LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Migration 

29.6.2012, 01:00 Uhr

Ein Schiff bringt
Politiker auf Schlingerkurs

29.6.2012, 01:00 Uhr

Etwas haben die jüngsten Diskussionen rund ums Basler Asylschiff schon verändert: Wo vorher rechts stand, ist nun plötzlich links – und umgekehrt. Von

Jürgen Fabian/Schiffbilder.de: Die «Hispania» ankert derzeit noch im Ausland, soll aber bald Asylsuchenden in Basel ein Zuhause bieten.

Die «Hispania» ankert derzeit noch im Ausland, soll aber bald Asylsuchenden in Basel ein Zuhause bieten. (Bild: Jürgen Fabian/Schiffbilder.de)

Die «Bedenken» auf der linken Seite waren gross, als Eduard Rutschmann von der SVP vor einem Jahr im Grossen Rat die Idee vorbrachte, den Asylbewerbern ein Schiff als Unterkunft bereitzustellen. Ausgerechnet Menschen, die eventuell eine lebens­gefährliche Flucht per Schiff hinter sich hätten und dadurch traumatisiert seien, wolle man wieder auf ein Schiff bringen, hiess es. Unmenschlich sei das. Seekrankheit, Ertrinkungsgefahr, mangelhafte Lüftung und Heizung sowie zu viel Feuchtigkeit auf einem Schiff wurden ins Feld geführt. Von Abschieben war auch die Rede.

Ist das Asylschiff am richtigen Ort?
Diskutieren Sie mit in der Wochendebatte der Tageswoche: Ihre Meinung ist ebenso gefragt wie Ihre Stimme, die Sie aufgrund der dynamischen Argumentation der beiden Haupt-Debattanten und der Kommentare jederzeit ändern können.

Es war klar: Dem als rechter Hard­liner bekannten Rutschmann konnten aufrechte Linke nicht zustimmen. Sein Vorstoss wurde zwar knapp, aber erwartungsgemäss abgelehnt.

Inzwischen hat sich die Situation verändert. Mitte April gab die Regierung des Kantons Basel-Stadt bekannt, dass sie ein ehemaliges Hotelschiff als Unterkunft für Asylsuchende bereitstellen wolle. Damit könnten künftige Engpässe kurzfristig gemeistert werden. Zur Mitteilung des Regierungsrats gab es Bilder dieses Schiffs mit dem schönen Namen «Hispania», Bilder wie aus ­einem Ferienprospekt – und niemand muckte auf. Keine Empörung von links, keine von rechts.

Die wurde erst laut, nachdem im Kantonsblatt der geplante Standort des Schiffs, nämlich die Anlegestelle beim St.-Johanns-Park, veröffentlicht wurde. Und damit kam auch das übliche Rollenspiel wieder zum Zug, diesmal allerdings anders verteilt als im ­Grossen Rat: von rechts die Vorbehalte gegen das Schiff, von links dessen ­Verteidigung.

Das Fass am Überlaufen

Die erste Einsprache gegen das Asylschiff stammt vom Wohnbaugenossenschaftsverband Nordwest, die gegenüber der Anlegestelle eine Überbauung besitzt. Zwar sind Genossenschaften traditionell eher im linken Lager verankert – doch die Argumente gegen das Schiff sind die der Rechten: Das Asylschiff beeinträchtige die Lebensqualität der Mieter, sie hätten schon die Nachtruhestörungen wegen der Voltahalle, Drögeler und Prostitution vor der Haustüre – und nun kämen noch die Asylbewerber.

Dieses Schiff sei der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe, sagte Genossenschaftspräsident Theo Meyer der «Basler Zeitung». Ins gleiche Horn blies ein paar Tage später der Präsident des Neutralen Quartiervereins St. Johann, Mario C. Ress. Er wollte über eine sogenannte Konsultativabstimmung herausfinden, ob die Bewohner weitere «Asylanten» im Quartier akzeptierten oder nicht. Er, das sagte er im Voraus un­missverständlich, wollte nicht. Und er gewann die Abstimmung.

Menschenunwürdig und abgeschoben

Mario C. Ress steht nicht im Verdacht, ein Linker zu sein. Er ist Mitglied der BDP. Insofern überrascht sein Engagement gegen das Asylschiff nicht. Ebensowenig, dass sich ihm von linker Seite, vom Kommitee Offenes St. Johann, Widerstand entgegenstellt.
Doch was sagt nun zum Beispiel BastA!-Grossrätin Sibel Arslan, die vor einem Jahr das Asylschiff noch als menschenunwürdige Unterkunft bezeichnet hatte?

Nein, sagt sie, sie befinde sich nicht in einem Dilemma. «Ich war nicht grundsätzlich gegen das Schiff, weil der Vorschlag von rechts kam. Es ging mir damals vor allem um den von Eduard Rutschmann vorgeschlagenen Standort am Hafen.» Dass man so die Leute an den Rand ab­geschoben hätte. Aber jetzt, im St. Johann, sagt Arslan, ent­falle ja dieser Punkt.

Praktisch und effizient

Rutschmann, dessen potenzielle Wählerschaft alles andere als begeistert ist über die Umsetzung seiner Idee, findet das Schiff immer noch eine gute Sache. Grundsätzlich.

«Es hat den grossen Vorteil, dass es schnell zurückgebaut werden kann, wenn es nicht mehr gebraucht wird.» Zudem seien so alle Asylsuchenden beisammen, man habe Platz, ein Büro einzurichten und «kann die Asylverfahren effizienter ­erledigen». Rutschmann will jedoch darauf hingewiesen haben, dass er gros­ses Verständnis für die Bedenken im Quartier habe. «Wenn 70 Prozent der Anwohner Nein dazu sagen, ist das ein Problem.»

Nicht vor dem «Les Trois Rois»

Über den Standort müsse man wohl nochmals diskutieren. Es gäbe ja schon noch andere Möglichkeiten, meint Rutschmann. Nicht gerade vor dem Hotel Les Trois Rois, das eher nicht.Aber vielleicht beim Novartis Campus oder eben beim Hafen, wie er ursprünglich vorgeschlagen habe.

Doch das kommt gemäss Renata ­Gäumann, beim Kanton zuständig für Asylkoordination, nicht in Frage: ­Kleinhüningen trage mit dem Empfangszentrum des Bundes und diversen anderen Asyleinrichtungen schon genug. «Das Quartier hat unsere Zusicherung, dass dort vorerst keine neuen Asylstrukturen eingerichtet werden.»

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Politik, Grosser Rat BS, Migration, Asylwesen

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Knatsch wegen Asylschiff Weiterlesen

Asylschiff auf dem Rhein Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

  1. Verifiziert

    Christian Mueller

    am 1.07.2012, 18:56

    wenn regen vom himmel fällt gibt es mehrere möglichkeiten, was man mit dem macht: es gibt die leute, die sich einfach unter ein wellblechdach stellen und zuschauen, wie die kraft des wassers den fruchtbaren boden und dann das fundament wegspült. man könnte das wasser aber auch sammeln, damit den garten bewässern, sich waschen und sogar strom daraus gewinnen. leider ist die schweizer asylpolitik im moment darauf bedacht ein teures dach zu betonieren, anstatt diese menschen produktiv in die... ... mehrwenn regen vom himmel fällt gibt es mehrere möglichkeiten, was man mit dem macht: es gibt die leute, die sich einfach unter ein wellblechdach stellen und zuschauen, wie die kraft des wassers den fruchtbaren boden und dann das fundament wegspült. man könnte das wasser aber auch sammeln, damit den garten bewässern, sich waschen und sogar strom daraus gewinnen. leider ist die schweizer asylpolitik im moment darauf bedacht ein teures dach zu betonieren, anstatt diese menschen produktiv in die gesellschaft einfliessen zu lassen. früher ging das ja auch. aber die menschenverachtenden egoistisch-kurzfristige denken vieler schweizerInnen wird leider nur allzugut politisch ausgeschlachtet. schliesslich haben wir zu wenige plätze, weil der herr abgewählte bundesrat blocher 10'000 plätze abgebaut hatte. praktisch. und jetzt sind die ausländer wieder an allem schuld.

  2. Kulturbetrachter Basel

    am 1.07.2012, 20:31

    Es geht um Menschen. Bei diesen Menschen sind Anwohner sowie Asylbewerber die Betroffenen. Wäre eine Infoveranstaltung (kein rechsradikaler Progagandaaufmasch) für die Anwohner nicht sinnvoll?
    Erklären, was, wann, wo, wie lange, warum und warum nicht woanders?
    Ich habe mich mal versucht in einen Asylbewerber hineinzuversetzen, soweit das überhaupt geht. Mir wäre eine EInzelkabine in der die Intimspähre gewahrt bleibt lieber, als eine Massenunterkunft. Gibt es Gemeinschaftsräume? Können... ... mehrEs geht um Menschen. Bei diesen Menschen sind Anwohner sowie Asylbewerber die Betroffenen. Wäre eine Infoveranstaltung (kein rechsradikaler Progagandaaufmasch) für die Anwohner nicht sinnvoll?
    Erklären, was, wann, wo, wie lange, warum und warum nicht woanders?
    Ich habe mich mal versucht in einen Asylbewerber hineinzuversetzen, soweit das überhaupt geht. Mir wäre eine EInzelkabine in der die Intimspähre gewahrt bleibt lieber, als eine Massenunterkunft. Gibt es Gemeinschaftsräume? Können sich die Bewohner verpflegen? Gibt es Kühlschränke, genügend Waschgelegenheiten, Freizeitgestaltung? Denn alles das, was auf dem Schiff fehlt, wird in irgendeiner Form extern stattfinden. Ausser einer Rheinkreuzfahrt habe ich keine Erfahrung mit solchen Schiffen und ich kann mir auch kein Urteil darüber erlauben, ob das Schiff menschenwürdig ausgestattet ist, aber ich würde es hoffen und die Verantwortlichen bitten, VORHER mal eine Begehung durchzuführen.

  3. Chaim Howald

    am 2.07.2012, 00:56

    Einmal mehr erweckt auch der TaWo Artikel ein falsches Bild: ALLE ANWOHNER sind IMMER gegen Asylunterkünfte. Heute Abend mag ich nicht mehr lange schreiben, ich zititere aber gerne meinen eigenen Beitrag zu einem ähnlichen Thema in meiner Nachbarschaft:

    Pionierleistungen, die zu würdigen sind

    Als direkter Anwohner freue ich mich über den Pioniergeist, den heute vor allem die Menschen vom Reh4 und früher schon viele andere an den Tag legen. Vor rund zehn Jahren sind wir in dieses Quartier... ... mehrEinmal mehr erweckt auch der TaWo Artikel ein falsches Bild: ALLE ANWOHNER sind IMMER gegen Asylunterkünfte. Heute Abend mag ich nicht mehr lange schreiben, ich zititere aber gerne meinen eigenen Beitrag zu einem ähnlichen Thema in meiner Nachbarschaft:

    Pionierleistungen, die zu würdigen sind

    Als direkter Anwohner freue ich mich über den Pioniergeist, den heute vor allem die Menschen vom Reh4 und früher schon viele andere an den Tag legen. Vor rund zehn Jahren sind wir in dieses Quartier gezogen, der festen Überzeugung, dass dieses (zumindest in unserer Vorherigen Wohngegend im Grossbasel) damals so verschrieene Quartier dank seiner Diversität und Belebtheit ein unglaubliches Potential an neuer Wohnlichkeit bietet. Seither war und ist es eine Freude zu beobachten, wie viele innovative, (zum Teil nicht mehr ganz) junge Menschen das Quartier (wieder?) angenommen und mit grossem Einsatz zur m.E. spannendsten Wohngegend der Stadt transformiert haben. Deshalb ist es für mich auch nicht erstaunlich - aber nicht weniger erfreulich - dass die Stadt gerade hier dieses fast schon geniale Pilotprojekt installiert hat: Ein seit Jahren heruntergekommenes, eher anrüchiges Lokal wird mittels einer Zwischennutzung durch Kräfte aus dem Quartier aufgewertet, gleichzeitig wird - meines Wissens erstmals in Basel - endlich versucht, die Lage im Asylwesen mittels kleiner, dezentraler Unterkünfte, zu entspannen. In dem soziologische Verdünnungseffekte ausgenutzt werden - salopp gesagt die Asylsuchenden in schlicht in der Masse untergehen können - wird das Damoklesschwert der bösen Fremden abgestumpft. Der eigentliche Clou an der Sache ist aber ein zweiter, psychologischer, Effekt: Asylunterkunft hin oder her, was Unterdessen und ihre Untermieter_innen an der Fäldbi 47 realisieren wird das Gebäude in der öffentlichen Wahrnehmung - im Vergleich zur vorherigen Nutzung als Milieubar und düsterer verrauchter "Spunte" - massiv aufwerten. Verbunden mit der zu erwartenden marginalen Wahrnehmbarkeit der Asylsuchenden - immerhin nur 25 Personen und das im am dichtesten besiedelten Quartier der Stadt - bietet dies das Potential, wenn nicht gar eine positive Wahrnehmung der Asylunterkunft zu erreichen, dann doch zumindest den Schrecken und die Angst davor, die offensichtlich in Teilen der Bevölkerung herrschen, vergessen zu machen. Vor dem Hintergrund der Geschehnisse am Voltaplatz, beim Kinderspital auf der Erlenmatt und sonst wo stellt sich mir allerdings eine ganz andere Frage: Kann es sein, dass sich im Unterschied zwischen z.B. einem catwalk in public space oder der provisorischen Tramhaltestelle und der "ilegalen" Party bei der Hall of universe eine semantische Differenzierung physisch manifestiert? Hier Menschen, die sich Freiräume suchen, sie vorübegehend ausgestalten, nutzen und dann wieder frei geben, dort solche, die sie "erkämpfen" oder "besetzen" wollen - im einen Fall wird dabei das Quartier "von unten herauf" aufgewertet, im anderen kommt es zu Sachbeschädigungen und Gewalt.

    Honi soit qui mal y pense!

    Wie meine Mitpetenten erwarte ich nun von der Basler Regierung, dass auch Gellert, Neubad und das von Edi Rutschmann angesprochenene Trois Rois ihre Verantwortung für die Stadt und den Kanton übernehmen und Raum bieten für Unterkünfte!

  4. AutorIn des Artikels

    Monika Zech

    am 2.07.2012, 16:52

    Liebe Frau Mächler
    Sie haben vollkommen recht: Der Theo Meyer vom Genossenschaftsverband Nordwestschweiz ist nicht derjenige, der von 1990 bis 1999 für die Baselbieter SP im Nationlrat sass. Ich bin da einem Irrtum aufgesessen und entschuldige mich dafür. In der Online-Version des Artikels habe ich den Fehler bereits korrigiert, in der nächsten Printausgabe veröffentliche ich ein Korrigendum.

  1. Gabi Mächler

    am 1.07.2012, 14:04

    schlecht recherchiert: dieser Theo Meyer, den Monika Zech hier meint, war nie baselbieter SP-Nationalrat, sondern im Gegenteil langjähriger DSP-Kassier.

  2. Hanne

    am 1.07.2012, 15:24

    Ein guter Standplatz wäre doch auf dem Grund des Rheins. Da würde doch weder das Boot noch die Bewohner dessen auf irgend eine Art und weise stören.

    Aus den Augen, aus dem Sinn.

    Es ist langsam Zeit dass sich die Schweizer Bevölkerung vom "Selbstbetrug", eine humanitäre Asylpolitik zu betreiben, verabschiedet.

    Denn...
    ...wenn es wirklich darauf ankommt und eine Asylunterkunft gleich nebenan stehen soll, sind die wenigsten bereit diese zu akzeptieren.

    Dito Atommüll.

    Ein einzig Volk von... mehrEin guter Standplatz wäre doch auf dem Grund des Rheins. Da würde doch weder das Boot noch die Bewohner dessen auf irgend eine Art und weise stören.

    Aus den Augen, aus dem Sinn.

    Es ist langsam Zeit dass sich die Schweizer Bevölkerung vom "Selbstbetrug", eine humanitäre Asylpolitik zu betreiben, verabschiedet.

    Denn...
    ...wenn es wirklich darauf ankommt und eine Asylunterkunft gleich nebenan stehen soll, sind die wenigsten bereit diese zu akzeptieren.

    Dito Atommüll.

    Ein einzig Volk von Brüdern? Werner Stauffacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal drehen sich sicher schon lange im Grab um.

  3. Elisabeth Wahl

    am 1.07.2012, 18:17

    Das Schiff wäre bei Novartis am rechten Platz. Dann können die Bewohner ohne Strassenüberquerung tagsüber ins Internierungslager am Voltaplatz, das ein Robispielplatz sein soll :-)!

  4. Verifiziert

    Christian Mueller

    am 1.07.2012, 18:56

    wenn regen vom himmel fällt gibt es mehrere möglichkeiten, was man mit dem macht: es gibt die leute, die sich einfach unter ein wellblechdach stellen und zuschauen, wie die kraft des wassers den fruchtbaren boden und dann das fundament wegspült. man könnte das wasser aber auch sammeln, damit den garten bewässern, sich waschen und sogar strom daraus gewinnen. leider ist die schweizer asylpolitik im moment darauf bedacht ein teures dach zu betonieren, anstatt diese menschen produktiv in die... mehrwenn regen vom himmel fällt gibt es mehrere möglichkeiten, was man mit dem macht: es gibt die leute, die sich einfach unter ein wellblechdach stellen und zuschauen, wie die kraft des wassers den fruchtbaren boden und dann das fundament wegspült. man könnte das wasser aber auch sammeln, damit den garten bewässern, sich waschen und sogar strom daraus gewinnen. leider ist die schweizer asylpolitik im moment darauf bedacht ein teures dach zu betonieren, anstatt diese menschen produktiv in die gesellschaft einfliessen zu lassen. früher ging das ja auch. aber die menschenverachtenden egoistisch-kurzfristige denken vieler schweizerInnen wird leider nur allzugut politisch ausgeschlachtet. schliesslich haben wir zu wenige plätze, weil der herr abgewählte bundesrat blocher 10'000 plätze abgebaut hatte. praktisch. und jetzt sind die ausländer wieder an allem schuld.

  5. Kulturbetrachter Basel

    am 1.07.2012, 20:31

    Es geht um Menschen. Bei diesen Menschen sind Anwohner sowie Asylbewerber die Betroffenen. Wäre eine Infoveranstaltung (kein rechsradikaler Progagandaaufmasch) für die Anwohner nicht sinnvoll?
    Erklären, was, wann, wo, wie lange, warum und warum nicht woanders?
    Ich habe mich mal versucht in einen Asylbewerber hineinzuversetzen, soweit das überhaupt geht. Mir wäre eine EInzelkabine in der die Intimspähre gewahrt bleibt lieber, als eine Massenunterkunft. Gibt es Gemeinschaftsräume? Können... mehrEs geht um Menschen. Bei diesen Menschen sind Anwohner sowie Asylbewerber die Betroffenen. Wäre eine Infoveranstaltung (kein rechsradikaler Progagandaaufmasch) für die Anwohner nicht sinnvoll?
    Erklären, was, wann, wo, wie lange, warum und warum nicht woanders?
    Ich habe mich mal versucht in einen Asylbewerber hineinzuversetzen, soweit das überhaupt geht. Mir wäre eine EInzelkabine in der die Intimspähre gewahrt bleibt lieber, als eine Massenunterkunft. Gibt es Gemeinschaftsräume? Können sich die Bewohner verpflegen? Gibt es Kühlschränke, genügend Waschgelegenheiten, Freizeitgestaltung? Denn alles das, was auf dem Schiff fehlt, wird in irgendeiner Form extern stattfinden. Ausser einer Rheinkreuzfahrt habe ich keine Erfahrung mit solchen Schiffen und ich kann mir auch kein Urteil darüber erlauben, ob das Schiff menschenwürdig ausgestattet ist, aber ich würde es hoffen und die Verantwortlichen bitten, VORHER mal eine Begehung durchzuführen.

  6. Chaim Howald

    am 2.07.2012, 00:56

    Einmal mehr erweckt auch der TaWo Artikel ein falsches Bild: ALLE ANWOHNER sind IMMER gegen Asylunterkünfte. Heute Abend mag ich nicht mehr lange schreiben, ich zititere aber gerne meinen eigenen Beitrag zu einem ähnlichen Thema in meiner Nachbarschaft:

    Pionierleistungen, die zu würdigen sind

    Als direkter Anwohner freue ich mich über den Pioniergeist, den heute vor allem die Menschen vom Reh4 und früher schon viele andere an den Tag legen. Vor rund zehn Jahren sind wir in dieses Quartier... mehrEinmal mehr erweckt auch der TaWo Artikel ein falsches Bild: ALLE ANWOHNER sind IMMER gegen Asylunterkünfte. Heute Abend mag ich nicht mehr lange schreiben, ich zititere aber gerne meinen eigenen Beitrag zu einem ähnlichen Thema in meiner Nachbarschaft:

    Pionierleistungen, die zu würdigen sind

    Als direkter Anwohner freue ich mich über den Pioniergeist, den heute vor allem die Menschen vom Reh4 und früher schon viele andere an den Tag legen. Vor rund zehn Jahren sind wir in dieses Quartier gezogen, der festen Überzeugung, dass dieses (zumindest in unserer Vorherigen Wohngegend im Grossbasel) damals so verschrieene Quartier dank seiner Diversität und Belebtheit ein unglaubliches Potential an neuer Wohnlichkeit bietet. Seither war und ist es eine Freude zu beobachten, wie viele innovative, (zum Teil nicht mehr ganz) junge Menschen das Quartier (wieder?) angenommen und mit grossem Einsatz zur m.E. spannendsten Wohngegend der Stadt transformiert haben. Deshalb ist es für mich auch nicht erstaunlich - aber nicht weniger erfreulich - dass die Stadt gerade hier dieses fast schon geniale Pilotprojekt installiert hat: Ein seit Jahren heruntergekommenes, eher anrüchiges Lokal wird mittels einer Zwischennutzung durch Kräfte aus dem Quartier aufgewertet, gleichzeitig wird - meines Wissens erstmals in Basel - endlich versucht, die Lage im Asylwesen mittels kleiner, dezentraler Unterkünfte, zu entspannen. In dem soziologische Verdünnungseffekte ausgenutzt werden - salopp gesagt die Asylsuchenden in schlicht in der Masse untergehen können - wird das Damoklesschwert der bösen Fremden abgestumpft. Der eigentliche Clou an der Sache ist aber ein zweiter, psychologischer, Effekt: Asylunterkunft hin oder her, was Unterdessen und ihre Untermieter_innen an der Fäldbi 47 realisieren wird das Gebäude in der öffentlichen Wahrnehmung - im Vergleich zur vorherigen Nutzung als Milieubar und düsterer verrauchter "Spunte" - massiv aufwerten. Verbunden mit der zu erwartenden marginalen Wahrnehmbarkeit der Asylsuchenden - immerhin nur 25 Personen und das im am dichtesten besiedelten Quartier der Stadt - bietet dies das Potential, wenn nicht gar eine positive Wahrnehmung der Asylunterkunft zu erreichen, dann doch zumindest den Schrecken und die Angst davor, die offensichtlich in Teilen der Bevölkerung herrschen, vergessen zu machen. Vor dem Hintergrund der Geschehnisse am Voltaplatz, beim Kinderspital auf der Erlenmatt und sonst wo stellt sich mir allerdings eine ganz andere Frage: Kann es sein, dass sich im Unterschied zwischen z.B. einem catwalk in public space oder der provisorischen Tramhaltestelle und der "ilegalen" Party bei der Hall of universe eine semantische Differenzierung physisch manifestiert? Hier Menschen, die sich Freiräume suchen, sie vorübegehend ausgestalten, nutzen und dann wieder frei geben, dort solche, die sie "erkämpfen" oder "besetzen" wollen - im einen Fall wird dabei das Quartier "von unten herauf" aufgewertet, im anderen kommt es zu Sachbeschädigungen und Gewalt.

    Honi soit qui mal y pense!

    Wie meine Mitpetenten erwarte ich nun von der Basler Regierung, dass auch Gellert, Neubad und das von Edi Rutschmann angesprochenene Trois Rois ihre Verantwortung für die Stadt und den Kanton übernehmen und Raum bieten für Unterkünfte!

  7. Inaktiver Nutzer

    am 2.07.2012, 07:29
  8. AutorIn des Artikels

    Monika Zech

    am 2.07.2012, 16:52

    Liebe Frau Mächler
    Sie haben vollkommen recht: Der Theo Meyer vom Genossenschaftsverband Nordwestschweiz ist nicht derjenige, der von 1990 bis 1999 für die Baselbieter SP im Nationlrat sass. Ich bin da einem Irrtum aufgesessen und entschuldige mich dafür. In der Online-Version des Artikels habe ich den Fehler bereits korrigiert, in der nächsten Printausgabe veröffentliche ich ein Korrigendum.

  9. Christine Flitner

    am 2.07.2012, 17:18

    "Und er gewann die Abstimmung", schreibt Monika Zech über die "Konsultativabstimmung" des Neutralen Quartiervereins. Im St. Johann wohnen über 18 000 Menschen, an der "Abstimmung" nahmen 370 Personen teil, von denen ein Teil nicht einmal im St. Johann wohnt. Bei diesen Zahlen von einer gewonnenen Abstimmung zu sprechen, ist absurd. Es legt die Vermutung nahe, dass da einfach die Medienmitteilung des Quartiervereins nachgebetet wird.

Informationen zum Artikel

29.6.2012, 01:00 Uhr

Ein Schiff bringt
Politiker auf Schlingerkurs

Text

Text:

  • 05.09.2013 um 19:34
    Basler Regierungstrio wirbt für Wohnraumfördergesetz

    Die Basler Regierung trat im Dreierpack vor die Medien, um für den Gegenvorschlag zur Mieterverbandsinitiative zu werben.

  • 05.09.2013 um 15:28
    Beflügelt vom weiblichen Klassengeist

    Basel feiert 200 Jahre höhere Mädchenbildung im Leonhard. Mit dem Zugang zur Schule erhielten die Frauen auch neue berufliche Perspektiven. Drei ehemalige Gymnasiastinnen erzählen, was ihnen die Schulzeit gebracht hat und welchen Weg sie danach gegangen sind. Und eine der aktuellen Schülerinnen sagt, welchen sie vielleicht einschlagen möchte.

  • 31.08.2013 um 19:02
    Übersichtskarte: Secondhand-Läden in der Region Basel

    Unsere eigene Shoppingtour durch Secondhand-Läden in der Stadt ist jetzt ergänzt mit den Tipps aus unserer Community – und alles zusammen auf eine Karte gesetzt.

  • 28.08.2013 um 08:46
    unterschiedliches Arbeitsrecht
    Zum Artikel: Aktion gegen Kündigung der Seniorenpflegerin Bozena Domanska

    @frank lorenz: Für Gewerkschafter und Arbeitnehmervertreter gibt es einen Kündigungsschutz. Das heisst, sie dürfen nicht wegen ihrer Tätigkeit in einer Personalkommission oder wegen ihres gewerkschaftlichen Engagements gekündigt werden. Allerdings ist ...

  • 09.08.2013 um 09:21
    Falsch
    Zum Artikel: Nur nackt sind die Drämmli grün

    @dome2808: Leider ist der betreffende Tagi-Artikel, in dem berichtet wird, dass der Zürcher Stadtrat die dreijährige Versuchsphase mit den Werbetrams bewilligt hat, nicht online. Sonst hätte ich ihn selbstverständlich verlinkt. Als Zürcherin kann ich I...

  • 13.07.2013 um 10:22
    Happyend
    Zum Artikel: «Ich möchte die ganze Schweiz umarmen»

    @eldorado: Sie haben Recht, diese Information fehlt. Man möge mir verzeihen, ich liefere sie hiermit gerne nach: Gemäss Hakim Lahbati reichte seine Frau die Scheidung ein, als er so krank war. Die Situation, die Ungewissheit über die Zukunft, sei für s...

Aktuell

: Den Jägern in Grönland schmilzt das Eis unter den Füssen.

Lichtspiele 

«ThuleTuvalu» von Matthias von Gunten

Schon Diogenes war durch die Wasserverdrängung verblüfft. Jetzt verblüfft sie uns alle: Aber nicht in der Badewanne. Diesmal geht es um die Weltmeere, wie der Basler Dokumentarfilmer Matthias von Gunten zeigt.Von Hansjörg Betschart Weiterlesen

Livio Marc Stöckli: Na, offenbar ist ihm wieder zum Lachen zumute: CeeLo Green.

CeeLo Green 

Fuck You richtete sich an meine Plattenfirma»

CeeLo Green gastiert an der Baloise Session. Im Interview spricht der Sänger («Crazy», «Fuck You») darüber, was ihn zu Fuck You inspiriert hat, was er am GlamRock bewundert und von welchen Stimmen er selber Fan ist. Heute Abend tritt er an der Baloise Session auf.Von Marc Krebs. Weiterlesen