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Reisen 

15.6.2012, 00:01 Uhr

Wochenendlich in Besançon

15.6.2012, 00:01 Uhr

Die Stadt am Doubs verbindet geschichtsträchtige Architektur mit robustem Charme. Von

Die Altstadt von Besançon liegt in einer engen Schlaufe des Doubs. Der Ort in der heutigen Franche-Comté gefiel schon den gallischen Sequanern. Sie errichteten dort das Oppidum Vesontio. Es ist allerdings nicht mein Interesse an den Galliern, sondern jenes am französischen Sozialisten Charles Fourier und an der Studiengesellschaft Association d’études fouriéristes, dem ich die Bekanntschaft mit der reizvollen Stadt im französischen Jura verdanke. Fourier wurde hier am 7. April 1772 als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers geboren. Sein erhaltenes Elternhaus ist an der Grande Rue 81 und 83 zu sehen.

Für die Region hat Besançon Zentrumsfunktion

In Besançon erblickten auch zwei weitere einflussreiche Denker des 19. Jahrhunderts das Licht der Welt: der Schriftsteller Victor Hugo wurde hier am 26. Februar 1802 und der Anarchist Pierre-Joseph Proudhon am 15. Januar 1809 geboren. Besançon hat indessen weit mehr zu bieten als ein paar gros­­se Namen aus vergangener Zeit. Man kann hier am Ufer des Doubs spazieren, zur imposanten Zitadelle mit ihren zahlreichen Attraktionen hochsteigen, durch die Stras­sen der Altstadt schlendern und dabei in Hinterhöfe schauen oder in einem Café sitzen und das bunte Leben an sich vorbeiziehen lassen.
Für die Region hat Besançon Zentrumsfunktion. Daher mangelt es auch nicht an Einkaufsmöglichkeiten in Schuh- und Kleiderläden, im obligaten Zwei-Euro-Shop oder in einer der Buchhandlungen. Mich zieht es jeweils in die Librairie Camponovo an der Grande Rue 50, deren Sortiment man anmerkt, dass Besançon auch eine Universitätsstadt ist. Es muss freilich nicht immer nur Shopping sein: An der Grande Rue 96 lädt das Musée du Temps oder an der Place de la Révolution das Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie zum Besuch. Seit diesem Jahr ist der Eintritt in diese zwei Häuser sowie in die Zitadelle mit ihrem kleinen Zoo, einem Aquarium und zwei weiteren Museen für Inhaber des Oberrheinischen Museumspasses übrigens gratis. Der Aufstieg zur Zitadelle ist schweisstreibend. Der Blick von den Zinnen der Vauban-Festung über die Stadt entschädigt einen aber für die Mühen.

Eine Salzgewinnungsanlage aus dem 18. Jahrhundert

Sehr zu empfehlen ist ein Besuch der in den 1770er-Jahren im Auftrag von König Louis XVI gebauten Saline Royale von Arc-et-Senans. Mit der Bahn ist diese architektonisch hochinteressante Anlage in gut 20 Minuten zu erreichen. Seinerzeit wurde hier aus salzhaltigem Wasser, das aus dem rund 20 Kilometer entfernten Salins-les-Bains nach Arc-et-Senans geleitet wurde, das begehrte Salz gewonnen. Die Gebäude der Anlage sind halbkreisförmig angeordnet, der imposante Sitz des Direktors besetzt den zentralen Punkt. Ihr Architekt und Erbauer Claude Nicolas Ledoux (1736–1806) hat als Ergänzung der Anlage nicht nur eine ideale – allerdings nie realisierte – Siedlung geplant, sondern ist schliesslich auch zum Fürsprecher einer rationalistisch-fantastischen Urbanistik geworden. Im kleinen Museum der Saline Royale sind zahlreiche Pläne und Modelle seiner realisierten Bauten, aber auch seiner architektonischen Träume zu sehen.

Verglichen mit Ledoux’ städtebaulichen Fantasien und Fouriers sozialistischen Gemeinschaftswohnanlagen wirkt Besançons Altstadt ziemlich bieder. Nichtsdestotrotz hat sie uns mit ihrem robusten Charme ein paar vergnügliche Stunden geschenkt.

  • Ausspannen: Im Hotel du Nord einschlummern 
  • Anbeissen: Im Restaurant Le Coucou an der Rue Luc Breton 12 regionale Spezialitäten geniessen.
  • Anschauen: diverse Museen, La Citadelle de Besançon sowie die Saline Royale in Arc-et-Senans.

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15.6.2012, 00:01 Uhr

Wochenendlich in Besançon

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Text:

  • 24.05.2017 um 15:52
    Veraltetes Lehrmittel? Was man trotzdem daraus lernen kann

    Historische Lehrmittel veralten zwangsläufig. Man kann trotzdem etwas aus ihnen lernen.

  • 18.05.2017 um 04:50
    Junger Mann mit Hut

    Der Zuwanderer Herman Greulich war der erste Schweizer Arbeitersekretär und eine prägende Figur der Sozialdemokratie.

  • 11.05.2017 um 04:50
    Zwei Freunde gegen das Kapital

    In den 1840er-Jahren stecken Karl Marx und Friedrich Engels die Köpfe zusammen und verfassen das «Kommunistische Manifest». Der Film «Der junge Karl Marx» erzählt, wie es dazu kam.

  • 21.05.2017 um 19:38
    Zum Artikel: Der 25-Millionen-Ring war schlicht zu wenig sexy

    M Fischer bezieht sich auf die sprachlich ältere Fassung des Anfangssatzes von Dominique Spirgis Kommentar. Ich habe ihn inzwischen etwas "modernisiert". Der Korrektor.

  • 12.05.2017 um 09:04
    Zum Artikel: Zwei Freunde gegen das Kapital

    Ich denke, Marx und Engels haben die Triebkräfte der Geschichte etwas anders aufgefasst, als Kol Simcha das wähnt. Tönt eher etwas nach Bakunin.

  • 04.05.2017 um 10:07
    Zum Artikel: Die Geschichte des Basler Rathausturms

    Als Baselbieter (kein Ziefener Stohler) erschliessen sich mir halt die Eigenwilligkeiten der Basler Orthographie nicht immer...

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