LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Leben

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

  • Bitte beachten Sie unseren Community-Leitfaden.

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Reisen 

29.6.2012, 01:00 Uhr

Wochenendlich in Montreux

29.6.2012, 01:00 Uhr

Einige Tipps, wie man trotz Festivaltrubel die Idylle an der Waadtländer Riviera geniessen kann. Von

Montreux wird dieser Tage aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Das Städtchen lockt mit seinem traditio­nellen Jazz-Festival Musikfans und -stars an den Lac Léman. Nicht nur die Tickets für Konzerte im Auditorium Stravinski, sondern auch die Hotels haben dabei ihren Preis, was Besucher oft davon abhält, hier länger als eine Nacht zu bleiben. Ein Fehler.

Freddie und Vladimir

Denn Montreux steht zwar wie die gesamte Waadtländer Riviera für Noblesse: Zwischen unschöner Architektur aus den 1970er-Jahren erfreuen das Auge prächtige Bauten aus der Belle Epoque – allen voran das pompöse Palace Hotel und das Suisse Majestic. Doch kann man Montreux auch preisgünstig geniessen: In Villeneuve etwa steht ein Campingplatz. Und statt wie die Scheichs den Tag mit Shopping zu verbringen, empfehlen wir eine Fahrt mit der alten Zahnradbahn zu den Rochers-de-Naye. Ein Abenteuer. In den Hügeln über der Stadt kann man wunderbar wandern und wird dabei mit ­einer sensationellen Aussicht auf schnee­bedeckte Gipfel und den glitzernden Genfersee belohnt. Da versteht man, warum der russische Schriftsteller Vladimir Nabokov («Lolita») in Montreux ein Hotelzimmer bezog und jahrelang blieb, Schmetterlinge fing und Bücher schrieb.

Dem Festivaltrubel und der Masse rund um das Kongresszentrum kann man aber auch entfliehen, ohne ein Bahnticket zu lösen. Man lässt die Gastro- und Marktstände hinter sich und flaniert der Seepromenade entlang – vorbei an Statuen, die nebst ­Nabokov an weitere ruhmreiche Gäste erinnern, etwa an den Jazztrompeter Miles Davis. Oder an den Sänger Freddie Mercury, der in Montreux seine letzten Lebensjahre verbrachte. Touristen posieren gerne vor seiner Statue bei der Markthalle. Und Fans suchen oft vergeblich seine Loggia; ein kleines, schmuckes ­Chalet, welches das Cover des Queen-Albums «Made in Heaven» ziert. Das Häuschen liegt versteckt in einer kleinen Bucht von Clarens und ist nur vom Schiff aus zu erspähen. Hier drin hat Mercury einige seiner letzten Songs geschrieben, ehe er im November 1991 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung starb. Man kann sich gut vorstellen, dass er geschwächt nach draussen blickte und Trost fand, Kraft auch, was ihn dazu bewog, am Ende seines Lebens dieses Lied hier zu schreiben

Zappa, Purple, Emil und Byron

Weltberühmt ist auch das Casino von Montreux. Allerdings nicht der hässliche Neubau, sondern der Vorläufer, wo ­früher Konzerte stattfanden wie jenes von Frank Zappa, bei dem ein Feuer ausbrach, was wiederum Deep Purple, im Publikum anwesend, zum Heuler «Smoke on the Water» in­spi­rierte. Heute ist das Casino keinen ­Besuch mehr wert. Stattdessen empfiehlt es sich, dem Quai entlang zu schlendern, vorbei an schönen Gärten, Palmen und alten Hotels im viktorianischen Stil, immer weiter, bis man den Ortsteil Territet hinter sich lässt (wo Emil Steinberger seinen Lebensabend geniesst).

Nach einer Stunde Müssiggang, voller Idylle und Ruhe, stehen wir vor dem vielleicht schönsten Schloss der Schweiz: dem Château de Chillon. Dieses hat vor 200 Jahren schon den britischen Dichter Lord ­Byron fasziniert und inspiriert. Jener Lord Byron, der einst sagte: «Ich erwachte eines Morgens und fand mich berühmt.» Ruhm bringen schon genügend andere Leute hierher. Uns reicht der Sonnenuntergang über dem Lac Léman und der Blick auf die Berge, um ein grosses Glücksgefühl zu empfinden. Und das gibt es erst noch gratis, im mondänen Montreux.

  • Anschauen: Château de Chillon. Und die schönen alten Häuser aus der Belle Epoque.
  • Ausspannen: Herrlich, die Aussicht von den Hügeln über Montreux auf den Lac Léman. Wunderbar auch der Sonnenuntergang am See.
    Einsamkeit findet man im Park zwischen Chillon und Villeneuve.
  • Ausgehen: Das Montreux Jazz Café lockt mit freiem Eintritt und einigen hippen Acts: Django Django und Four Tet (GB) oder Poliça (USA).
  • Ausschlafen: Zentral und für Montreux-Verhältnisse dennoch erschwinglich ist das Hotel Splendid an der Grand Rue, nur drei Minuten vom Bahnhof entfernt. Mein Tipp: Zimmer 58, im vierten Stockwerk, mit Balkon zum See. Gewöhnungsbedürftig ist einzig die Toilette im Zimmer, ansonsten aber ist das Zimmer frisch renoviert und sehr angenehm. Ein Plus dieses Hotels ist nicht nur die Lage (Zur Schiffanlegestelle: 30 Sekunden, zum Festival 5 Minuten), sondern auch die Tatsache, dass man hier Gratis-Wi-Fi im Hotel hat, was in Montreux leider nicht selbstverständlich ist.
    Leute, für die Geld keine Rolle spielt, sollten sich ein Zimmer im Montreux Palace gönnen, das ebenfalls an der Grand Rue gelegen ist – und jahrelang Vladimir Nabokov beherbergte. Sein Zimmer ist heute noch mit seinem alten Sekretär eingerichtet. 
Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

Reisen, Wochenendlich

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Der Tag, als mir mein Freddie starb Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

29.6.2012, 01:00 Uhr

Wochenendlich in Montreux

Text

Text:

  • 22.04.2014 um 16:24
    Marc-Uwe Kling präsentiert den dritten Streich

    Marc-Uwe Kling präsentiert die «Känguru-Offenbarung», den dritten Teil seines popliterarischen Bestsellers.

  • 16.04.2014 um 11:49
    «Ich bin Diabetiker und Borderliner, da rutscht mir ab und zu was raus!»

    25 Jahre Stiller Has: Ein guter Grund, um wieder einmal die Befindlichkeit von Endo Anaconda zu erfragen. Der Sänger findet klare Worte zu Casting-Shows, Wirtschaftselite, Mindestlohn und Bundesrätin Leuthard.

  • 13.04.2014 um 15:36
    Der Mann hinter den Funk-Klassikern

    Sein Name überstrahlte alle anderen auf der Affiche des diesjährigen Basler Bluesfestivals: Allen Toussaint. Nach 50 Jahren gab er sein erstes Gastspiel auf Basler Boden. Der Altmeister aus New Orleans erzählt im Interview, wie der Hurrikan Katrina sein Hab und Gut vernichtete – und ihn auf die Bühne katapultierte.

  • 27.02.2014 um 14:44
    Verstehen Sie mich nicht falsch...
    Zum Artikel: Rockförderverein: Eine Ära geht zu Ende

    lieber Herr Leuthold I can hear you! Ich bin kein Pathologe und will Sie nicht desavouieren, verstehe auch Ihr Anliegen. Aber gewisse Sachen wurden schon mehrfach hier (auf dieser Website) thematisiert und auch beantwortet, namentlich die Sache mit de...

  • 27.02.2014 um 11:06
    Einige Gedanken
    Zum Artikel: Rockförderverein: Eine Ära geht zu Ende

    Vielleicht meldet sich der RFV zu den Fragen. Ich habe Tobit Schäfer auf Ihre Kommentare hingewiesen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, weshalb die Öffentlichkeit wissen muss, wieviel dort jeder verdient. Ist das nicht allenfalls Vereinssache? An der...

  • 21.02.2014 um 23:54
    @ Christian Burkhardt
    Zum Artikel: Was der Olympiasong Anna Rossinelli bringt

    Lieber Herr Burkhardt, Sie machen mir (und gleich auch noch der gesamten TagesWoche) den Vorwurf, dass ich recherchiert habe, was eigentlich für die Band rausschaut bei einem solchen Engagement. Okay. In meinem Umfeld wurde ich von Bekannten gerade ebe...

Aktuell