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Es ist doch einfach nur ein ziemlich grosses Haus. Also: Cool bleiben...
Esther zu Der Roche-Turm ist nötig, aber nicht schön
Es erstaunt mich nicht, dass sich die Vorstellung von Kreativität und Kultur der oberen 100 der Kulturwelt im neoliberalen Zeitalter auf zwei Begriffe reduzieren lässt: Alphörner und Models.
Peter Meier2 zu Schampus auf dem Campus
Alte Gebäude haben ihren Charme, neue sind modern. Punkt. Und Basel darf ruhig noch ein paar mehr bauen.
Sullivan Frisch zu Der Roche-Turm ist nötig, aber nicht schön
Mir macht die Entwicklung des FCB langsam aber sicher Angst. Wo ist die Leidenschaft, das grosse Herz, der Wille dieser so tollen Mannschaft geblieben – auch wenn es mal nicht so lief?
Laurent Jäggi zu Sousa will mehr – und bekommt erst einmal nichts
  1. Verifiziert

    Martin Leschhorn Strebel

    am 25.10.2014, 11:45

    Herr Gero R. - ich denke Sie haben den Punkt meiner Argumentation noch nicht ganz verstanden. Gerade weil wir die freiwillige Familienplanung als wichtiges Element der Gesundheitszusammenarbeit in einem umfassenden entwicklungspolitischen Ansatz wollen, halten wir diese einsitige Ausrichtung für falsch.

    Schätzungen unseres Netzwerks Medicus Mundi Schweiz gehen davon aus, dass rund 8% der Schweizer Entwicklungszusammenarbeitsgelder für Gesundheit ausgegeben werden. Dazu gehört auch die freiw... mehrHerr Gero R. - ich denke Sie haben den Punkt meiner Argumentation noch nicht ganz verstanden. Gerade weil wir die freiwillige Familienplanung als wichtiges Element der Gesundheitszusammenarbeit in einem umfassenden entwicklungspolitischen Ansatz wollen, halten wir diese einsitige Ausrichtung für falsch.

    Schätzungen unseres Netzwerks Medicus Mundi Schweiz gehen davon aus, dass rund 8% der Schweizer Entwicklungszusammenarbeitsgelder für Gesundheit ausgegeben werden. Dazu gehört auch die freiwillige Familienplanung. Eine einseitige Herhöhung auf 10% für nur ein einzelenes Element würde zu einer extremen Umstrukturierung führen - mit dem Preis, dass andere Gesundheitbereiche radikal zurückgefahren werden müssten und mit dem Preis, dass die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit international jeglicher Glaubwürdigkeit beraubt würde.

    Zum Artikel: Ecopop schadet der Entwicklungshilfe | Zum Kommentar

  2. Tom ch i long

    am 25.10.2014, 10:25

    Liebe Tierfreunde,

    Ich selbst bin kein Veganer, doch verstehe diese sehr gut.
    Wenn es irgend möglich ist, Leid zu verhindern, dann sollte es
    zumindest versucht werden.

    Ich bin gelernter Laborant und hängte meine Arbeit an den Nagel,
    als mir die Sache mit den Tierversuchen bewusster wurde.
    Wir sichern unsere eigene Gesundheit durch das Leid anderer.
    Da schüttelt "Gott" in mir nur seinen Kopf und blickt mich fragend an.

    Zum Thema :)
    In einer Zeit wie der unseren wird klar, dass alles irgendw... mehrLiebe Tierfreunde,

    Ich selbst bin kein Veganer, doch verstehe diese sehr gut.
    Wenn es irgend möglich ist, Leid zu verhindern, dann sollte es
    zumindest versucht werden.

    Ich bin gelernter Laborant und hängte meine Arbeit an den Nagel,
    als mir die Sache mit den Tierversuchen bewusster wurde.
    Wir sichern unsere eigene Gesundheit durch das Leid anderer.
    Da schüttelt "Gott" in mir nur seinen Kopf und blickt mich fragend an.

    Zum Thema :)
    In einer Zeit wie der unseren wird klar, dass alles irgendwie machbar ist.
    Wer also keine Tiere leiden sehen mag, der versucht es anders.
    Was wir vom Fleisch der Tiere benötigen, dass können wir auch "synthetisieren".

    Hier ist oftmals die Rede von fehlenden Proteinen und Vitaminen
    welche im Fleisch zu finden wären. Da möchte ich kurz ansetzen.

    Dies gehörte damals zu meinen Aufgaben im Labor und ist "interessant" :)
    Es werden dort Bakterien "gentechnisch" dazu gebracht, die gewünschten Proteine
    und andere Stoffe zu synthetisieren (produzieren). Dazu wird im Normalfall schlicht
    das dazu nötige Gen in die Erbinformation des Mikroorganismus eingebaut.

    Diese produzieren dann das gewünschte Protein während dem sie wachsen.
    Am Ende wird die Kultur in den Mixer geworfen und mit speziellen verfahren
    die gewonnen Proteine isoliert.

    Dieses Verfahren findet in der Forschung zur Synthese von "Heilstoffen" Verwendung.

    Ich frage mich nun ernsthaft, wie "eure" Ergänzungsstoffe hergestellt werden.
    Sollte das Verfahren dasselbe sein, wäre es wohl nicht so im Sinne des Veganers.

    Meine Ansicht zur Ernährung:
    Das moderne Leben ist die Folge etlicher "Denkfehler" unserer Vergangenheit.
    So wäre es sicher möglich vegan zu leben, hätten nicht die Fleischfresser seit
    jeher schon die Pflanzenfresser "gefressen"....

    Das Gesetz von "fressen und gefressen werden" ist ein Naturgesetz.
    Der Mensch hat sich aber von der Natur schon lange abgewandt und
    befolgt ihre Regeln nicht…
    So gilt auch dieses Gesetz oder die Lizenz zum Töten für uns "Warmduscher" nicht. wir sollten dahingehend umdenken oder/und zurück zur Natur finden.

    Alles in Allem! Veganes Leben wäre der Seele des Menschen wohl würdiger.

    liebe Grüsse Tom :o)

    Zum Artikel: Sogar das Tierfutter ist vegan | Zum Kommentar

  3. Tilmann Schor

    am 25.10.2014, 10:06

    Ästhetik also: Nötig aber nicht schön. Genau das trifft auf den Claraturm zu, welcher völlig schepps an der falschen Ecke zu stehen kommt. Vom stark frequentierten Riehenring aus ein Schatten, dunkel und abweisend. Ich wünsche Bernauer von Herzen viel Erfolg beim Bundesgericht, das Hochhaus am Riehenring verhindern zu können.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  4. Daniel Hage

    am 25.10.2014, 08:42

    Sehr schön geschrieben Herr Kimstedt- wobei ich mich einem Vorredner anschliessen möchte dass es wahrlichnoch verstecktere und noch schönere Plätzchen gibt in meinem Markgräflerland. Wenn Sie sich jetzt noch der Gehirnwäsche zu entledigen vermöchten, Baseldytsch sei KEIN Alemannisch- dann , ja dann wär alles gut ! ;-))

    Zum Artikel: Herbstschmerz in 50 Busminuten ab Claraplatz | Zum Kommentar

  5. Esther

    am 25.10.2014, 01:45

    Man wird sich auch daran mit der Zeit gewöhnen, wie an jede Veränderung.
    Man mag dies als Resignation deuten - doch was bleibt anderes übrig, als sich mit den Entwicklungen, Veränderungen abzufinden.
    Wer sich Veränderung verweigert ist schon tot. Und das ist schlussendlich die ultimative, durch nichts zu überbietende Resignation.
    Andererseits: Es ist dich einfach nur ein ziemlich grosses Haus. Also: Cool bleiben...

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  6. Verifiziert

    Dominique Spirgi

    am 25.10.2014, 00:33

    Der Roche-Turm / die Roche-Türme sind grossartig!

    Prolog: In Binningen gibt es einen Münsterplatz. Der heisst nicht so, weil Binningen ein Münster hat (oder mal eins hatte), sondern weil man von diesem Platz aus einst aufs Basler Münster sah. Das ist seit langer Zeit nicht mehr möglich. Warum das so ist, muss hier wohl nicht näher ausgeführt werden.

    Aber jetzt zu den Roche-Bauten: In ein paar Jahren, das behaupte ich jetzt ganz einfach einmal, werden wir alle – nun nicht ganz alle, ab... mehrDer Roche-Turm / die Roche-Türme sind grossartig!

    Prolog: In Binningen gibt es einen Münsterplatz. Der heisst nicht so, weil Binningen ein Münster hat (oder mal eins hatte), sondern weil man von diesem Platz aus einst aufs Basler Münster sah. Das ist seit langer Zeit nicht mehr möglich. Warum das so ist, muss hier wohl nicht näher ausgeführt werden.

    Aber jetzt zu den Roche-Bauten: In ein paar Jahren, das behaupte ich jetzt ganz einfach einmal, werden wir alle – nun nicht ganz alle, aber viele, auch solche, die jetzt noch für Gartezwerg-Architektur plädieren – stolz sein auf den Hochhaus-Cluster im äusseren Wettsteinquartier.

    Aber über was debattieren wir im jetzigen Zeitpunkt eigentlich? Über ein unfertiges Werk. Über eine Baustelle, die zwar schon sehr hoch ist, aber keineswegs ein abschliessendes Urteil erlaubt. Über ein sich nach oben verjüngendes Hochhaus, das aber seinen Kopf beziehungsweise eigentlich erst seinen Hals noch hinter einem hässlichen Baugerüstkragen verborgen hat. Wir massen uns also an, ein Bauwerk zu beurteilen, von dem wir erst ahnen, wie es am Schluss aussehen könnte.

    Ich tue dies jetzt aber ebenfalls. Ich freue mich auf diese Stairway to Heaven oder eben: auf diese, wie wir jetzt erfahren haben, Stairways to Heaven, die sich, sekundiert durch weitere Hochbauten, zum eleganten Tanz in Fast-Wolkenhöhe vereinigen werden. Ich freue mich auf den markanten Hochhaus-Cluster in Basel-Ost.

    Warum ich das behaupte, wo ich ja jetzt wie alle, die sich darüber so sehr in Rage schreiben, nicht weiss, wie es wirklich aussehen wird? Ich freue mich, dass sich in dieser Stadt endlich wieder mal ein Bauherr traut, eine Behauptung aufzustellen. Eine durchdachte Behauptung zumal.

    DIe Roche-Türme sind keine eitlen Symbole der Macht. Die Architektur, das heisst die Baustruktur und die Materialität, nimmt das auf, was heute schon auf dem Gelände vorhanden ist. Allem voran die der Salvisberg-Bauten auf der Rheinseite. Es sind keine dunkelhäutigen Glasgurken, keine silbernen Muschelgeschwüre, sondern Bauten, die zwar hoch sind (oder werden), die aber durch ihre Rechtwinkligkeit und durch ihre Materialität in die umgebende Architektur aufnehmen.

    Es ist nicht die Idee, eine verquirlte Doppelhelix in den Himel wachsen zu lassen – ein origineller Ansatz, der aber wohl rasch nicht mehr viel mehr als eben ein origineller Ansatz geblieben wäre. Es ist gute Architektur, die in den Himmel wächst, weil das Bedürfnis nach dem entsprechenden Raum einfach da ist. Es ist gute Architektur, weil sie ihre Grösse aber nicht verbergen will (aber auch gar nicht kann), aber alles andere als demonsrativer Selbstzweck ist.

    Aber eben: Wirklich berurteilen werden wir das Bild erst können, wenn die Bauten stehen werden. Wirklich urteilen werden wir eh erst können, wenn sie ein paar Jahre dort gestanden haben werden. Genau so, wie es den Baslerinnen und Baslern im 15. Jahrhundert ergangen ist, als sie sich an die beiden Turmneubauten des Basler Münsters gewöhnen mussten.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  7. Maya Eldorado

    am 25.10.2014, 00:12

    Es ist schon so: Die Städte dieser Welt gleichen sich gebäude- und planmässig immer mehr wie ein Ei dem anderen.
    War da nicht mal die Rede von R(h)einhattan. In New York heisst eis Manhattan.
    Ein Turm bis bald der Vollendung nahe - sein Zwilling folgt in ein paar Jahren. In New York gibts (gabs) die Twin Towers. Soviel wie ich gehört habe, werden die wieder aufgebaut.
    Glas und Beton und Metall - am meisten Glas, so sehen die zukunftsweisenden Monomente weltweit aus. Ein bisschen langweilig f... mehrEs ist schon so: Die Städte dieser Welt gleichen sich gebäude- und planmässig immer mehr wie ein Ei dem anderen.
    War da nicht mal die Rede von R(h)einhattan. In New York heisst eis Manhattan.
    Ein Turm bis bald der Vollendung nahe - sein Zwilling folgt in ein paar Jahren. In New York gibts (gabs) die Twin Towers. Soviel wie ich gehört habe, werden die wieder aufgebaut.
    Glas und Beton und Metall - am meisten Glas, so sehen die zukunftsweisenden Monomente weltweit aus. Ein bisschen langweilig finde ich.

    Diese Gebäude, auch Wohngebäude sind wie sozial-media. Persönlich wird man öffentlich. Das ganze Privatleben wird preisgegeben, die eigene Weltsicht - einfach alles. Diese Glas-Beton-Paläste dienen genau dem gleichen. Die Glascheiben sind so gross, dass sie das ganze Innenleben der Wohnungen von aussen sichtbar werden, so denn die Scheiben nicht verspiegelt sind.
    Ich wohne im Speckgürtel. Uns gegenüber hatte es ein altes, ein wenig verschnörkeltes Haus. Das wurde abgerissen und ein grösseres Mehrfamilienhaus mit grossen Fenstern hingestellt. Und was passiert nun. Gegenüber sind meist die Fensterläden unten. Auch bei uns wird das viel mehr gemacht. Ich meine natürlich tagsüber. Was nützen denn die grossen Fenster, wenn man sie die meiste Zeit verdeckt?

    Aber was kann man denn anderes erwarten, wenn da immer die gleichen Stararchitekten überall auf der Welt bauen und die anderen das nachmachen. Die Städte verlieren ihr persönliches Gesicht. Alles sieht immer gleicher aus.
    Ja, das Frühere ist heute altmodisch. Früher hatte jede Stadt ihr ureigenes Gesicht. Das ist vorbei. Das verschwindet jetzt.

    Mit den grossen Glasfassaden verschmelzen Innen- und Aussenraum. Drinnen wähnt man sich wie gleichzeitig draussen und von draussen sieht man hinein.
    Die älteren und alten Gebäude bilden eine weitere Hülle für den Menschen - als erste Hülle die Kleider, als zweite das Haus, das uns schützt.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  8. Alois Karl Hürlimann

    am 24.10.2014, 23:03

    Der Gedanke an ein Mahnmal hat nebst einem gewissen moralischen Zeigefingeraspekt auch den Aspekt des Trostes in sich: Man lebt weiter, was immer einen auch umgibt...

    In Berlin gibt es – bekanntlicherweise - eine regelrechte Mahnmalinflation, angefangen beim in seiner Art irgendwie grandiosen sowjetischen Siegesdenkmal im Treptower Park bis hin zur Mauergedenkstätte an der Bernauerstrasse, dazwischen die Stelen zur Erinnerung und als Mahnmal an den Holocoust zwischen Brandenburger Tor und ... mehrDer Gedanke an ein Mahnmal hat nebst einem gewissen moralischen Zeigefingeraspekt auch den Aspekt des Trostes in sich: Man lebt weiter, was immer einen auch umgibt...

    In Berlin gibt es – bekanntlicherweise - eine regelrechte Mahnmalinflation, angefangen beim in seiner Art irgendwie grandiosen sowjetischen Siegesdenkmal im Treptower Park bis hin zur Mauergedenkstätte an der Bernauerstrasse, dazwischen die Stelen zur Erinnerung und als Mahnmal an den Holocoust zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, sogar eine einzelne Stele am Tiergartenrand, welche an die Homosexuellenverfolgung der Nazis erinnert: Mahnmale mit dem Erinnerungsgehalt an Verbrecherisches.
    Aber auch die Siegessäule ist ein Mahnmal, genau so wie das Brandenburger Tor. Sogar der Altbau der Schweizer Botschaft neben dem Kanzleramt könnte - was die Umgebungsveränderung betrifft, welche nach der Wiedervereinigung vorgenommen worden sind – an die alte Bebauung mit Krolloper und so weiter erinnern. Könnte. Muss heute nicht mehr, hat aber während des Kalten Krieges, einsam auf der Grenzwiese zwischen Ost und West stehend, so gewirkt.

    In Basel existieren auch Mahnmale. Wenige allerdings wirken durch ihren Platz in der Stadt. Eines, welches mir seinerzeit, als ich nach Basel kam, imemr wieder in die Augen gestochen ist, befindet sich, weit herum sichtbar oder eben ins Auge springend in Dornach: Das Götheanum. Löngst ins Augen-Bild der Region Basel eigeordnet und eingewöhnt.
    Ein anderes verkündert Basel's Verbindung mit allen möglichen TV-Signalquellen, ist aber entgegen anderen verwandten Türmen in zahlreichen anderen Städten weltweit für die Bevölkerung kaum begehbar: Der Fernsehturm auf der Chrischona.
    Was Basel mit einem seiner beeindruckendsten Denkmäler während Jahrzehnten angestellt hat: nämlich der unselige Parkplatz vor dem Münster, zeigt genauso wie der Umgang mit der Kapelle zu St. Jakob, einem Mahnmal aus den Zeiten der Pest, dass die autogerechte Stadt alles andere, wirklich alles, jahrzehntelang dem Auto, genauer, dem sogenannten „Verkehrsfluss“ untergeordnet hat.

    Nun kommt das Riesengebäude in die Blicke vieler Menschen. Der Rochetrum schwingt auf eine bisher unbekannte Höhe auf. Bald werden es mehrere solche Türme sein, welche die Basler Skyline vertikal nach oben ausschlagen lassen werden. Und man wird sich an sie gewöhnen – wie das überall, wo es zu Wolkenkratzerbauten kam, zur Gewöhnung wurde, diese Gebäude alltäglich zu „erleben“: Auch in New York oder in Chicago, auch in Frankfurt am Main oder in Paris-La Défense wurde erst einmal ein erster Wolkenkratzer gebaut, der für eine gewisse Zeit halt einfach allein in der Gegend herumstand. So wie bis vior kurzem in Basel der Messeturm. Inzwischen sind viele Türme zum Beipsiel in London oder in Barcelona, sogar in Zürich oder in München zu den Erstlingen dazugekommen und haben das jeweilige Stadtbild stark verändert. Sogar in Berlin werden neuerdings höhere Bauten erstellt. Von Moskau diesbezüglich zu schweigen!

    Wie sich das alles „nah“ oder „fern“ ins Auge setzt?
    Es wird sich setzen, liebe Leute. Es wird ein Prozess der Agewöhnung hin zur Akreptanz beginnen.

    Zum Trost für alle, denen die Nähe störend auffällt, welche H&D mitbestimmt hat:

    „Auch auf dieser Höhe wiederholt sich dem Auge das herrliche Elsaß, immer dasselbe und immer neu; ebenso wie man im Amphitheater, man nehme Platz wo man wolle, das ganze Volk übersieht, nur seine Nachbarn am deutlichsrten, so ist es auch hier mit Büschen, Felsen, Hügeln, Wäldern, Feldern, Wiesen und Ortschaften in der Nähe und in der Ferne. Am Horizont wollte man uns sogar Basel zeigen; dass wir es gesehen, will ich nicht beschwören...“
    (Goethe, Dichtung und Wahrheit, Dritter Teil, Elftes Buch).

    Goethe erinnerte sich an seinen Besuch auf dem Ottilienberg. Und schaute ins Land, in das man mindestens von den Türmen Base's auch hinaus- nicht hinab, aber eben hinausschauen kann. Und je mehr Türme, desto mehr Hinausschauen wird möglich sein.
    Was sich ändert? Nun, zum Beispiel der Standort. (Aber genau das ist immer wieder ein menschliches Grundbedürfnis).

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  9. Der Druide

    am 24.10.2014, 21:50

    "Die Höhe des Turmes ist somit auch ein Zeichen von Resignation. Vom Wissen, dass es anders nicht geht." Treffer.

    Er entspricht dem gegenwärtigen westlichen Defensivdenken. Tun, was getan werden muss. Schlimmeres abwenden. Vom Schlechten das weniger Schlechte wählen. Eine Welt, die bei Hinterfragung sofort die Instant-Alternative einfordert, die den Luxus des Innehaltens ausschlägt. Eine Sachzwang-Sklaven-Welt.

    Daraus folgt: Keine Schönheit wagen. Das hiesse ein völliges Ja. Ein völlige... mehr"Die Höhe des Turmes ist somit auch ein Zeichen von Resignation. Vom Wissen, dass es anders nicht geht." Treffer.

    Er entspricht dem gegenwärtigen westlichen Defensivdenken. Tun, was getan werden muss. Schlimmeres abwenden. Vom Schlechten das weniger Schlechte wählen. Eine Welt, die bei Hinterfragung sofort die Instant-Alternative einfordert, die den Luxus des Innehaltens ausschlägt. Eine Sachzwang-Sklaven-Welt.

    Daraus folgt: Keine Schönheit wagen. Das hiesse ein völliges Ja. Ein völliges Ja hiesse Verantwortung übernehmen. Ein einziger Artikel im Basler Mediendschungel gegen seitenweises Triumphgeheul, der es wagt von der Hässlichkeit des Ungetüms zu reden. Das kommt mir ein bisschen vor wie des Kaisers Kleider.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  10. Grummel

    am 24.10.2014, 20:47

    Das Kapitol des Kapitals. Ein Völkerschlachts-Denkmal für den Sieg der Wirtschafts-Eliten über die menschliche Vernunft.

    Und das in Basel. Wir sind doch das Zentrum der Welt.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  1. Michel Steiner

    am 25.10.2014, 19:54

    für mich steht basler recht über der bundesverfassung und weils so schön ist rufen wir näxtes jahr den freistaat matthäus aus und was ich zuhause mit frau und kindern mach geht sowieso keine fremden richter was an

    Zum Artikel: SVP lanciert Initative gegen Völkerrecht | Zum Kommentar

  2. Roland Bauer

    am 25.10.2014, 19:07
  3. Grummel

    am 25.10.2014, 19:02

    Ich unterstelle den meisten der Initianten keinen Rassismus. Mir geht es auch nur um die Aussenwirkung.

    In Wahrheit ist diese Initiative das Produkt unserer Verwaltungsmentalität: Die Schweiz als «KESB der Welt», die Stellenprozente für's Überleben bewilligt.

    Dieses Denken kann nur in einer Amtsstube reifen. Und wie wir wissen, wächst dieser Teil der Bevölkerung ungebremst und ist leider auch noch ziemlich beratungsresistent.

    Zum Artikel: Ecopop schadet der Entwicklungshilfe | Zum Kommentar

  4. Alois Karl Hürlimann

    am 25.10.2014, 17:40

    «Die Schweiz braucht kein Völkerrecht und kein ausländisches Gericht, das uns sagt, wie wir die Rechte der Menschen zu schützen haben»
    Sollte dies wirklich, wie der sda-Artikel rein grammatikalisch vorgibt, ein wörtliches Zitat sein, dann ist festzustellen: Die SVP-Delegierten haben einem Redner zugestimmt, der die Verfassung der Schweiz nicht mehr gelten lassen will. Denn in der Bundesverfassung steht als Artikel 5:
    "Art. 5 Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns
    1 Grundlage und Schranke s... mehr«Die Schweiz braucht kein Völkerrecht und kein ausländisches Gericht, das uns sagt, wie wir die Rechte der Menschen zu schützen haben»
    Sollte dies wirklich, wie der sda-Artikel rein grammatikalisch vorgibt, ein wörtliches Zitat sein, dann ist festzustellen: Die SVP-Delegierten haben einem Redner zugestimmt, der die Verfassung der Schweiz nicht mehr gelten lassen will. Denn in der Bundesverfassung steht als Artikel 5:
    "Art. 5 Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns
    1 Grundlage und Schranke staatlichen Handelns ist das Recht.
    2 Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein.
    3 Staatliche Organe und Private handeln nach Treu und Glauben.
    4 Bund und Kantone beachten das Völkerrecht."

    Es wäre an der Zeit, dass dem Treiben von Blocher und Co. endlich der rechtsstaatliche Einhalt geboten wird. Maurer müsste als Bundesrat zurücktreten, wenn er ohne Widerspruch zulässt, dass derjenige, welcher einen offensichtlich zentralen Parteiprogrammpunkt - und das ist diese Initiative gegen "das" Völkerrecht - mit dem Satz "die Schweiz braucht kein Völkerrecht..." einläutet. Da laut sda diese Rechtsabschaffungsinitiative "einstimmig" verabschiedet wurde, ist mindestens naheliegend, dass Maurer auch zugestimmt hat. Ein Bundesrat, der sich nicht an die Verfassung hält, verletzt seinen Amtseid. In einem Rechtsstaat, der das Recht hochhält (siehe Bundesverfassung Artikel 5, Absatz 1 und Absaatz 4), kann jemand, der vor aller Öffentlichkeit die Verfassung in einem wesentlichen Punkt, eben ihrem Artikel 5 verletzt, nicht Regierungsmitglied, also exekutiv handelnde Person im Namen des Rechtsstaates sein.

    Fest steht: Die Sätze, welche sda als wörtliche Zitate aus der SVP verbreitet, drücken eine massive Verletzung der Bundesverfassung aus.

    O, ich weiss natürlich längst, dass solcherlei in der politisch handelnden Schicht in der Schweiz allenfalls noch ein müdes Lächeln erzeugt. Darum habe ich auch geschfrieben: „...wäre an der Zeit...und „...müsste zurücktreten...“.
    Die meisten Politikerinnen und Politiker der meisten anderen Parteien in der Schweiz haben sich mit der Blocher-SVP arrangiert. Die meisten Medien ebenfalls.
    Recht ? Ist doch nicht wichtig. Bringt keine Stimmen.
    Bringt keine Einschaltquoten.
    Bringt nichts als Ärger.
    Also lässt man die Verfassungsverachter von der Blocher-SVP mitregieren, lässt sie das Recht Schritt für Schritt abschaffen und tut so, als könne man später dann schon irgendwann alles wieder ins Lot bringen. Und verteidigt eine „direkte Demokratie“, welche für Blocher so etwas wie der Weg zu einer „Mehrheit gegen das Recht“, also einer „Mehrheitsdiktatur“ abgibt, gefüttert von seinen Millionen.
    Was ist das für ein Land geworden?

    Zum Artikel: SVP lanciert Initative gegen Völkerrecht | Zum Kommentar

  5. s chröttli

    am 25.10.2014, 16:29

    Das schweizer recht auf testamentarisch verfügte initiativen-eingabe.
    zb:
    Schweizer verbot der senilität
    Einführung von folchs-tribunalen
    Schweizer verbot von komplexen tatbeständen
    Schweizer verbot des globalen wandels
    Schweizer verbot der klimaerwärmung

    unzo

    Zum Artikel: SVP lanciert Initative gegen Völkerrecht | Zum Kommentar

  6. David Khadiv

    am 25.10.2014, 16:21

    Passt gut in das Muster der Volkspartei. Eine Initiative, bei welcher der Bünzli auf den Stammtisch klopfen kann und sagen. Jawohl, recht so! Wirklich was bewegt, wird dadurch aber nicht, da (soweit ich weiss) bereits jetzt nur das zwingende Völkerrecht vor dem Schweizer Recht steht und das wäre ja auch nach der Annahme dieser SVP-Initiative noch so... Business as usual halt.

    Zum Artikel: SVP lanciert Initative gegen Völkerrecht | Zum Kommentar

  7. Dachshaarrasierpinselbenutzer

    am 25.10.2014, 15:45

    Gegen Abend, bei Sonnenuntergang, sieht das weisse Hochhaus von der mittleren Brücke aus gesehen echt schön aus. Am Tag nicht so. Wenn es weitere Hochhäuser geben sollte, dann hoffentlich mit ausgefallenerer Architektur.

    Zum Artikel: Der Roche-Turm: Nötig, aber nicht schön | Zum Kommentar

  8. Dachshaarrasierpinselbenutzer

    am 25.10.2014, 15:40

    Die einen müssen barfuss herumlaufen oder haben nur abgetretene Billigsneakers, während die Vermögenden eine Sammlung an ungetragenen Sneakers horten und nicht daran denken, diese in die Schuhsammlung zu geben. Ich find's fürchterlich, einen (fast) kritiklosen Werbeartikel in einer linksgerichteten Zeitung zu lesen.

    Zum Artikel: Die Kultur hinter den Turnschuhen | Zum Kommentar

  9. Grummel

    am 25.10.2014, 15:00

    Was kommt als nächstes von dieser Partei: Die Volksinitiative «zur Abschaffung der UNO»?

    Zum Artikel: SVP lanciert Initative gegen Völkerrecht | Zum Kommentar

  10. s chröttli

    am 25.10.2014, 13:18

    @m.eldorado
    zum grossen glück ;-)
    tja, WENN sie sich denn endlich mal spüren würden ... dann müssten sie vielleicht nicht andauernd so viel künstlichen wind um ihr gezappel machen ... das nächste mal ohne fallschirm – dafür mit spitzhelm vielleicht?
    «google central earth»

    Zum Artikel: Höhen-Rekord von Baumgartner gebrochen | Zum Kommentar