LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Unirat 

22.6.2012, 00:01 Uhr

Kein Numerus clausus für Pharma und Wirtschaft

22.6.2012, 00:01 Uhr

Der Unirat mit  dem ehemaligen Regierungsrat  Ueli Vischer an der Spitze hat einen rekordverdächtig hohen Männeranteil. Er könnte beinahe genausogut als Gewerbeverband durchgehen. Von

: Der Unirat: Christoph Eymann, Ueli Vischer, Urs Wüthrich, Walter Mundschin, Dominik Koechlin, Sibylle Schürch, Paul Herrling, Klaus Endress, Dieter Scholer, Gabriella Karger und René Imhof (von links nach rechts).

Der Unirat: Christoph Eymann, Ueli Vischer, Urs Wüthrich, Walter Mundschin, Dominik Koechlin, Sibylle Schürch, Paul Herrling, Klaus Endress, Dieter Scholer, Gabriella Karger und René Imhof (von links nach rechts).

Es sollte ein Bund fürs Leben werden. Seit ihrer Jugend sind Ueli Vischer und Christoph Eymann eng miteinander befreundet. Es war Vischer, der ­Eymann Ende der 1970er-Jahre zu den Liberalen holte und ihm somit die Tür in eine neue, vornehme Welt öffnete – in jene des Basler Daigs. Vieles haben sie gemeinsam durchgemacht und erlebt. Einer der Höhepunkte in ihrer jahrzehntelangen Freundschaft war die gemeinsame vierjährige Zeit in der Basler Regierung – Eymann als Erziehungsdirektor, Vischer als sparender Finanzminister. Unzertrennlich waren die beiden heute 61-jährigen Herren, ein eingeschworenes Duo.

Als Vischer Anfang 2005 zurücktrat, verlor der frühere Nationalrat ­Eymann seine Bezugsperson in der ­Exekutive. Doch es sollte nicht lange dauern, bis die beiden ihre Freundschaft weiter festigten: Im Frühling 2005 wählte die Regierung Ueli Vischer zum neuen Uniratspräsidenten – und zwar auf Eymanns Vorschlag.

Es war eine Wahl, die für Gerede sorgte. Auch sieben Jahre später ist in der Basler Politik noch immer von ­Vetternwirtschaft die Rede. Davon will Vischer nichts wissen: «Wie alle Mitglieder des Unirats wurde ich nicht von Christoph ­Eymann gewählt, sondern von den Regierungen der beiden Trägerkantone.»

90 000 Franken für Vischer

Trotzdem: Vischer hat es vor allem ­Eymann zu verdanken, dass er – nebst seinem Mandat als Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz – gleich zwei bedeutende, aber völlig verschiedene Präsidien besetzen darf. Der Job an der Uni bringt ihm rund 90 000 Franken im Jahr ein. Vischer gilt als kompetent und dossierfest, jedoch auch als sehr zurückhaltend. Er ist ein Mann ohne grosse Visionen. Ein Verwalter.

Überhaupt sind im Entscheidungs- und Aufsichtsorgan der 550-jährigen Universität Basel starke Persönlichkeiten dünn gesät. Und: Mit Ausnahme der beiden Bildungsdirektoren Christoph Eymann und Urs Wüthrich, die von Amtes wegen dort sitzen, würde der Rat in seiner Zusammensetzung glatt als Gewerbe- oder Wirtschafts­verband durchgehen. Es ist kein aus­gewogen ­demokratisch zusammen­gesetz­tes Gremium. Es dominieren Wirtschafts- und Pharmavertreter: Paul L. Herrling ist ­Forschungschef des Novartis-Konzerns, René Imhof Leiter der Pharmaforschung von Roche Basel und Dieter Scholer selbstständiger Berater im Bereich Life Sciences.

Zwei Frauen, neun Männer

Dominik Koechlin wiederum ist nicht nur Verwaltungsratspräsident des Telekomunternehmens Sunrise, sondern auch Verwaltungsrat der Clariant AG. Auch sonst kommmen die wirtschaft­lichen Interessen im Unirat nicht zu kurz, etwa mit Klaus Endress, der CEO der bekannten Endress+Hauser-Gruppe (Anbieter von Messegeräten) ist. ­

Sibylle Schürch, ehemalige SP-Grossrätin, ist inzwischen verheiratet mit dem FDP-Regierungsratskandidaten Baschi Dürr. Die einstige Sekretärin der Gewerkschaft VPOD ist auch Mitglied der Geschäftsleitung der Valora AG in Muttenz. Die ehemalige Kiosk AG war in der Vergangenheit der Schrecken der Gewerkschaften. Und da wäre noch Gabriella Karger. Sie ist Geschäftsleiterin und Inhaberin der S. Karger AG – einer Verlagsbuchhandlung für Medizin und Naturwissenschaften. Schliesslich sitzt auch Walter Mundschin, der ehemalige Baselbieter Landschreiber, im Rat.

«Sehr pharmanahe»

Die Zusammensetzung des Unirats ist etwa SP-Grossrätin Doris Gysin ein Dorn im Auge. «Dieser muss breiter abgestützt sein. Leute aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich fehlen – auch mangelt es an Frauen. Die Uni ­Basel ist nicht nur eine Uni für Life ­Sciences.» Sie sehe zwar ein, dass dieser Bereich eine wichtige Rolle spielen müsse, «allerdings habe ich die Befürchtung, dass dieser eine derart dominante Rolle einnimmt, dass andere Sachen stiefmütterlich behandelt werden», sagt das Mitglied der Bildungs- und Kulturkommission.

Auch Heidi Mück, Grossrätin des Grünen Bündnisses, findet: «Der Unirat muss ausgewogener sein – er ist sehr pharmanahe. Auch weiss man nicht, was er genau macht, die Mitglieder wirken derart im Hintergrund.» Ähnlich, wenn auch verständnisvoller, äussert sich CVP-Grossrat Oswald Inglin. Es sei logisch, dass die Pharma im Gremium vertreten sein müsse. «Aber man darf nicht vergessen, dass die Uni auch noch andere Aufträge hat.»

Vischer wehrt sich

Nicht nur aus der Politik werden Stimmen laut, dass der Unirat zu wirtschafts- und pharmanah sei, auch die Studentische Körperschaft der Universität ­Basel kritisiert die Konstellation. «Es wäre wünschenswert, wenn das Gremium ausgeglichener zusammengesetzt wäre. Es fehlen Personen aus den Geisteswissenschaften», sagt Vorstandsmitglied Sebastian Gartner. Und er stört sich daran, dass die Studenten keinen Sitz im Gremium haben. Hoffen darf er auf einen Vorstoss der SP-Grossrätin Salome Hofer: Sie will, dass die Regierungen beider Basel den Staatsvertrag abändern, damit die Studentenschaft als beratende Stimme Einsitz im Universitätsrat erhält.

Ueli Vischer kann die Kritik, wonach das Gremium pharmalastig sei, nicht nachvollziehen. Es gebe kein Missverhältnis, sagt er. Life Sciences ­gehörten nun mal zur speziellen Qualität der Universität. «Deshalb macht es auch Sinn, dass das Know-how der Branche in den Unirat einfliesst. Wenn dies nicht der Fall wäre, würden wir uns eine Chance vertun.»

Und was die fehlende Vertretung der Geisteswissenschaften betreffe, meint er: «Kultureller Background sowie Kenntnisse und Verständnis für Geistes­wissenschaften sind bei zahlreichen Mitgliedern vorhanden. Generell kann in einem Elfergremium nicht jede Anspruchsgruppe explizit vertreten sein. Die Arbeit eines Mitglieds darf sich aber ohnehin nicht auf die ­Interessensvertretung beschränken.»

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Novartis, Roche, Bildung, Pharmaindustrie, Uni Basel, Christoph Eymann, Clariant

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Perlen zum Spottpreis Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

22.6.2012, 00:01 Uhr

Kein Numerus clausus für Pharma und Wirtschaft

Text

Text:

  • 17.09.2014 um 17:38
    Basler Parlament befürwortet Gratis-Deutschkurs für Migranten

    Der Grosse Rat kann mit der SVP-Integrationsinitiative nichts anfangen – er spricht sich für den Gegenvorschlag der Regierung aus. Allerdings mit der Ergänzung, dass Migranten kostenlos einen Deutschkurs besuchen können.

  • 17.09.2014 um 11:31
    Grosser Rat bewilligt rund 20 Millionen für Herzstück

    Gegen Widerstand der SVP und BastA! hat das Basler Parlament am Mittwoch 19,5 Millionen für ein Herzstück-Vorprojekt durchgewinkt. Das Referendum gegen die Durchmesserlinie ist bereits angekündigt.

  • 10.09.2014 um 15:42
    SP will BVB wieder in die Verwaltung eingliedern

    Der Grosse Rat hat den Bericht der Geschäftsprüfungskommission zur BVB-Affäre zur Kenntnis genommen. Von der SP wurde die Wiedereingliederung der BVB in die Verwaltung ins Spiel gebracht.

Aktuell

Reuters/CHARLES PLATIAU: Switzerland's supporters cheer on Roger Federer as he faces France's Richard Gasquet during their Davis Cup final singles tennis match at the Pierre-Mauroy stadium in Villeneuve d'Ascq, near Lille, November 23, 2014. REUTERS/Charles Platiau (FRANCE - Tags: SPORT TENNIS)

Tennis, Davis Cup 

Das epochale Wochenende von Lille in Bildern

Sind wir heute nicht alle ein bisschen Tennis? Die drei Tage von Lille, die der Schweiz den Gewinn des Davis Cup, einer der bedeutendsten Trophäen im Mannschaftssport, eingebracht hat, in einem bunten Strauss an Momentaufnahmen.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

Keystone/GEORGIOS KEFALAS: Basler Freude über einen gelungenen Nachmittag. Von links: Breel Embolo, Luca Zuffi, Marek Suchy, Fabian Frei und der bereits abdrehende Shkelzen Gashi.

Fussball, FC Basel 

An Tagen wie diesen – die Einzelkritiken

Trotz guter Aarauer Gegenwehr: So richtig zur Decke strecken mussten sich die Basler bei ihrem Heimsieg nicht. Entsprechend bleiben die absoluten Top-Noten aus. Und dass Breel Embolo an diesem Vertragsverlängerungstag ein Tor schiessen musste, war ja klar.Von Christoph Kieslich und Florian Raz. Weiterlesen

Keystone/GEORGIOS KEFALAS: Basel's Marco Streller cheers after scoring during an UEFA Champions League group B matchday 2 soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Britain's Liverpool FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, October 1, 2014.

Fussball, FC Basel 

Der Captain kann noch nicht von Bord

Das musste ja so kommen. Viel zu eng ist die Bindung zwischen Marco Streller und dem FC Basel, als dass der Captain im Sommer einfach hätte zurück treten können. Jetzt hängt der 33-Jährige noch eine Saison an – und wird für den FCB als Integrationsfigur weiterhin Gold wert sein.Von Florian Raz. Weiterlesen