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TagesWoche

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So, 19.05.2013

Tennis 

8.7.2012, 19:22 Uhr

Roger Federer ist zurück auf dem Thron

8.7.2012, 19:22 Uhr

Roger Federer setzt einen weiteren Meilenstein in der Tennisgeschichte. Der Schweizer gewinnt Wimbledon zum siebten Mal und löst Novak Djokovic als Nummer 1 der Welt ab. Von sda

Sei geküsst, Objekt der Begierde! Roger Federer geniesst einen Moment der Zweisamkeit mit dem Pokal von Wimbledon. Ehefrau Mirka wird es verschmerzen.

Sei geküsst, Objekt der Begierde! Roger Federer geniesst einen Moment der Zweisamkeit mit dem Pokal von Wimbledon. Ehefrau Mirka wird es verschmerzen. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

Kein Sieger ohne Verlierer. Federer versucht Andy Murray zu trösten, der die Gelegenheit verpasst hat, als erster Brite seit Fred Perry 1936 in Wimbledon zu gewinnen.

Kein Sieger ohne Verlierer. Federer versucht Andy Murray zu trösten, der die Gelegenheit verpasst hat, als erster Brite seit Fred Perry 1936 in Wimbledon zu gewinnen. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

Das Endspiel geriet für den Schotten Murray zum Reinfall. Und das, obwohl er in den ersten beiden Sätzen der bessere Spieler gewesen war.

Das Endspiel geriet für den Schotten Murray zum Reinfall. Und das, obwohl er in den ersten beiden Sätzen der bessere Spieler gewesen war. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

In den ersten beiden Durchgängen musste sich Federer gegen einen scheinbar übermächtigen Murray wehren.

In den ersten beiden Durchgängen musste sich Federer gegen einen scheinbar übermächtigen Murray wehren. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

In dieser Phase des Spiels schien Murray fast alles zu gelingen, ...

In dieser Phase des Spiels schien Murray fast alles zu gelingen, ... (Bild: POOL)

... da blieb Federer oft nichts anderes übrig, als sich zu ducken.

... da blieb Federer oft nichts anderes übrig, als sich zu ducken. (Bild: POOL)

Aufgegeben aber hat sich der Baselbieter nie.

Aufgegeben aber hat sich der Baselbieter nie. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

Und so kam er mit Macht in ein Spiel zurück, das nicht zu seinen Gunsten zu laufen schien.

Und so kam er mit Macht in ein Spiel zurück, das nicht zu seinen Gunsten zu laufen schien. (Bild: POOL)

Als der Regen kam, hatte Federer bereits etwas glücklich den zweiten Satz und damit auch die Oberhand gewonnen.

Als der Regen kam, hatte Federer bereits etwas glücklich den zweiten Satz und damit auch die Oberhand gewonnen. (Bild: POOL)

Als dann das Dach erst einmal geschlossen war (zum ersten Mal an einem Wimbledon-Final überhaupt), gab es für Federer kein Halten mehr.

Als dann das Dach erst einmal geschlossen war (zum ersten Mal an einem Wimbledon-Final überhaupt), gab es für Federer kein Halten mehr. (Bild: DYLAN MARTINEZ)

Wer draussen war, hatte mit Vorteil einen Schirm dabei.

Wer draussen war, hatte mit Vorteil einen Schirm dabei. (Bild: STEFAN WERMUTH)

Wer drinnen war, konnte durchaus auch prominent sein. Zum Beispiel Anna Wintour, Chefredaktorin der US-amerikanischen Vogue. Oder auch ...

Wer drinnen war, konnte durchaus auch prominent sein. Zum Beispiel Anna Wintour, Chefredaktorin der US-amerikanischen Vogue. Oder auch ... (Bild: TOBY MELVILLE)

... Herzogin Catherine von Cambridge (r.). Hier gemeinsam mit Schwester Pippa Middleton (Po nicht im Bild).

... Herzogin Catherine von Cambridge (r.). Hier gemeinsam mit Schwester Pippa Middleton (Po nicht im Bild). (Bild: TOBY MELVILLE)

Vielleicht etwas weniger attraktiv, aber nicht weniger wichtig: der britische Premier David Cameron (r.) und Boris Johnson, Bürgermeister von London (blond).

Vielleicht etwas weniger attraktiv, aber nicht weniger wichtig: der britische Premier David Cameron (r.) und Boris Johnson, Bürgermeister von London (blond). (Bild: TOBY MELVILLE)

Ex-Sängerin Victoria Beckham samt Ehegatte und immer-noch-Fussballer David (LA Galaxy) stellen sich selbst dar.

Ex-Sängerin Victoria Beckham samt Ehegatte und immer-noch-Fussballer David (LA Galaxy) stellen sich selbst dar. (Bild: TOBY MELVILLE)

Roger Federer setzte sich im Final von Wimbledon gegen Andy Murray mit 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 durch. Zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier (Australian Open 2010) entschied der Baselbieter damit wieder eines der vier wichtigsten Turniere des Jahres für sich. Es ist sein 17. Major-Erfolg.

In London, dort, wo er vor drei Jahren den Amerikaner Pete Sampras als Grand-Slam-Rekordsieger abgelöst hatte, setzte er am Sonntag erneut bedeutende Bestmarken oder egalisierte sie zumindest. Nur Sampras und der Brite William Renshaw konnten das prestigeträchtigste aller Tennisturniere ebenfalls sieben Mal gewinnen. Am Montag steht Federer erstmals seit Mai 2010 wieder auf Platz 1 im ATP-Ranking. Federer wird seine 286. Woche an der Spitze der Weltrangliste verbringen und damit den Rekord von Sampras egalisieren.

Ein Triumph, an den kaum einer geglaubt hatte

Nur wenige hatten Federer in den letzten Monaten zugetraut, nochmals Novak Djokovic und Rafael Nadal hinter sich zu lassen. Doch seit der bitteren Halbfinalniederlage gegen den Serben beim letzten US Open befindet sich Federer auf einem Höhenflug, der sich erst in Wimbledon auch in einem Grand-Slam-Titel niederschlug. Seit dem letzten August stand Federer in neun Finals und holte achtmal den Titel. In diesem Jahr weist er eine Siegbilanz von 40:6 auf und holte seine Turniersiege 71 bis 75. Die Rückkehr auf den Tennisthron ist verdient.

Andy Murray hingegen muss auch unter seinem Coach Ivan Lendl, dem früheren Weltranglistenersten, weiterhin auf den ersten Grand-Slam-Titel warten. Zum vierten Mal stand der Schotte in einem Final eines Majors, zum dritten Mal gegen den Schweizer. Wie jeweils in den Finalduellen zuvor zog der 25-Jährige den kürzeren. Doch leistete Murray diesmal viel stärkere Gegenwehr und brachte die neue Weltnummer 1 besonders in den ersten beiden Sätzen in arge Bedrängnis.

Mit dem zweiten Satz gewinnt Federer auch die Oberhand

Nachdem aber Federer am Ende des zweiten Satzes seine einzige Breakchance genutzt und den Durchgang eher glücklich mit 7:5 für sich entschieden hatte, kippte das Spiel auf die Seite des Schweizers. Zu Beginn des dritten Satzes, als der Himmel über London seine Schleusen öffnete und das Dach über dem Center Court geschlossen werden musste, lagen erstmal auch wegen der Hallenatmosphäre alle Vorteile bei Federer. Der stark aufspielende Basler vermochte diese schliesslich in souveräner Manier zu nutzen.

Nach dem Matchball gab es ein aufwühlendes Ende mit vielsagenden Emotionen auf beiden Seiten: hier der neue, 17-fache Grand-Slam-Champion Roger Federer, dort Andy Murray, der einmal mehr trotz starkem Spiel und aufopferndem Kampf in einem wichtigen Endspiel gescheitert war. Die Briten müssen weiterhin auf ihren ersten Grand-Slam-Titel seit Fred Perry in Wimbledon 1936 warten. Federer seinerseits, der am 8. August seinen 31. Geburtstag feiern wird, hat die Tennisgeschichtsbücher um neue Kapitel angereichert - und seine Matchbilanz mit Murray auf 8:8 ausgeglichen.

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8.7.2012, 19:22 Uhr

Roger Federer ist zurück auf dem Thron

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Text: sda

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