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TagesWoche

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Mo, 20.05.2013

Archäologischer Fund 

29.3.2012, 13:38 Uhr

Der keltische Silberschatz von Füllinsdorf

29.3.2012, 13:38 Uhr

Das Baselbiet ist unerwartet zu Geld gekommen: Die Kantonsarchäologen gruben in Füllinsdorf 293 keltische Silbermünzen aus. Es handelt sich um den grössten Hortfund dieser Art in der Schweiz. Nun werden die Münzen im Museum BL ausgestellt. Von Martina Rutschmann

Martina Rutschmann: Der Silberschatz wird im Foyer des Museums BL gezeigt, bevor ihn Forscher ins stille Kämmerlein bringen.

Der Silberschatz wird im Foyer des Museums BL gezeigt, bevor ihn Forscher ins stille Kämmerlein bringen. (Bild: Martina Rutschmann)

Es fiel dem Baselbieter Kulturdirektor Urs Wüthrich nicht schwer, die Landratssitzung vom Donnerstagmorgen zu schwänzen. Schliesslich hatte er der Öffentlichkeit etwas zu sagen, von dem seine Regierungsratskollegen nur träumen können: Es wurde Geld gefunden im Baselbiet. Wüthrich formulierte es so: «Die oberirdische Geldsuche im Kanton gestaltet sich derzeit mehr als schwierig, wenigstens haben wir unterirdisch einen sensationellen Geldfund gemacht.» Dieser Fund habe zwar keinen Einfluss auf die Staatsrechnung, es gäbe dennoch gute Gründe, ihn vorzustellen.

Es handelt sich um 293 je zwei Gramm leichte keltische Silbermünzen aus der Zeit zwischen 80 und 70 vor Christus. Insgesamt wurde auf einem Grundstück in Füllinsdorf also ein gutes halbes Kilo Silber gefunden. Zunächst hatte ein Privater Teile des Schatzes entdeckt, den Rest fanden schliesslich die Kantonsarchäologen. Das Interessante dabei: Die Münzen lagen auf 50 Quadratmetern verteilt nur wenige Zentimeter unter der Erde. Und – obwohl damals verbreitet – es befand sich keine einzige Fälschung darunter.

Das bedeutet: Ein Kelte muss den Schatz bewusst als Ganzes vergraben haben, sagt Kantonsarchäologe Reto Marti. «Wichtiger als der materielle Wert ist der Umstand, dass wir den Schatz als Ensemble gefunden haben.» Dass die Münzen heute, gut 2000 Jahre später, verteilt und nicht auf demselben Fleck aufgefunden wurden, liegt an der mehrfachen Umwälzung des Feldes durch Bauern. Marti schliesst nicht aus, dass es sich beim Schatz um den Jahreslohn eines Soldaten handelte. Weitere Fragen sind bisher ungeklärt.

Fundort bleibt geheim

Wo genau der Schatz lag, wollte Marti nicht verraten. Und zwar darum nicht, weil es sich um eine völlig neue Fundstelle handle und Experten jetzt noch dabei seien, diese zu untersuchen. «Bis wir wissen, was es mit dem Ort auf sich hat, wollen wir ihn vom Zugriff durch Unbefugte schützen», sagt Marti. Und wies darauf hin, dass es sich bei archäologischen Funden um Staatseigentum handle.

Den «Keltenschatz von Füllinsdorf» selber wollen die Verantwortlichen der Öffentlichkeit aber nicht vorenthalten. In einer kleinen Ausstellung im Foyer des Museum BL in Liestal liegen die Münzen hinter einer Vitrine. Vernissage ist morgen Freitag, 30.März, um 18 Uhr. Die Ausstellung ist zudem am Samstag, 31. März, und Sonntag, 1. April, jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Für Kinder und andere Interessierte besteht die Möglichkeit, Münzen nach dem Originalverfahren nachzuprägen. 

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Informationen zum Artikel

29.3.2012, 13:38 Uhr

Der keltische Silberschatz von Füllinsdorf

Text

Text:

  • 11.05.2013 um 12:32
    Blut an unseren Kleidern

    Gewissheit gibt es nie, dass die Kleider, die man kauft, fair hergestellt wurden. Manchmal wissen nicht einmal die Modeläden, dass sie die Ausbeutung unterstützen – oder sie wollen es nicht wissen. Ein Problem, offensichtlicher denn je.

  • 08.05.2013 um 16:57
    «Die Liberalen müssen pointierter werden»

    Die Präsidentin der Basler LDP, Patricia von Falkenstein, will ihrer Partei in der Öffentlichkeit wieder mehr Gehör verschaffen. Allenfalls auch mit «Polteri»-Methoden – solange es anständig zugeht.

  • 08.05.2013 um 16:15
    Einfamilienhäuser für die Erlenmatt

    Zuerst waren es Mietwohnungen, dann Eigentumswohnungen – nun sollen auf der Erlenmatt Einfamilienhäuser dazu kommen.

  • 10.10.2012 um 22:13
    Bilder
    Zum Artikel: Kein Schiff wird kommen

    Guten Abend Zugegeben, die Bilder sind nicht besonders gut – und das ist mein Verschulden. Mit Sparen hatte es allerdings nichts zu tun, dass ich ohne Fotograf (bei uns arbeiten sehr gute Fotografen, wie man sonst sehen kann) unterwegs war. Sondern mi...

  • 15.08.2012 um 09:01
    Nun ist es Schokolade
    Zum Artikel: «Beschle» verärgert «Frey»-Stammgäste

    Lieber Herr Schmidt Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie mich auf diesen peinlichen Flüchtigkeitsfehler aufmerksam gemacht haben. Selbstverständlich habe ich den Fehler umgehend behoben und aus der Schoggi eine Schokolade gemacht. Gruss, Martina Rutsch...

  • 29.02.2012 um 13:37
    Gundeli-Clique-Vertreter
    Zum Artikel: «E Schwob» im Trommel-Taumel

    Flip567 hat natürlich recht, wenn er darauf hinweist, dass es sich bei der Gundeli-Clique um eine grosse Clique mit Tambouren UND Pfeifern handelt (was tatsächlich jeder Basler wissen sollte). Die Formulierung im Text war daher vielleicht nicht präzise...

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