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Die Wochendebatte Soll die allgemeine Dienstpflicht eingeführt werden?

Repliken

Portrait Priska Grütter

Ja

Priska Grütter, SP-Gemeindepolitikerin und Offizierin

Dass der Ist-Zustand oder eine Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen falsch wäre, sind wir uns einig. Da wir eine Milizarmee haben, die auf gute Leute angewiesen ist, finde ich eine absolute Freiwilligkeit heikel. Wer würde sich da für die Armee melden? Wer würde überhaupt freiwillig irgendeinen Dienst leisten, wo es doch heute immer mehr Trend ist, nur noch das zu machen, was Spass macht und/oder einen Nutzen bringt? Wer heute schon Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft macht, soll dies meines Erachtens bei der Dienstpflicht anrechnen können.

Portrait Anita Lachenmeier

Nein

Anita Lachenmeier, alt Nationalrätin der Grünen

Ein Dienst an der Gesellschaft ist sinnvoll. Damit bin ich mit Priska Grütter einig. Viele Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich ehrenamtlich in gemeinnützigen Institutionen wie Jugend- und Sportvereinen. Auch viele Personen ohne Schweizer Pass leisten so einen Dienst an der Gesellschaft. Diese dürfen heute nicht einmal auf freiwilliger Basis Zivildienst leisten, bezahlen demnach in die EO-Kasse, können jedoch nicht von ihr profitieren. Was bedeutet eine obligatorische Dienstpflicht für Personen ohne Schweizer Pass,  was für die Armee, welche bereits heute längst nicht alle jungen Schweizer Männer braucht, was für die Zivildienststellen, welche enorm ausgeweitet werden müssten? Mit einer Aufhebung der Wehrpflicht kann man mehr Gleichberechtigung erreichen – vielleicht würden dann manche Männer mehr Verantwortung bei der Kinderbetreuung übernehmen.

  1. Ich stimme beiden zu.

    von Mark Zeman am 27.04.2012 um 08:10Uhr

    Die Frage scheint mir eher schlecht gestellt, denn eigentlich gibt es drei Varianten: Dienst für alle, Dienst für niemanden, Dienst nur für Männer.
    Wenn ich nun "Nein" zum Dienst für alle stimme, bin ich dann für keinen Dienst oder den Status Quo? Denn der Status Quo ist, so wie es beide schreiben, nicht das Richtige.
    Ich verstehe beide Seiten und bin zwar persönlich dafür, dass jegliche Dienstpflicht abgeschafft wird, aber, falls das nicht gemacht werden sollte (und das ist wahrscheinlich), dann bin ich dafür, dass es alle gleich betreffen muss.
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  2. dienstpflicht? wehrpflicht!

    von Christian MuellerVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 27.04.2012 um 10:31Uhr

    ich bin sogar dafür die wehrpflicht für frauen einzuführen. müssen die frauen auch kriegerlis spielen, so wäre die armee innerhalb eines jahres abgeschafft!
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  3. Ein schlauer Ansatz, Herr Müller, aber

    von H J Martens am 27.04.2012 um 12:42Uhr

    das klappt überhaupt nicht!
    In Israel gibt es eine solche Wehrpflicht, mit dem beelendenden Resultat, dass die Frauen kaum je Offiziere werden können, also gar nicht zu sagen haben. Dafür werden dort Vergewaltigungen heruntergespielt und politisch verdrängt.

    Das ganze Geschwafel um die Dienstpflicht für Frauen ist im Grunde genommen eine riesige Nebelgranate: Als Alibi sollen die Frauen dann im "Gemeinschaftsdienst" den Alten in den Pflegeheimen den Hintern wischen, während die Boys mit ihren Hi-Tech Geräten spielen dürfen.
    Das eigentliche Problem ist doch das:
    Unsere Gesellschaft respektiert die ganzen Sozialdienste überhaupt nicht. Eine Krankenpflegefachfrau leistet ein Vielfaches von dem eines Anlegeberaters einer Bank (er beratet ja gar nicht, sondern dreht Unwissenden die fragwürdigen Papiere seiner Bank an). Dafür verdient eine spolche Gestalt dann ein Vielfaches jender Pflegefachfrau.
    Würde also das
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  4. "Dienstpflicht" für alle!

    von lukas mueller am 27.04.2012 um 13:19Uhr

    Was es braucht, ist ein völlig neu konzipiertes Dienstplichtsystem für jedermann (und -Frau), in dem der militärische Einsatz mit dem (militärischen, bewaffneten) Bevölkerungsschutz in den Hintergrund tritt und ein sozialer Dienst an der Gesellschaft, der Bevölkerungsschutz auf sozialer Basis (Hilfestellungen für Bedürftige im Alltag, …) sowie der Umwelt- und Katastrophenschutz im Vordergrund steht.
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  5. TagesWoche Redaktion

    Dienst-Pflicht als ein Widerspruch in sich

    von Piet Westdijk am 27.04.2012 um 15:12Uhr

    Dass Frauen in Folge der Gleichberechtigung oder „Gleichverpflichtung“ auch Armeearbeit leisten sollten, ist eine sehr naheliegende Ansicht. Doch bin ich dagegen, wie ich auch gegen die Dienstpflicht überhaupt bin. Man darf Menschen – meine ich – nicht zu Dienen verpflichten. Dienen geht nur, wenn es freiwillig ist. Wenn man dienen muss, ohne dass dieses Müssen als eine Bereitschaft, eine Arbeit zu leisten, verinnerlicht ist, führt dies zu grossen Problemen. Ich beobachte dies in meiner Aufgabe, Militär-Gutachten zu schreiben, die nahelegen sollten, dass jemand „dienstuntauglich“ ist. Kann man gegen seinen Willen dienen? Im Militär wird die Antwort auf diese Frage ad Absurdum geführt: Nein!!! Warum? Weil es im Militär zahllose Möglichkeiten gibt, Menschen auf Grund des Rangunterschiedes zu Verhalten zu zwingen, das in der freien Gesellschaft als absurd, abstrus, sinnlos, albern oder unsinnig beurteilt würde. Weil es im Militär möglich ist, wird dies tatsächlich auch so gehandhabt. Man sollte Menschen davor schützen, sich so unsinnig zu benehmen und Mitmenschen zu gefährden. Als einzige Schutzmöglichkeit sehe ich diesbezüglich nur die Abschaffung der Dienstpflicht.
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  6. Dienstpflicht

    von Thommen_63 am 27.04.2012 um 18:08Uhr

    Mann kann sowas nur verstehen als Subversion der billigeren Löhne bei Frauen! Und nicht zu vergessen: Ein ungeheurer Babyboom würde entstehen und das würde die Mutterschaftsversicherung noch viel mehr belasten als dies angeblich die Ausländer mit unseren Sozialversicherungen tun! Denn fürs Babymachen muss keineR einzahlen, die Lohndifferenz für die Frauen würde auch keineR bezahlen, aber die vielen Ausländer die hier arbeiten, die zahlen (wenn es denn ihre Arbeitgeber wirklich überweisen!) ihre Beiträge in unsere Sozialversicherungen ein! Aber das interessiert keineN....
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  7. Unnötiger Umweg

    von Adil Koller am 27.04.2012 um 19:26Uhr

    Ja, ich weiss, wir haben einen Gleichstellungsartikel in der Verfassung, und das ist auch gut so. Aber die Einführung einer Dienstpflicht für Frauen ist doch einfach ein unnötiger Umweg zum eigentlichen Ziel: Der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht. Dann passt das mit dem Gleichstellungsartikel auch.
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  8. TagesWoche Redaktion

    Unser Milizsystem braucht eine Dienstpflicht für alle

    von Klaus Kirchmayr am 1.05.2012 um 10:17Uhr

    Eine der überragenden Stärken der Schweiz ist ihr Milizsystem. Wir haben es geschafft in praktisch allen gesellschaftlichen Bereichen die individuellen Stärken des Einzelnen für die Gemeinschaft nutzbar zu machen. Gemeinderäte, Parlamente, Rettungsorganistionen, Altersbetreuung, Kirche und auch das Militär würden ohne dieses Knowhow und Engagement von Frauen und Männern nicht funktionieren.
    Leider nimmt die Bereitschaft zu freiwilligem Engagement, wo auch immer ab. Feuerwehren haben genauso Rekrutierungsprobleme wie das in sozialen oder politischen Organisationen der Fall ist. Die Gründe für diese Entsolidarisierung sind vielfältig und die Konsequenzen problematisch. Unter dem Deckmantel der "Professionalisierung" entstehen technokratische, oft teure Scheinersatzlösungen bei der die so wertvolle emotionale Bindung von Dienstleistenden mit ihrer Aufgabe verloren geht.
    Wenn wir den Gemeinschaftsgedanken und die Solidarität unserer Gesellschaft als Stärke erhalten wollen, sollten wir hier Gegensteuer geben. Eine breiteste Dienstpflicht für alle (Männer wie Frauen, Schweizer wie Ausländer) ist dafür eine gute Lösung. Das Handeln und Denken für die Gemeinschaft kann erlernt werden, am besten so konkret wie möglich. Die Praxis zeigt, das reine Freiwilligkeit nicht funktioniert und die Last auf den Buckel der sowieso schon überdurchschnittlich Engagierten konzentriert. Es braucht aber gerade auch das praktische Engagement der "Gleichgültigen" um langfristig eine lebendige und veränderungsbereite Gemeinschaft zu erhalten.
    Klaus Kirchmayr, Fraktionspräsident Grüne BL
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  9. Es geht hier nicht um die Armeeabschaffung, sondern um die Gleichstellung

    von Thomas B Fischer am 1.05.2012 um 14:43Uhr

    Die Frage der Gleichstellung von Mann und Frau und die Frage, ob und falls ja in welcher Form die Schweiz eine Armee braucht, sind zwei verschieden Fragen. Wer für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, muss sich konsequenterweise auch für eine Dienstpflicht für die Frauen aussprechen. Alles andere wäre nicht ehrlich. Die jungen Männer müssen schliesslich auch Dienst leisten, gefragt hat sie niemand. Das Argument von Frau Lachenmeier, die Armee könne nicht einmal alle Männer gebrauchen, weshalb eine Dienstpflicht für Frauen abzulehnen sei, ist scheinheilig. Wer Demokratin ist, muss akzeptieren können, dass es nun mal eine Armee gibt und diese von einer Mehrheit unterstützt wird, ob dies einem nun passt oder nicht.
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  10. Ja zum freiwilligen Dienst, Nein zur Pflicht auch für Frauen

    von Jan Schudel am 1.05.2012 um 15:54Uhr

    Letztes Jahr wurden 14'300 junge Männer, ca. 35% der 44'000 Stellungspflichtigen als "nicht tauglich" für den Militärdienst erklärt. Sie wurden ausgemustert oder in den Zivilschutz geschickt. Die "Wehrgerechtigkeit" ist ein Farce, denn niemand würde sonst in der Gesellschaft behaupten, man könne einen Drittel der jungen Männer nicht brauchen. Eine Dienstpflicht für Frauen würde das Problem, dass viel mehr Dienstpflichtige da wären als es braucht, noch verschärfen. Deshalb bin ich gegen eine allgemeine Dienstpflicht. Einen freiwilligen Zivildienst für Frau oder Mann halte ich dagegen für sinnvoll - das könnte der Gesellschaft in vieler Hinsicht etwas bringen.
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  1. Ich stimme beiden zu.

    von Mark Zeman am 27.04.2012 um 08:10Uhr

    Die Frage scheint mir eher schlecht gestellt, denn eigentlich gibt es drei Varianten: Dienst für alle, Dienst für niemanden, Dienst nur für Männer.
    Wenn ich nun "Nein" zum Dienst für alle stimme, bin ich dann für keinen Dienst oder den Status Quo? Denn der Status Quo ist, so wie es beide schreiben, nicht das Richtige.
    Ich verstehe beide Seiten und bin zwar persönlich dafür, dass jegliche Dienstpflicht abgeschafft wird, aber, falls das nicht gemacht werden sollte (und das ist wahrscheinlich), dann bin ich dafür, dass es alle gleich betreffen muss.
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  2. dienstpflicht? wehrpflicht!

    von Christian MuellerVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 27.04.2012 um 10:31Uhr

    ich bin sogar dafür die wehrpflicht für frauen einzuführen. müssen die frauen auch kriegerlis spielen, so wäre die armee innerhalb eines jahres abgeschafft!
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  3. Ein schlauer Ansatz, Herr Müller, aber

    von H J Martens am 27.04.2012 um 12:42Uhr

    das klappt überhaupt nicht!
    In Israel gibt es eine solche Wehrpflicht, mit dem beelendenden Resultat, dass die Frauen kaum je Offiziere werden können, also gar nicht zu sagen haben. Dafür werden dort Vergewaltigungen heruntergespielt und politisch verdrängt.

    Das ganze Geschwafel um die Dienstpflicht für Frauen ist im Grunde genommen eine riesige Nebelgranate: Als Alibi sollen die Frauen dann im "Gemeinschaftsdienst" den Alten in den Pflegeheimen den Hintern wischen, während die Boys mit ihren Hi-Tech Geräten spielen dürfen.
    Das eigentliche Problem ist doch das:
    Unsere Gesellschaft respektiert die ganzen Sozialdienste überhaupt nicht. Eine Krankenpflegefachfrau leistet ein Vielfaches von dem eines Anlegeberaters einer Bank (er beratet ja gar nicht, sondern dreht Unwissenden die fragwürdigen Papiere seiner Bank an). Dafür verdient eine spolche Gestalt dann ein Vielfaches jender Pflegefachfrau.
    Würde also das
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  4. "Dienstpflicht" für alle!

    von lukas mueller am 27.04.2012 um 13:19Uhr

    Was es braucht, ist ein völlig neu konzipiertes Dienstplichtsystem für jedermann (und -Frau), in dem der militärische Einsatz mit dem (militärischen, bewaffneten) Bevölkerungsschutz in den Hintergrund tritt und ein sozialer Dienst an der Gesellschaft, der Bevölkerungsschutz auf sozialer Basis (Hilfestellungen für Bedürftige im Alltag, …) sowie der Umwelt- und Katastrophenschutz im Vordergrund steht.
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  5. TagesWoche Redaktion

    Dienst-Pflicht als ein Widerspruch in sich

    von Piet Westdijk am 27.04.2012 um 15:12Uhr

    Dass Frauen in Folge der Gleichberechtigung oder „Gleichverpflichtung“ auch Armeearbeit leisten sollten, ist eine sehr naheliegende Ansicht. Doch bin ich dagegen, wie ich auch gegen die Dienstpflicht überhaupt bin. Man darf Menschen – meine ich – nicht zu Dienen verpflichten. Dienen geht nur, wenn es freiwillig ist. Wenn man dienen muss, ohne dass dieses Müssen als eine Bereitschaft, eine Arbeit zu leisten, verinnerlicht ist, führt dies zu grossen Problemen. Ich beobachte dies in meiner Aufgabe, Militär-Gutachten zu schreiben, die nahelegen sollten, dass jemand „dienstuntauglich“ ist. Kann man gegen seinen Willen dienen? Im Militär wird die Antwort auf diese Frage ad Absurdum geführt: Nein!!! Warum? Weil es im Militär zahllose Möglichkeiten gibt, Menschen auf Grund des Rangunterschiedes zu Verhalten zu zwingen, das in der freien Gesellschaft als absurd, abstrus, sinnlos, albern oder unsinnig beurteilt würde. Weil es im Militär möglich ist, wird dies tatsächlich auch so gehandhabt. Man sollte Menschen davor schützen, sich so unsinnig zu benehmen und Mitmenschen zu gefährden. Als einzige Schutzmöglichkeit sehe ich diesbezüglich nur die Abschaffung der Dienstpflicht.
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  6. Dienstpflicht

    von Thommen_63 am 27.04.2012 um 18:08Uhr

    Mann kann sowas nur verstehen als Subversion der billigeren Löhne bei Frauen! Und nicht zu vergessen: Ein ungeheurer Babyboom würde entstehen und das würde die Mutterschaftsversicherung noch viel mehr belasten als dies angeblich die Ausländer mit unseren Sozialversicherungen tun! Denn fürs Babymachen muss keineR einzahlen, die Lohndifferenz für die Frauen würde auch keineR bezahlen, aber die vielen Ausländer die hier arbeiten, die zahlen (wenn es denn ihre Arbeitgeber wirklich überweisen!) ihre Beiträge in unsere Sozialversicherungen ein! Aber das interessiert keineN....
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  7. Unnötiger Umweg

    von Adil Koller am 27.04.2012 um 19:26Uhr

    Ja, ich weiss, wir haben einen Gleichstellungsartikel in der Verfassung, und das ist auch gut so. Aber die Einführung einer Dienstpflicht für Frauen ist doch einfach ein unnötiger Umweg zum eigentlichen Ziel: Der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht. Dann passt das mit dem Gleichstellungsartikel auch.
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  8. so nicht

    von Brigitte HeilbronnerVon der TagesWoche verifiziertes Profil am 27.04.2012 um 21:57Uhr

    So lange es für Männer nicht selbstverständlich ist sich neben Beruf und Karriere im Haushalt zu betätigen, Kinder gross zu ziehen und betagte Eltern zu pflegen, so lange brauchen wir nicht über eine Dienstpflicht für Frauen zu diskutieren
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  9. Wozu soll denn die Dienstpflicht dienen?

    von Michael T am 28.04.2012 um 12:14Uhr

    Zweck der (nicht-militärischen) Dienstpflicht kann ja nur die Erbringungen für Leistungen für die Gesellschaft sein, welche sich über den freien Markt/Freiwilligenarbeit nicht erbringen lassen. Aber volkswirtschaftlich ist dies reiner Unsinn. Die jungen Menschen, die die Dienstpflicht leisten würden, müssten zuerst ausgebildet werden und sollten dann noch motiviert für diese Arbeit sein. Das alles in dem halben Jahr der Dienstpflicht? Da muss es billiger sein, diese Leistungen marktwirtschaftlich zu erbringen.

    Oder aber das Ziel ist im Sinne der alten Mär der Armee eine "Schule der Nation", aber sinnvoller ausgestaltet, da nicht militärisch... Dann jedoch sollte jeder dazu verpflichtet werden, auch Frauen und Einwohner ohne Bürgerrecht. Und das ganze sollte so wenig stark vom Staat organisiert werden, um die Kosten tief halten zu können und die Möglichkeiten des Einsatzes so breit wie möglich zu lassen. Dann aber kann man sagen, dass es nicht x Wochen am Stück sein müssen, sondern einfach eine bestimmte Anzahl Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr. Und dann kann man sagen, wieso nur die jungen Leute, in dieser Art kann man das ja immer machen.

    Und dann stellt sich die Frage, wie freiwillig das ganze noch ist und wie stark die Leute noch motiviert sind. Ganz abgesehen von der "Ausländer"problematik (Die Dienstpflicht dieser Art ergibt nur einen Sinn, wenn wir nicht einen Viertel der Bevölkerung ausschliessen. Aber können wir jemanden ohne Stimmpflicht dazu zwingen? Und wie lange muss man schon in der Schweiz leben, damit sie gilt?). Alles in allem macht eine allgemeine Dienstpflicht deshalb keinen Sinn, besser die Freiwilligenarbeit sonst fördern.
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  10. Auf gleichen Rechten folgen gleiche Pflichten!

    von CBBerger am 28.04.2012 um 19:39Uhr

    Seit nun über 30 Jahren haben die Frauen und Männer auf dem Papier die gleichen Rechte. Am Anfang waren sie (leider) hauptsächlich auf dem Papier und die Umsetzung dauerte seine Zeit. Darum war der freiwillige Dienst bis jetzt gerechtfertigt. Doch die Zeiten haben sich geändert und ich denke es wird Zeit, dass die Frauen nicht nur die selben Rechte haben wie die Männer, sondern auch die gleichen Pflichten. Ob nun der Militärdienst das Richtige ist, sei dahingestellt. Ich persönlich bin für eine Gleichstellung zwischen dem Zivildienst und dem Militärdienst. Jeder soll das machen können, was einem besser entspricht. Die Menschen sind produktiver, wenn sie das machen können, was ihnen eher gefällt. Darum bin ich für einen freiwilligen Dienst!
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