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TagesWoche

Tages Woche

Mi, 19.06.2013

Staatsverträge 

27.3.2012, 16:10 Uhr

Parteien spannen gegen Staatsvertrags-Initiative zusammen

27.3.2012, 16:10 Uhr

Im Abstimmungskampf gegen die AUNS-Initiative "Staatsverträge vors Volk" spannen die Parteien mit Ausnahme der SVP zusammen. Das überparteiliche Nein-Komitee warnt vor politischem Leerlauf. Von sda

sda: Die Initianten der Initiative

Die Initianten der Initiative "Staatsverträge vors Volk" sehen sich viel Opposition gegenüber (Archiv) (Bild: sda)

Die Gegner befürchten, dass die Initiative der Aktion für eine neutrale und unabhängige Schweiz (AUNS) in der Bevölkerung auf Sympathien stossen könnte. "Wir sollten die Initiative nicht unterschätzen", sagte Gerhard Pfister (CVP/ZG) am Dienstag vor den Medien in Bern.

Die Initianten gäben nur vor, die Demokratie stärken zu wollen, moniert das Nein-Komitee. "Wir stehen dann da, als ob wir die Feinde der Volksrechte wären", sagte Adèle Thorens (Grüne/VD). "Das ist absurd."

Das Nein-Komitee will sich aber von der AUNS nicht auf die Seite der "Schweiz-Feinde" zerren lassen. Es lanciert vielmehr einen Gegenangriff: Als Symbol für seine Kampagne hat das Komitee Helvetia gewählt, die sich - mit einem zerbeulten Wappenschild - gegen den Angriff der AUNS wehrt.

Abstimmung über Unbestrittenes

Über die Initiative befinden Volk und Stände am 17. Juni. Nach dem Willen der AUNS sollen völkerrechtliche Verträge dem Volk zwingend unterbreitet werden, wenn sie "wichtige Bereiche" betreffen. Weitere Gründe für eine zwingende Abstimmung wären einmalige Ausgaben von mehr als einer Milliarde Franken oder wiederkehrende von mehr als 100 Millionen Franken.

Die Gegnerinnen und Gegner halten dies für unnötig: Der verlangte "Abstimmungsautomatismus" würde dazu führen, dass das Volk über Staatsverträge abstimmen müssten, die von keiner Seite bestritten seien, geben sie zu bedenken.

"Wir erreichen nicht mehr Demokratie, indem wir die Stimmberechtigten über alles Mögliche abstimmen lassen", stellte Pfister fest. Die Stimmberechtigten sollten über das abstimmen, was sie als wichtig erachteten. Dies aber könnten sie mit dem heutigen System des fakultativen Referendums für Staatsverträge, die wichtige rechtssetzende Bestimmungen enthielten.

Bisher wurden keine Kommentare zu diesem Artikel von der Redaktion hervorgehoben.

  1. AUNS-Initiative annehmen, EU-Euphoriker stoppen!

    von Alex Schneider um 28.03.2012 um 10:35Uhr

    Wenn wir in der Lage sein müssen, den Begriff „Zweitwohnungen“ verfassungskonform in einem Gesetz umzusetzen, sollten wir auch fähig sein, den Begriff „wichtige völkerrechtliche Verträge“ vernünftig auszulegen, damit wirklich nur über bedeutende Verträge obligatorisch abgestimmt werden muss. Wie mühsam es ist, ein fakultatives Referendum zu ergreifen und aus der Defensive heraus gegen die geballte Propaganda der Wirtschaftsparteien und Wirtschaftsverbände anzukämpfen, muss dies selbst einmal erlebt haben. Wer die EU-Euphoriker stoppen will, muss die Staatsvertrags-Initiative der AUNS annehmen.
    Direktlink zum Kommentar

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Informationen zum Artikel

27.3.2012, 16:10 Uhr

Parteien spannen gegen Staatsvertrags-Initiative zusammen

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Text: sda

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