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Grosser Rat 

27.6.2012, 19:39 Uhr

Am Samstag darf bis 20 Uhr geshoppt werden – vielleicht

27.6.2012, 19:39 Uhr

Die Geschäfte in Basel dürfen neu samstags bis 20 Uhr offen haben. Der Grosse Rat hat einer Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten zugestimmt. Das letzte Wort dazu hat aber das Stimmvolk. Von

Keystone/Gaetan Bally : Der Grosse Rat hat sich für längere Öffnungszeiten am Samstag entschieden. Künftig darf bis um 20 Uhr eingekauft werden.

Der Grosse Rat hat sich für längere Öffnungszeiten am Samstag entschieden. Künftig darf bis um 20 Uhr eingekauft werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally )

Die Ladenöffnungszeiten in Basel-Stadt werden ein bisschen liberalisiert: Künftig dürfen die Geschäfte samstags bis 20 Uhr geöffnet haben – derzeit müssen sie ihre Türen um 18 Uhr schliessen. Der Grosse Rat hat am späten Mittwochnachmittag eine entsprechende Vorlage mit 47 gegen 41 Stimmen angenommen – deutlicher als erwartet. 

SP, Grünes Bündnis und EVP waren dagegen. «Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten am Samstag trifft die Verkäuferinnen an einem zentralen Nerv. Die Zeit für Familie und Freizeit wird dadurch massiv eingeschränkt», meinte etwa SP-Grossrätin Christine Keller. Das käme schon deshalb nicht in Frage, da im Detailhandel immer noch kein Gesamtarbeitsvertrag existiere. Die Linke wies auch darauf hin, dass die Läden bereits heute von Montag bis Freitag bis 20 Uhr offen haben dürfen – nur wenige würden aber davon Gebrauch machen (ausser am Donnerstag).

CVP, SVP, FDP, LDP, GLP waren hingegen klar für die Liberalisierung. «Basel-Stadt hat samstags immer noch einen deutlichen Standortnachteil – wir brauchen gleich lange Spiesse wie das Umland. Zwei Stunden mehr bringen spürbar grössere Umsätze», sagte CVP-Grossrat Markus Lehmann. Patrick Hafner von der SVP meinte, dass eine solche Ausdehnung die Innenstadt beleben würde, auch die Gastronomie würde davon profitieren. Und: «Basel ist eine urbane Stadt. Da ist es völlig angepasst, wenn die Läden samstags bis 20 Uhr geöffnet sind», sagte David Wüest-Rudin von der GLP.

«Verändert die Welt nicht»

Noch ist die Liberalisierung aber noch nicht in Stein gemeisselt: Die Unia und die Linke werden das Referendum gegen den Grossratsbeschluss ergreifen. Somit könnte das Stimmvolk das letzte Wort haben. Heidi Mück (Grünes Bündnis) blickt der Abstimmung gelassen entgegen: «Das Volk hat sich in der Vergangenheit immer gegen eine Liberalisierung ausgesprochen. Die Bürgerlichen haben sich mit diesem Beschluss ins eigene Fleisch geschnitten.»

Dass nun ein Referendum lanciert werden soll, kann der Geschäftsleiter der Migros Basel, Werner Krättli, nicht nachvollziehen (er verfolgte die Debatte von der Tribüne aus). «Der Grosse Rat hat sich nur für zwei Stunden mehr entscheiden – das verändert die Welt nicht. Auch bedeutet der Entscheid nicht, dass die 10'000 Angestellten im Detailhandel jeden Samstag bis 20 Uhr arbeiten müssen.» Eine Zwängerei sei dieses Referendum, sagt er.

 

 

 

 

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  1. Verifiziert

    Pascal Pfister

    am 27.06.2012, 21:03

    Das Verkaufspersonal ist bereits genug unter Druck und das bei tiefen Löhnen. 25% verdienen unter 3500 Franken. Selbst Filialleiterin oft nicht viel mehr als 4000 Franken. Ohne Gesamtarbeitsvertrag (mit Abend- und Nachtzuschlägen) geht gar nichts,Immer längere Arbeitszeiten ohne etwas geben zu wollen. Die Detailisten in Basel sollten meiner Meinung nach mal über die Bücher gehen.

  2. Sonja Westermann

    am 27.06.2012, 21:37

    ...verändern vielleicht die Welt nicht, aber die Verkäufer und Verkäuferinnen, die arbeiten müssen sind dann doch recht eingeschränkt.
    Man vergisst dabei ja auch immer leicht, dass ein Laden zwar um 20:00 Uhr schliesst, aber das ja nicht heisst, dass die Verkäufer dann auch punkt 20:00 Uhr das Geschäft verlassen können.
    Aufräumen, Kasse abrechnen usw. dann wird es leicht nochmal eine viertel bis halbe Stunde später.
    Muss das wirklich auf einem Samstag auch noch sein?!
    Wer bis 18:00 sein... ... mehr...verändern vielleicht die Welt nicht, aber die Verkäufer und Verkäuferinnen, die arbeiten müssen sind dann doch recht eingeschränkt.
    Man vergisst dabei ja auch immer leicht, dass ein Laden zwar um 20:00 Uhr schliesst, aber das ja nicht heisst, dass die Verkäufer dann auch punkt 20:00 Uhr das Geschäft verlassen können.
    Aufräumen, Kasse abrechnen usw. dann wird es leicht nochmal eine viertel bis halbe Stunde später.
    Muss das wirklich auf einem Samstag auch noch sein?!
    Wer bis 18:00 sein Geld noch nicht ausgegeben hat, braucht es doch auch danach nicht mehr tun und falls man wirklich noch etwas vergessen hat gibt es immer noch die Prontos, Tankstellen oder Bahnhöfe, wo schon längere Öffnungszeiten angeboten werden.

  3. Nein danke

    am 27.06.2012, 21:39

    Es ist sicher nicht urban, wenn in einer Stadt die Läden Samstags bis 20 Uhr offen haben, Montag bis Freitag aber teilweise schon um 18:30 Uhr schliessen.

  4. Karl Buschweiler

    am 28.06.2012, 07:44

    Ich staune immer wieder , wie alle wissen, dass das Personal gegen eine Verlängerung der Öffnungszeiten ist. Aufgrund meiner persönlichen Gespräche mit zahlreichen Verkäuferinnen und Verkäufer komme ich nämlich zu einem anderen Schluss. Es sind einige wenige gewerkschaftlich organisierte Verkäuferinnen und Verkäufer, die sich gegen eine Verlängerung aussprechen. Gefährlicher hingegen finde ich, dass die Gewerkschaften mit einem Referendum den Abbau von rund 1'000 Arbeitsplätzen im... ... mehrIch staune immer wieder , wie alle wissen, dass das Personal gegen eine Verlängerung der Öffnungszeiten ist. Aufgrund meiner persönlichen Gespräche mit zahlreichen Verkäuferinnen und Verkäufer komme ich nämlich zu einem anderen Schluss. Es sind einige wenige gewerkschaftlich organisierte Verkäuferinnen und Verkäufer, die sich gegen eine Verlängerung aussprechen. Gefährlicher hingegen finde ich, dass die Gewerkschaften mit einem Referendum den Abbau von rund 1'000 Arbeitsplätzen im Detailhandel aufs Spiel setzen. Und dies wegen einer minimen Verlängerung von zwei Stunden an einem Samstag...

  5. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 08:29

    Eine Minimalmassnahme Richtung Liberalisierung, mehr ist es nicht. Aber trotzdem begrüsse ich jeden Schritt in dieser Richtung. Lieber am Samstag und sogar Sonntag geöffnet bis 20 Uhr oder 22 Uhr, dafür einen Wochentag schliessen. Der Markt muss sich dem Konsumverhalten anpassen, nicht umgekehrt. Sonst wandern noch mehr Konsumenten aus der Region ins benachbarte Ausland ab.
    Die Angestellten haben freie Jobwahl. Gerade für die Masse der MitarbeiterInnen aus Deutschland und Frankreich wäre es... ... mehrEine Minimalmassnahme Richtung Liberalisierung, mehr ist es nicht. Aber trotzdem begrüsse ich jeden Schritt in dieser Richtung. Lieber am Samstag und sogar Sonntag geöffnet bis 20 Uhr oder 22 Uhr, dafür einen Wochentag schliessen. Der Markt muss sich dem Konsumverhalten anpassen, nicht umgekehrt. Sonst wandern noch mehr Konsumenten aus der Region ins benachbarte Ausland ab.
    Die Angestellten haben freie Jobwahl. Gerade für die Masse der MitarbeiterInnen aus Deutschland und Frankreich wäre es ohnehin nichts Neues; im benachbarten Ausland sind die Läden schon seit langer Zeit abends geöffnet. Abgesehen davon ist der gewerkschaftlich organisierte Anteil des Verkaufspersonals äusserst gering. Wer sich nicht für seine Rechte organisieren will, braucht sich hinterher nicht über angeblich schlechte Bedingungen zu beklagen.

  6. Maya Eldorado

    am 28.06.2012, 08:56

    Sie sind knallhart.
    Ich finde, dass man auch bei Liberaliesierung, nicht unbedingt den Respekt vor den Bedürfnissen anderer nicht ganz auf die Seite schieben soll.
    Wir wissen doch alle, dass die Wirtschaft heute schon eine viel zu grosse Macht hat und sich einen Dreck um die Bedürfnisse der Menschen kümmert.

    Dass es Zeiten gibt, wo die Läden offen sind und Zeiten, wo die Läden geschlossen sind, hat auch sein Gutes. Das gibt einen Rhythmus. Die paar Läden und Pronto-Shops und Konsorten... ... mehrSie sind knallhart.
    Ich finde, dass man auch bei Liberaliesierung, nicht unbedingt den Respekt vor den Bedürfnissen anderer nicht ganz auf die Seite schieben soll.
    Wir wissen doch alle, dass die Wirtschaft heute schon eine viel zu grosse Macht hat und sich einen Dreck um die Bedürfnisse der Menschen kümmert.

    Dass es Zeiten gibt, wo die Läden offen sind und Zeiten, wo die Läden geschlossen sind, hat auch sein Gutes. Das gibt einen Rhythmus. Die paar Läden und Pronto-Shops und Konsorten genügen vollkommen, das noch zu holen was man in normalen Oeffnungszeiten vergessen hat oder wenn Unvorhergesehenes kommt.
    Meine Nachbarin, die eine grosse Familie hat, vergisst immer wieder mal was zu kaufen und holt es sich bei mir. Einige Zeit später bekomme ich ein gutes Essen frei haus geliefert.

  7. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 09:51

    Knallhart bin ich nicht, aber Realist. Es hat keinen Sinn, ganze Branchen (Landwirtschaft, Detailhandel u.s.w.) unter Heimatschutz stellen zu wollen. Der Strukturwandel ist im Gange, ob uns das gefällt oder nicht. Da kann ein malama lange an die Grenze stehen und Flugblätter mit Druckfehlern verteilen.
    Die Nachfrage macht das Angebot. Wer sich der Nachfrage nicht stellt, oder das falsche Angebot hat, verliert. Das ist nicht nur im Detailhandel so, sondern auch in allen anderen Branchen.... ... mehrKnallhart bin ich nicht, aber Realist. Es hat keinen Sinn, ganze Branchen (Landwirtschaft, Detailhandel u.s.w.) unter Heimatschutz stellen zu wollen. Der Strukturwandel ist im Gange, ob uns das gefällt oder nicht. Da kann ein malama lange an die Grenze stehen und Flugblätter mit Druckfehlern verteilen.
    Die Nachfrage macht das Angebot. Wer sich der Nachfrage nicht stellt, oder das falsche Angebot hat, verliert. Das ist nicht nur im Detailhandel so, sondern auch in allen anderen Branchen.
    Meine Arbeitszeit richtet sich nach den Kunden, sonst macht halt ein anderer das Geschäft. Das sollte eigentlich in jeder Branche der Fall sein.
    Dass die Angestellten im Detrailhandel schlecht bezahlt sind und auch sonst die Arbeitsbedingungen sicherlich verbesserungswürdig sind, streite ich gar nicht ab., Aber eben - mit dem miesen gewerkschaftlichen Organisierungsgrad haben sich das die Angestellten auch ein wenig selbst eingebrockt.

  8. Basel Runner

    am 28.06.2012, 10:05

    Solange der Eurokurs so niedrig ist und auch das Verkaufspersonal unfreundlich, die wenigen Kunden die noch in Basel am Einkaufen sind, bedienen werden die verlängerten Öffnungszeiten nicht den erhofften Mehrumsatz bringen.
    Ich habe jahrelang im Detailhandel gearbeitet und weiss noch als der Abendverkauf bis 21 Uhr ging, der Umsatz ist auch nicht gestiegen, sondern es gab eine Verlagerung der Kundenfrequenz.
    Das Problem mit den verlängerten Öffnungszeiten ist auch, dass nicht mehr Personal... ... mehrSolange der Eurokurs so niedrig ist und auch das Verkaufspersonal unfreundlich, die wenigen Kunden die noch in Basel am Einkaufen sind, bedienen werden die verlängerten Öffnungszeiten nicht den erhofften Mehrumsatz bringen.
    Ich habe jahrelang im Detailhandel gearbeitet und weiss noch als der Abendverkauf bis 21 Uhr ging, der Umsatz ist auch nicht gestiegen, sondern es gab eine Verlagerung der Kundenfrequenz.
    Das Problem mit den verlängerten Öffnungszeiten ist auch, dass nicht mehr Personal eingestellt wird und die Verkäufer und Verkäuferinnen dürfen, ohne Schichtzulage, Schicht arbeiten. Das kann ja nicht die Lösung sein.

  9. Hans Peter Schaub

    am 28.06.2012, 13:14

    Dank der 'Linken' darf darüber noch das Volk abstimmen und auch die Verkäuferinnen !

  10. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 13:33

    1. Das Referendum steht noch gar nicht.
    2. Die meisten Verkäuferinnen sind eher nicht stimmberechtigt, da aus F und D.
    3. Würde man das Verkaufspersonal wirklich fragen (ich habs gemacht im Bekanntenkreis), würde man vielleicht sogar Zustimmung zu den angepassten Oeffnungszeiten erhalten. Man könnte ja einen Zuschlag für die Arbeit am Samstag nach 17 Uhr im GAV vereinbaren...

  11. Verifiziert

    Pascal Pfister

    am 28.06.2012, 13:49

    @boesiger. 1. Das Referendum kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. 2. Die Verkäuferinnen sind in der großen Mehrheit gegen die Verlängerung der Arbeitszeit. Ich bin im Aargau Gewerkschaftssekretär für's Verkaufspersonal und spreche täglich mit Leuten. 3. Die Arbeitgeber blockieren GAV-Verhandlungen, wo Nachtzuschläge geregelt werden könnten. 4. Der orange Riese streicht zur Zeit an vielen Orten sogar die Nachtzuschläge. ... Aber eines stimmt: das Verkaufspersonal muss sich noch besser... ... mehr@boesiger. 1. Das Referendum kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. 2. Die Verkäuferinnen sind in der großen Mehrheit gegen die Verlängerung der Arbeitszeit. Ich bin im Aargau Gewerkschaftssekretär für's Verkaufspersonal und spreche täglich mit Leuten. 3. Die Arbeitgeber blockieren GAV-Verhandlungen, wo Nachtzuschläge geregelt werden könnten. 4. Der orange Riese streicht zur Zeit an vielen Orten sogar die Nachtzuschläge. ... Aber eines stimmt: das Verkaufspersonal muss sich noch besser organisieren.

  12. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 14:16

    So schnell gebe ich nicht auf. Wie hoch ist denn im Aargau der Grenzgängeranteil beim Verkaufspersonal? Ist das überhaupt mit der Region Basel zu vergleichen?
    Ich kann ich mir gut vorstellen, dass der Druck durch den Einkaufstourismus im Kanton Aargau nicht so hoch ist wie in Basel, das Fricktal ausgenommen.
    Ich würde mal in anderen Dimensionen denken. Wer sagt denn zum Beispiel, dass jede Migros und jeder Coop bereits morgens um 08.00 Uhr oder sogar noch früher öffnen muss? Ich würde die... ... mehrSo schnell gebe ich nicht auf. Wie hoch ist denn im Aargau der Grenzgängeranteil beim Verkaufspersonal? Ist das überhaupt mit der Region Basel zu vergleichen?
    Ich kann ich mir gut vorstellen, dass der Druck durch den Einkaufstourismus im Kanton Aargau nicht so hoch ist wie in Basel, das Fricktal ausgenommen.
    Ich würde mal in anderen Dimensionen denken. Wer sagt denn zum Beispiel, dass jede Migros und jeder Coop bereits morgens um 08.00 Uhr oder sogar noch früher öffnen muss? Ich würde die grossen Zentren nicht vor 10 oder 11 Uhr morgens öffnen und dafür am Abend länger offen lassen. Die Quartierfilialen könnten durchaus an den bisherigen Oeffnungszeiten festhalten.
    Mir ist klar, dass dies wohl eher den Bedürfnissen einer Stadt entspricht. Dies ist ein zusätzliches Argument für die Liberalisierung - angepasst dem Wirtschaftsraum.

  13. Rudi Buchmann

    am 2.07.2012, 13:50

    Meine Ahnen hatten ein Spezereiwarengeschäft. Wie mir erzählt wurde, waren die Geschäfte vor ca. hundert Jahren am Samstag bis um 22:00 Uhr offen. Dann langsam kamen die sozialen Errungenschaften. Ferien, Altersvorsorge, Öffnungszeiten, Kündigungsschutz etc. wurden angepasst. Und heute werden die Errungenschaften lagnsam wieder abgebaut. Das ist nicht nur dank der Öffnungszeiten ersichtlich, sondern auch dank der modernen Technik, wo jeder zu jeder Tages- oder Ferienzeit erreichbar ist. Aber... ... mehrMeine Ahnen hatten ein Spezereiwarengeschäft. Wie mir erzählt wurde, waren die Geschäfte vor ca. hundert Jahren am Samstag bis um 22:00 Uhr offen. Dann langsam kamen die sozialen Errungenschaften. Ferien, Altersvorsorge, Öffnungszeiten, Kündigungsschutz etc. wurden angepasst. Und heute werden die Errungenschaften lagnsam wieder abgebaut. Das ist nicht nur dank der Öffnungszeiten ersichtlich, sondern auch dank der modernen Technik, wo jeder zu jeder Tages- oder Ferienzeit erreichbar ist. Aber irgendwann wird auch das wieder zuviel ..

  1. Verifiziert

    Pascal Pfister

    am 27.06.2012, 21:03

    Das Verkaufspersonal ist bereits genug unter Druck und das bei tiefen Löhnen. 25% verdienen unter 3500 Franken. Selbst Filialleiterin oft nicht viel mehr als 4000 Franken. Ohne Gesamtarbeitsvertrag (mit Abend- und Nachtzuschlägen) geht gar nichts,Immer längere Arbeitszeiten ohne etwas geben zu wollen. Die Detailisten in Basel sollten meiner Meinung nach mal über die Bücher gehen.

  2. Sonja Westermann

    am 27.06.2012, 21:37

    ...verändern vielleicht die Welt nicht, aber die Verkäufer und Verkäuferinnen, die arbeiten müssen sind dann doch recht eingeschränkt.
    Man vergisst dabei ja auch immer leicht, dass ein Laden zwar um 20:00 Uhr schliesst, aber das ja nicht heisst, dass die Verkäufer dann auch punkt 20:00 Uhr das Geschäft verlassen können.
    Aufräumen, Kasse abrechnen usw. dann wird es leicht nochmal eine viertel bis halbe Stunde später.
    Muss das wirklich auf einem Samstag auch noch sein?!
    Wer bis 18:00 sein... mehr...verändern vielleicht die Welt nicht, aber die Verkäufer und Verkäuferinnen, die arbeiten müssen sind dann doch recht eingeschränkt.
    Man vergisst dabei ja auch immer leicht, dass ein Laden zwar um 20:00 Uhr schliesst, aber das ja nicht heisst, dass die Verkäufer dann auch punkt 20:00 Uhr das Geschäft verlassen können.
    Aufräumen, Kasse abrechnen usw. dann wird es leicht nochmal eine viertel bis halbe Stunde später.
    Muss das wirklich auf einem Samstag auch noch sein?!
    Wer bis 18:00 sein Geld noch nicht ausgegeben hat, braucht es doch auch danach nicht mehr tun und falls man wirklich noch etwas vergessen hat gibt es immer noch die Prontos, Tankstellen oder Bahnhöfe, wo schon längere Öffnungszeiten angeboten werden.

  3. Nein danke

    am 27.06.2012, 21:39

    Es ist sicher nicht urban, wenn in einer Stadt die Läden Samstags bis 20 Uhr offen haben, Montag bis Freitag aber teilweise schon um 18:30 Uhr schliessen.

  4. Karl Buschweiler

    am 28.06.2012, 07:44

    Ich staune immer wieder , wie alle wissen, dass das Personal gegen eine Verlängerung der Öffnungszeiten ist. Aufgrund meiner persönlichen Gespräche mit zahlreichen Verkäuferinnen und Verkäufer komme ich nämlich zu einem anderen Schluss. Es sind einige wenige gewerkschaftlich organisierte Verkäuferinnen und Verkäufer, die sich gegen eine Verlängerung aussprechen. Gefährlicher hingegen finde ich, dass die Gewerkschaften mit einem Referendum den Abbau von rund 1'000 Arbeitsplätzen im... mehrIch staune immer wieder , wie alle wissen, dass das Personal gegen eine Verlängerung der Öffnungszeiten ist. Aufgrund meiner persönlichen Gespräche mit zahlreichen Verkäuferinnen und Verkäufer komme ich nämlich zu einem anderen Schluss. Es sind einige wenige gewerkschaftlich organisierte Verkäuferinnen und Verkäufer, die sich gegen eine Verlängerung aussprechen. Gefährlicher hingegen finde ich, dass die Gewerkschaften mit einem Referendum den Abbau von rund 1'000 Arbeitsplätzen im Detailhandel aufs Spiel setzen. Und dies wegen einer minimen Verlängerung von zwei Stunden an einem Samstag...

  5. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 08:29

    Eine Minimalmassnahme Richtung Liberalisierung, mehr ist es nicht. Aber trotzdem begrüsse ich jeden Schritt in dieser Richtung. Lieber am Samstag und sogar Sonntag geöffnet bis 20 Uhr oder 22 Uhr, dafür einen Wochentag schliessen. Der Markt muss sich dem Konsumverhalten anpassen, nicht umgekehrt. Sonst wandern noch mehr Konsumenten aus der Region ins benachbarte Ausland ab.
    Die Angestellten haben freie Jobwahl. Gerade für die Masse der MitarbeiterInnen aus Deutschland und Frankreich wäre es... mehrEine Minimalmassnahme Richtung Liberalisierung, mehr ist es nicht. Aber trotzdem begrüsse ich jeden Schritt in dieser Richtung. Lieber am Samstag und sogar Sonntag geöffnet bis 20 Uhr oder 22 Uhr, dafür einen Wochentag schliessen. Der Markt muss sich dem Konsumverhalten anpassen, nicht umgekehrt. Sonst wandern noch mehr Konsumenten aus der Region ins benachbarte Ausland ab.
    Die Angestellten haben freie Jobwahl. Gerade für die Masse der MitarbeiterInnen aus Deutschland und Frankreich wäre es ohnehin nichts Neues; im benachbarten Ausland sind die Läden schon seit langer Zeit abends geöffnet. Abgesehen davon ist der gewerkschaftlich organisierte Anteil des Verkaufspersonals äusserst gering. Wer sich nicht für seine Rechte organisieren will, braucht sich hinterher nicht über angeblich schlechte Bedingungen zu beklagen.

  6. Maya Eldorado

    am 28.06.2012, 08:56

    Sie sind knallhart.
    Ich finde, dass man auch bei Liberaliesierung, nicht unbedingt den Respekt vor den Bedürfnissen anderer nicht ganz auf die Seite schieben soll.
    Wir wissen doch alle, dass die Wirtschaft heute schon eine viel zu grosse Macht hat und sich einen Dreck um die Bedürfnisse der Menschen kümmert.

    Dass es Zeiten gibt, wo die Läden offen sind und Zeiten, wo die Läden geschlossen sind, hat auch sein Gutes. Das gibt einen Rhythmus. Die paar Läden und Pronto-Shops und Konsorten... mehrSie sind knallhart.
    Ich finde, dass man auch bei Liberaliesierung, nicht unbedingt den Respekt vor den Bedürfnissen anderer nicht ganz auf die Seite schieben soll.
    Wir wissen doch alle, dass die Wirtschaft heute schon eine viel zu grosse Macht hat und sich einen Dreck um die Bedürfnisse der Menschen kümmert.

    Dass es Zeiten gibt, wo die Läden offen sind und Zeiten, wo die Läden geschlossen sind, hat auch sein Gutes. Das gibt einen Rhythmus. Die paar Läden und Pronto-Shops und Konsorten genügen vollkommen, das noch zu holen was man in normalen Oeffnungszeiten vergessen hat oder wenn Unvorhergesehenes kommt.
    Meine Nachbarin, die eine grosse Familie hat, vergisst immer wieder mal was zu kaufen und holt es sich bei mir. Einige Zeit später bekomme ich ein gutes Essen frei haus geliefert.

  7. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 09:51

    Knallhart bin ich nicht, aber Realist. Es hat keinen Sinn, ganze Branchen (Landwirtschaft, Detailhandel u.s.w.) unter Heimatschutz stellen zu wollen. Der Strukturwandel ist im Gange, ob uns das gefällt oder nicht. Da kann ein malama lange an die Grenze stehen und Flugblätter mit Druckfehlern verteilen.
    Die Nachfrage macht das Angebot. Wer sich der Nachfrage nicht stellt, oder das falsche Angebot hat, verliert. Das ist nicht nur im Detailhandel so, sondern auch in allen anderen Branchen.... mehrKnallhart bin ich nicht, aber Realist. Es hat keinen Sinn, ganze Branchen (Landwirtschaft, Detailhandel u.s.w.) unter Heimatschutz stellen zu wollen. Der Strukturwandel ist im Gange, ob uns das gefällt oder nicht. Da kann ein malama lange an die Grenze stehen und Flugblätter mit Druckfehlern verteilen.
    Die Nachfrage macht das Angebot. Wer sich der Nachfrage nicht stellt, oder das falsche Angebot hat, verliert. Das ist nicht nur im Detailhandel so, sondern auch in allen anderen Branchen.
    Meine Arbeitszeit richtet sich nach den Kunden, sonst macht halt ein anderer das Geschäft. Das sollte eigentlich in jeder Branche der Fall sein.
    Dass die Angestellten im Detrailhandel schlecht bezahlt sind und auch sonst die Arbeitsbedingungen sicherlich verbesserungswürdig sind, streite ich gar nicht ab., Aber eben - mit dem miesen gewerkschaftlichen Organisierungsgrad haben sich das die Angestellten auch ein wenig selbst eingebrockt.

  8. Basel Runner

    am 28.06.2012, 10:05

    Solange der Eurokurs so niedrig ist und auch das Verkaufspersonal unfreundlich, die wenigen Kunden die noch in Basel am Einkaufen sind, bedienen werden die verlängerten Öffnungszeiten nicht den erhofften Mehrumsatz bringen.
    Ich habe jahrelang im Detailhandel gearbeitet und weiss noch als der Abendverkauf bis 21 Uhr ging, der Umsatz ist auch nicht gestiegen, sondern es gab eine Verlagerung der Kundenfrequenz.
    Das Problem mit den verlängerten Öffnungszeiten ist auch, dass nicht mehr Personal... mehrSolange der Eurokurs so niedrig ist und auch das Verkaufspersonal unfreundlich, die wenigen Kunden die noch in Basel am Einkaufen sind, bedienen werden die verlängerten Öffnungszeiten nicht den erhofften Mehrumsatz bringen.
    Ich habe jahrelang im Detailhandel gearbeitet und weiss noch als der Abendverkauf bis 21 Uhr ging, der Umsatz ist auch nicht gestiegen, sondern es gab eine Verlagerung der Kundenfrequenz.
    Das Problem mit den verlängerten Öffnungszeiten ist auch, dass nicht mehr Personal eingestellt wird und die Verkäufer und Verkäuferinnen dürfen, ohne Schichtzulage, Schicht arbeiten. Das kann ja nicht die Lösung sein.

  9. Hans Peter Schaub

    am 28.06.2012, 13:14

    Dank der 'Linken' darf darüber noch das Volk abstimmen und auch die Verkäuferinnen !

  10. Phil Boesiger

    am 28.06.2012, 13:33

    1. Das Referendum steht noch gar nicht.
    2. Die meisten Verkäuferinnen sind eher nicht stimmberechtigt, da aus F und D.
    3. Würde man das Verkaufspersonal wirklich fragen (ich habs gemacht im Bekanntenkreis), würde man vielleicht sogar Zustimmung zu den angepassten Oeffnungszeiten erhalten. Man könnte ja einen Zuschlag für die Arbeit am Samstag nach 17 Uhr im GAV vereinbaren...

Informationen zum Artikel

27.6.2012, 19:39 Uhr

Am Samstag darf bis 20 Uhr geshoppt werden – vielleicht

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