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TagesWoche

Tages Woche

So, 26.05.2013

Olympische Spiele, Leichtathletik 

25.6.2012, 18:03 Uhr

Alex Wilson erreicht die Halbfinals

25.6.2012, 18:03 Uhr

Er kennt keine Selbstzweifel: Alex Wilson sprintet an den Olympischen Sommerspielen in London über 200 Meter. Im Interview sagt er, warum er an die Halbfinal-Qualifikation glaubt, wieso Roger Federer für ihn nicht der grösste Sportler der Geschichte ist und er besteht darauf, nicht arrogant zu sein. Von Kevin Rossiter, Christoph Kieslich und Dominik Plüss

Von Landsmann zu Landsmann: Der Jamaikaner Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, gratuliert dem Basler Alex Wilson, der ebenfalls aus Jamaika stammt, nach dem 200-Meter-Vorlauf.

Von Landsmann zu Landsmann: Der Jamaikaner Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, gratuliert dem Basler Alex Wilson, der ebenfalls aus Jamaika stammt, nach dem 200-Meter-Vorlauf. (Bild: Reuters/LUCY NICHOLSON)

Olympiateilnehmer aus der Region Basel. Sprinter Alex Wilson. © Foto Dominik Pluess / 06. June 2012

Olympiateilnehmer aus der Region Basel. Sprinter Alex Wilson. © Foto Dominik Pluess / 06. June 2012 (Bild: DOMINIK PLUESS)

Arbeitsgerät: Usain Bolt checkt seinen Startblock vor dem 200-Meter-Vorlauf.

Arbeitsgerät: Usain Bolt checkt seinen Startblock vor dem 200-Meter-Vorlauf. (Bild: Keystone/David J. Phillip)

Usain Bolt vor dem Start.

Usain Bolt vor dem Start. (Bild: Keystone/David J. Phillip)

Beschleunigung...

Beschleunigung... (Bild: Keystone/Matt Dunham)

...und Kurventechnik mit Usain Bolt (rechts). Daneben der Nigerianer Noah Akwu und Jidou El Moctar (links) aus Mauretanien.

...und Kurventechnik mit Usain Bolt (rechts). Daneben der Nigerianer Noah Akwu und Jidou El Moctar (links) aus Mauretanien. (Bild: Reuters/EDDIE KEOGH)

Das letzte bisschen Anstrengung für Usain Bolt, rechts Alex Wilson, der um Alles rennt.

Das letzte bisschen Anstrengung für Usain Bolt, rechts Alex Wilson, der um Alles rennt. (Bild: Keystone/Martin Meissner)

Soll man sagen, er habe ihn (Bolt) gefordert? Nein, Alex Wilson (rechts) ist froh, die Halbfinals püber 200 Meter erreicht zu haben.

Soll man sagen, er habe ihn (Bolt) gefordert? Nein, Alex Wilson (rechts) ist froh, die Halbfinals püber 200 Meter erreicht zu haben. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Ein Blick zurück von Usain Bolt...

Ein Blick zurück von Usain Bolt... (Bild: Reuters/DAVID GRAY)

...und noch ein Blick zurück...

...und noch ein Blick zurück... (Bild: Keystone/Anja Niedringhaus)

...und dann langsam austrudeln lassen. Oben: Alex Wilson.

...und dann langsam austrudeln lassen. Oben: Alex Wilson. (Bild: Reuters/PAWEL KOPCZYNSKI)

Klare Sache für Bolt, eine hauchdünne Angelegenheit ist es dagegen für Wilson im Kampf um Platz 3.

Klare Sache für Bolt, eine hauchdünne Angelegenheit ist es dagegen für Wilson im Kampf um Platz 3. (Bild: Reuters/Morry Gash)

Der Zieleinlauf. Wilson kämpft um Platz drei – und muss sich um zwei Hundertstel geschlagen geben.

Der Zieleinlauf. Wilson kämpft um Platz drei – und muss sich um zwei Hundertstel geschlagen geben. (Bild: Reuters/PAWEL KOPCZYNSKI)

Für 20,39 über 200 Meter muss man sich im Vorlauf nicht schämen: Showman Usain Bolt.

Für 20,39 über 200 Meter muss man sich im Vorlauf nicht schämen: Showman Usain Bolt. (Bild: Reuters/PHIL NOBLE)

Mit 100-Meter-Gold lässt es sich mit einer gewissen Gelassenheit auf die 200 Meter vorbereiten: Usain Bolt am Dienstag.

Mit 100-Meter-Gold lässt es sich mit einer gewissen Gelassenheit auf die 200 Meter vorbereiten: Usain Bolt am Dienstag. (Bild: Reuters/PHIL NOBLE)

Er wird doch nicht...

Er wird doch nicht... (Bild: Keystone/DIEGO AZUBEL)

...doch: Usain Bolt überreicht die Mütze des schnellsten Mannes der Welt an einen Volunteer vor dem 200-Meter-Vorlauf. Was ein Souvenir!

...doch: Usain Bolt überreicht die Mütze des schnellsten Mannes der Welt an einen Volunteer vor dem 200-Meter-Vorlauf. Was ein Souvenir! (Bild: Keystone/DIEGO AZUBEL)

Showman Bolt.

Showman Bolt. (Bild: Keystone/Matt Slocum)

Auch das wird Alex Wilson von Olympia 2012 mitnehmen: Der Handshake mit Usain Bolt.

Auch das wird Alex Wilson von Olympia 2012 mitnehmen: Der Handshake mit Usain Bolt. (Bild: Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Es war der bisher meistbeachtete Auftritt seiner Karriere: Um 12.50 Uhr MESZ an diesem Dienstag lief Alex Wilson seinen Vorlauf über 200 Meter im Olympic Stadium von London, zwei Bahnen neben dem schnellsten Mann der Welt, Usain Bolt. Der vierfache Goldmedaillengewinner aus Jamaika liess es bereits nach 60 Metern langsam austrudeln, während es Wilson, der ebenfalls aus Jamaika stammt, zu Platz vier in diesem Vorlauf reichte.

In 20,57 Sekunden fehlten dem Basler zur sicheren Qualifikation für die Halbfinals nur zwei Hundertstel. Es war der erste Vorlauf, Wilson musste deshalb anschliessend die restlichen sechs Ausscheidungsrennen abwarten, und das Bangen hat sich gelohnt: Als einer der drei Zeitschnellsten Viertplatzierten schaffte der 21-jährige Wilson den Sprung in die Halbfinals. Diese werden am Mittwoch ab 21.10 Uhr ausgetragen.

Überhaupt nicht auf Touren in seinem Vorlauf kam derweil Amaru Schenkel. Der 24-jährige Zürcher mit togolesischen Wurzeln wurde in seiner Serie Letzter. Mit enttäuschenden 20,98 Sekunden blieb er eine halbe Sekunde über seinem persönlichem Bestwert.

Die TagesWoche hat mit Wilson vor der Abreise zu den Spielen gesprochen.

Alex Wilson, worin liegt die Essenz Ihrer Sportart – in zwei Sätzen?

Beim Sprinten muss man im richtigen Moment locker und im richtigen Moment angespannt sein, man braucht beides. Und die Geschwindigkeit, die man dann mit dem eigenen Körper erreicht, gibt mir den absoluten Kick.

Welches ist Ihr bisher grösster Erfolg?

Ich hatte schon einige Erfolge, aber besonders wichtig waren sicher der Schweizermeister-Titel aus dem vergangenen Jahr und der U23-Schweizer-Rekord. Dann war natürlich auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele von London ein ganz grosser Höhepunkt bisher.

Wo liegen Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?

Ich habe keine Schwächen. Meine Stärken liegen im mentalen Bereich. Ich bin ein positiver Mensch und gehe auf die meisten Dinge sehr locker zu. Ich lebe ganz normal und bescheiden und das gibt mir eine gewisse Lockerheit.

Wie motivieren Sie sich, wenn es gerade nicht rund läuft?

Ich denke mir, wieso habe ich es soweit geschafft und frage mich, wieso ich gerade jetzt hängen bleiben soll. Ich frage mich, wieso sollte ich jetzt gerade aufgeben, ich habe schliesslich schon einiges durchgemacht bis hier.

Was geben Sie auf für den Sport?

Ich gebe fast alles auf. Freundschaften, Parties, Alkohol, Ausgang. Die Freundschaften gebe ich natürlich nicht ganz auf, aber die restlichen Dinge haben in meinem Leben fast keinen Platz mehr.

Was haben Sie in dieser speziellen olympischen Saison anders gemacht?

Ich bin im Sport professioneller geworden. Zum Beispiel habe ich im letzten Jahr noch 40 Prozent gearbeitet und heute bin ich zu hundert Prozent Profisportler. Auch die Trainings sind intensiver und konsequenter geworden.

Was ist Ihr Ziel in London?

In den Halbfinal zu laufen. Das schätze ich als sehr realistisch ein. Bei den Olympischen Spielen kann alles passieren. Es kann sein, dass ich in der ersten Runde ausscheide, aber es kann auch gut sein, dass ich bis in den Halbfinal laufe.

Was ist Ihr grösster Traum?

2016 in Rio im Final zu laufen.

Welche andere Sportart würden Sie ausüben, wenn nicht Sprinten?

American Football. Dort brauchen Sie schnelle Leute.

Was machen Sie gerne, wenn Sie gerade nicht mit Sport beschäftigt sind?

Wenn ich keinen Sport treibe, dann sitze ich vor meiner Playstation. Oder ich bin in der Massage oder im Kino.

Wer ist für Sie der beste Sportler respektive die beste Sportlerin aller Zeiten?

Für mich ist es Muhammad Ali. Er hat eine sehr ähnliche Persönlichkeit wie ich. Er hatte diese Frechheit, die man auch braucht im Sprint. Für mich ist er ein Held. Er war nicht nur sportlich gut, sondern auch menschlich. Und er hat auch für seine Rechte gekämpft.

Wer ist es in ihrer eigenen Sportart?

Asafa Powell. Er hat einen sehr ähnlichen Laufstil wie ich, hat den Weltrekord mehrmals gebrochen und war der erste, der die Golden League fünfmal hintereinander gewonnen hat.

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?

Das war «Snow White and the Huntsman». Den fand ich ziemlich gut, ich stehe auf solche Fantasy-Sachen.

Wie heisst Ihr Lieblingslied?

«I Can See Clearly Now» von Jimmy Cliff. Das höre ich mir auch immer vor den Wettkämpfen an. Das gibt mir, das Gefühl, immer alles geben zu könne. Auch wenn es vielleicht nicht mein Tag sein sollte.

Kochen Sie selber?

Ich liebe es zu kochen. Kochen ist mein Hobby.

Was am liebsten?

Am liebsten jamaikanisch, mit Hühnchen und Reis. Das ist auch ein bisschen auf meine Sportart abgestimmt. In unserer Küche gibt es sehr wenig Fett, und einige Dinge, die sehr viel Energie liefern. Das ist wichtig für einen Sprinter.

Was würden Sie gerne gefragt werden?

Ob ich arrogant bin.

Wie lautet ihre Antwort?

Nein, das bin ich nicht. Viele Leute haben das Gefühl, ich sei überheblich. Vielleicht kommt das mit dem Erfolg. Ich weiss jedenfalls von mir, dass ich es nicht bin.

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Informationen zum Artikel

25.6.2012, 18:03 Uhr

Alex Wilson erreicht die Halbfinals

Text

Text: Kevin Rossiter

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    Der einsame Kampf

    Ab Samstag wird in der Schweiz wieder Basketball gespielt. Die Starwings verstärken sich - und sind trotzdem immer noch kein Spitzenteam. Eine Analyse zur Lage der Basketball-Nation.

  • 24.08.2012 um 00:01
    Die Blockflöte – ein Leidensweg

    Allmählich ver­schwindet sie sogar aus den Schulzimmern. Gibt es denn nichts Positives zu sagen zur Blockflöte? Oh, doch.

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Text:

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  • 22.05.2013 um 14:03
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    Wir werden unser Möglichstes tun. Versprochen.

  • 15.04.2013 um 12:20
    Die englischen Wochen, die auch an der TagesWoche nicht spurlos vorbeigehen
    Zum Artikel: Eine bemerkenswerte Assistquote – die FCB-Einzelkritik

    In der Tat, so ist, da muss man gar nicht lange drum herum reden. Danke der aufmerksamen Leserschaft. Der Einwechselkuddelmuddel ist korrigiert – das ist halt schon eine feine Sache an diesem Internet.

  • 11.04.2013 um 12:22
    Basel geht in M unten
    Zum Artikel: Wie ich mich in Middlesbrough mitschuldig gemacht habe

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Bild: Dominik Plüss

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    Die afrohispanische Amerikanerin Esperanza Spalding und der Belgo-Australier Wally De Backer alias Gotye bei der AVO Session: Sophisticated Bigband-Jazz traf auf einen poppigen Setzkasten.

  • 25.06.2012 um 18:03
    Alex Wilson erreicht die Halbfinals

    Vierter wurde der Basler Alex Wilson in seinem Vorlauf über 200 Meter, der von Usain Bolt (20,39 Sekunden) locker gewonnen wurde. Hinter dem schnellsten Mann der Welt wurde Wilson Vierter in 20,57, nur fünf Hundertstel über seiner persönlichen Bestleistung. Nach einer Stunde des Wartens und Bangens war klar: Als Wilson erreicht die Halbfinals.

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