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TagesWoche

Tages Woche

Mo, 20.05.2013

Auch das noch 

15.6.2012, 00:01 Uhr

Ich und meine Avocado

15.6.2012, 00:01 Uhr

Unser liebster Bio-Koch heisst Guy Morin. Von Philipp Loser

Hans-Jörg Walter: Guy Morin kocht gerne bio.

Guy Morin kocht gerne bio. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Wo soll man nur beginnen? Diese 20 Minuten Geschnipsel und Gekoche mit Tamara Wernli und dem Basler Regierungspräsidenten Guy Morin, die man sich diese Woche auf Telebasel immer und immer wieder zu Gemüte führen durfte (musste!), die waren gross. Wernlis Blick, als sie den Senf und die Mayonnaise in die Kamera streckt und mit ungläubigem Ton in der Stimme sagt: «Sogar das ist bio!» Morins totale Überforderung beim Zubereiten von ein paar Spaghetti: das Wasser nicht gesalzen, die Spaghetti kaum angenetzt und danach hart auf dem Teller (die Jury-Köchin meinte später: «Ich probiere nur die Saucen»). Die durchaus ernsthafte Frage von Wernli, ob Morin nach seiner anstrengenden Regiererei abends jeweils seinen Biogarten ernte. Oder ob er mit seiner Frau rede. Oder ob er (der Unterton insinuierte «wie wir Normalos») auch einmal Fernsehen schaue. Nein, meinte Morin zu Frage 1, zweimal Ja zu Frage 2 und 3.

Und eben, der Bio-Fimmel. Wernli konnte kaum glauben, wie viel Bio ihr da gegenüber kochte. Seine Kleider, allesamt fairtrade und bio und aus der Region. Das Kürbiskernöl, das Olivenöl, ja womöglich sogar der Salat: bio, bio, bio. Morins Wünsche hätten den Produktesponsor arg ins Schwitzen gebracht, sagte Wernli. Sie plauderte und plauderte und merkte beinahe nicht, wie sich Morin mit dem Aushöhlen einer etwas harten Avocado für das Pesto seiner etwas harten Spaghetti abmühte. «Noch nicht ganz reif», meinte Wernli süffisant. «Dafür bio!», gab Morin schlagfertig zurück.

Die Avocado übrigens, das ergab ein freundliches Telefonat mit dem Produktesponsor der Sendung, die kommt aus Peru. Ganz bio natürlich.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Illustration: Ein BaZ-Abklatsch?

    von Otto Normalverbraucher um 24.06.2012 um 15:33Uhr

    Von der TagesWoche erwarten die Abonnenten detaillierte Hintergrundberichte und eben nicht solche diffamierenden Kommentare wie in der BaZ. Aber diese Kolumne und besonders die Illustration scheinen der gleichen Stategie zu folgen wie zuletzt die Blocher-Zeitung: Einen Regierungspräsidenten muss man einfach genug mit Dreck bewerfen, dann bleibt schon etwas hängen. Die BaZ veröffentlicht böse Karikaturen, die TagesWoche verunglimpft den gleichen Mann mit Avocado-Hälften. Wo bleibt der Unterschied?

    PS. Effektiv war es Tamara Wernli, die in der Sendung total überfordert war mit Kochen.

    Direktlink zum Kommentar

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Informationen zum Artikel

15.6.2012, 00:01 Uhr

Ich und meine Avocado

Text

Text:

  • 19.05.2013 um 20:01
    Die Schweiz gewinnt WM-Silber

    Ein historisches Finale mit einem wenig historischen Ausgang. Die Schweiz verliert das WM-Final gegen die Schweden.

  • 19.05.2013 um 08:53
    Mit voller Kraft in den Cupfinal

    André Dosé, Wirtschaftsführer und Präsident der Grasshoppers, hofft auf den Cupsieg der Mannschaft am Pfingstmontag gegen den FC Basel. Ein Gespräch über Fussball und mehr.

  • 16.05.2013 um 15:44
    «Das hilft nicht nur der Pharma»

    Die Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren setzen im Steuerstreit mit der EU auf die Einführung von Lizenzboxen – und handeln damit ganz im Sinne von Basels Finanzdirektorin Eva Herzog.

  • 13.05.2013 um 08:39
    Grenzgänger
    Zum Artikel: Milliarden aus der Fremde

    Sehr geehrter Herr Wilhelm, Sie weisen auf einen richtigen Punkt hin: In den Daten der Weltbank sind die Geldsendungen der Grenzgänger nicht erfasst. Im Fall der Schweiz machen die Summen der Grenzgänger, die ins Ausland fliessen, einen beträchtlichen ...

  • 29.04.2013 um 18:52
    Treffer...
    Zum Artikel: Fängt das wieder an!

    ... versenkt. Und natürlich korrigiert. Es grüsst aus dem Glashaus: Philipp Loser

  • 24.04.2013 um 11:59
    Speicherplatz
    Zum Artikel: Der Kalte Krieg ist nie vorbei

    Lieber Herr Meyer, Sie haben schon Recht: man soll nicht über jeden Hetzkommentar berichten. Das spezielle in diesem Fall ist der Umgang mit dem Kommentar durch die Gruppe Giardino. Das kann man durchaus aufzeigen, finden wir und opfern dafür gerne etw...

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