. Mehr zur Trinkwasserproblematik rund um die Langen Erlen liest Du etwa in diesem Artikel, wo es – in einem anderen Zusammenhang – ebenfalls um Sondermüll im Raum Grenzach-Wyhlen ging: http://www.badische-zeitung.de...

  • 18.07.2014 um 19:48
    @Maya Eldorado
    Zum Artikel: Zwei Unbekannte berauben Frau in Basel

    Danke für den Hinweis!

  • 17.07.2014 um 10:38
    @Dinu Marsson
    Zum Artikel: Eine Focacceria fürs St. Johann

    Wir machen keine «Werbeartikel» (solche würden ja bezahlt und würden also als Publireportagen gekennzeichnet) – wir leisten uns aber den Luxus, neben der politischen Berichterstattung hie und da auch über die leichteren und schöneren Dinge des Lebens z...

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  • 10.10.2013 um 15:12
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    Verstreut über ganz Europa leben 300 Menschen die Utopie, dass es weder Hierarchien noch Lohnarbeit braucht. Und zwar in der Kooperative Longo maï. Sie feiert nun ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung in Basel. Eröffnet werden die Jubiläumsfeierlichkeiten heute Abend. Andreas Schwab stellt sein neues Buch «Longo maï – Pioniere einer gelebten Utopie» vor.

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    Schon als Teenager wollte Maya Graf wissen, wie Politik funktioniert.

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    «Ich musste mir die Schweiz erarbeiten»

    Peer Teuwsen, Leiter des Schweizer Büros der «Zeit», versucht zu ergründen, was das Land in seinem Innersten zusammenhält.

  • 28.07.2013 um 22:55
    Herr Buess
    Zum Artikel: Machts doch selber!

    Lieber Herr Holzapfel, Reden wir doch einfach bei einem Kaffee über Ihre Probleme. Es bleibz absolut anonym und meine Adresse ist: urs.buess@tageswoche.ch Mit freundlichem Gruss Urs Buess

  • 28.07.2013 um 21:11
    Souverän ist anders …
    Zum Artikel: Machts doch selber!

    @Holzapfel Ich würde Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch treffen. Melden Sie sich bitte unter urs.buess@tageswoche.ch Mit freundlichem Gruss Urs Buess Pubizistischer Leiter, TagesWoche

  • 27.09.2012 um 21:26
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    Zum Artikel: Fonzi trainiert

    Heute Abend ist der Helikopter schon sehr zielgerichtet geflogen.

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