LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sport

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Fussball, Euro 2012 

24.6.2012, 08:00 Uhr

Reif für den Titel

24.6.2012, 08:00 Uhr

Ein Trainer, der alles richtig zu machen scheint, eine Mannschaft, die 15 Siege in Folge erreicht hat und Spieler, die ihrem Vormann quasi blind vertrauen: Halbfinalist Deutschland berauscht sich ein bisschen an sich selbst. Von Christoph Geiler

Bitte nicht schon wieder. Joachim Löw verdreht die Augen. Er kann diese Frage langsam nicht mehr hören. Seit zwei Jahren, seit der 0:1-Niederlage im WM-Semifinale gegen Spanien, vergeht kaum ein Interview, in dem er nicht auf den Welt- und Europameister angesprochen wird: «Herr Löw, bitte einen kurzen Kommentar zu Spanien.» «Herr Löw, wie beurteilen Sie die Leistung von Torres?» Und die allerallernervigste Frage überhaupt: «Wie kann man gegen Spanien gewinnen?» Oder auch: «Was würden Sie heute gegen die Spanier anders machen?»

«Wenn du das ständig hörst, beginnt es irgendwann nur noch zu nerven», erklärt Joachim Löw. Dabei müsste die Frage eigentlich doch längst lauten: Wie kann man gegen Deutschland gewinnen?

Denn tatsächlich ist es die deutsche Fussball-Nationalmannschaft, die mittlerweile fast unbezwingbar scheint. Seit Sommer 2010, seit der Niederlage gegen – erraten – Spanien haben die Deutschen kein Wettbewerbsspiel mehr verloren. Mehr noch: Der hochverdiente, phasenweise sogar hochklassige 4:2-Erfolg im EM-Viertelfinal gegen Griechenland war der 15. Pflichtspielsieg in Folge – Weltrekord. «Wir können wirklich stolz sein», sagt denn auch Joachim Löw und verweist auf eine andere beeindruckende Bilanz: «Das ist das vierte Turnier hintereinander, bei dem wir im Halbfinale stehen.»

Neue Sympathien, aber kein Titel

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Den Rest der Geschichte unterschlägt der Bundestrainer, möglicherweise ganz bewusst. Denn Konstanz und Siegesserien in allen Ehren, den grossen Coup konnte die deutsche Mannschaft trotzdem nicht landen. Zwar heimsten die Deutschen in den letzten Jahren für ihren attraktiven Spielstil zunehmend Lob und Sympathien ein, aber bislang hatte sich noch bei jedem Turnier ein Stolperstein gefunden: 2006 waren es die Italiener, 2008 und 2010 die von Löw so verehrten Spanier.

Diesmal scheint die Zeit freilich reif für den ersten Titel einer deutschen Nationalmannschaft seit dem EM-Gewinn vor 16 Jahren. Das belegen die bisherigen Auftritte bei dieser EM, das bestätigt auch das neue Selbstbewusstsein und Selbstverständnis dieser Mannschaft. «Der EM-Titel geht nur über uns», verkündet Marco Reus, einer dieser jungen Wilden, die den neuen Spirit und Stil der deutschen Nationalelf verkörpern.

Die mutige Rochade

Joachim Löw hatte den Aufsteiger der vergangenen Bundesliga-Saison in Reihen von Borussia Mönchengladbach zur Überraschung aller für das Viertelfinale gegen Griechenland nominiert. Mehr noch: Der Bundestrainer führte das eiserne Fussballgesetz «Never change a winning team» ad absurdum und kegelte nach drei Gruppensiegen mit Mario Gomez (3 Treffer), Lukas Podolski und Lars Bender (je 1 Treffer) sogar alle bisherigen deutschen EM-Torschützen aus der Mannschaft. «Die Zeit war reif, ich hatte das Gefühl, etwas verändern zu müssen», begründet Löw seine unorthodoxe und nicht ganz unmutige Rochade.

Der starke Offensivauftritt gegen, zugegeben, schwache Griechen, bestätigte den Bundestrainer in seinem Wirken. Er hatte vollkommen Recht, nicht zum ersten Mal in seiner erfolgreichen Ära. Als er seinerzeit Altstar Michael Ballack ins Abseits gestellt hatte,wurde er öffentlich kritisiert. Heute redet längst keiner mehr von Ballack. Als er bei dieser EM den unerfahrenen Bender in die Viererkette stellte, erntete er Kopfschütteln. Prompt erzielte Bender den Siegestreffer gegen Dänemark.

Mitr der Aura der Allwissenheit

So viele richtige Entscheidungen verleihen Löw eine Aura der Allwissenheit und Unbesiegbarkeit. Und die Spieler gehen diesen, seinen Weg bedingungslos und zielstrebig mit. «Wir vertrauen dem Trainer fast schon blind. Alles, was er macht, hat Hand und Fuss», schwärmt etwa Mittelfeldstratege Sami Khedira.

So siegessicher wie 2012 haben sich Jogis Jungs noch bei keinem der letzten Turniere präsentiert. «Wir haben einen sensationellen Kader», gibt Captain Philipp Lahm zu verstehen. Auf dem Mannschaftsbus steht in grossen Buchstaben und für alle Gegner sichtbar die deutsche Mission geschrieben. «Von Spiel zu Spiel zum grossen Ziel!»

Und dann ist da noch eine Frage

Zuversicht und Euphorie kennen jedenfalls keine Grenzen. In Berlin feierte eine halbe Million Fans den 4:2-Sieg gegen Griechenland, in Umfragen hat Deutschland den Titelverteidiger Spanien bereits überflügelt. Nebengeräusche, die Joachim Löw nicht interessieren. Er hat anderes im Kopf, ersucht nach einer Antwort auf die ungeliebte Frage. Wie kann man gegen Spanien gewinnen? «Denn wir müssen trotzdem zugestehen, dass die Spanier technisch überragend sind.»

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Fussball, Euro 2012

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Deutschland–Griechenland, das Video Weiterlesen

Joachim Löw und der Tunnel Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

24.6.2012, 08:00 Uhr

Reif für den Titel

Text

Text: Christoph Geiler

  • 11.10.2014 um 06:04
    Sotschi – aus den Augen, aus dem Sinn

    Im Olympiapark von Sotschi heulen an diesem Wochenende die Formel-1-Motoren. Zum ersten Mal macht der Automobilzirkus in Russland Halt, doch acht Monate nach der grossen, sündteuren Olympiasause bewahrheiten sich die düsteren Vorahnungen um die Zukunft der Sportdestination am Schwarzen Meer.

  • 17.07.2014 um 18:48
    Österreich ist eifersüchtig auf die Schweiz

    Ein Dorfclub in der höchsten Fussballliga eines Landes? Dem sind zunächst die Sympathien der neutralen Zuschauer sicher. Was aber, wenn fast die Hälfte der obersten Spielklasse aus Dorfvereinen besteht?

  • 04.07.2014 um 11:39
    Der FCB, Paulo Sousa und die knappe Zeit

    Die Zeitspanne ist kurz bemessen für Paulo Sousa, um seine Ideen mit der Mannschaft des FC Basel umzusetzen. Und der neue Trainer des Meisters muss sich damit arrangieren, dass einige Spieler erst eine Woche vor Saisonstart dazustossen werden. Ob Marcelo Diaz dazugehören wird, ist ebenso offen wie die Frage, ob es einen Neuzugang aus Japan gibt.

Aktuell

Keystone/VASSIL DONEV: epa04456569 Basel's coach Paulo Sousa (C) runs with players during a training session at Vassil Levski stadium in Sofia, Bulgaria, 21 October 2014. FC Basel play PFC Ludogorets Razgrad in the UEFA Champions League Group B soccer match in Sofia on 22 October 2014. EPA/VASSIL DONEV

Fussball, Champions League 

Der FCB zu Gast beim kleinen Fussballwunder

Mit viel Respekt begegnet der FC Basel seinem Gegner Ludogorets Razgrad. Die Punkte im dritten Champions-League-Gruppenspiel will der Schweizer Meister dennoch am Mittwoch (20.45 Uhr) aus Sofia mitnehmen.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

Keystone/GEORGIOS KEFALAS: Switzerland's Stanislas Wawrinka reacts during his first round match against Kazakhstan's Mikhail Kukushkin at the Swiss Indoors tennis tournament at the St. Jakobshalle in Basel, Switzerland, on Tuesday, October 21, 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Tennis, Swiss Indoors 

Wawrinka gewinnt nicht mehr

Nach Tokyo und Shanghai verliert Wawrinka auch in Basel seine Startpartie. Die Dreisatzniederlage gegen den Kasachen Mikhail Kukushkin bedeutet eine kleine Schaffenskrise in der Saison des Romands.Von Samuel Waldis. Weiterlesen