Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Do, 23.05.2013

Umweltorganisationen 

25.4.2012, 10:23 Uhr

Ex-Buwal-Direktor Roch kritisiert den WWF

25.4.2012, 10:23 Uhr

«Der WWF stellt heute vermehrt Manager an als Umweltschützer mit einem Herz für die Natur», kritisiert Philipp Roch, langjähriger WWF-Direktor und Direktor des Bundesamts für Umwelt, der heute als Berater tätig ist. Auch Ex-WWF-Sekretäre und Pro Natura werfen der Umwelt-Organisation vor, in den Kantonen an Biss zu verlieren.  Von Urs P. Gasche

Keystone: Ex-Buwal-Direktor Philippe Roch (2. von links), bei der Medienkonferenz zum Kampagnenstart der Zweitwohnungssinitiative.

Ex-Buwal-Direktor Philippe Roch (2. von links), bei der Medienkonferenz zum Kampagnenstart der Zweitwohnungssinitiative. (Bild: Keystone)

Die welsche Zeitung «Le Temps» befragte nicht nur Roch, sondern veröffentlichte gestern eine Recherche mit dem Titel «Der WWF sucht Mitarbeiter, die diplomatischer sind». Der Fall der Kündigung des langjährigen Walliser WWF-Verantwortlichen Ralph Manz, über den die Plattform Infosperber als erste berichtet hatte, steht nicht allein da.

«Eine Zwei auf dem Rücken»

Die WWF-Zentrale in Zürich hat Manz durch Kurt Eichenberger ersetzt, der in Zürich wohnt und nur zwei Tage pro Woche ins Wallis reist. Für Thierry Largey, der im Wallis Pro Natura vertritt, ist dies unverständlich: «Wer den Oberwalliser Dialekt nicht spricht und im Wallis über kein Netzwerk verfügt, hat bei Diskussionen und Verhandlungen mit lokalen Akteuren eine Zwei auf dem Rücken.»

Doch bei der Zürcher Zentrale des WWF hat die Fernsteuerung der Regionen neuerdings offensichtlich System. Wie «Le Temps» berichtet, lebt der neue WWF-Regionalsekretär des Kantons Waadt in Genf, der Verantwortliche für den Jura ist in Neuenburg installiert, und derjenigen für Fribourg in Lausanne.

Cathrine Martinson, die als WWF-Direktorin in Zürich für die Regionen zuständig ist, meint dazu «Wir suchen Vertreter, die nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Sozialkompetenz haben.» Sie müssten fähig sein «zuzuhören» und «Dialoge zu führen».

«Der Graben hat sich vergrössert»

«Früher war der WWF im Wallis gefürchtet», sagt der linke Peter Bodenmann. Doch dies habe sich geändert. Der WWF Schweiz werde heute von den Freisinnigen dominiert. Damit spielt er auf den soeben ausgeschiedenen WWF-Präsidenten Hans-Peter Fricker an.

Auch der soeben pensionierte WWF-Regionalsekretär des Kantons Waadt, Serge Ansermet, befürchtet, dass «das Image des WWF sich verschlechtert, weil er immer weniger kämpferisch auftrete. Der Graben zwischen der älteren WWF-Generation und der Regionalpolitik des WWF habe sich in den letzten Jahren vergrössert.

WWF-Zentraldirektorin Martinson wollte gegenüber «Le Temps» nicht näher auf diese Kritik eingehen. Die «Professionalisierung» einer Organisation, die von der Basis her geschaffen wurde, führe auch in andern NGOs oder den Grünen zu Konflikten. Nach ihrer Sicht ist der riesige, alte WWF offenbar erst daran, professionell zu arbeiten.

Mutiger Einsatz im Unterwallis

Laut «Le Temps» versucht der WWF, seine Organisation zu zentralisieren. Anders Philippe Roch, bis 1992 langjähriger Direktor des WWF: Er hatte auf die regionalen Verankerungen der Umweltschutzorganisation gesetzt. Er findet es schade, wenn der WWF heute die geltenden Umweltgesetze nur noch selten auf dem Rechtsweg durchzusetzen versuche. «Es gibt keine andere Organisation mit ähnlichen Zielen, die über so viele Mittel verfügt wie der WWF», sagt Roch. Zum Beispiel habe der mutige Einsatz der Unterwalliser WWF-Sekretärin Thérèse Sangra sehr viel erreicht in einem Kanton, der mit Gesetzen in der Manier eines «Cowboys» umgehe.

Quelle: Infosperber. Bei Infosperber gibt es ein Dossier zum Thema «Der WWF in der Kritik».

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

Kommentieren

Informationen zum Artikel

25.4.2012, 10:23 Uhr

Ex-Buwal-Direktor Roch kritisiert den WWF

Text

Text: Urs P. Gasche

  • 08.02.2013 um 06:00
    Millionen-Busse für Nestlé

    Regulierungen lehnen Konzerne im Namen von Konkurrenz und freiem Markt ab. Gleichzeitig hebeln sie Wettbewerb aus, wo sie können.

  • 25.10.2012 um 10:49
    Die Risiken des Ärztebooms tragen die Patienten

    Gesundheitsminister Alain Berset zieht die Notbremse. Doch Santésuisse kritisiert den Zulassungsstopp im Chor mit den FMH-Ärzten.

  • 11.05.2012 um 00:01
    Pharma lullt Politiker ein

    Die höchsten Währungsgewinne unter allen Branchen erzielt die Pharmabranche. Jetzt will sie den grössten Teil davon auf dem Buckel der Patienten in die kommenden Jahre retten – dank kräftiger Unterstützung im Parlament.

Aktuell

sda: Polizisten sichern Bern vor dem Cupfinal 2013 (Archiv)

Hooligan-Konkordat 

Bern sucht Gespräche mit anderen Städten

Berns Stadtregierung strebt nach den Ausschreitungen vor dem Cupfinal an, dass die Schweizer Städte eine gemeinsame Haltung zu Sportanlässen mit Gewaltpotenzial entwickeln. Das hat sie nach einer Diskussion über die Vorfälle von letztem Montag entschieden. Von sda. Weiterlesen

sda: Li Keqiang trifft am Donnerstag in der Schweiz ein (Archiv)

Chinesischer Ministerpräsident 

Schweiz-Besuch als Symbol der Öffnung

Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang sieht seinen bevorstehenden Besuch in der Schweiz als Symbol für die Öffnung Chinas gegen aussen. Es sei kein Zufall, dass er die Schweiz als erstes Land in Europa als Ministerpräsident besuche. Von sda. Weiterlesen