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Olympische Spiele 

22.6.2012, 00:01 Uhr

Und die grosse Ernte soll erst noch folgen

22.6.2012, 00:01 Uhr

Mindestens sieben Athletinnen und Athleten mit regionalem Bezug starten an den Olympischen Sommerspielen. Dabei greifen die Förderprogramme der beiden Basel eigentlich erst mit Blick auf die Spiele von 2016. Von , und Kevin Rossiter

Karte Nicolas MüllerMax Heinzer

Lokale Olympia-Teilnehmer und -Anwärter im Blick. Ein Klick auf die Quartett-Karten bringt Sie zum Interview mit den SportlerInnen. (Fotos: Dominik Plüss)

Es war der absolute Tiefpunkt aus lokalpatriotischer Sicht. Für die Olympischen Spiele 2008 in Peking mochte das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron das Hauptstadion gebaut haben. Sportlich aber war die regionale Beteiligung auf ein historisches Tief gesunken (vgl. Kasten). Eine kleine, aber feine Tennis-Delegation mit Goldgewinner Roger Federer und Patty Schnyder, dazu die Triathletin Daniela Ryf.

Das wird in diesem Jahr in London vom 27. Juli bis zum 12. August anders sein. Federer ist zwar immer noch der heisseste Medaillenkandidat. Aber neben ihm starten mindestens fünf weitere Athletinnen und Athleten aus der Region. Dazu kommt mit Silvio Keller ein Teilnehmer an den Paralympics.

Ein klein wenig darf sich deswegen Christoph Eymann selbst auf die Schulter klopfen. Als baselstädtischer Sportminister hatte er 2010 praktisch in Eigenregie das Projekt Basel4Olympia aus der Taufe gehoben. Einzelsportler mit Chancen auf London 2012, die nicht Roger Federer hiessen, wurden vom Kanton jährlich mit 6000 Franken unterstützt.

Gesundes Essen auf Gran Canaria

Insgesamt kamen 14 Sportlerinnen und Sportler zumindest zeitweise in den Genuss dieser Zahlungen. Und auch wenn 18’000 auf drei Jahre verteilte Franken nicht nach viel aussehen mögen, können sie einen Unterschied ausmachen. Findet Katrin Leumann. Und sie muss es wissen, schliesslich ist sie die Einzige der Basler Delegation, die die Spiele einmal mit und einmal ohne Fördergelder erreicht hat.

«2004 war ich ziemlich auf mich alleine gestellt», blickt Leumann zurück, «ich musste die Vorbereitung selber organisieren und bezahlen.» Mit dem Geld von Basel4Olympia dagegen habe sie bereits im Dezember zwei Wochen Training auf Gran Canaria und danach noch einmal drei Wochen in Südafrika finanziert. Und, auch nicht ganz unwichtig: «Ich musste beim Einkaufen von Esswaren nicht auf jeden Rappen schauen, was es ermöglicht, sehr gesund zu essen.» Insgesamt fühlte sich die heute 30-Jährige durch «den Zustupf» sicherer: «Er gibt eine gewisse Unbekümmertheit.»

Schwergewicht Talentförderung

Ob Basel4Olympia auch in Zukunft ­baselstädtische Sportler unterstützen wird, ist noch nicht entschieden. Doch auch wenn die Chancen gut stehen, wird das Schwergewicht der Sportförderung weiter darauf gelegt werden, dem Nachwuchs gute Voraussetzungen zu bieten. Und das in Stadt und Land. Auf diesem Gebiet arbeiten die beiden Halbkantone eng zusammen.

«Wichtig ist, dass die talentierten Sportler in jungen Jahren Leistungssport betreiben und gleichzeitig eine gute Ausbildung absolvieren können», sagt Thomas Beugger, Leiter des Sportamtes Baselland. Beide Basel bieten jungen Sportlern nicht nur seit dem Jahr 2000 Sportklassen und Lehrstellen in Kombination mit Leistungssport an. Inzwischen ist das Angebot um medizinische und sport­psy­cho­logische Betreuung sowie Ernährungs- und Karriereberatung ausgebaut worden.

Weil die zwei Kantone auf dem Gebiet Nachwuchsförderung als vorbildlich gelten, blickt Beugger optimistisch in die Zukunft. «Ich rechne damit, dass die Fördermassnahmen auf die Winterspiele 2014 und vor allem auf die Sommerspiele 2016 richtig greifen.»

Umdenken auf dem Land

Ein Projekt wie Basel4Olympia gibt es im Baselbiet nicht. Hier werden dafür im Jahr rund 500 000 Franken aus dem kantonalen Swisslos-Sportfonds an Trainingsstützpunkte bezahlt. Dazu können Einzelsportler zusätzliche Fördergelder aus dem Swisslos-Fonds beantragen. Bis zu 24 000 Franken pro Jahr erhalten Hochbegabte auf diesem Weg. Das Land kann also weitaus spendabler sein als die Stadt. Die Krux ­dabei: Unterstützt werden Baselbieter nur bis zu ihrem 23. Lebensjahr.

Doch auch hier hat das Beispiel aus der Stadt zu einem Umdenken geführt. Der Baselbieter Regierungsrat hat beschlossen, dass künftig im Einzelfall auch Sportler unterstützt werden können, die über 23 Jahre alt sind. So sie als ernsthafte Kandidaten für die Teilnahme an Olympischen Spielen gelten.

Der Blick auf die regionalen Vertreter in London beweist: Das ist sicher kein dummer Entscheid. Von den bislang qualifizierten ist mit Alex Wilson nämlich nur einer jünger als 23.

Die regionalen Vertreter im Kurzüberblick:

Max Heinzer (Degenfechten)

Seit rund fünf Jahren wohnt der Schwyzer in Basel, hat hier Sportwissenschaft studiert und sich der Fechtgesellschaft Basel angeschlossen. Der 24-Jährige hat unlängst zum zweiten Mal am Grand Prix von Bern triumphiert und an der Europameisterschaft Bronze gewonnen.

Katrin Leumann (Mountainbike)

In extremis hat sich die 30-Jährige für London qualifiziert. Im letztmöglichen Anlauf, beim Weltcup im französischen La Bresse am 20. Mai, schaffte sie als Siebte die geforderte Top-8-Klassifikation. Schon 2004 war die Riehenerin in Athen am Start, damals kam sie als Ersatzathletin zum Einsatz.

Simon Niepmann (Rudern)

Nach einer starken letzten Saison musste der leichte Vierer der Schweiz mit Niepmann (27) die Leistungen aus dem Vorjahr bloss bestätigen. Das gelang mit der Finalqualifikation an der internationalen Regatta in Piediluco nahe Rom Mitte April.

Alex Wilson (Leichtathletik)

Der Sprinter der Old Boys hat die A-Limite über 200 Meter bereits letztes Jahr erreicht. Die in dieser Saison benötigte B-Limite erreichte der 21-Jährige gleich im ersten Rennen Ende Mai. Die Selektion durch Swiss Athletics ist also Formsache. In London möchte der Basler bis in den Halbfinal vorstossen.

Roger Federer (Tennis)

Federer (30) wird die Schweiz im Einzel und – gemeinsam mit Stanislas Wawrinka als Titelverteidiger – im Doppel vertreten. Die Selektion erfolgt am 5. Juli. London wird während der Spiele eine U-Bahn-Station nach dem Baselbieter benennen. Es sind bereits die vierten Sommerspiele, an denen Federer teilnimmt. Im Einzel ist er bislang allerdings ohne Medaille geblieben. Die Chance, das zu ändern, erhält die Nummer 3 der Welt auf seiner liebsten Tennisanlage: in Wimbledon.

Daniela Ryf (Triathlon)

Sportlich hätte Daniela Ryf die Selektion für die Olympischen Spiele verpasst. Durch eine Viruserkrankung war sie 2011 weit zurückgeworfen worden. Nach London darf die 25-Jährige trotzdem – als Helferin ihrer Landsfrau Nicola Spirig. Eine ungewohnte Rolle, holte Ryf 2008 als Siebte doch ein Olympisches Diplom.

Yannick Käser (Schwimmen)

Nur noch der Weltverband Fina kann seinen Start über 200 Meter Brust verhindern. Weil erstmals nicht mehr als 900 Pool-Schwimmerinnen und Schwimmer starten dürfen, muss der 19-Jährige aus Mumpf darauf warten, dass er von der Fina eine Einladung erhält; diese werden Ende Juni verschickt. Weil es in Basel keine Halle mit 50-Meter-Becken gibt, hat er vom SV Basel zu den Limmat Sharks Zürich gewechselt. Erhalten hat er die letzten 6000 Franken des Projekts Basel4Olympia trotzdem.

Silvio Keller (Tischtennis)

Der 28-Jährige hat kein geringeres Ziel als die Goldmedaille. Der Tetraplegiker aus Wallbach startet an den Paralympics (29. August bis 9. September) im Tischtennis. Sein Spezialschlag: ein fieser Stoppball, der «Aufsteller».

Noch mit Hoffnung

Janika Sprunger (Springreiten), Nicola Müller (Leichtathletik/zum Interview), Tobias Fankhauser (Handbike/Paralympics), Xherdan Shaqiri, Valentin Stocker, Fabian Frei, Timm Klose, Yann Sommer, Taulant und Granit Xhaka (alle Fussball).

Regionale Olympia-Teilnehmer seit 1992

2008: Roger Federer (Tennis), Patty Schnyder (Tennis), Daniela Ryf (Triathlon).
2004: Gaby Bühlmann (Schiessen), Fabio Crotta (Pferdesport), Roger Federer (Tennis), Marcel Fischer (Fechten), Reto Hug (Triathlon), Katrin Leumann (Mountainbike), Hanna Miluska (Schwimmen), Seraina Prünte (Schwimmen), Patty Schnyder (Tennis).
2000: Gaby Bühlmann (Schiessen), Roger Federer (Tennis), Marcel Fischer (Fechten), Philipp Gilgen (Schwimmen), Gianna Hablützel-Bürki (Fechten), Reto Hug (Triathlon), Tabea Steffen (Fechten), Markus Wiesner (Trampolin).
1996: Gaby Bühlmann (Schiessen), Nic Bürgin (Fechten), Rolf Dobler (Handball), Markus Feusi (Rudern), Gianna Hablützel-Bürki (Fechten), Olivier Jaquet (Fechten), Sandra Kenel (Fechten), Diana Rast (Rad), Patty Schnyder (Tennis), Daniel Spengler (Handball), Tu Dai Yong (Tischtennis), Philippe Wäffler (Moderner Fünfkampf).
1992: Silvia Albrecht (Badminton), Gaby Bühlmann (Schiessen), Olivier Jaquet (Fechten), Viktor Kunz (Rad), Simone Meier (Leichtathletik), Ralph Rhein (Kanu).

 

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Tennis, Pferdesport, Radsport, Olympische Spiele 2012, Rudern, Fechten

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22.6.2012, 00:01 Uhr

Und die grosse Ernte soll erst noch folgen

Text

Text:

  • 16.04.2014 um 16:28
    Gekaufte Facebook-Likes?
    Zum Artikel: Zürich, Kairo, Bagdad: Wo auf der Welt eine Million FCB-Fans leben

    @nowhere: Ja, man kann sich Facebook-Likes kaufen. Bloss frage ich mich in diesem Fall: Was kann sich der FC Basel von seinen Likes in Ägypten kaufen? Nichts. Im Gegenteil, der FCB hat sich sogar überlegt, wie er die arabischen Posts auf seiner Seite...

  • 02.04.2014 um 08:20
    Neues Foto?
    Zum Artikel: Heute schon den Körper ertüchtigt?

    Seit wann hat denn der werte Herr Kieslich ein neues Autorenfoto? Seit er im Morgentau diese Übungen nachturnt?

  • 26.03.2014 um 18:26
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    Zum Artikel: Die Uefa ist knallhart: Ein Geisterspiel für den FC Basel – kein Rekurs

    Den Glauben an das Gute verlieren, Herr Gass? Das würden wir nie machen. Finden wir Zuschauer, die Dinge aufs Feld werfen gut? Nein, finden wir nicht? Kann das Hooligan-Konkordat solche Dinge verhindern? Nein, finden wir auch nicht. Worum es uns in d...

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Text:

  • 28.02.2013 um 15:31
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    Eine Milliarde Euro der EU für die Uni Lausanne, 100 Millionen von der UBS für die Uni Zürich: ETH-Professor Michael Hagner sieht in der Ökonomisierung des Forschungsbetriebs eine grosse Gefahr. Er plädiert für «radikal ehrliche» Wissenschaften.

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    Mehr als ein Stück Sportgeschichte

    Das Sportmuseum zeigt an der Photo13 in Zürich Fotografien von Walter Scheiwiller (4. bis 8. Januar). Sie beeindrucken nicht nur durch ihre Kunstfertigkeit, sondern auch als Zeugnisse ihrer Zeit.

  • 20.12.2012 um 18:29
    Aufstieg und Fall des Lance Armstrong – die Zeitachse

    Er wurde vom gefeierten Helden mit übermenschlichen Kräften zum gefallenen Idol, von dem nun jeder weiss, woher er die Kräfte verbotenerweise genommen hat. Die Karriere von Lance Armstrong auf der interaktiven Zeitachse.

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Text: Kevin Rossiter

  • 03.01.2014 um 20:29
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    Viel mehr Tradition, Mythos und Skurrilität geht nicht: Australien zeigt im Cricket den Engländern mal wieder, wo die Wickets stehen. Entschieden wurde der epische Wettstreit über Wochen hinweg bereits Ende Dezember, aber die Serie wurde am Sonntag bis zum bitteren Ende und dem 0:5 aus englischer Sicht weitergespielt.

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    Passion kennt kein Handicap

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    Als Nico Keller aus der «Bändli-Fangis-Gruppe» herausgewachsen war, musste etwas Neues her. Gar kein einfaches Unterfangen für einen Rollstuhlfahrer.

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