LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Schweiz

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

  • Bitte beachten Sie unseren Community-Leitfaden.

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Verkehrsprojekte 

5.4.2012, 00:01 Uhr

Auf den Hinterbeinen

5.4.2012, 00:01 Uhr

Um die zwei grossen Autobahn-Projekte in der Region Basel zu realisieren, sind den lokalen Politikern sämtliche Mittel recht. Von

Michael Würtenberg: Für die Basler Osttangente, eine der meist befahrenen Strassen der Schweiz, wird eine unterirdische Linienführung nun immerhin geprüft.

Für die Basler Osttangente, eine der meist befahrenen Strassen der Schweiz, wird eine unterirdische Linienführung nun immerhin geprüft. (Bild: Michael Würtenberg)

Man gäbe viel darum, dieses Bild zu sehen: Wenn alles nichts mehr nütze, vertraute die Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro kürzlich der «Volksstimme» an, «dann geh ich in Bern demonstrieren!». (online nicht verfügbar)

Grund für die emotionale Aufwallung der sonst nicht eben für ihre überschäumende Emotionalität bekannten Pegoraro ist ein Baselbieter Dauerbrenner: Der Belchentunnel muss wieder einmal saniert werden. Bisher ging man im Baselbiet und auch im Bundesamt für Strassen (Astra) davon aus, zu diesem Zweck eine weitere Röhre durch den Belchen treiben zu können. Neue Berechnungen des Bundes haben aber nun deutlich höhere Kosten für einen solchen Sanierungstunnel berechnet (500 Millionen statt 270 Millionen Franken) und darum überlegt man sich in Bern, ob es nicht auch möglich wäre, den Tunnel ohne zusätzliche Fahrspur zu sanieren.

Die Reaktion auf diese Ankündigung (ein Entscheid ist noch nicht gefallen) ist wuchtig. Und ist vorhersehbar. «Es ist nicht zu verantworten, den Tunnel unter Volllast zu sanieren», sagt der Baselbieter SVP-Nationalrat Caspar Baader, der sich seit Jahren für den Belchentunnel engagiert. Notfalls werde er in der Sommersession des Parlaments wieder einen entsprechenden Vorstoss einreichen – wie es sein Parteikollege Thomas de Courten bereits gemacht hat.

Die alte «Bölchenkommission»

Flankiert werden die Bemühungen von Baader durch die Kantonsregierungen in Liestal und in Solothurn, die vorsorglich die «Bölchenkommission» wieder ins Leben gerufen haben, um die Pläne des Bundes, den Tunnel ohne zusätzliche Röhre zu sanieren, gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden zu behandeln – und sie zu verwerfen.

Die Medienmitteilungen der Kantonsregierungen, die Wortmeldungen der Baudirektoren und die Ankündigungen der lokalen Politiker – das alles dient nur einem Ziel: möglichst früh einen möglichst grossen Druck aufzubauen.

Einen ersten Erfolg können Pegoraro und ihre Mitstreiter dabei bereits verbuchen. Das Astra hat angekündigt, die Baselbieter Baudirektorin und ihren Solothurner Amtskollegen Peter Beyeler Mitte Jahr «persönlich» über die Erkenntnisse der Abklärungen zu informieren. Astra-Sprecherin Esther Widmer: «Der Bund wird die klare Willensäusserung der Baselbieter Regierung und der Bevölkerung in seine Entscheidungsfindung zum weiteren Vorgehen am Belchen mit einbeziehen.»

Vorbild Osttangente

Wie das gehen könnte mit der «klaren Willensäusserung», lässt sich beim anderen grossen Strassenprojekt der Region, der Osttangente, beobachten. «Das Astra hat einen weiten Weg gemacht», sagt der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels und zählt dann auf, wer und was alles nötig gewesen sei, um dem Astra die Absichtserklärung abzuringen, nun doch auch eine unterirdische Linienführung bei der Osttangente zu prüfen: die Ingenieure, die Anwohner, die lokalen Politiker. «Das Astra hat die ursprüngliche Variante noch nicht begraben. Aber dem Amt ist klar, dass gegen den Widerstand der Bevölkerung keine Autobahn durch eine Stadt gebaut werden kann.»

Drei Teams werden nun jeweils drei verschiedene Alternativen zur ursprünglich geplanten Linienführung ausarbeiten. Wenn darunter auch nur eine finanziell einigermassen tragbar ist, dann wird die Osttangente ab dem Jahr 2027 (frühestens) nicht mehr oberirdisch befahren.

Es handle sich bei der Absichtserklärung und den nun laufenden Abklärungen keineswegs um eine Hinhalte- oder Verzögerungstaktik, sagt Wessels. «Die meinen das ernst.» Selbst das letzte Problem der Anwohner, die Lärmsanierung, sei keines mehr. Bis 2014 habe der Bund Zeit für eine Sanierung, «und die wird kommen».

Ein voller Erfolg also. Und einer, den die Baselbieter beim Belchen gerne wiederholen würden. Darum werden die beiden Sanierungen zunehmend zusammen gedacht. «Das sind beides zentrale Verkehrsnadelöhre», sagt Caspar Baader, «das eine geht nicht ohne das andere», ergänzt FDP-Nationalrat Peter Malama. «Die Sanierung des Belchentunnels muss ein integraler Bestandteil der Osttangente sein.»

Als ersten Schritt versucht Sabine Pegoraro nun die Basler Kollegen von der Dringlichkeit der Belchensanierung zu überzeugen. Bei der nächsten gemeinsamen Sitzung wird sie die Basler Regierung einladen, ebenfalls der «Bölchenkommission» beizutreten. Vielleicht kann damit ja Schlimmeres verhindert werden. Eine mit Transparent und Trillerpfeife hantierende Pegoraro auf dem Bundesplatz in Bern beispielsweise.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

Verkehr, Sabine Pegoraro, Hans-Peter Wessels, Peter Malama

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Bern ist nun offen für eine Tunnellösung Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Nachbarschaftliche Zusammenarbeit

    von rejeanne am 11.04.2012 um 13:58Uhr

    Schön, dass auch einmal von Basellandschaftlicher Seite aus eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit gesucht wird. Wer weiss, vielleicht merken dann auch die Landschäftler, dass man gemeinsam mehr Gewicht in die Waagschale legen kann. Auch in anderen Sachfragen, wie zum Beispiel dem ÖV.
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren

Informationen zum Artikel

5.4.2012, 00:01 Uhr

Auf den Hinterbeinen

Text

Text:

  • 20.08.2013 um 12:04
    Zu schön
    Zum Artikel: Im Reservat der Lokalchauvinisten

    Soeben erreicht mich eine Mail von Matthias Müller, dem Gründer des «Club de Bâle». Er schreibt, dass seinen Informationen zufolge niemand der Involvierten des Club de Bâle hinter dem gleichnamigen Pseudonym in unseren Kommentaren steht. Wir sind im...

  • 19.08.2013 um 21:08
    Vorurteile
    Zum Artikel: Im Reservat der Lokalchauvinisten

    Sehr geehrte Damen und Herren des Club de Bâle, Ich kann mich nur wiederholen: Es ist Ihr gutes Recht, einen exklusiven Club zu gründen. Sie dürfen auch gerne Spässe über meinen Nachnamen machen – da wären Sie nicht die Ersten. Wo ich hingegen Mühe hab...

  • 12.08.2013 um 22:10
    Wägen, wägen
    Zum Artikel: Die BVB schaffen Raum für Spekulationen

    Liebe Herren, die «Dienstwägen» gehen auf das Konto des Dienstchefs (was ja noch passend ist), meine Kollegin Yen hatte damit nichts zu tun. Und: Aus den Wägen sind nun wieder Wagen geworden. Die von den BVB-Kaderleuten privat gefahren werden oder auch...

Aktuell

sda: Das Protestcamp der Fahrenden auf der Kleinen Allmend in Bern

Protest 

Fahrende protestieren auf Berner Allmend

Fahrende campieren seit Dienstag auf der Berner Allmend, um für mehr Standplätze in der Schweiz zu demonstrieren. Sicherheitsdirektor Reto Nause will das Camp räumen lassen, weil die Stadt das Gelände als Parkplatz für die bevorstehende BEA brauche. Von sda. Weiterlesen

Reuters: Szenen wie diese spielen sich vor der italienischen Küste zur Zeit täglich ab. Seit Jahresbeginn kamen laut UNHCR rund 18'000 Flüchtlinge in Süditalien an.
3

Flüchtlinge 

Der Exodus geht an der Schweiz vorbei

Praktisch täglich greift die italienische Marine Flüchtlingsboote auf. In fast allen europäischen Ländern steigen die Flüchtlingszahlen. In der Schweiz jedoch gehen sie zurück. Doch statt sich für eine solidarische Flüchtlingspolitik einzusetzen, gefällt sich die Schweiz in der Rolle der Profiteurin.Von Jeremias Schulthess. Weiterlesen3 Kommentare

sda: Das Bundestrafgericht in Bellinzona
2

Strafprozess 

Wegen Al-Kaida-Propaganda vor Gericht

Zwei irakische Kurden müssen sich ab Montag wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation des Al-Kaida-Netzwerks vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Von Basel aus sollen sie Terror-Propaganda im Internet betrieben und verwaltet haben. Von sda. Weiterlesen2 Kommentare