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TV 

29.6.2012, 10:57 Uhr

Schweizer Fernsehen diskriminiert die Jungen

29.6.2012, 10:57 Uhr

Nicht nur vor dem, sondern auch im Fernsehen sind die Alten übervertreten. Damit verletzt das Schweizer Fernsehen den Programmauftrag. Von infosperber.ch

zVg: Arena-Moderatorin Sonja Hasler liegt mit ihren 44 Jahren unter dem Altersdurchschnitt ihrer Talk-Gäste.

Arena-Moderatorin Sonja Hasler liegt mit ihren 44 Jahren unter dem Altersdurchschnitt ihrer Talk-Gäste. (Bild: zVg)

Gross war die Aufregung in Deutschland, als «Der Spiegel» kürzlich ein internes Papier des ARD-Programmbeirats publik machte. Thema unter anderem: die Vergreisung der Talkformate. Nicht vor dem Fernsehen wohlverstanden, sondern im Fernsehen.

Gerade mal zwei Prozent der Gäste in den ARD-Talkshows sind jünger als 30 Jahre alt, nur 10 Prozent jünger als 40. Dafür ist fast jeder zweite Gast mindestens 60 Jahre alt, ein Fünftel 70 oder älter. «Der Beirat ermuntert die Redaktionen, aktiv nach neuen Gesichtern zu suchen, nach Querdenkern und z. B. Gästen unter 40 Jahren», heisst es im Papier. «‹Menschen bei Maischberger› müsste eigentlich ‹Senioren bei Maischberger› heissen - knapp 60 Prozent ihrer Gäste sind 60 Jahre alt oder älter», schrieb «Der Spiegel».

Schweizer Fernsehen: Talk-Gäste sind im Schnitt älter als Bevölkerung

Jetzt zeigen Infosperber-Recherchen: In den relevanten Diskussionssendungen und Talkformaten des Schweizer Fernsehens sieht die Situation nicht besser aus als in der ARD. Das hat eine systematische Analyse der Sendungen «Arena», «Club» und «Rundschau» seit Juni 2011 bis heute sowie der neuen Talkshow «Schawinski» ab August 2011 ergeben. Erster Fakt: der durchschnittliche Gast in diesen Formaten ist 50,8 Jahre alt. Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter der Schweizer Bevölkerung beträgt 41,7, das Durchschnittsalter der SF-Zuschauer 59,2 Jahre.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Sendungen heisst dies: Das Durchschnittsalter der «Arena»-Gäste beträgt 50,9 Jahre, dasjenige der «Rundschau»-Gäste 53,6 Jahre und beim «Schawinski»-Talk sind es 53,7 Jahre. Die Werte basieren auf den öffentlich verfügbaren biografischen Daten der insgesamt 497 Gäste, die seit Juni 2011 in diese drei Sendungen eingeladen worden sind. Im «Club» beträgt das durchschnittliche Alter der Gäste 45,2 Jahre. Dieser Wert beruht jedoch teilweise auf Schätzungen, weil bei nicht-öffentlichen Personen keine Altersangaben ermittelt werden können.

Junge sind vom öffentlichen TV-Diskurs praktisch ausgeschlossen

Zweiter Fakt und besonders frappant: In der «Arena» sind nur gerade 2,2 Prozent der Gäste zwischen 20 und 29 Jahre alt, 9,4 Prozent sind zwischen 30 und 39. Zusammen macht diese Altersgruppe 11,6 Prozent aller Gäste in der Polit-Talkshow des Schweizer Fernsehens aus - deutlich zu wenig im Vergleich zur Schweizer Bevölkerung: Da beträgt der Anteil der 20 bis 39-Jährigen 26,6 Prozent.

Mehr als ein Sechstel der «Arena»-Gäste (16,4 Prozent) sind 60 Jahre alt oder älter. In der «Rundschau» kommen die über 60-Jährigen auf einen hohen Anteil von 27,7 Prozent, bei «Schawinski» sind es 26,8 Prozent. In beiden Sendungen war im letzten Jahr gerade mal ein einziger Gast unter 30: in beiden Fällen SP-Nationalrat Cédric Wermuth (26).

Programmauftrag wird nicht erfüllt

Im Schweizerischen Radio- und Fernsehgesetz steht unter Kapitel 2, Abschnitt 1, Programmauftrag und Konzession, Artikel 24 b: Die SRG fördert «das Verständnis, den Zusammenhalt und den Austausch unter den (...) gesellschaftlichen Gruppierungen». Was den Austausch mit den Jungen angeht, erfüllen die Diskussionssendungen des Schweizer Fernsehens diesen Auftrag nicht.

  • Durchschnittsalter der Sendungen Arena, Club und Schawinski finden Sie auf der Rückseite dieses Artikels.

 

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Venanz Nobel

    am 29.06.2012, 13:07

    Netzwerke, die vor die Kamera führen, fallen leider nicht vom Himmel... darum haben viele schon in den 1970ern gesprayt, Plakate geklebt und 1980 "gemüllert" ... siehe de.wikipedia.org/wiki/Herr_und_Frau_M%C3%BCller und "Müllers live" www.videoportal.sf.tv/video?id=05f18417-ec5b-4b94-a4bf-293312e56afe

  2. Venanz Nobel

    am 29.06.2012, 13:08

    eine Meinung und etwas zu sagen hatten wir und haben heute unsere Kinder!

  3. Phil Boesiger

    am 29.06.2012, 13:55

    Wir haben nur ein Staatsfernsehen, aber wenn man die Berichterstattung so verfolgt, könnte man denken, die Schweiz bestehe zu 95% aus Zürich und Umgebung. OK, dass die Region Basel untervertreten ist, haben wir uns selber zuzuschreiben - das Studio hätte ja ursprünglich in Münchenstein stehen sollen.
    Aber die anderen Landesteile der Schweiz werden genausowenig berücksichtigt. Auch die ModeratorInnen werden wohl fast ausschliesslich nach Zürischnuure-Kriterien eingestellt. Ausnahmen... mehrWir haben nur ein Staatsfernsehen, aber wenn man die Berichterstattung so verfolgt, könnte man denken, die Schweiz bestehe zu 95% aus Zürich und Umgebung. OK, dass die Region Basel untervertreten ist, haben wir uns selber zuzuschreiben - das Studio hätte ja ursprünglich in Münchenstein stehen sollen.
    Aber die anderen Landesteile der Schweiz werden genausowenig berücksichtigt. Auch die ModeratorInnen werden wohl fast ausschliesslich nach Zürischnuure-Kriterien eingestellt. Ausnahmen bestätigen leider die Regel.
    Es gibt einzelne Lichtblicke wie Rundschau, Kassensturz Netz Natur; sicher auch die Tagesschau und 10 vor 10, sofern nicht nur zürcher Lokalthemen benandelt werden. aber der Rest ist einfach zum gähnen.
    Clever gemachte Informationssendungen findet man eher auf BBC, N-TV oder Arte, die besten Filme ohne dämliche Werbepausen bringt ORF.

  4. soev

    am 29.06.2012, 15:31

    Hoffentlich wird die Aufregung über dieses wirklich wichtige Problem in der Schweizer Medienlandschaft jetzt nicht genauso gross wie im Nachbarland...

  5. Urs Engler

    am 29.06.2012, 18:10

    Für eine interessante "Talk-Show" sind wohl eher interessante Gäste entscheidend als deren Durchschnittsalter. Dass z.B. deutsche Bundesministerinnen und -minister oder Bundesrätinnen und Bundesräte eher über dem Durchschnittsalter liegen, liegt auf der Hand. Soll man sie deswegen durch Hinterbänkler ersetzen?
    Die Gefahr ist gross, dass die Einschaltquoten gegen Null sinken, wenn das Alter der Gesprächspartnerinnen und -partner zum entscheidenden Kriterium wird. Wie steht es im Übrigen mit... mehrFür eine interessante "Talk-Show" sind wohl eher interessante Gäste entscheidend als deren Durchschnittsalter. Dass z.B. deutsche Bundesministerinnen und -minister oder Bundesrätinnen und Bundesräte eher über dem Durchschnittsalter liegen, liegt auf der Hand. Soll man sie deswegen durch Hinterbänkler ersetzen?
    Die Gefahr ist gross, dass die Einschaltquoten gegen Null sinken, wenn das Alter der Gesprächspartnerinnen und -partner zum entscheidenden Kriterium wird. Wie steht es im Übrigen mit dem Durchschnittsalter der Zuschauer?

  6. Hanne

    am 29.06.2012, 22:15

    Schade, ich hätte einen etwas besseren Journalismus der TW erwartet als nur Zahlen nachzuplappern.

    Eine wirklich sinnvolle Aussage macht der "Artikel" nicht.

    Aber vielleicht liegt das ja an der Sommerflaute.

Informationen zum Artikel

29.6.2012, 10:57 Uhr

Schweizer Fernsehen diskriminiert die Jungen

Text

Text: infosperber.ch

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