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TagesWoche

Tages Woche

Di, 21.05.2013

Unternehmenssteuern 

17.6.2012, 14:06 Uhr

Ein Schuss vor den Bug

17.6.2012, 14:06 Uhr

Das Nein zur Senkung der Unternehmensgewinnsteuer in Basel-Stadt ist eine Absage an den Steuerwettbewerb unter den Kantonen. Und ein Schuss vor den Bug der links-grün dominierten Regierung. Ein Kommentar von Dani Winter

Dani Winter Dani Winter

Hoppla! Basel-Stadt sagt Nein zur Senkung der Unternehmensgewinnsteuer. Die Erkenntnis, dass angesichts der sich abzeichnenden Verwerfungen in Europa kaum der richtige Zeitpunkt für Steuergeschenke ist, hat sich durchgesetzt. Oder war es gar die Erkenntnis, dass es grundsätzlich verkehrt ist, Reiche zu beschenken? Auf jeden Fall ist das Nein eine Absage an den Steuerwettbewerb unter den Kantonen. 

Diese Absage ist weise. Denn der Steuerwettbewerb ist ruinös und führt dazu, dass manche öffentliche Hand schon nicht mehr weiss, in welchen Sack sie noch greifen soll, um ihre Ausgaben zu finanzieren. Trotzdem ist klar, dass die Schraube immer weiter nach unten gedreht wird, weil es immer jemanden gibt, der einen unterbietet. Und dass die Wirtschaftsverbände nicht zufrieden wären, bevor die Unternehmensgewinne komplett von der Steuer befreit sind, geben sie ja offen zu.

Basel ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Der maximale kantonale Gewinnsteuersatz von aktuell 20,5 Prozent und ab 2013 noch 20 Prozent und die daraus resultierende effektive Steuerbelastung sind im internationalen Vergleich (laut KPMG wie auch BAKBasel) durchaus wettbewerbsfähig. Statt Firmen zu umwerben, die bei der Standortwahl die Profitmaximierung zum entscheidenden Kriterium machen, sollten wir besser jene Faktoren fördern, die Basel wirklich auszeichnen. Neben der geografisch günstigen Lage gehören dazu gut ausgebildete und motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Bildung kostet, und an diesen Kosten sollen sich die Unternehmen angemessen beteiligen, zumal jene, die es sich leisten können.

Das Nein ist ein (wenn auch denkbar knapper) Sieg für die Linke. Die SP Basel-Stadt hat das Referendum gegen die Steuersenkung unterstützt. Und damit ein Stück weit ihre eigene Regierungsrätin desavouiert, was angesichts der bevorstehenden Gesamterneuerungswahlen zu reden gab. Nun, Eva Herzog wird es verschmerzen können. Zu souverän leitet sie die finanziellen Geschicke des Kantons, als dass sie die Niederlage ernsthaft beschädigen könnte.

Ein Schuss vor den Bug ist das Resultat gleichwohl. Und zwar vor jenen der gesamten Regierung. Eine Mehrheit der Leute hat offenbar die Nase voll von einer allzu wirtschaftsnahen Politik. Am meisten nass werden Eva Herzog und ihre Genossen. Ob sie die Signale hören?

  1. nanana, Herr Chris00

    von Andreas Steiner am 18.06.2012 um 09:35Uhr

    Die Mehrheit der Basler Stimmberechtigten hat sich für mehr finanzielle Stabilität ausgesprochen und dagegen, nach bereits erfolgten Steuersenkungen schon wieder Privilegierte zu privilegieren, während Miet- Gesundheits und Lebenshaltungskosten bei Normal- oder Geringverdienenden im Gegensatz zum Reallohn stetig steigen. Mit anderen Worten: Hören Sie auf mit dem "Neid"- Gejammer.
    Direktlink zum Kommentar

  1. nanana...!

    von Chris00 um 17.06.2012 um 21:01Uhr

    "Reiche beschenken?" Das Neid"argument" ist inzwischen anscheinend für jede Abstimmung gut.

    "Steuerbelastung sind im internationalen Vergleich durchaus wettbewerbsfähig". Wo kämen wir hin, wenn wir uns am kaputten europäischen Umland orientieren würden? Wenn wir beispielsweise die Arbeitslosigkeit und Verschuldung am Umland ausrichten würden?

    "Statt Firmen zu umwerben, die bei der Standortwahl die Profitmaximierung zum entscheidenden Kriterium machen..." Welche Firmen denn sonst? NGOs? Wer bezahlt dann den ganzen staatlichen Luxus?

    Welche Standortvorteile hat denn Basel gegenüber anderen Schweizer Ortschaften? Bspw. Zürich oder Luzern? Und weshalb baut Roche die Niederlassung Rotkreuz laufend aus? Wegen den hervorragenden Bildungsinstituten in Rotkreuz?
    Direktlink zum Kommentar

  2. nanana, Herr Chris00

    von Andreas Steiner um 18.06.2012 um 09:35Uhr

    Die Mehrheit der Basler Stimmberechtigten hat sich für mehr finanzielle Stabilität ausgesprochen und dagegen, nach bereits erfolgten Steuersenkungen schon wieder Privilegierte zu privilegieren, während Miet- Gesundheits und Lebenshaltungskosten bei Normal- oder Geringverdienenden im Gegensatz zum Reallohn stetig steigen. Mit anderen Worten: Hören Sie auf mit dem "Neid"- Gejammer.
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Informationen zum Artikel

17.6.2012, 14:06 Uhr

Ein Schuss vor den Bug

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Text:

  • 26.04.2013 um 21:29
    Seitenblicke zur Baselworld

    High Heels, enge Jupes, feinster Zwirn und mondäne Frisuren: Die Baselworld versprüht für einige Tage im Jahr das Parfüm der Edlen und Reichen in der sonst so bescheidenen Bebbistadt. Oberhofknipser Hans-Jörg Walter hat sich auf Fotosafari begeben. 

  • 08.03.2013 um 14:23
    Polizei nimmt elf Zenit-Fans fest

    Nach dem Europa-League-Spiel FC Basel gegen Zenit St. Petersburg waren gemäss Kantonspolizei Fans der beiden Clubs unterwegs zur Mittleren Brücke. Die Polizei verhinderte das Aufeinandertreffen der Gruppierungen und nahm elf Personen fest.

  • 28.02.2013 um 15:57
    Schluss mit lustig

    Ein Drämmli-Chauffeur kündete die Haltestelle St. Jakob mit einem träfen Novartis-Spruch an. Jetzt drohen ihm Konsequenzen.

  • 20.05.2013 um 15:40
    Vielen Dank ...
    Zum Artikel: Die TagesWoche baut ihr digitales Angebot aus

    ... für Ihr Lob und Ihre Anregungen. Der bevorstehende Umbau und die geplanten Neuerungen sollen so transparent wie möglich erfolgen. Geben Sie uns bitte ein bisschen Zeit, um das alles sorgfältig aufzugleisen, wer regelmässig vorbeischaut, kriegt alle...

  • 14.04.2013 um 09:09
    Na schön!
    Zum Artikel: Gewonnen!

    Sie haben es so gewollt. Vielen Dank an dieser Stelle für die lieben Worte. Da wird der Sonntagsdienst am ersten Sommertag gleich viel erträglicher.

  • 28.03.2013 um 15:45
    Mit Verlaub …
    Zum Artikel: Mal nicht im Stau stehen

    … und bei aller Liebe zu meiner alten Heimat: Für ein Osterwochenende ist Büsingen eine denkbar schlechte Wahl. Erstens trifft man kaum jemanden an, denn die Büsinger sind es recht eigentlich, die den Stau vor dem Gotthard jeweils verursachen. Zweitens...

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