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Kulturleitbild 

20.4.2012, 00:01 Uhr

Abstrakt, mutlos – und etwas Wischiwaschi

20.4.2012, 00:01 Uhr

Das neue baselstädtische Kulturleitbild fordert von den Institutionen mehr betriebswirtschaftliches Denken und mehr Rechtfertigung. Macht das Sinn? Ein Kommentar von

Hans-Jörg Walther: Leere Eingangsbereiche in Museen? Im Kulturleitbild nicht vorgesehen.

Leere Eingangsbereiche in Museen? Im Kulturleitbild nicht vorgesehen. (Bild: Hans-Jörg Walther)

Remo Leupin Remo Leupin

Es ist ein schwer verdaulicher ­Packen Papier, der diese Woche auf den Redaktions­tischen ­lan­dete. Das in schwer­fällig aka­de­mischem Jargon verfasste 90-seitige Basler Kulturleitbild liest sich wie ein Lehrbuch für Kulturmanagement – ­gespickt mit sozio­logischem, kultur- und medien­theoretischem Vokabular.

Wer darin sucht, was Kultur auch noch kann (nämlich berühren, experimentieren, herausfordern und irritieren), wird enttäuscht: In diesem Leitfaden, der die Basler Kulturförderpolitik bis 2017 bestimmen wird, ist ­wenig von Wünschbarem, Über­raschendem, Nötigem die Rede – dafür viel von «Qualitätsmanagement», «Beobachtungs- und Steuerungssystemen», «Controlling- und Potenzialgesprächen». Das tönt alles sehr abstrakt und distanziert und wird manchem Kulturschaffendem Schauer über den Rücken jagen.

Doch wir wollen fair bleiben. Die Erwartungen an dieses Kulturleitbild, das «Sinn stiften», «Vertrauen bilden» und «Transparenz schaffen» will, ­waren von Beginn weg viel zu hoch. Das Konzept ist entstanden, weil es das Kulturförderungs­gesetz so verlangt: ein Regierungspapier, das verschiedensten verwaltungsinternen Ansprüchen genügen musste. Und so präsentiert sich denn auch dessen Inhalt: Fleissig werden die diversen Kultursparten aufgezählt, analysiert und gewürdigt. Was die Kulturschaffenden aber am meisten interessieren würde, nämlich wie viel und welche konkrete Förderung in den einzelnen Bereichen zu erwarten ist – diese Informationen bleibt das Leitbild schuldig. Schlicht jede Form des kulturellen Ausdrucks ist «bemerkenswert» und förderungswürdig. Förderschwerpunkte und kulturpolitische Prioritäten werden nicht gesetzt. Das wirkt mutlos und klingt ein wenig nach Wischiwaschi.

Konkret – und brisant – wird das Leitbild erst dort, wo es um die Kriterien der ­Mittelverteilung geht. So er­war­­­tet der Regierungsrat künftig von den subventionierten Kultur­institu­tionen mehr «betriebs­wirtschaft­liches Denken». Dank neuer In­strumente der «Qualitäts- und Wirkungskontrolle» und striktem «Monitoring» soll die Erfüllung der Leistungsvereinbarungen besser überprüfbar werden.

Kurz: Wer Geld vom Staat erhält, wird dies besser ­recht­­­fer­tigen müssen. Ein Para­digmen­wechsel, der bei der Vernehmlassung des Leitbildentwurfs von Kulturschaffenden und diversen politischen Parteien heftig kritisiert wurde.

Tatsächlich birgt die Hinwendung zu mehr «Nachfrage­orien­tierung in der Kultur­förde­rung», wie es im Leitbild heisst, auch Gefahren. Kulturchef Bischof wird nicht müde zu beteuern, dass Besucher­zahlen und Budgetdisziplin nicht zum Mass aller Dinge würden. Er wird an ­diesem Versprechen ­gemessen werden. Denn für ­reine Mainstream- ­und Eventkultur braucht es kein Kulturleitbild und keine staat­liche Förderung.

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Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Maya Eldorado

    am 21.04.2012, 23:24

    Das entspricht doch einfach unserer Kultur. Die ist extrem materialistisch geprägt. Es wird da halt schwer gewichtet, was man zählen, messen und wägen kann. In diesem Sinne ist es ehrlich gemeint.
    Das nimmt immer mehr überall Ueberhand. Auch die Leistungen im Bildungsbereich zum Beispiel unterliegen immer mehr diesen Kriterien. Wenn da die Leistungen, die messbar sind, weit über andere Bereiche stellt, schwächt das die Kinder emotianal und der seelische Bereich nimmt Schaden.

    Was ist denn... mehrDas entspricht doch einfach unserer Kultur. Die ist extrem materialistisch geprägt. Es wird da halt schwer gewichtet, was man zählen, messen und wägen kann. In diesem Sinne ist es ehrlich gemeint.
    Das nimmt immer mehr überall Ueberhand. Auch die Leistungen im Bildungsbereich zum Beispiel unterliegen immer mehr diesen Kriterien. Wenn da die Leistungen, die messbar sind, weit über andere Bereiche stellt, schwächt das die Kinder emotianal und der seelische Bereich nimmt Schaden.

    Was ist denn Kultur. Kultur ist das, wie die Bevölkerung in einer bestimmten Zeitepoche lebt, was sie macht und auf welche Art sie es macht, ebenso die geistige Einstellung.
    In unserer materiellen Epoche hat es alles schwer, was nicht direkt materiellen Gewinn bringt. Vieles ist da, oder möchte da sein, um uns seelisch geistig zu bereichern und hat aus diesem Grund einen immer schwereren Stand. Dieses hat in unserer Kultur einen immer schwereren Stand. Nun, man will das ja gerne fördern. Um das zu rechtfertigen, versucht man offenbar jetzt, diese Bereiche in eine materielle Zwangsjacke zu stecken.

Informationen zum Artikel

20.4.2012, 00:01 Uhr

Abstrakt, mutlos – und etwas Wischiwaschi

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Text:

  • 18.12.2014 um 14:33
    Der Aufstand der Leser

    Immer mehr Leser misstrauen den Medien. Daran ist die Branche selber schuld.

  • 18.12.2014 um 07:29
    «Statt Armut bekämpft man heute die Armen»

    Paola Gallo, Geschäftsführerin des Vereins «Surprise», über die neue Armut in der Schweiz und mediale Kampagnen gegen die Sozialhilfe.

  • 16.12.2014 um 18:11
    Journalisten sind keine politischen Erfüllungsgehilfen

    Die NZZ-Redaktion wehrt sich gegen den Missbrauch des Journalismus als verlängertem Arm der Politik. Das ist gut so. Denn wer solches tun will, fügt dem angeschlagenen Ruf der Branche weiteren Schaden zu.

  • 04.12.2014 um 19:17
    @Tilo Grund
    Zum Artikel: Basel-Verkäufer auf unmöglicher Mission

    Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag. Luzern hat es tatsächlich geschafft, seine Einzigartigkeit stadtmarketingmässig perfekt umzusetzen: das baulich, akustisch und kulturell Zeichen setzende Kultur- und Kongresszentrum (KKL) mitten in der Stadt...

  • 04.12.2014 um 13:54
    Betr. Basel Tourismus vs. Standortmarketing
    Zum Artikel: Basel-Verkäufer auf unmöglicher Mission

    Vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar. Die Arbeit von Basel Tourismus, deren Erfolg sich u.a. in der Zahl der Übernachtungen in hiesigen Hotels messen lässt, ist nicht Thema dieses Artikels – sondern das Stadt- resp. Standortmarketing, dessen Ziel...

  • 30.11.2014 um 15:32
    @Piet Westdijk
    Zum Artikel: Ecopop: Voodoo-Vorlagen sind Gift für die direkte Demokratie

    Lieber Herr Westdijk. Bitte erwarten Sie von mir nun keine wissenschaftlich gereifte ethnologische Ausführung zum Begriff «Voodoo». Auch möchte ich keine Anhänger ritueller Praktiken beleidigen. Ich benutze diesen Begriff hier im übertragenen Sinn: Sta...

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