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GV Fümoar 

21.6.2012, 10:27 Uhr

Applaus im Raucherzelt

21.6.2012, 10:27 Uhr

An der zweiten Generalversammlung des Vereins Fümoar am Mittwoch herrschte Einigkeit unter den gut 200 Anwesenden: Es muss weitergekämpft werden für das Recht der Raucher – wenn nötig bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Von

Martina Rutschmann: Während Fümoar-Sekretär Thierry Julliard Juristisches erklärt, gönnt sich Vereins-Präsident Mario Nanni eine kleine Rauchpause.

Während Fümoar-Sekretär Thierry Julliard Juristisches erklärt, gönnt sich Vereins-Präsident Mario Nanni eine kleine Rauchpause. (Bild: Martina Rutschmann)

Einzig bei den Aschenbechern sparte der Vorstand des Vereins Fümoar, da fehlte das massive Geschütz aus Glas oder Porzellan – und die Gäste mussten sich mit Alu-Förmchen begnügen. Sonst aber: Grosszügigkeit an allen Ecken und Enden. Es gab Wienerli, Pizza, Käskiechli – Bier, Wein, Cola. Alles gratis. Ein riesiges Zelt wurde eigens für die Generalversammlung vor das Restaurant in den Langen Erlen transportiert («falls es Petrus nicht gut meint»). Zahlreiche mobile «Pissoars» standen da bereit. Eine Big-Band wurde engagiert. Und Plakate mit der Aufschrift «Niemand muss müssen, aber alle, die wollen, sollen können dürfen» warben für einen Verein, der eigentlich gar nicht zu werben braucht: Im vergangenen Jahr wurden 134'600 Jahres-Mitgliederkarten und 60'400 Monatskarten (exklusive Gratis-Karten während der Fasnacht) verkauft, 180 von den rund 900 Gastronomie-Betrieben im Kanton Basel-Stadt gehören inzwischen dem Verein an.

Ein Erfolg, mit dem niemand gerechnet hätte. Und den es aufrecht zu erhalten gilt, wie an der GV deutlich wurde: Durch die kämpferischen Worte von Vereinspräsident Mario Nanni und Sekretär Thierry Julliard. Und durch den Applaus des Publikums, bestehend aus Wirten und Passivmitgliedern, also Rauchern (und allenfalls Nichtrauchern), die ein Fümoar-Kärtli in ihrem Portemonnaie haben und ab und zu (oder oft) in entsprechenden Lokalen einkehren. Über 200 Personen waren dabei, als es über Statutenänderungen und Spenden abzustimmen galt – und um zu zeigen: Wir geben nicht auf! Wir kämpfen weiter!

Gefälschte Karten im Umlauf

Es gab einige Appelle an dem Abend. Etwa den von Mario Nanni, am 23. September an die Urne zu gehen – sofern man verhindern wolle, dass es den Rauchern endgültig an den Kragen gehe. Denn genau das wolle sie, die Lungenliga, indem sie das Volk über den «Schutz vor Passivrauchen» abstimmen lasse. «Sie rauchen dann unter Umständen nirgends mehr», mahnte Nanni – Applaus im Raucherzelt. Ein weiterer Appell ging an die Fümoar-Kärtli-Besitzer, zu kontrollieren, ob die Ecken der Karte schön oder weniger schön abgerundet sind. Schön, also geschmeidig ohne Kanten, bedeute: Die Karte ist gefälscht! Und zwar gut gefälscht. Das Lachen des Publikums wurde durch die ernsten Worte Mario Nannis unterbrochen: «Uns ist das Lachen vergangen.» Den Fälschern soll das Handwerk gelegt werden, sagte er, bisher fehle von ihnen aber jede Spur. Jeder Hinweis sei wichtig.

Auch sonst muss im Verein alles mit rechten Dingen zugehen, darum schickte dieser 2011 eigene Kontrolleure los, die überprüfen mussten, ob die Wirte tatsächlich jeden Gast nach ihrer Fümoar-Karte fragen und diese kontrollieren. Von den 335 Kontrollen verliefen 40 nicht wie erwünscht, darum: Mahnungen an die Wirte. Der Betreiber des Latin-Clubs «D'Rumba» wurde gar ausgeschlossen, weil er die Rechnung nicht bezahlte, erhielt an der GV aber die Möglichkeit, sich zu erklären. Die Stimmberechtigten mussten darüber befinden, ob man ihm eine zweite Chance geben soll. Sie sagten: Man soll. Applaus.

Auch sonst: Sämtliche Abstimmungen gingen durch, alle einstimmig, selbst dann, wenn es um viel Geld ging. Ein Barockmusikfestival wird nun mit dem überschüssigen Geld unterstützt – sowie der Tierpark bei der Psychiatrischen Klinik in Liestal. «Es fällt uns kein Zacken aus der Krone, auch das arme Baselbiet zu unterstützen», sagte Nanni – seines Zeichens LDP-Mitglied – in gewohnter polterischer Manier. Applaus, Lachen. Die Mitglieder verstanden auch, dass es administrativ praktisch unmöglich wäre, sämtliche Mitglieder persönlich zu den Generalversammlungen einzuladen – und akzeptierten die entsprechende Statutenänderung, Passivmitglieder mittels Inseraten und Website auf die Vereins-Zusammenkunft aufmerksam zu machen.

Zweite Runde für «Fall Fümoar»

Wirklich wichtig für den Verein ist aber der kommende Montag: Dann geht der «Fall Fümoar» am Appellationsgericht in die zweite Runde . Und zwar «betreffend Schutz der Arbeitnehmenden vor Passivrauchen; Herstellung des rechtmässigen Zustandes». Thierry Julliard vertritt die Wirte am Prozess, was nicht alle schätzen: Ein namentlich nicht genannter Anwalt liess die Stimmberechtigten darüber abstimmen, ob sie diese Doppelfunktion von Sekretär und Prozessanwalt weiter tolerieren wollen. Resultat: Ja! 

Die Chancen auf einen Erfolg sind gering am Montag, bereits vor einem halben Jahr kündigte Julliard den Gang vors Bundesgericht an. An der GV setzte er noch einen drauf, indem er sagte: «Wenn uns das Bundesgericht nicht recht gibt, gehen wir vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Strassburg.» Klatschen. Die Anwesenden – viele sahen sich zum ersten Mal – zelebrierten gemeinsam den Kampfgeist. Dies im Wissen: Auf dem Fümoar-Konto liegt genug Geld für alle Prozesse.

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Rauchen, Gastronomie

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Reaktionen

  1. Rolf Wilhelm

    am 21.06.2012, 17:00

    Was soll ich davon halten?
    Ich habe Bekannte, die spielen in Bands. Aber Lokale in Basel-Stadt mit einer Bühne und der Möglichkeit in Basel vor ein paar Leuten zu spielen gibt es nur in Fümoar-Lokalitäten. Alternative Orte scheinen nicht aufzutreiben zu sein, die rauchfrei sind..

    Letztens waren wir im Rockfact in Münchenstein, also Basel-Land. Im Prinzip rauchfrei, es gibt einen separaten, als Fümoir ausgewiesenen Raum, und das hat völlig gereicht, der war noch nicht einmal mit einer Tür... ... mehrWas soll ich davon halten?
    Ich habe Bekannte, die spielen in Bands. Aber Lokale in Basel-Stadt mit einer Bühne und der Möglichkeit in Basel vor ein paar Leuten zu spielen gibt es nur in Fümoar-Lokalitäten. Alternative Orte scheinen nicht aufzutreiben zu sein, die rauchfrei sind..

    Letztens waren wir im Rockfact in Münchenstein, also Basel-Land. Im Prinzip rauchfrei, es gibt einen separaten, als Fümoir ausgewiesenen Raum, und das hat völlig gereicht, der war noch nicht einmal mit einer Tür abgeschlossen. Es geht also. Und es sah nicht so aus, als wenn die Raucher das nicht schätzen würden - jedenfalls haben viel mehr Leute nicht in den Club gepasst.

  2. Phil Boesiger

    am 21.06.2012, 17:36

    Da muss ich ein bischen an Ihrem Rechtsempfinden zweifeln. Fümoar wurde erstinstanzlich verurteilt und ist somit Stand heute ungesetzlich. Die Sache ist jetzt beim Appellationsgericht.
    Der gute Willi Tell ist eine Erfindung des deutschen Dichters Schiller und hat nie gelebt.
    Was Rauchbelästigung, sowie Missachtung von Volksentscheiden, mit Freiheit zu tun haben sollen, da warte ich gerne auf Ihre Erklärung. Nennen wirs einfach beim Namen: Rauchen ist eine Sucht, die krank macht und... ... mehrDa muss ich ein bischen an Ihrem Rechtsempfinden zweifeln. Fümoar wurde erstinstanzlich verurteilt und ist somit Stand heute ungesetzlich. Die Sache ist jetzt beim Appellationsgericht.
    Der gute Willi Tell ist eine Erfindung des deutschen Dichters Schiller und hat nie gelebt.
    Was Rauchbelästigung, sowie Missachtung von Volksentscheiden, mit Freiheit zu tun haben sollen, da warte ich gerne auf Ihre Erklärung. Nennen wirs einfach beim Namen: Rauchen ist eine Sucht, die krank macht und Nichtraucher belästigt. Alles andere ist Schönrederei von Nikotinabhängigen, so nach dem Motto "ich könnte morgen aufhören, wenn ich wollte" oder ähnlich.
    Da es in meinem früheren Beizenumfeld im Kleinbasel fast nur noch Fümoar-Vereinslokale gibt, habe ich mein Gastronomieverhalten tatsächlich geändert. Ich gehe dahin, wo man gut bedient wird und erst noch atmen kann. Das sind in der Innenstadt leider noch ganz wenige Kneipen (Speiselokale suche ich nicht auf fürs Feierabendbier). Zudem gehen wir vermehrt ins angrenzende Ausland. Fünf Stutz für ein Bier und erst noch vollgestunken werden von freiheitsliebenden Nikotinsüchtigen, nein danke!

  3. Christoph M Suter

    am 21.06.2012, 22:50

    Jetzt sollten doch mal zuerst die Damen und Herren Richter entscheiden. Und zwar durch alle Instanzen. Mit etwas Glück realisieren auch die Gerichte, dass das Volk mit dem vermeintlich «tödlichen» Passivrauch getäuscht wurde. Spätestens dann, wenn die Damen und Herren Richter das kürzlich erschienene Fachbuch von Prof. Dr. med. Romano Grieshaber «Passivrauch: Götterdämmerung der Wissenschaft» gelesen haben.

  4. Basel Runner

    am 22.06.2012, 10:39

    Ich bin auch ein Raucher, aber was der Verein Fumoir da durch zieht ist einfach daneben. Das Stimmvolk will Rauchfreie Lokale. Ich gehe nicht mal in meine ehemalige Stammbeiz, die Riobar (leider auch bei Fumoir) Für mich ist es kein Problem draussen zu rauchen, so rauche ich auch im Ausgang viel weniger.
    Es gutes Beispiel wie ein Fumoir aussehen soll, findet man im Hotel Krafft, nach dem Essen, kann man in einen seperaten Raum gehen, der zudem sehr geschmackvoll mit Sofas eingerichtet ist.

  1. Phil Boesiger

    am 21.06.2012, 10:37

    Soso, knapp über 200 Anwesende an der GV - bei 190 Fumoar-"Beizern" und fast 200'000 Mitgliedern ein Mobilisierungsgrad von 1 Promille. Das verstehe ich schon, die meisten der 200'000 werden ohnehin nicht in Basel wohnen. Naja, dieser lächerliche Ewiggestrigenverein ist ja sowieso und glücklicherweise ein Auslaufmodell. Spätestens das Bundesgericht wird dieser juristischen Trickserei wohl ein Ende bereiten.
    Schade, dass die Beizer so viel Energie in den "Schutz" der nikotinsüchtigen... mehrSoso, knapp über 200 Anwesende an der GV - bei 190 Fumoar-"Beizern" und fast 200'000 Mitgliedern ein Mobilisierungsgrad von 1 Promille. Das verstehe ich schon, die meisten der 200'000 werden ohnehin nicht in Basel wohnen. Naja, dieser lächerliche Ewiggestrigenverein ist ja sowieso und glücklicherweise ein Auslaufmodell. Spätestens das Bundesgericht wird dieser juristischen Trickserei wohl ein Ende bereiten.
    Schade, dass die Beizer so viel Energie in den "Schutz" der nikotinsüchtigen Minderheit stecken, anstatt mit Innovationsgeist die gastronimische Zukunft unserer Stadt mitzuentwickeln. Der Markt bewegt sich, Leute! Wer shehenbleibt, verliert. Das ist nun mal in allen Branchen so.

  2. René Zenklusen

    am 21.06.2012, 11:54

    Das Verhalten des Vereins Fümoar finde ich nicht korrekt. Zwei mal wurde abgestimmt. Knapp ging es zwar aus, aber die Merheit hat entschieden und dies zu akzeptieren ist Demokratie.
    Wenn in allen Beizen Rauchverbot ist, gibt es keinen Wettbewerbsnachteil !!
    Der Verein würde besser die Wirte unterstützen kreative Lösungen zu finden.
    Nach der ersten Abstimmung hatten die Wirte 1 1/2 Jahre Zeit sich vorzubereiten, nichts ist geschehen, als einzige Lösung ein Verein in Privatlokalen geführt von... mehrDas Verhalten des Vereins Fümoar finde ich nicht korrekt. Zwei mal wurde abgestimmt. Knapp ging es zwar aus, aber die Merheit hat entschieden und dies zu akzeptieren ist Demokratie.
    Wenn in allen Beizen Rauchverbot ist, gibt es keinen Wettbewerbsnachteil !!
    Der Verein würde besser die Wirte unterstützen kreative Lösungen zu finden.
    Nach der ersten Abstimmung hatten die Wirte 1 1/2 Jahre Zeit sich vorzubereiten, nichts ist geschehen, als einzige Lösung ein Verein in Privatlokalen geführt von nicht Wirten..
    Na Ja ???

  3. Sundak Klaastrik

    am 21.06.2012, 13:31

    Ich habe bereits einmal erwähnt, dass es nicht zu verwechseln gilt zwischen: "Hör auf Frauchen!" und "Hör auf rauchen!". Ich wiederhole dies nur deshalb weil der Verein "Fümoar" hier wahrscheinlich einem Irrtum unterliegt. Es ist aber interessant, dass ansonsten Fussgänger gebüsst werden können, welche bei Rot die Strasse überqueren, Fahrradfahrer welche bei einem Stopp nicht anhalten begehen Straftaten und werden mit Bussen bestraft aber der Verein Fümoar darf fröhlich weiter "furzen". Wo... mehrIch habe bereits einmal erwähnt, dass es nicht zu verwechseln gilt zwischen: "Hör auf Frauchen!" und "Hör auf rauchen!". Ich wiederhole dies nur deshalb weil der Verein "Fümoar" hier wahrscheinlich einem Irrtum unterliegt. Es ist aber interessant, dass ansonsten Fussgänger gebüsst werden können, welche bei Rot die Strasse überqueren, Fahrradfahrer welche bei einem Stopp nicht anhalten begehen Straftaten und werden mit Bussen bestraft aber der Verein Fümoar darf fröhlich weiter "furzen". Wo bleibt denn eigentlich da die Gerechtigkeit? Wäre es nicht Zeit einmal einen klaren Tarif durchzugeben? Oder geht es darum alle Gesetze grundsätzlich einfach in Frage stellen zu dürfen bedeutet das die Freiheit oder beanspruchen Raucher da eine Ausnahme an zusätzlicher Freiheit?

  4. Cornelis Bockemühl

    am 21.06.2012, 13:35

    ...habe ich völliges Verständnis für diesen Verein!

    Ja, ich freue mich über all die rauchfreien Züge, in denen ich jetzt fahren kann. Und dass ich im Büro reine Luft atmen kann weiss ich zu schätzen. Und auch jede Beiz und jedes Restaurant wo ich nicht vollgequalmt werde.

    Aber bittesehr: Wenn es da Leute gibt die es absolut nicht lassen wollen - warum soll ich die bis in den hinteresten Winkel verfolgen? Irgendwo muss man doch auch mal die Verhältnismässigkeit sehen: Wir haben... mehr...habe ich völliges Verständnis für diesen Verein!

    Ja, ich freue mich über all die rauchfreien Züge, in denen ich jetzt fahren kann. Und dass ich im Büro reine Luft atmen kann weiss ich zu schätzen. Und auch jede Beiz und jedes Restaurant wo ich nicht vollgequalmt werde.

    Aber bittesehr: Wenn es da Leute gibt die es absolut nicht lassen wollen - warum soll ich die bis in den hinteresten Winkel verfolgen? Irgendwo muss man doch auch mal die Verhältnismässigkeit sehen: Wir haben hunderttausend Probleme mit ungesunden Gewohnheiten, Substanzen, was weiss ich...! Warum soll man da jetzt ausgerechnet die Raucher derart dran nehmen?

  5. Daniel Lüscher

    am 21.06.2012, 14:38

    sie sprechen mir aus der Seele :-) Ich als überzeugter Cigarrengeniesser bin auch der Meinung was soll dieses Kesseltreiben gegen die Raucher? Heute will man den Rauchern das Leben vergällen, morgen kommen die Dicken dran, übermorgen .... vielliecht die Sonnenanbeter!
    "Leben und Leben lassen" und nicht "Ich bin dafür weil Du dagegen und wenn Du dann einmal dafür bist bin Ich dagegen"

  6. Wahrsager

    am 21.06.2012, 14:39

    ...ausser in Amtsstuben. Bin für rauchfreie Parks. Und verdammi, endlich die Bahnhöfe. Das Grillverbot interessiert die Polizei auch nicht. Siehe Kannenfeldpark.

  7. Ben Palmer

    am 21.06.2012, 16:08

    Der Verein Fümoar hält sich zu 100% an den Sinn des Gesetzes: Er verhindert, dass jemand ungewollt dem tödlichen Passivrauch ausgesetzt ist. Das Gesetz will ausdrücklich das Rauchen nicht verbieten, Nur ein Boesiger, ein Zenklusen und ein Klaastrik scheinen da etwas nicht verstanden zu haben! Wilhelm Tell schon hatte schon erkannt, dass das Grüssen des Hutes nur eine sinnlose Schikane war, um dem Volk zu zeigen, wer die Macht hat. Tell hat durch seine Verweigerung niemandem Schaden zugefügt.... mehrDer Verein Fümoar hält sich zu 100% an den Sinn des Gesetzes: Er verhindert, dass jemand ungewollt dem tödlichen Passivrauch ausgesetzt ist. Das Gesetz will ausdrücklich das Rauchen nicht verbieten, Nur ein Boesiger, ein Zenklusen und ein Klaastrik scheinen da etwas nicht verstanden zu haben! Wilhelm Tell schon hatte schon erkannt, dass das Grüssen des Hutes nur eine sinnlose Schikane war, um dem Volk zu zeigen, wer die Macht hat. Tell hat durch seine Verweigerung niemandem Schaden zugefügt. Tell wurde deshalb zum Nationalhelden, offenbar legt man heute keinen Wert mehr auf "Helden".

  8. Ben Palmer

    am 21.06.2012, 16:57

    "Schade, dass die Beizer so viel Energie in den "Schutz" der nikotinsüchtigen Minderheit stecken, anstatt mit Innovationsgeist die gastronimische Zukunft unserer Stadt mitzuentwickeln."
    Uns wurde doch versprochen, dass die Nichtraucher die Gaststätten stürmen, sobald sie rauchfrei sind, und dass sich die gastronomische Zukunft der Stadt rasant entwickeln werde. Wer seine Versprechen nicht hält, sollte sich eher bedeckt halten.
    P. Boesiger, sie wurden weder and die GV eingeladen noch wurden... mehr"Schade, dass die Beizer so viel Energie in den "Schutz" der nikotinsüchtigen Minderheit stecken, anstatt mit Innovationsgeist die gastronimische Zukunft unserer Stadt mitzuentwickeln."
    Uns wurde doch versprochen, dass die Nichtraucher die Gaststätten stürmen, sobald sie rauchfrei sind, und dass sich die gastronomische Zukunft der Stadt rasant entwickeln werde. Wer seine Versprechen nicht hält, sollte sich eher bedeckt halten.
    P. Boesiger, sie wurden weder and die GV eingeladen noch wurden Sie Passivrauch ausgesetzt. Haben Sie kein eigenes Leben zu leben, dass sie sich hier in das Leben anderer einmischen müssen?

  9. Rolf Wilhelm

    am 21.06.2012, 17:00

    Was soll ich davon halten?
    Ich habe Bekannte, die spielen in Bands. Aber Lokale in Basel-Stadt mit einer Bühne und der Möglichkeit in Basel vor ein paar Leuten zu spielen gibt es nur in Fümoar-Lokalitäten. Alternative Orte scheinen nicht aufzutreiben zu sein, die rauchfrei sind..

    Letztens waren wir im Rockfact in Münchenstein, also Basel-Land. Im Prinzip rauchfrei, es gibt einen separaten, als Fümoir ausgewiesenen Raum, und das hat völlig gereicht, der war noch nicht einmal mit einer Tür... mehrWas soll ich davon halten?
    Ich habe Bekannte, die spielen in Bands. Aber Lokale in Basel-Stadt mit einer Bühne und der Möglichkeit in Basel vor ein paar Leuten zu spielen gibt es nur in Fümoar-Lokalitäten. Alternative Orte scheinen nicht aufzutreiben zu sein, die rauchfrei sind..

    Letztens waren wir im Rockfact in Münchenstein, also Basel-Land. Im Prinzip rauchfrei, es gibt einen separaten, als Fümoir ausgewiesenen Raum, und das hat völlig gereicht, der war noch nicht einmal mit einer Tür abgeschlossen. Es geht also. Und es sah nicht so aus, als wenn die Raucher das nicht schätzen würden - jedenfalls haben viel mehr Leute nicht in den Club gepasst.

  10. Phil Boesiger

    am 21.06.2012, 17:36

    Da muss ich ein bischen an Ihrem Rechtsempfinden zweifeln. Fümoar wurde erstinstanzlich verurteilt und ist somit Stand heute ungesetzlich. Die Sache ist jetzt beim Appellationsgericht.
    Der gute Willi Tell ist eine Erfindung des deutschen Dichters Schiller und hat nie gelebt.
    Was Rauchbelästigung, sowie Missachtung von Volksentscheiden, mit Freiheit zu tun haben sollen, da warte ich gerne auf Ihre Erklärung. Nennen wirs einfach beim Namen: Rauchen ist eine Sucht, die krank macht und... mehrDa muss ich ein bischen an Ihrem Rechtsempfinden zweifeln. Fümoar wurde erstinstanzlich verurteilt und ist somit Stand heute ungesetzlich. Die Sache ist jetzt beim Appellationsgericht.
    Der gute Willi Tell ist eine Erfindung des deutschen Dichters Schiller und hat nie gelebt.
    Was Rauchbelästigung, sowie Missachtung von Volksentscheiden, mit Freiheit zu tun haben sollen, da warte ich gerne auf Ihre Erklärung. Nennen wirs einfach beim Namen: Rauchen ist eine Sucht, die krank macht und Nichtraucher belästigt. Alles andere ist Schönrederei von Nikotinabhängigen, so nach dem Motto "ich könnte morgen aufhören, wenn ich wollte" oder ähnlich.
    Da es in meinem früheren Beizenumfeld im Kleinbasel fast nur noch Fümoar-Vereinslokale gibt, habe ich mein Gastronomieverhalten tatsächlich geändert. Ich gehe dahin, wo man gut bedient wird und erst noch atmen kann. Das sind in der Innenstadt leider noch ganz wenige Kneipen (Speiselokale suche ich nicht auf fürs Feierabendbier). Zudem gehen wir vermehrt ins angrenzende Ausland. Fünf Stutz für ein Bier und erst noch vollgestunken werden von freiheitsliebenden Nikotinsüchtigen, nein danke!

Informationen zum Artikel

21.6.2012, 10:27 Uhr

Applaus im Raucherzelt

Text

Text:

  • 28.10.2013 um 15:24
    Basel hat einige Schrauben locker

    Eine schräge Sache beschäftigt die Mitarbeiter des Tiefbauamtes: Unbekannte lockern seit einigen Wochen Schrauben von Verkehrsschildern in allen Quartieren – und verursachen so Materialkosten von über 5000 Franken im Jahr.

  • 24.10.2013 um 12:37
    Cindy, die linke SVPlerin

    Taxifahrerin Cindy Schütz wäre gerne prominent und bringt eigentlich Unvereinbares zusammen.

  • 16.10.2013 um 20:14
    Parlament hat das Sagen über den öffentlichen Raum

    Der Grosse Rat segnete das Gesetz über die Nutzung des Öffentlichen Raumes (NöRG) ab – und brachte zwei Änderungen zu den Nutzungsplänen durch: Das Parlament soll diese selber ausarbeiten, ohne aber bestimmte Zwecke für Nutzungen im öffentlichen Raum zu definieren.

  • 31.08.2013 um 09:09
    Vielen Dank!
    Zum Artikel: Jetzt will auch der FCB richtig an der Liga teilnehmen

    Der «SRF»-Hinweis war selbstverständlich ein Versehen.

  • 27.06.2013 um 15:59
    Lieber Herr Buschweiler
    Zum Artikel: «Gewalt ist in keinem Fall tolerierbar»

    Ich verstehe es nicht als meine Aufgabe, eine Grossrats-Debatte von A bis Z zu protokollieren, sondern ich bin stets bemüht, den Kern der Diskussion und die wesentlichen Punkte wiederzugeben. Aber Sie haben Recht: Der von mir in einem anderen Zusammenh...

  • 25.06.2013 um 08:45
    Lieber Rolf Wilhelm
    Zum Artikel: Adieu, weisse Gratisparkplätze

    Es ist so, wie Sie sagen: Die Gratisparkzeit beträgt nur in Glücksfällen genau 90 Minuten. Denn es gilt: Die angebrochene halbe Stunde sowie die darauffolgende ganze Stunde zählen. Wenn jemand sein Auto also um 15.50 Uhr parkiert, darf er dieses insges...

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