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Regierungsratswahlen 

29.6.2012, 01:00 Uhr

Die Nummer zwei

29.6.2012, 01:00 Uhr

FDP-Grossrat Christophe Haller will einen Sitz in der Basler Regierung. ­Chancen werden ihm wenig eingeräumt: Favorit Baschi Dürr steht ihm vor der Sonne. Von

Nils Fisch : Basels Sheriff ohne Stern: Christophe Haller.

Basels Sheriff ohne Stern: Christophe Haller. (Bild: Nils Fisch )

Christophe Haller zögert sehr lange, bis er sich schliesslich dazu bereit erklärt, mit den vorbeifahrenden Autos fotografiert zu werden. Er hat es satt, immer auf den Autolobbyisten reduziert zu werden – vor allem jetzt, im Wahlkampf.

Bis vor Kurzem hätte er das ohne grosse Diskussionen getan. Doch einiges ist anders geworden, seit die FDP ihn gemeinsam mit Baschi Dürr als Kandidaten für die Regierungsrats­wah­len im Oktober nominiert hat. «Man muss schon etwas aufpassen. Seit ich Kandidat bin, mache ich mir mehr Gedanken über meine Wirkung», sagt der 55-jährige Grossrat. «Ich bin ein bisschen nachdenklicher geworden.» Aber auch sonst störe ihn diese einseitige Wahrnehmung. «Logisch, dass man als TCS-Präsident in diese Ecke gedrängt wird. Dennoch bin ich viel­fältiger, als manche meinen.»

Wahrgenommen wird der Vater von drei erwachsenen Kindern und Agenturleiter der Vaudoise Versicherungen auch als Baschi Dürrs Schatten. Dem 35-Jährigen werden die grössten ­Chancen attestiert, in die Fussstapfen des scheidenden Sicherheitsdirektors Hans­peter Gass zu treten.

Mit 20 in die Politik

Der Plan der Freisinnigen, Regierungspräsident Guy Morin (Grüne) aus dem Amt zu stürzen und zwei Sitze in der Regierung zu erobern, ist eher un­realistisch. Haller dürfte bei den Wahlen also ziemlich sicher den Kürzeren ziehen – obwohl er als umgänglich gilt und über mehr Führungserfahrung verfügt als Dürr. Darauf angesprochen, meint er nüchtern: «Baschi Dürr und ich kandidieren gemeinsam – wir wollen beide in die Regierung. Dass ich weniger Chancen habe, sagen Sie!»

Christophe Haller zählt zum rechten Flügel der FDP – unter anderem weil er in Migrationsfragen eine harte Linie vertritt. Selbst in seiner eigenen Partei ist er umstritten. So wurde er letztes Jahr zum Beispiel nicht als Nationalratskandidat nominiert. Seine politische Laufbahn startete der Ökonom mit 20 Jahren bei den Jungfreisinnigen. 1997 wurde er in den Bürgerrat gewählt, 2005 in den Gros­sen Rat. Finanzen, Sozialwesen, Wirtschaft, Stadtentwicklung und – eben – Verkehrspolitik zählen zu seinen Kernthemen.

Im letzten Jahr kämpfte er als ­Quartierbewohner erfolgreich gegen die Markierung von Parkfeldern auf dem Bruderholz. Den Vorwuf, dass die Bewohnerinnen und Bewohner «auf dem Hügel» oft eine Sonderbehandlung wünschten, will der ehemalige Leiter des Waisenhauses – «die schönste Aufgabe, die ich bis jetzt wahrnehmen durfte» – nicht gelten lassen. Es brauche dort nun mal keine markierten Parkplätze. Und: «Dass man die Bruderholz-Bewohner immer als privilegiert darstellt, ist unschön. Diese Neidgesellschaft stört mich.»

Kein Blender

In höchsten Tönen gelobt wird Haller von eher unerwarteter Seite. «Ich schätze ihn sehr», sagt SP-Fraktionspräsidentin Tanja Soland. «Haller ist sehr sympathisch, interessiert und man kann mit ihm über alles reden.» Er verfüge über sehr viel Sozialkom­petenz, einen guten Schuss Selbstironie, sei zuverlässig, kompromissfähig, kritik­fähig und man wisse immer, wo­ran man bei ihm sei. Umgekehrt sei Haller aber ziemlich gut im Austeilen. Richtig giftig könne er im Grossratssaal ab und zu werden, sagt Soland, «und gesellschaftspolitisch ist er mir zu konservativ».

Haller bezeichnet sich selbst als «stillen Schaffer». Bescheidenheit scheint dem Fasnächtler und Zunft­bruder wichtig zu sein – ganz nach dem Motto: «Tue Gutes und rede nicht darüber.» Deshalb nervt er sich über Menschen, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Vielleicht kann er sich auch deshalb nicht so gut verkaufen. Er sei nun mal kein Blender, sagt Haller. Sympathisch eigentlich. Nur vielleicht nicht genug, um zum Regierungsrat gewählt werden.

 

 

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29.6.2012, 01:00 Uhr

Die Nummer zwei

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  • 20.05.2015 um 16:23
    Hoffnung für Kastanie «Rosie»

    Die geplante Fällung der 60-jährigen Kastanie «Rosie» hat für Empörung gesorgt. Der Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels versucht die Gemüter nun zu beruhigen. Die Kastanie müsse nicht zwingend einer Boule-Bahn weichen.

  • 20.05.2015 um 14:58
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    Das Unispital Basel erhält am Petersgraben ein neues Klinikum 2 samt 60-Meter-Hochhaus. Der Grosse Rat sprach sich am Mittwoch klar für den Bebauungsplan aus. Eine kleine Gruppe scheiterte mit ihrem Plan, das Projekt zu bodigen.

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