LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kultur

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Literatur-Offspace 

29.6.2012, 12:17 Uhr

Ein Missing Link der Literatur

29.6.2012, 12:17 Uhr

Das Projekt Titan ist ein Offspace für Literatur und schafft neue Räume für Autoren. Diese lesen am Freitag im «deuxpiece» Ausschnitte ihrer Werke vor. Von

: Online zu lesen, vor Ort vorgelesen: Ein Text von Simon Froehling.

Online zu lesen, vor Ort vorgelesen: Ein Text von Simon Froehling.

Wer Musik macht, wird Gehör und Publikum finden – auch ohne Plattenvertrag oder grosse Konzertbühnen. Sei es in einem Kaffeehaus, einer Bar oder auch einfach unter freiem Himmel. Und auch die Kunstszene hat sich jenseits der Galerienlandschaft in sogenannten Offspaces Räume geschaffen, wo junge Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten vorführen können, auch wenn sie noch bei keiner Galerie untergekommen sind. Hier wird Kunst nicht verkauft, sondern gepflegt, Möglichkeiten werden durchgespielt und die so wichtigen Kontakte entstehen hier. Der Offspace ist das fehlende Glied zwischen Künstler, Publikum, Sammler und Galerie.

Was also in diversen Disziplinen funktioniert, findet in der Literaturszene kaum oder nur in rudimentären Ansätzen statt. Lange war es so, dass junge Autorinnen und Autoren entweder einen Verlag finden müssen, was unter Umständen etwa so schwer ist wie die Suche nach Perlen, oder aber ihre Worte blieben zu Hause in der Schublade.

Diesem Umstand wollen die drei Autorinnen Eva Seck, Barbara Schuler und Gianna Molinari und der Künstler Raphael Bottazzini Abhilfe schaffen. Das Programm des von Bottazzini gegründeten Offspaces «Artachment» soll nun um die Disziplin Literatur erweitert werden und damit jungen Schriftstellern die Möglichkeit bieten, sich unabhängig von Verlagen und Literaturtagen eine Plattform zu schaffen.

Der Grundgedanke besteht darin, die Wege und Strömungen innerhalb der Kunstszene auf die Welt des Schriftguts zu übertragen. Was also das «Artachment» für den bildenden Künstler macht, soll die Plattform «Titan» für junge Autorinnen und Autoren leisten: Räume schaffen, Kontakte herstellen, die Kunst im Leben aufgehen lassen.

Keine herkömmliche Lesung

«Ich frage mich manchmal, wieso Literatur so viel weniger ’hip’ ist als Kunst. Sprache hat nämlich viel zu bieten; Sinnliches, Überraschendes, Unterhaltsames», sagt Eva Seck, die zusammen mit Barbara Schuler und Gianna Molinari bestimmt, welche Texte auf die Titan-Bühne gehören. Mit der ersten Lesung im Offspace «deuxpiece» wollen die drei zusammen mit Bottazzini einen Anlass schaffen, der sich von herkömmlichen Lesungen unterscheidet. «Wir wollen junge Leute erreichen, die bis anhin nicht an Lesungen gegangen sind», meint der Initiator Bottazzini.

Innerhalb einer Halbjahresperiode werden 14 Autorinnen und Autoren auf der Titan-Plattform aufgenommen und deren Texte auf der Internetseite publiziert. Acht von ihnen lesen heute Freitag im «deuxpiece» Ausschnitte ihrer Werke vor. In ihrer Unterschiedlichkeit bilden sie einen bunten Blumenstrauss. Da sind unbeschriebene Blätter, wie Philippe Kottoros, der seine Lyrik aus den Tiefen des Internets schreibt und dabei auch die Aussenlinie der Offspaces tangiert. Da ist die erfahrene Dragica Rajcic, die sich mit ihren Texten – auch sprachlich – im Spannungsfeld der Integration bewegt. Das ist auch die Mitbegründerin Eva Seck, deren Lyrik sich mantraähnlich bewegt und dreht. Und da ist auch Patric Marino, der kürzlich seinen ersten Roman «Nonno spricht» – eine Erzählung von einem Besuch bei seinen Grosseltern im italienischen Süden – veröffentlicht hat und die Lobeshymnen wohl mittlerweile auswendig mitsingen könnte.

Diese Mischung aus unterschiedlichsten Autorinnen und Autoren, Lyrikern und Wortkünstlern macht das Rezept der Titan-Plattform und -Lesung vorerst einzigartig. Und dass der Literatur-Offspace vielleicht der einen oder dem anderen eine Türe öffnet, ist zu hoffen.

  • Erste Titan-Lesung am Freitag, 29.6., 20 Uhr (Türöffnung 19 Uhr) mit Jan Bachmann, Patric Marino, Philippe Kottoros, Dragica Rajcic, Bettina Gugger, Eva Seck, Gianna Molinari, Barbara Schuler. Im deuxpièce, Kannenfeldstr.22, Basel.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Literatur & Lyrik

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Kunsträume für Experimente Weiterlesen

Basler Künstler wandern ab Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

29.6.2012, 12:17 Uhr

Ein Missing Link der Literatur

Text

Text:

  • 25.08.2016 um 05:01
    Dieser Basler wagt den grossen Wurf

    Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest mischt auch der Basler Ramon Gysin mit. Nicht in der Schwingerhose, sondern mit einem sehr schweren Stein.

  • 25.04.2016 um 11:26
    Gescheitert an einer Welt ausser Reichweite

    Die Starwings scheiden im Playoff-Viertelfinal gegen Rekordmeister Fribourg Olympic mit 0:3 aus. Damit endet ein Aufeinandertreffen zweier Basketballwelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

  • 13.04.2016 um 11:54
    Der grosse Kobe Bryant hört auf, Spuren hat er auch im kleinen Basel hinterlassen

    Einer der ganz Grossen des Basketballs hängt seine Schuhe an den Nagel. Die Leidenschaft für den Sport hat Kobe Bryant von seinem Vater. Dieser zog mit der Familie durch Europa – und machte auch in Basel halt, wo Kobe zur Schule ging. Weggefährten von damals erinnern sich aus aktuellem Anlass.

  • 25.09.2016 um 01:08
    Zum Artikel: Das neue Trio im Kleinbasel

    Die Autorin hat meines Wissens und meinem Geschmack nach gleich doppelt recht: Red Beets sind auf Hochdeutsch Rote Beete (Randen gibt's auf Schweizerdeutsch) - und sie schmecken vorzüglich.

  • 16.04.2016 um 10:37
    Zum Artikel: «The New Yorker» als TV-Serie? Liebe auf den ersten Klick

    Like.

  • 17.06.2015 um 10:24
    Zum Artikel: Der traurige Kavalier von Cleveland

    Keine Frage, es spricht einiges für Michael Jordan. MJ hat keine einzige Finalserie verloren verloren, LeBron deren vier. Gleichzeitig muss man sehen, dass Jordan zu jedem Zeitpunkt ein bedeutend besseres Team hatte als LBJ. Auch muss man sehen, dass J...

Aktuell

sda: Nicht nur körperlich, auch seelisch werden Kinder von ihren Eltern misshandelt. (Symbolbild, gestellte Szene)
1

Kindesschutz 

Krippen sollen gefährdete Kinder melden

Wer beruflich regelmässig Kontakt zu Kindern hat, soll bei Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls die Behörden informieren müssen. Der Ständerat hat sich für eine Ausweitung der Meldepflicht ausgesprochen. Betroffen sind beispielsweise Angestellte von Kinderkrippen. Von sda. Weiterlesen1 Kommentar